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Unser (skandinavisches) Wochenende in Bildern

Ein menschenreiches Wochenende liegt hinter uns (kleine Einstimmung für mich auf das kommende Wochenende…) und ein skandinavisches außerdem. Aber beginnen wir von vorne. Samstags fallen meistens sämtliche Erledigungen an, die die Woche über liegen geblieben sind. Es wird sich also intensiv dem Haushalt gewidmet, Einkäufe erledigt, ein bisschen Unkraut gerupft, das Auto gewaschen und was man samstags eben so macht.   Diesen Samstag waren wir die liebe Johanna von JÄTTEFINT besuchen. Inzwischen ist JÄTTEFINT nicht nur in ein größeres (und noch schöneres) Ladenlokal umgezogen, sondern es wurde Geburtstag gefeiert. Der sechste Geburtstag von Jättefint, Geburtstag auf finnisch sozusagen. Und ich erinnere mich noch ziemlich genau an meinen ersten Besuch bei JÄTTEFINT. Herr Sonnenschein hatte den Laden entdeckt und meinte zu mir „Da musst Du mal hin, das ist ein Laden ganz nach Deinem Geschmack“. An einem Montag, einem ziemlich heißen Sommertag im Juli vor vier Jahren war es dann soweit. Ich weiß das noch so gut, weil nur vier Tage später der kleine Löwe geboren wurde. Ich hatte eine kleine Minimütze mit einem Äffchen drauf …

Eine haarige Angelegenheit

Meine Haare und ich, das ist ja so eine Never Ending Story. Wer hier schon länger mitliest, weiß das und ich erinnere mich noch schmerzhaft zurück an diesen Post hier. Ich hab eben meinen ganz eigenen Kopf und bis in die Haarspitzen meine ganz eigenen Launen. Natur pur könnte man sagen. Na ja, vielleicht nicht ganz, denn ich muss inzwischen regelmäßig in den Farbtopf greifen, um den weißen Haaren auf meinem Kopf entgegen zu wirken. Würde ich das nämlich nicht tun, sähe ich schon ganz schön Oma aus. Mit dem neuen Job kam die neue Frisur und die Einsicht, dass ich es niemals zu einer langen, wallenden Mähne bringen würde und der Extensions Typ bin ich auch nicht. Mit dem Bob fühlte ich mich rundum wohl und dann weiß ich nicht was mich vor einigen Wochen gepackt hat, aber plötzlich war mir das alles zu langweilig. Irgendwie fehlte mir der Pepp auf meinem Kopf und ich spürte ein frustrierendes Ungleichgewicht zwischen dem was sich in und auf meinem Kopf abspielt. Ein Friseurbesuch war dringend fällig …

Supercalifrageli… dingsbums

Ihr werdet hier niemals einen Leitfaden finden wie Kindererziehung einzig und alleine richtig zu funktionieren hat. Es käme mir völlig falsch vor mich hier als Expertin auf diesem Gebiet hinzustellen. Dafür bin ich viel zu oft viel zu ratlos. Mir hat es bislang immer gut geholfen mich auf mein Bauchgefühl zu verlassen. Und so lange ich vieles mit dem Herzen und dem Bauch entscheide, mache ich auch gefühlt manches richtig (und anderes eben nicht). Sonea stellt mich im Moment gerne mal auf die Probe und ich muss immer wieder einen Weg finden, um mit ihr auf einer Ebene zu kommunizieren. Druck ist nämlich der falsche Weg und die Samthandschuhe hat man auch nicht immer griffbereit. Man muss sich schon ein dickes Fell wachsen lassen, aber dank eines Schlüsselerlebnisses beim „Starke Eltern, starke Kinder“ Kurses weiß ich zumindest, dass egal wie stark sie sich gerade verweigert und egal wie unberechenbar man gerade die Situation empfindet und völlig egal wie es nach außen hin wirkt, denn dank Soneas Geschrei hat man natürlich auch die ungeteilte Aufmerksamkeit vieler Menschen …

Zu Besuch bei Ehring Möbel

Ein wunderschönes und teilweise kinderfreies Wochenende liegt hinter uns. Die Oma, unsere Lieblingsnachbarin und die Herzenserzieherin haben es möglich gemacht, dass Herr Sonnenschein und ich gerade mal fünf Monate nach unserem wunderschönen, kinderfreien Wochenende in Paris eine weitere Gelegenheit hatten ohne Kinder durch die Welt zu reisen. Ja, wir haben Blut geleckt und werden flügge. Nicht um die ganze Welt, aber immerhin bis ins idyllische Homberg/Efze, mitten in Hessen ging unsere Reise. Ehring Möbel hatte in einer wirklich liebevoll gestalteten Einladung zu einem Open House für Blogger eingeladen und als ich mich auf der Homepage einmal umgeschaut hatte und feststellte, dass einige unserer Kitamöbel scheinbar von genau dort kommen, war meine Neugier geweckt und ich sagte zu. Nachdem wir die Kinder erfolgreich wegorganisiert hatten, machten wir uns Samstag Morgen also auf den Weg nach Homberg. Eine entspannte Autofahrt über Berg und Tal, ohne Streitereien, Brötchenkrümel und Prügeleien auf dem Rücksitz. Knappe drei Stunden später wurden wir herzlich von Kathrin empfangen, die dieses tolle Event auch organisiert hatte. Ich freute mich auf bekannte Gesichter wie Dajana von Mit Kinderaugen, …

Verständnis statt Mitleid

Wenn ich so auf die letzten siebeneinhalb Jahre zurück blicke, kann ich mich wirklich glücklich schätzen, dass wir nicht diesen dicken B Stempel haben. Na ja, vielleicht haben wir den ja doch. Vielleicht sind wir ja die mit der „behinderten Tochter“ und vielleicht sind wir auch in gewisser Weise Außenseiter. Aber glücklicher Weise fühlen wir uns als Familie (meistens) nicht so. Eigentlich fühlen wir uns ziemlich normal. Ich mich manchmal ein wenig gestresst, das aber nicht basierend auf der Tatsache, dass ich ein behindertes Kind habe (das vergesse ich im Alltag ständig)… sondern eben, weil ich zwei Kinder habe. Völlig losgelöst von der Anzahl ihrer Chromosomen, sind beide ziemlich lebhaft und eigensinnig. Diese Verbohrtheit oder auch Dickköpfigkeit ist eine Eigenschaft, die sie beiden Elternteilen gleichermaßen zu verdanken haben und die uns manchmal gewisse Situationen im Alltag erschwert. Wenn ich eins in den letzten sieben Jahren nicht hören mochte, dann dieses (pseudo)-mitleidige „Du hast es aber auch schwer!“. Das möchte eine Mutter nicht hören. Egal wie viele Kinder sie hat und ja, auch egal welche Anzahl an Chromosomen …

Löwenkind 4.0

In den letzten Wochen hat Deine Schwester Dich immer wieder verrückt gemacht, indem sie behauptete, dass heute Dein Geburtstag sei. Jedes Mal kamst Du aufgeregt zu mir angerannt und fragtest „Ääääh, ist heute mein Geburtstag?“ „Nein, das dauert noch“ HEUTE ist Dein Geburtstag und auch wir haben uns einen kleinen Scherz erlaubt, denn wir haben die letzten Wochen kein Wort darüber verlauten lassen, dass Du bald Geburtstag hast und WANN Du denn Geburtstag hast und das Thema strikt vermieden. Vor allem Deiner Schwester gegenüber. Heute ist Dein Geburtstag und wir werden Dich komplett damit überraschen. Genau so wie Du uns vor vier Jahren mit Deiner plötzlichen Geburt überrascht hast. Nicht, dass wir nicht mit Dir gerechnet hätten, aber eben nicht zweienhalb Wochen zu früh. Und das ist auch so geblieben. Du hast Deine eigenen Pläne und steckst immer wieder voller Überraschungen. Sei es mit Dingen, die Du plötzlich wie aus dem Nichts heraus kannst, Ideen, die Dir in den Kopf kommen… Dinge, die Du aussprichst (und uns nicht selten damit in Verlegenheit bringst) oder Reaktionen, …

Einmal Urlaub und zurück

Letztes Jahr um diese Zeit war so ziemlich der Akku leer bei uns vieren. Die Schulsuche und das Ganze drum herum hatte unendlich viel Energie und vor allem Urlaubstage gefressen, so dass zur Erholung nicht mehr viel Zeit übrig blieb. Es ist unglaublich selten, dass ich bei irgendwelchen Verlosungen mitmache und wenn dann nur, wenn ich den Gewinn unbedingt haben möchte. Als Baby Kind und Meer letztes Jahr einen Gutschein für einen Kurzurlaub in einem Landal Park verloste, seufzte ich einmal kurz auf und hätte aufgrund der wirklich anstrengenden Tatsache, dass man dazu ein Bild mit bestimmten Hashtags reposten musste, fast nicht mitgemacht. Ich war einfach müde, müde, müde und nichts hätte ich besser gebrauchen können wie ein kleines bisschen Urlaub. Und da spreche ich wohl für uns alle. Aber… man wird ja mal kurz träumen dürfen… Chancen rechnete ich mir keine aus. Und ich weiß noch wie ich nach einem anstrengenden Bürotag das Firmengebäude verließ, zur Bahn schlenderte und mein Handy einschaltete. „Warum zum Teufel habe ich über 30 Kommentare auf Instagram?… ich hab doch …

Grasrupferei

Wenn ich eins durch Sonea gelernt habe, ist es, dass die Entwicklung jedes Kindes anders ist und alles zu seiner Zeit kommt. Natürlich kann man die Entwicklung eines Kindes therapeutisch begleiten, aber man beschleunigt sie damit nicht, sondern unterstützt, stabilisiert und korrigiert sie bei Bedarf ein wenig. Als der kleine Löwe geboren wurde, war alles nochmal auf Anfang. Ich hatte zwar schon ein Kind, aber ein völlig anderes. Ein Kind mit seiner ganz eigenen Entwicklung und seinem eigenen Tempo. Mit der Zeit begriff ich auch, dass viele Individualitäten nicht unbedingt einem Syndrom zuzuschreiben sind, sondern dem Charakter und ja, auch den eigenen Wurzeln. Es ist einfach die Dickköpfigkeit eines Menschen einem Syndrom zuzuschreiben. Aber wenn die eigenen Eltern auch mit dem Kopf zuerst durch die Wand gehen, wird es beim eigenen Kind sehr wahrscheinlich nicht anders sein. Beim Löwen genoss ich die Babyzeit in vollen Zügen soweit mir der Alltag das möglich machte. Die Babyzeit von Sonea, um die ich mich durch ständige Termine und dieser großen Traurigkeit beraubt gefühlt habe. Der kleine Bruder durfte …

Down-Sportlerfestival 2016

„Das ist unser Tag – unser Leben“, unter dieser Hymne starteten am Samstag rund 600 Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Alter von 4 bis 67 Jahren das 14. Down-Sportlerfestival. Für uns war es das zweite Mal, aber das erste Mal als Teilnehmer. Sonea startete hoch motiviert mit der Startnummer 79. Das 14. Mal in Folge veranstaltete HEXAL zusammen mit Sponsoren, wie ING Diba und der Novartis Stiftung FamilienBande das Down-Sportlerfestival. Und wie erkläre ich dieses bewegende und eindrucksvolle, fröhliche Fest jemandem, der nicht dabei gewesen ist? Jemand, der nicht diese tolle Eröffnung durch Joachim Hermann Luger, auch bekannt als Papa Beimer aus der Lindenstraße, der die Nationalhymne gesungen hat, am Klavier begleitet von der aufstrebenden Schauspielerin Carina Kühne, miterlebt hat. Und all denen, die nicht diesen imposanten Einzug der hoch motivierten Sportler*innen erlebt haben? Es war einfach – WOOOOOW! Mein kleines Mädchen unter über 600 Sportlern beim Einzug in die Halle, fröhlich tanzend und mit ganz viel Vorfreude dabei. In der Altersklasse 4 bis 7 Jahre standen die Disziplinen Weitwurf, Weitsprung und 25 Meter Lauf auf …

Einhorntherapie

Vor 4-5 Jahren rief eine übereifrige Mutter in einem Reitstall an, der Hippotherapie anbot und konnte es nicht verstehen, dass ihr Kind noch zu jung sei und die Warteliste darüber hinaus extrem lang. Die Wirbelsäule ist bei so kleinen Minimenschen einfach noch nicht stabil genug. Wir mussten warten. Uns blieb ja auch nichts anderes übrig. Und irgendwie geriet die Hippotherapie schon fast in Vergessenheit. Bis ich dann vor einigen  Wochen einen Anruf bekam… Sonea würde auf der Warteliste stehen und es sei ein Platz frei geworden. Großartig! dachte ich im einen Moment – Mist! im anderen. Wir hatten ein logistisches Problem. Herr Sonnenschein hat an dem gleichen Nachmittag Reha-Sport und ich kein Auto. Unsere Rettung war Oma Bärbel, die nun einmal wöchentlich Sonea in den Reitstall begleitet. Ich wusste nicht, wie Sonea reagieren würde, ob sie Angst davor hätte auf einem Pferd zu sitzen und Zeit bräuchte oder aber total begeistert sein würde. Bislang kannte sie nur Ponyreiten, das fand sie toll und das letzte Mal auf nem Pferderücken ist schon eine Weile her. Mit der …