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Die „Extra-Wurst“ oder aber Exklusion am Esstisch

Gemeinsames Essen ist für viele Familien ein wichtiges Ritual. Es stärkt das „WIR-Gefühl“, es schweißt zusammen, es tut einfach gut. Wenn Liebe durch den Magen geht, aber Inklusion vor der Küchentüre Halt macht. Jetzt stellt euch einmal die Situation vor, alle sitzen gemeinsam am Tisch und essen zusammen. Freuen oder ärgern sich über das heutige Menü. Und dann gibt es noch euch. Ihr wisst genau, ihr habt wie jeden Tag diese „Extra-Wurst“ dabei. Ein eigenes Essen. Morgens vorgekocht und in Thermobehältern mittags nur noch lauwarm. Kühlen bzw. Aufwärmen ist nicht erlaubt. Viele Gerichte eignen sich für dieses Prozedere nicht bzw. es schränkt einen eh schon durch den, aufgrund der Unverträglichkeit und den eigenen Geschmack, eingeschränkten Speiseplan enorm ein. Ihr würdet gerne bei den anderen mitessen und mitreden können, aber das geht nicht. So sitzt ihr also zwischen allen anderen, gehört allerdings schon wieder nicht dazu. Wie so oft. Dabei könnte es so einfach sein … #cut So, der Beitragtext ist erstmal vorbereitet und es fehlen nur noch der Feinschliff und die Bilder. Doch dann passiert …

Ein Anruf – alle Adventspläne durchkreuzt

Ich liebe die Vorweihnachtszeit, obwohl es nicht gerade meine Schlafreichste Zeit ist, weil ich 1.000 Dinge zu erledigen habe. Tagsüber bis tief in die Nacht. Und am nächsten Tag wieder von vorne. Vielleicht liebe ich gerade deshalb die Gemütlichkeit dieser Zeit und weiß die stillen Momente umso mehr zu schätzen. Man ist viel mehr mit Menschen zusammen, die man mag und für die das restliche Jahr einfach zu wenig Zeit bleibt. Ich liebe es den ganzen Tag Weihnachtslieder rauf und runter zu hören. Dänische Weihnachtslieder aus meiner Kindheit. Weihnachtslieder, die die Kindheit meiner Kinder prägen werden. Aber auch Weihnachtslieder, die auf den Weihnachtslieder-Index gehören, weil sie in den vergangenen Jahrzehnten einfach zu viel gespielt wurden. Egal, an Weihnachten darf es immer ruhig ein bisschen mehr sein. Und statt einfach mal besinnlich zu sein und mich auf das Nichtstun zu konzentrieren und zu entschleunigen, kündige ich für die Weihnachtsfeier in der Schule noch einen Kuchen an und trage einen Termin nach dem anderen in den Kalender ein, dass ich morgens schon Meldungen bekomme, wie „Passen Sie …