Alle Artikel in: Allgemein

Im Schlafanzug zur Arbeit?

Vielleicht sollte ich einfach in unregelmäßig regelmäßigen Abständen über die Suchbegriffe bloggen, die aus unerfindlichen Gründen zu diesem Blog führen. Von „der richtigen Nutzung einer Klobürste“ bis hin zu „stinkende Bettwäsche“ ist alles mögliche dabei. Hallo „Geh im Schlafanzug zur Arbeit Tag“ Google-Sucher! Ich weiß nicht was Dich hier hin geführt hat. Wenn Du wissen möchtest, was ich an meinem Arbeitstag so trage, wird der Schlafanzug das Letzte sein, was ich nennen würde. Obwohl ich von Zuhause arbeite und mir an manchen Tagen erlaube ungeschminkt am Arbeitsplatz zu erscheinen. Ich arbeite daran, aber für die Restauration meines Gesichts bleibt meistens keine Zeit. Heute sehe ich so aus. Vielleicht nicht geschminkt, aber das Outfit ist das Gleiche. Kein Nachthemd, sondern einer meiner absoluten Lieblings-Schnitte aus dem neuen lille-Mag. Vielleicht habe ich auch schon das eine oder andere Mal erwähnt, dass ich dieses Magazin total liebe. Mag sein, aber ich kann es gar nicht oft genug sagen. Also eine meiner obersten Maxime im Homeoffice ist „Niemals im Schlafanzug oder im Jogginganzug an den Arbeitsplatz“. Wäre auch viel …

VORWERK twercs – Verlosung

VERLOSUNG – mit dem Vorwerk Twercs zur eigenen Limo-Bude

Dieser Beitrag wurde von Vorwerk gesponsert. Die Inhalte und Meinungen zum twercs 4-in-1 Werkzeug-Koffer in diesem Beitrag sind meine eigenen.  Als wir vor zwei Jahren unsere Wohnung gekauft haben, wohnten wir bereits drei Jahre darin und wussten, dass in den nächsten Jahren ein paar Renovierungen auf uns zukommen würden. Teilweise, weil man natürlich oft manche Dinge anders haben möchte, wenn sie einem selbst gehören und teils, weil sie einfach alt und oder verschlissen sind. So wie die Heizung zum Beispiel. Buhuuuu. Nun gehöre ich ja zu den Frauen, die ihren Mann mit den Worten „Hallo Schatz! Ich habe leider nicht geschafft zu kochen, aber schau mal was ich genäht habe!“ begrüßt. Aber bevor Ihr mich in eine klischeehafte Schublade packt – ich gehöre auch zu den Frauen, die fleißig die Tapete an die Wände kleistert, während der Mann sich noch Tapezier-Profitipps auf Youtube anschaut. Herr Sonnenschein ist der Planer, ich der Macher. Und zusammen ergänzen wir uns ganz wunderbar. Außerdem – kochen kann er sowieso viel besser als ich! Es gibt nur eine Sache, die mich stört – …

Sei immer Du selbst…

… selbst, wenn Du ein Einhorn sein kannst. Auch, wenn das Down-Syndrom in unserem Alltag wenig Beachtung findet, ist es doch da. Es ist nicht so, dass andere Kinder nicht wüssten, dass Sonea anders ist und es ist auch nicht so, dass es sonst niemandem auffällt. In erster Linie ist Sonea einfach sie selbst. Das macht sie aus. Und trotzdem gibt es Fragen. Meist unausgesprochen, aber mir ist es dennoch lieber, dass sie gestellt werden. Denn nur wenn man darüber redet, kann man für ein offenes und selbstverständliches Miteinander sorgen und Vorurteilen vorbeugen. Sonea weiß, dass sie selbst anders ist. Und das ist gerade für sie ein großes Problem. Sie möchte nicht so sein, wie sie ist und schlüpft immer wieder in fremde Rollen. Meistens sind es starke und sehr beliebte Charaktere. Auch, wenn wir sie immer wieder darin bestärken, dass wir sie lieben, genau so wie sie ist und sie auch gar nicht anders haben wollen. Aber in dem Alter möchte man wohl vor allem einfach eins sein: besonders cool. Die Chromosomenzahl ist dafür …

Warum mein Kind nicht aussieht wie alle anderen

[Dieser Beitrag enthält Werbung] Warum sehen alle Menschen mit Down Syndrom gleich aus? Und warum führt diese Google-Suche immer und immer wieder auf Platz Nummer 1 zu unserem Blog? Nun. Menschen mit Down Syndrom haben natürlich Syndrom-typische Stigmata, die bei jedem Menschen mit dem Down Syndrom mal mehr mal weniger stark ausgeprägt auftreten. Mandelförmige Augen bedeuten aber nicht zwangsläufig, dass ein Mensch das Down Syndrom hat und auch nicht kurze, dicke Finger sind ein Kriterium dafür. Trotzdem kann man meistens mit geschultem Auge einen Menschen mit dem Down-Syndrom an bestimmten Merkmalen schnell fest machen. Genau so wie einen dunkelhäutigen Menschen oder einen Asiaten eben auch. Die sehen für viele auf den ersten Blick auch alle gleich aus, weil sie charakteristische Merkmale haben, die sie von anderen Menschen unterscheiden. In zwei Wochen ist wieder das Down-Sportlerfestival in Frankfurt. 650 Menschen mit dem Down-Syndrom werden dort in verschiedenen sportlichen Disziplinen um ihre Medaille kämpfen. Alle haben sie etwas gemeinsam, nämlich eine unglaubliche Energie und eine ansteckende positive Lebensfreude. Optisch unterscheiden sich jedoch alle voneinander. Wäre ja undenkbar, …

Von Medienerziehung und Reitfreizeit

Nun hat der Alltag uns wieder. Und so sehr ich den Alltag mit all seinen Strukturen und Routinen liebe, habe ich die zwei Wochen Osterferien sehr geschätzt (obwohl ich arbeiten musste). Vor allem für Sonea war es diesmal sehr wichtig einmal ein bisschen Abstand vom Alltag zu nehmen und einfach mal nicht in die Schule zu müssen, sondern in den Tag hinein leben. Ohne großer Verpflichtungen und ohne Pläne. Für mich war das nicht wirklich leicht, denn ich jonglierte zwischen Job und Kinderbetreuung und zwischen Organisationstalent und Spaßbremse. Während Sonea sich in ihre Phantasiewelt stürzte und meistens irgendwer anderes war, als sie eigentlich ist. Wenn ich Glück hatte, war sie gerade meine Sekretärin. Wenn ich Pech hatte, auch. Aber vor allem war sie die berühmt berüchtigte Doc McStuffins, Dino-Forscherin oder aber Meerjungfrau. Im schlimmsten Fall war sie Piper, die kleine, zickige Schwester von Kid Danger. Und seit neustem heiße ich übrigens auch nicht mehr Mama, sondern Mom. Aber ich bin nicht alleine, denn es gibt auch noch Dad und… Grandma! Die erste Ferienwoche bedeutete vor …

Mein Leben mit dem Besonderen #118 Man sieht nur mit dem Herzen gut

Schon sooo lange wollte ich über unsere Erfahrungen mit der Einschränkung unseres Sohnes schreiben. Schon so lange lese ich Katharinas Blog und das hat mir in schlimmen Zeiten sehr sehr geholfen, denn dann fühlt es sich am einsamsten an und dann ist es auch am einsamsten. Mein Name ist Ina. Ich bin die Mutter von Jakob, der vier Jahre alt geworden ist. Mein Leben und das meines Mannes veränderte sich stark mit der freudigen Nachricht, dass ich schwanger bin. Zu dem Zeitpunkt war ich 38 Jahre alt und schon aus diesem Grund ängstlich, weil ich ein Jahr zuvor eine Fehlgeburt hatte. Auf Grund dessen und weil mein Mann und ich schon ältere Semester waren, empfahl mir meine Ärztin eine Fruchtwasseruntersuchung. Davor hatte ich totale Panik, aber es hieß, eine Fehlgeburt sei evtl. das Zeichen, dass es sich um ein wiederkehrendes Problem handeln könne und wir auf der sicheren Seite seien, wenn einige Genetische Tests durchgeführt werden würden. Alles klappte gut und wir gingen nach dem Eingriff erleichtert nach Hause. Als wir dann das Ergebnis des …

Über die Absurditäten der Geschwisterbevorteilung

Es gibt sie noch, diese seltenen Momente, in denen man nicht verzweifelt denkt „Was habe ich diesen beiden kleinen Menschen eigentlich angetan, dass sie beide nicht einfach als Einzelkind aufwachsen können“. Friedlich, ohne Streiterei. In diesen Momenten laufen sie glücklich und Händchen haltend auf dem Bürgersteig, spielen zusammen auf dem Spielplatz, schauen Arm in Arm ihre (gemeinsame) Lieblingsserie und sind ein Herz und eine Seele. Manchmal stehen sie auch eng umschlungen vor einander, um zu schauen wer von beiden größer ist. Und da beginnt er auch schon – der schmale Grad zwischen Sonnenschein und Donnerwetter. Wehe der andere ist schneller, hat ein Gummibärchen mehr in seiner Schüssel oder wird in sonst einer Weise bevorteilt, die erst offensichtlich wird, wenn ein riesen Theater darüber entfacht. So sehr man auch versucht es beiden gleichermaßen Recht zu machen, gelingt es einfach nicht. Die Absurditäten der Geschwisterbevorteilung sind eine Wissenschaft für sich. Nun ist es ja ohnehin so, dass unsere Geschwisterkonstellation von Grund auf seine Besonderheiten mit sich bringt. Ich würde nicht behaupten, dass Simon weniger Aufmerksamkeit bekommt als …

Daydreaming

Seit einer knappen Woche ist das lillestoff-Magazin im Handel erhältlich. Ich habe inzwischen drei Schnitte aus dem wunderschönen Magazin genäht und es rauf und runter gelesen. Es ist so liebevoll gestaltet und wirklich etwas ganz besonderes. Das sage ich jetzt nicht, weil ich den ganzen Entstehungsprozess verfolgen durfte, sondern weil ich das Magazin, ganz objektiv betrachtet, absolut genial finde. Das komplette Layout, die lesenswerten Artikel, die liebevollen Details, die traumhaften Bilder und vor allem – die genialen Schnittmuster. Ein Stoff aus dem lillestoff-Magazin hat mich hypnotisch in den Bann gezogen. Daydreaming heißt er auch noch und ja, wer mich kennt, weiß wie verträumt und gedankenversunken ich manchmal bin. Das war schon als Kind so. Und natürlich lachten mich auch noch all die tollen Schnitte aus dem Magazin an, aber für Daydreaming hatte ich andere Pläne. Liva, ohne Taschen, aber ich glaube mein 6. Kleid nach dem lässigen Kleiderschnitt. Entweder mag man ihn, oder nicht. Ich liebe diesen Schnitt, weil ich schon immer gerne legere Kleidung figurbetonter bevorzugt habe. Gerade aktuell, wo mich ein paar angefutterte …

Mein Leben mit dem Besonderen #117 Der Beginn unseres Lebens mit dem Besonderen

Der Beginn unseres „Lebens mit dem Besonderen“ war geprägt durch unendliche Trauer und Entsetzen darüber, dass man uns überhaupt als etwas Besonderes einstuft. Einen guten Monat ist es jetzt her, da wurde im 7. Schwangerschaftsmonat bei unserem kleinen Mädchen ein Herzfehler (AVSD) erkannt. Dieser Herzfehler ist ganz typisch für Kinder mit Down Syndrom. Da Baby außerdem auch noch eine etwas „platte“ Nase zu haben schien, lag die Diagnose „Trisomie 21“ sehr, sehr nah. Wir haben uns noch am gleichen Tag zu einer Fruchtwasseruntersuchung entschieden, die den Verdacht dank Schnelltest nach 2 Tagen bestätigt hat. Für uns war schon zu Beginn der Schwangerschaft klar, dass wir unser Kind lieben und annehmen werden, egal ob mit Behinderung oder ohne. Wir haben deswegen auch kein Ersttrimester-Screening gemacht. Ich hatte eine wundervolle, unkomplizierte Schwangerschaft mit dem Gefühl, dass es meinem Baby ganz hervorragend geht. Die Diagnose AVSD und Down Syndrom hat uns völlig den Boden unter den Füßen weg gezogen. Alles schien plötzlich unsicher, alle Erwartungen zerschmettert, alle Bilder zerschlagen. Wir waren voller Sorge, Trauer und Liebe gleichzeitig und …

Das bisschen Homeoffice

Kennt Ihr diese Tage, die morgens mit viel Theater beginnen, weil das eine Kind rumtrödelt und lieber die Klamotten vom Papa und die Schuhe von der Mama anzieht, statt sich einfach die eigene Kleidung überzuziehen? Unter normalen Umständen fände man das witzig, aber in 10 Minuten steht das Taxi vor der Tür und das andere Kind möchte mal wieder nicht in die Schule. Nein es möchte nicht, sondern es WILL nicht. „Der Will ist verreist!“ kommentiert das andere Kind, das mit dem Sweater vom Papa bis zu den Fußknöcheln im Türrahmen steht und das Szenario beobachtet, das Geschehen mit seiner Kindergartenweisheit.   Irgendwie schafft man es dann doch noch rechtzeitig das Kind angezogen und sogar mit geputzten Zähnen durch die Tür zu befördern. Und dann kümmert man sich erst einmal darum, dass das andere Kind die richtigen Klamotten anzieht und der Hund seine morgendliche Hundezeitung zu lesen bekommt. Zehn Minuten klingelt das Telefon und die Schulbegleitung teilt einem mit, dass die Schule wegen einer defekten Heizanlage geschlossen bleibt und das Kind wieder Retour kommt. An …