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Alexaaaaa! Wo ist die Fernbedienung?

Verbote führen zu nichts, klare Regeln aber schon. Und die brauchen meine Kinder beide sehr, denn feste Strukturen sind für beide sehr wichtig. Läuft etwas nicht planmäßig, sind die strapazierten Nerven, das Geschrei und die komplette Verweigerung vorprogrammiert. Der richtige Umgang mit Medien lässt uns hier oft verzweifeln. Wir haben dafür keine richtige Lösung, aber wir haben einiges ausprobiert, um zu schauen, welche Lösung für uns als Familie die Beste (und auch stressfreiste) ist. Ein Verbot führt zu nichts. Also haben wir einige Zeit geschaut, ob unsere Kinder eine Überkompensation von Fernseher, Switch und Tablet selbst regulieren können. Das hat erwartungsgemäß nicht ganz so gut funktioniert. Lange gab es die Regel: unter der Woche bleibt der Fernseher bis 18 Uhr aus. Danach kann in der Zeit von 18 bis 19 Uhr eine Serie im KIKA geschaut werden. Und nur dort. Wenn wir Besuch haben, bleibt der Fernseher aus. Nun habe ich ein sehr regelverliebtes Kind und eins, das gerne seine eigenen Regeln aufstellt und alle anderen umgeht. Sonea kam also vermehrt zur Haustür rein und …

Weil ich das Down-Syndrom habe!

Soneas Bruder und ich sitzen im Wartezimmer und warten auf Sonea. „Mama, warum sind wir eigentlich hier?“ „Weil Sonea einen Logopädie-Termin hat… also Sprachtherapie“ „Hä? Aber Sonea spricht doch gut! Oder lernt sie hier Englisch?“ Ich muss schmunzeln. Das ist wieder so typisch. Typisch für Soneas Bruder, aber auch typisch für uns als Familie. Für uns ist eben alles normal, so wie es ist. „Na ja, Du und ich verstehen Sonea sehr gut, weil wir jeden Tag mit ihr zusammen sind. Aber Dir ist doch sicherlich auch schon mal aufgefallen, dass andere Menschen sie nicht ganz so gut verstehen?“ Während wir warten, läuft ein kleines Mädchen immer wieder an uns vorbei mit dem Auftrag, Dinge von der Rezeption zu ihrer Logopädin zu bringen. „Bring mir das Schaf!“. Das Mädchen stürmt motiviert aus dem Raum raus, an uns vorbei, bleibt stehen und lächelt „Hallo!“, ruft sie und eilt dann weiter. Das wiederholt sich einige Male, immer wieder mit dem Auftrag dieses oder jenes Tier von der Rezeption mitzubringen. Aber bitte leise. Deshalb lässt sie es sich …

Durch Berg und Tal

Du kletterst diesen Berg hoch. Der Weg dort hinauf ist steil und beschwerlich. Dein Rucksack fühlt sich Schritt für Schritt immer schwerer an und klebt Dir am Rücken. Nass geschwitzt, mit Blasen an den Füßen, läufst Du weiter, denn Du hast dieses Ziel vor Augen, für das es sich lohnt immer weiter zu gehen. Auf Deinem Weg erkennst Du die wahre Schönheit Deines Weges. Die wilde Natur, unverfälscht und echt. So anstrengend, wie es ist, hat es auch schöne Seiten. Und irgendwann erreichst Du den Gipfel und siehst NICHTS. Auf Deinem Weg dorthin hat sich alles zugezogen und ist einfach nur düster und nebelig. Von der schönen Aussicht ist nichts zu sehen. Vor fünf Jahren haben wir uns auf den Weg gemacht und dann standen wir an dieser Abzweigung. Der eine Weg führte den steilen Weg hinauf und der andere schlängelte sich verspielt und moosig am Tal entlang. So beschwerlich wie der Weg den Berg hinauf war und so oft wie wir abzustürzen drohten, Krämpfe ausgestanden haben und Nächte lang schlaflos gegrübelt haben, bereuen wir …

Einen rosa Tisch mit grünen Beinen bitte!

Individuelle Möbel haben einen Namen: MYCS   Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit MYCS entstanden. Die Inhalte, Meinungen und Bilder in diesem Beitrag sind unsere eigenen. Lange gab es hier kein Renovierungs-Update, aber die oder der eine oder andere erinnert sich vielleicht. Im vergangenen Jahr ging es erstmal unserer Küche und unserem Flur an den Kragen. Und anschließend, eigentlich erstmal genug von Renovierungsdreck und Kistenräumen, bekam unser Wohnzimmer noch ein kleines Update. Ihr kennt das vielleicht, wenn man umzieht und dringend noch eine Schranklösung braucht, der Umzug aber schon mehr Geld gefressen hat, als man eigentlich geplant hat. Man entscheidet sich schnell für die kostengünstige, praktische Lösung. Langfristig aber meist keine gute. Irgendwann macht sich der Preis bemerkbar und die Statik des Schrankes lässt ein wenig zu wünschen übrig. Insbesondere dann, wenn sich noch kleine Kinder regelmäßig an den Schubladen zu schaffen machen (Guck mal! Ich kann mich da sogar reinsetzen). Normalerweise bin ich diejenige, die unsere ganze Bude am liebsten auf den Kopf stellen würde, aber in dem Fall war es Herr Sonnenschein. Unsere …

Reif für die Insel – unser Familienurlaub mit Hund auf Fanø

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Novasol entstanden. Wir haben das Ferienhäuser-Angebot von Novasol auf Hundetauglichkeit getestet. Der Inhalt und die Bilder dieses Beitrags sind unsere eigenen. Fast drei Wochen ist es nun her, dass wir die Gassirunden mit Lissy durch wunderschöne Heidelandschaften, durch einen verwunschenen Zauberwald (es ist ganz bestimmt so) und am Strand entlang gemacht haben. Dass ich die Luft tief eingesogen habe und einfach jeden winzigen Fitzel genossen habe. Die pure Entschleunigung, eine geballte Ladung Kindheitserinnerungen und einfach nur das beruhigende Rauschen vom Meer. Mehr brauchte es nicht. Außer meine Lieben um mich herum. Und mittendrin unsere kleine Plüschkanone, die begeistert durch das Wasser wetzte bis sie komplett durchnässt war. Zwei Wochen später habe ich zwar auch einen Wald und die Heide direkt vor der Haustür, aber das Meer fehlt, der Stresspegel hat schon einige Male im Alarmbereich ausgeschlagen und wer ist eigentlich der Rhein? Das Meer kann er nicht ersetzen. Wir haben unseren Urlaub auf der dänischen Insel Fanø sehr genossen. Es war das zweite Mal, dass wir die Insel für …

Es ist meins! Beim Essen hört die Freundschaft auf

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Es ist meins! entstanden. Die Bilder und Inhalte in diesem Beitrag sind unsere eigenen.  Seit einem guten halben Jahr bin ich diejenige, die im Supermarkt steht und intensiv Produktetiketten studiert. Während Leute an uns vorbeiziehen und mich womöglich fälschlicherweise in die „Kalorienzählende Diät-Mutti“ Schublade stecken, steht neben mir ein erwartungsvolles, aber sehr geduldiges Mädchen „Und Mama? Ist das glutenfrei?“. „Moment… ah, nein! Da ist leider Weizen drin!“, gefolgt von einem enttäuschten „Oooooh…“, aber tapfer zieht sie weiter mit mir durch die Regale. Die Verkäufer im Supermarkt wissen alle Bescheid, denn jedem, wirklich jedem erzählt Sonea „Ich habe eine Zöli-Allergie! Und mein Papa und Lissy auch! Wir dürfen kein Gluten essen!“. Natürlich ist Zöliakie keine Allergie, sondern eine Autoimmunerkrankung und der Hund hat zwar keine Zöliakie, aber sollte per se ja auch kein Gluten essen. Also hat er das gleiche wie Sonea und ihr Papa. Ist doch klar! An der Wursttheke fragt man Sonea schon gar nicht mehr, ob sie eine Scheibe Wurst haben möchte. Grundsätzlich lehnt sie alles ab, was …

Löwengeburtstag 7.0

Löwenstark – so könnte man wohl Dein Jahr am besten zusammenfassen. Vor ein paar Tagen habe ich noch einmal den Beitrag zu Deinem 6. Geburtstag durchgelesen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich mir das nur einbilde, oder ob Du Dich in dem Jahr wirklich so sehr gemausert hast. Als Mama fehlt einem da manchmal die Objektivität. Aber Du hast mich im vergangenen Jahr sehr oft platzen lassen. Meistens vor Stolz. Gerade ist Dein 7. Milchzahn gefallen und alleine das lässt darauf schließen, dass das Jahr mit Dir ganz schön turbulent war. Die Wackelzahnpubertät und ein riiiiesen Wachstumsschub – innerlich wie äußerlich – prägten das Jahr. Aber auch Dein erstes Schuljahr. Das war manchmal ein ganz schön herausforderndes Abenteuer und es ist nicht immer einfach Deine Launen nachzuvollziehen und mitzuhalten, wenn Deine Gefühlswelt gerade wieder einmal Achterbahn fährt. Während ich diese Zeilen schreibe, spielst Du mit Deinem Papa ein Würfelspiel und rennst immer wieder frustriert und wütend raus, weil Du kein Würfelglück hast. Verlieren ist gar nicht Dein Ding. Aber das vergangene Jahr war …

Die „Extra-Wurst“ oder aber Exklusion am Esstisch

Gemeinsames Essen ist für viele Familien ein wichtiges Ritual. Es stärkt das „WIR-Gefühl“, es schweißt zusammen, es tut einfach gut. Wenn Liebe durch den Magen geht, aber Inklusion vor der Küchentüre Halt macht. Jetzt stellt euch einmal die Situation vor, alle sitzen gemeinsam am Tisch und essen zusammen. Freuen oder ärgern sich über das heutige Menü. Und dann gibt es noch euch. Ihr wisst genau, ihr habt wie jeden Tag diese „Extra-Wurst“ dabei. Ein eigenes Essen. Morgens vorgekocht und in Thermobehältern mittags nur noch lauwarm. Kühlen bzw. Aufwärmen ist nicht erlaubt. Viele Gerichte eignen sich für dieses Prozedere nicht bzw. es schränkt einen eh schon durch den, aufgrund der Unverträglichkeit und den eigenen Geschmack, eingeschränkten Speiseplan enorm ein. Ihr würdet gerne bei den anderen mitessen und mitreden können, aber das geht nicht. So sitzt ihr also zwischen allen anderen, gehört allerdings schon wieder nicht dazu. Wie so oft. Dabei könnte es so einfach sein … #cut So, der Beitragtext ist erstmal vorbereitet und es fehlen nur noch der Feinschliff und die Bilder. Doch dann passiert …

Für Frühaufsteher und Schulkinder to be – die neuen ergobag Flik Flak Uhren!

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit ergobag entstanden. Die Inhalte, Meinungen und Bilder in diesem Beitrag sind unsere eigenen. Sommerzeit. Winterzeit. Tage, an denen die Sonne gar nicht unterzugehen scheint und andere, an denen es gar nicht richtig hell wird. Es ist schon sehr verwirrend. Über die Diskussion „Aber es ist doch noch hell“ sind wir inzwischen weg. Immerhin. Die Kinder haben verstanden, dass es im Sommer einfach länger dauert bis es richtig Nacht wird. Oder aber sie sind abends so kaputt vom Tag, um ein „Ab ins Bett!“ Veto einzulegen. Morgens sieht das anders aus. Leider. Ich wünschte mir ja, dass meine Kinder hinsichtlich ihres Schlafbedarfs ein bisschen mehr nach mir kommen würden. Ich konnte schon immer zu jeder Zeit und überall schlafen. Und das am liebsten lange. Soneas Bruder schafft es am Wochenende im Schnitt zumindest bis 8 Uhr. Wenn seine Schwester ihn lässt. Meistens fegt sie spätestens um 5 Uhr durch die Bude. Aber auch nur an Ferientagen und am Wochenende. Unter der Woche müssen wir sie mühevoll aus dem Bett pulen, um dann …

Was Hänschen klein kann, kann Sonea schon lange

Sonea im Shopping-Rausch Es war einer dieser Tage, der mit Geschwisterstreit startete, sich so durch den Vormittag schlängelte und in einem großen Einkaufszentrum endete. Ein typischer Samstag halt. Dort angekommen, war der Puls inzwischen wieder im Normbereich, die Grundharmonie resettet und ich den Kopf voll mit einer ellenlangen To-Do Liste. Sonea hatte auch ihre Pläne. Kaum hatten wir das Einkaufszentrum betreten, stürmte sie die Rolltreppe und war im Gewusel der Menschenmenge verschwunden, ehe wir ihr hinterher sprinten konnten. Da sie im Auto bereits die ganze Zeit von einem Geschäft gesprochen hatte, in das sie gehen wollte, blieben wir aber relativ entspannt, weil wir sie dort entweder bei den Tablets oder CDs vermuteten. Dort angekommen, trafen wir sie aber nicht wie vermutet an. Und auch in keinem der anderen Gänge. Routiniert teilten wir uns und unseren Suchbereich auf. Noch relativ gefasst, denn Sonea ist auf ihre Art und Weise doch recht berechenbar und läuft nicht einfach ziellos weg. Nachdem aber klar war, dass sie weder in dem großen Mediengeschäft, noch in einem der anderen Geschäfte im …