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Von Anfang an

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Aktion Mensch entstanden. Die Inhalte und Meinungen in diesem Beitrag sind meine eigenen.  Kurz bevor Sonea geboren wurde, trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft, in der die Inklusion geregelt ist. Doch was hat sich seitdem verändert und was war vorher anders? Welche Hürden man mit einem behinderten Kind nehmen muss und dass Inklusion auch 10 Jahre später keine Selbstverständlichkeit ist, stellen wir fast tagtäglich fest. Was muss passieren, damit Inklusion kein lästiger Begriff mehr ist, über den viele Menschen, aber vor allem Pädagogen, Betroffene und alle anderen, die sich mit ihr auseinander setzen „müssen“, schimpfen? Es fehlt an Geld, es fehlt an Personal, aber vor allem fehlt es meiner Meinung nach oft auch an Bereitschaft. Und nicht zuletzt an Selbstverständlichkeit. Durch meine beiden Kinder habe ich die Inklusion in den letzten Jahren von beiden Seiten kennengelernt. Das Inklusionskind und das Kind, das mit Inklusionskindern um sich herum aufwächst. Beide haben von der Inklusion profitiert und tun es jetzt noch. Ich habe vor einiger Zeit einmal diesen Beitrag geschrieben, ich war zum Frühstück …

Die Sache mit der Inklusion

Wenige Monate, nachdem Sonea geboren wurde, trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft, die sich dafür einsetzt, dass Menschen mit Behinderung als vollwertige Bürger der Gesellschaft anerkannt werden und sie fordert die Inklusion und die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben. Denn Inklusion ist ein Menschenrecht. Wer hier schon länger mitliest, weiß wie sehr wir Inklusion leben und wie sehr mein Herz dafür brennt, dass Sonea ein gleichberechtigtes Leben führen kann. Seit Soneas Geburt 2009 leben wir die Inklusion soweit es uns aus gesellschaftlicher Sicht ermöglicht wird. Neben dem Frühförderspielkreis und dem Down-Syndrom Spielkreis besuchten wir außerdem normale Krabbelgruppen, machten Babyschwimmkurse und all das, was man eben so in der Baby- und Kleinkindzeit mit seinem Kind macht. Es war nicht immer leicht für mich. Denn die anderen Kinder führten mir immer wieder vor Augen wie groß die Schere in der Entwicklung mit der Zeit wurde. Während die anderen Kinder irgendwann völlig selbstverständlich losliefen und anfingen zu reden und ihre Mütter vor Stolz fast platzen, als hätten ihre Kinder gerade ihre erste Bachelorarbeit geschrieben, brauchte es bei uns …