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Im Gedankenchaos oder aber: eine Liebeserklärung

Herr Sonnenschein und ich ergänzen uns prima. Seine Stärken sind meine Schwächen und umgekehrt. Während er seine Entscheidungen mit dem Kopf trifft, überstürze ich sie schon mal mit dem Herzen. Ich bin eher der emotionale, impulsive Typ, der seine fixen Ideen unbedingt durchboxen möchte und mit dem Bauch und dem Herzen entscheidet und er ist der ruhende Pol, der erstmal alles abwägt, hin und her plant und dann nüchtern und rational seine Entscheidungen trifft. Auch wenn unsere unterschiedlichen Verhaltensweisen schon mal für Reibungspunkte sorgen, tun wir uns doch gegenseitig gut. Herr Sonnenschein mir, weil er mich gelegentlich davon abhält eine absurde, völlig verrückte Idee in die Tat umzusetzen und irgendwelche skurillen Gedanken weiterzuspinnen und ich sorge mit meiner Begeisterung und meinem Tatendrang manchmal dafür, dass meine Willenskraft und Euphorie über seine Rationalität und Vernunft siegt und er über seinen Schatten spring. So sehr ich manchmal über die komplizierte Denkweise von Herrn Sonnenschein schmunzeln muss, kopfschüttelnd in mich hineinlächle und nicht immer die Geduld und das Verständnis für seine akribische, detaillierte Planerei habe – er ist meistens derjenige, der …

Immerhin hab ich nen coolen Pulli!

Ich muss den Beitrag von gestern mal (fast) ganz unkommentiert stehen lassen. Das ist nämlich großes Reizthema im Hause Sonnenschein. Gehen wir mal davon aus, dass sich mein Hundewunsch auch in den nächsten Jahren nicht erfüllen wird. Leider. Aber falls jemand eine Ferienbetreuung für seinen Mops sucht… ich mach das sehr gerne. Ehrenamtlich! Zwar weit vom Hundetraum entfernt, aber immerhin habe ich einen neuen neuen coolen Pulli! In den Regentropfen von SUSAlabim (ja, tatsächlich) hatte ich mich schon verliebt, da hing er noch als Musterlasche auf dem Messeständer. Ich bin gar nicht dazu gekommen darüber zu schreiben, aber es waren ein paar wirklich tolle Tage mit einem großartigen Team und einem wunderschönen Messestand. Obwohl wir alle gesundheitlich angeschlagen waren, hatten wir großen Spaß. Ich glaube, Herr Sonnenschein hatte den härteren Job an diesem Wochenende – alleine mit zwei Durchfallkindern. So viel wie ich gerade auch nähe, es ist nicht genug! Die Kinder beschweren sich schon, dass ich zu wenig für sie nähe und dass sie zu selten fotografiert werden. Auf den Teil mit dem Fotografieren könnte …

Fünf Minuten

Es ist immer leicht rum zu jammern, wenn etwas nicht so gut läuft. Da wird auch alles andere (was wirklich gut läuft) ausgeblendet und relativiert. Ich kann mich davon nicht ganz frei sprechen. Diese Geschwisterstreitereien hier schlauchen manchmal ganz schön und auch die Dickköpfigkeit meiner Kinder, gepaart mit dem Dickkopf meines Mannes und mein eigener. Ja, wir sind schon ein ganz schön dickköpfiger Haufen. Nun hatte ich letzte Woche meinen ersten Abend den Elternkurs „Starke Eltern, starke Kinder“ und wir wurden gebeten auf die positiven Signale unserer Kinder zu achten. Eigentlich habe ich ja zwei Superkinder zu Hause. Ich finde sie einfach toll und bin ihr größter Fan. Und oft gibt es richtig blöde Kacktage (damit meine ich nicht die vergangene Durchfallwoche) und dann ist man selbst gestresst, die Kinder sind quengelig, müde, unausgeglichen, da vergisst man auch schon mal die ganzen liebenswerten Eigenschaften, die vielleicht 80% des Tages ausgemacht haben. Eigentlich ja unfair, aber wir Erwachsenen sind oft sehr nachtragend, wenn zwischendurch mal etwas nicht rund läuft. Gestern hatten wir zum Beispiel einen sehr …

Erinnerungen

Ich liebe diese Erinnerungsfunktion von Facebook… Da war der Sonnenschein zarte sechs Monate alt und es war gleichzeitig ein Kennenlerntag mit ganz vielen wunderbaren Menschen. Unter anderem Conny Wenk, die auch diese großartigen Bilder gemacht hat und Emma Oktoberkind, die zu diesem Zeitpunkt noch im Bauch ihrer wundervollen Mama schlummerte. Der kleine Bruder war gestern ein bisschen beleidigt, dass er auf den Bildern nicht mit drauf ist. Nun, es wird mal dringend Zeit für neue Familienbilder.

König sein, das wär fein!

Bevor ich Kinder hatte, wollte ich auch eigentlich nie welche haben. Kinder sind laut, anstrengend und oftmals schlecht erzogen. Natürlich wusste ich auch besser wie das mit der Kindererziehung geht und, dass Konsequenz das A und O ist. Zum Glück gehörte ich zu denen, die ihre guten Ratschläge und Meinungen für sich behielten. Heute, sieben Jahre später, habe ich mit meinen eigenen Kindern schon so viele Situationen erlebt, die die Supernanny mit verschrenkten Armen, hochgezogener Augenbraue und einem langsamen, verständnislosen Kopfschütteln kommentiert hätte. Meine Kinder sind sehr lebhaft und lebenshungrig. Manchmal auch laut und wild. Es sind eben Kinder. Und die Sache mit der Konsequenz beherrsche ich leider auch nur so semi. Manchmal muss man eben abwägen, ob Konsequenz in einem bestimmten Moment die richtige Entscheidung ist. Und es gibt eben auch diese Situationen, in denen man sowieso aufgrund der Besonderheit des großen Kindes alle Blicke auf sich zieht. Nicht immer ist in solchen Momenten Konsequenz der angenehmste Weg und je nach Nervenkostüm gehe ich dann eben den, der in dieser Situation für weniger Aufsehen sorgt. …

Willst Du mein Freund sein? …

… Über die Schwierigkeit Freundschaften zu schließen und wahre Freunde zu finden habe ich mir nie so intensive Gedanken gemacht wie heute, als Mutter. Eigentlich sollte man meinen, Freundschaften entwickeln sich von alleine. Im Kindergarten hatte Sonea schnell ihren Platz gefunden und auch Freunde, wenn auch nur 1-2. Dafür haben sie seitdem einen festen Platz in ihrem Herzen. Beim Löwen ist das alles gar kein Thema, er ist immer mittendrin im Geschehen, eben durch und durch Löwe und er hat seine Kumpels, mit denen er sich super versteht. Er ist rundum glücklich und wird auch niemals Schwierigkeiten haben mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen, denn er ist sehr aufgeschlossen. Anders bei Sonea. Sie tut sich oftmals schwer mit fremden Kindern und die Kinder auch mit ihr. Der Punkt an dem sie wieder anders ist als andere. Es steht ihr im Weg. Eigentlich dachte ich, sie hätte ihren Platz gefunden und begonnen neue Freundschaften zu knüpfen. Das Freundebuch, das wir in den Ferien ausgefüllt haben und für das Sonea selbst ein Bild von sich ausgesucht …

Weihnachts-Bäckerei 2015

Eigentlich passt Weihnachten dieses Jahr überhaupt nicht in meinen Zeitplan. Aber was tut man nicht alles für die Kinder. Und für glücklich leuchtende Kinderaugen nimmt man doch gerne mal ein paar Hürden und Nachtschichten in Kauf. Dieses Wochenende hätte ich eigentlich ins Bett gehört. Denn natürlich musste mir so eine saublöde Erkältung dazwischen kommen und mein ganzes Zeitmanagement boykottieren. Ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen und mit den Kindern 3 verschiedene Plätzchensorten gebacken (dieses Jahr seeeehr Dino-lastig) und die letzten Weihnachtsgeschenke, die genäht und verschickt werden wollten, genäht. Jetzt bringe ich schnell die Kinder ins Bett und dann wird eingepackt (allerdings haben wir dieses Jahr das Weihnachtskarten schreiben geschwänzt – für mehr Familienzeit und weniger Weihnachtsstress).   Und danach habe ich mir erst einmal eine heiße Zitrone mit Honig verdient. Euch allen einen wunderschönen 4. Advent und ein paar möglichst entspannte letzte Tage vor Weihnachten. P.S. wer den Beitrag von Freitag vermisst – ich hatte leider keinen in der Warteschleife und freue mich deshalb umso mehr, wenn Ihr mir „Eure Geschichte“ schicken wollt.

Merkt SIE eigentlich, dass sie anders ist?

Nachdem ich vor einigen Wochen skizziert habe, wie der kleine Bruder das „Anderssein“ seiner Schwester wahrnimmt, heute mal das Ganze aus der Sicht von Sonnenschein selbst. Sonea ist zwar ein Kind wie jedes andere auch – ein Kopf, zwei Arme und zwei Beine. Aber da ist eben auch noch dieses winzig kleine Extra-Chromosom, das manchmal bittersüß in ihr Leben funkt. Das letzte Kitajahr war nicht Soneas bestes. Ihre beiden besten Freunde waren bereits eingeschult und ihr wurde der Unterschied zu den anderen Vorschulkindern tagtäglich unter die Nase gerieben. In dieser Zeit hielt sie sich vorzugsweise in der Kleinkindgruppe auf, in die auch ihr kleiner Bruder ging. Dort war sie die Größte. Da war niemand, der ihr immer wieder vor Augen führte, dass sie anders ist und auch niemand, der sie wegen ihres Andersseins hänselte. Denn mit zunehmenden Alter bemerkten natürlich auch die anderen Kinder Soneas Anderssein und nicht jedes hatte eine empathische Umgangsform damit. Sie weiß, dass sie anders ist. Sie ärgert sich manchmal maßlos darüber, dass ihr Dinge unglaublich schwer fallen. Sie ist sich ihrer Defizite …

Warum sehen Menschen mit Down-Syndrom alle gleich aus?

Ich bin ein großer Freund von Statistiken. Stundenlang könnte ich in Auswertungen von Zahlen und Werten versinken und mich dafür begeistern. Vielleicht hätte ich doch damals auf meine LK-Lehrer hören und Psychologie studieren sollen. Die Statistik dieses Blogs sagt, dass neben „Mein erster Geburtstag“ und „Angina“ die meist eingegebene Suche „Warum sehen Menschen mit Down Syndrom alle gleich aus?“ zu diesem Blog führt. Nun, der 1. Geburtstag war wahrlich ein sehr besonderer und äußerst emotionaler Tag und diese Angina war im Hause Sonnenschein leider auch ein paar Mal als ungebetener Gast und hat den Sonnenschein ganz schön fertig gemacht (Mama und Papa gleich mit). Aber sehen Menschen mit Down Syndrom wirklich alle gleich aus? Das würde ja glatt zum gestrigen Beitrag passen – Schubladendenken. Sehr beliebt in unserer Gesellschaft. Vielleicht habe ich vor sieben Jahren ja selbst noch anders darüber gedacht, aber eigentlich denke ich, dass ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht habe. Und heute kenne ich inzwischen so viele Menschen mit Down Syndrom, dass ich mit absoluter Bestimmtheit sagen kann – Menschen mit Down Syndrom sehen …

Mama, ich hab Schulfrei!

„Mama, ich hab heute Schulfrei!“. Die ersten Schulferien haben begonnen und mit ihnen eine neue organisatorische Herausforderung. Am letzten Wochenende wurde ich vor allem eins gefragt „Wie läuft es beim Sonnenschein in der Schule?“. Die ersten Schulwochen, die nun hinter uns liegen, waren unerwartet gut. Das haben wir vor allem der Tatsache zu verdanken, dass wir einen riesen Glück mit unserer Schulbegleitung haben und auch mit den Lehrkräften, wie uns scheint. Natürlich erfahre ich längst nicht alles (und das gefällt mir natürlich gar nicht – loslassen müssen – mein Baby), aber das, was ich mitbekomme, ist einfach nur schön. Dieses gut gelaunte, glückliche, ausgeglichene Kind, das ich tagtäglich nach Hause bekomme, sagt manchmal mehr als sämtliche Worte. Heute hat sie mich damit verblüfft, dass sie sich ein ganzes Wort erlesen hat. Normalerweise zeigt sie Dinge ja erst, wenn sie sich 100% sicher ist, sie auch wirklich zu beherrschen. Das lässt einen manchmal ein bisschen verzweifeln, aber mit den Jahren lernt man geduldiger zu sein. Zumindest ein kleines bisschen. Der Sonnenschein ist in den letzten Wochen unglaublich …