Allgemein, Familienleben, Inklusion, Lillestoff, Werbung

Willst Du mein Freund sein? …

… Über die Schwierigkeit Freundschaften zu schließen und wahre Freunde zu finden

habe ich mir nie so intensive Gedanken gemacht wie heute, als Mutter.

Eigentlich sollte man meinen, Freundschaften entwickeln sich von alleine. Im Kindergarten hatte Sonea schnell ihren Platz gefunden und auch Freunde, wenn auch nur 1-2. Dafür haben sie seitdem einen festen Platz in ihrem Herzen.

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Beim Löwen ist das alles gar kein Thema, er ist immer mittendrin im Geschehen, eben durch und durch Löwe und er hat seine Kumpels, mit denen er sich super versteht. Er ist rundum glücklich und wird auch niemals Schwierigkeiten haben mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen, denn er ist sehr aufgeschlossen.

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Anders bei Sonea. Sie tut sich oftmals schwer mit fremden Kindern und die Kinder auch mit ihr. Der Punkt an dem sie wieder anders ist als andere. Es steht ihr im Weg.

Eigentlich dachte ich, sie hätte ihren Platz gefunden und begonnen neue Freundschaften zu knüpfen. Das Freundebuch, das wir in den Ferien ausgefüllt haben und für das Sonea selbst ein Bild von sich ausgesucht hat, welches sie auf ihre Seite kleben wollte… sie war so aufgeregt als sie es mit in die Schule nehmen durfte.  Es kam heute bereits den zweiten Tag Retour, ohne einen Eintrag.

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„Hast Du das Buch nicht den anderen Kindern gegeben?“

„Doch. Die wollten nicht.“

Mit einem dicken Kloß im Hals wechselte ich schnell das Thema. In wenigen Wochen hat Sonea Geburtstag. Natürlich hat sie klare Vorstellungen davon wie ihr Geburtstag werden soll. Sie liebt es Partys zu feiern.

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„Eine Eiskönigin Party? Och Schatz, wie wäre es denn mit einer Feenparty oder einer coolen Pyjamaparty?“

„Nein Eiskönigin!“.

Und dann zählt sie auf wer alles zu ihrer Party kommen soll. Ich schlucke. Mit ein bisschen Glück kommen vielleicht zwei… oder auch drei. Mit Gegeneinladungen rechnen wir längst nicht mehr.

Samstags mit Papa auf dem Weg zur Müllkippe. Angekommen, begrüßt sie die Frau am Eingangsbereich „Kommst Du zu meiner Eiskönigin-Party?“

„Party ist immer eine gute Idee, Kleine!“

Dann mit leuchtenden Augen zu ihrem Papa „Das ist meine Freundin! Die kommt zu meinem Geburtstag!“.

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Während der Löwe mittendrin ist, ist Sonea immer außen vor. Akzeptiert, aber nicht integriert.

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Neues Jahr, neuer Anlauf. Wir laden die Klassenkameraden einfach zu uns nach Hause ein. Und dann kommt der Anruf, dass das Kind nicht Sonea besuchen möchte. Ich habe erst einmal eine Runde geweint. Es hat mir einfach weh getan. Ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen. Es macht mich unendlich traurig und tut mir so leid. Vor allem für meine Tochter, die noch am Tag, an dem wir drüber sprachen wen wir zum Spielen einladen könnten,  für ihre „Freunde“ ihr Zimmer aufräumte und unter ihrem Hochbett eine Höhle baute, damit ihre Freundin dort schlafen kann. An Gastfreundlichkeit mangelt es bei diesem Kind nicht.

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Sonea liebt es Besuch zu haben, egal ob ihr eigener, der ihres Bruders oder von uns allen. Hauptsache die Bude ist voll. Eigentlich mögen wir alle gerne Leben in der Bude. Wenn Sonea dann doch einmal einen ihrer 1-2 Freunde zu Besuch da hat, spielen die Kinder überwiegend mit dem Löwen und Sonea spielt ihr eigenes Spiel.

Manchmal ist Inklusion auch nur ein kleiner Fleck am Tellerrand.

Gute, aufrichtige Freunde wünschen wir uns doch alle und insbesondere für unsere Kinder. Auf Freundschaften Einfluss nehmen kann man nur bedingt. Natürlich gibt es solche, die man begrüßt (meistens aus Sympathie zu den Eltern) und solche, die man nicht so gerne unterstützt (weil die Eltern eben nicht ganz so sympathisch sind). Aber eigentlich ist es wichtig, dass die Kinder ihr eigenes Ding machen und ihre eigenen Erfahrungen im Umgang mit Freundschaften.

Was ich mir auf gar keinen Fall für Sonea wünsche sind Freundschaften aus Verpflichtung oder Mitleid. Das ist keine ehrliche Basis für eine Freundschaft.

Vielleicht wird Sonea ja auch irgendwann mal darüber froh sein, dass bestimmte Menschen nicht in ihr Freundebuch geschrieben haben. Wer kennt sie nicht, die Einträge in ein Freundebuch, die man später schnell weiter blättert, während man andere gerne immer und immer wieder durchliest. Soneas Kita-Freundebuch bedeutet ihr sehr viel und es ist inzwischen aus dem selben Grund leider schon sehr abgegriffen.

Vielleicht füllt sich ja auch noch irgendwann ihr Schul-Freundebuch. Mit vielen, bunten Einträgen, die sie alle immer wieder gerne durchblättert.

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Schnitt: „China Girl“ aus Ottobre 04/2014

Stoff: Pferdeliebe von SUSAlabim ab Samstag bei lillestoff erhältlich.

47 Kommentare

  1. Pingback: Ganz schön pieksig

  2. Dein Post macht mich richtig traurig.
    Und wütend! Wütend, dass schon so kleine Kinder so A*schl*chkinder sind und ein kleines Mädchen so sehr verletzen können.
    Ich wünsche Sonea von ganzem Herzen, dass sie bald eine echt gute Freundin findet.

    ganz liebe Grüße
    Alex

  3. Tina sagt

    Hallo Katharina,
    wenn mein großer Sohn, der inzwischen auch in die erste Klasse geht, in eurer Nähe wohnen würde, wäre er bestimmt ein absoluter Fan von Sonea. Er findet nämlich Kinder, die etwas anders sind als der Standard viel interessanter als gewöhnliche Kids. Ich staune, wie offen und unbefangen er mit solchen Kindern in Kontakt tritt und wir schön das dann ist… irgendwie bereichernd für alle, die das mitbekommen.
    Ich wünsche euch auch ganz viele solche Begegnungen, nicht nur punktuell, sondern dauerhaft!
    Liebe Grüße, Tina

  4. Anita sagt

    es hat mich doch jetzt grad ein wenig berührt beim lesen…. ich hatte auch nie freunde als kind, wobei als kind ging noch, je mehr teenie ich wurde desto weniger. die andern fanden uns doof und komisch (uns = ich hab eine zwillingsschwester) sie fanden uns doof weil wir barfuss zur schule liefen, weil wir birchermüesli zum znüni assen, weil die ponys im nachbardorf unsere freunde waren, weil wir nicht immer in den neusten teuersten klamotten rumliefen, weils uns einfach nicht interessierte….

    ABER das tollste an meiner kindheit/jugend war nebst den ponys die Pfadi (Pfadfinder) da wurde man akzeptiert, da LERNTEN die kinder alle zu akzeptieren egal von wo man kam oder ob man „nicht ganz normal“ war oder was auch immer, weil DAS ist das interesse der pfadi. die pfadi lehrte mich selbstbewusster zu werden, freude zu haben und weiterschenken. ich lernte unglaublich viel für mein späteres leben…. und in der pfadi hatte ich freunde, auch wenn ich diese echt nur in der pfadi sah, so war man doch einfach eine gemeinschaft…. in der schweiz gibt es PTA PfadiTrotzAllem (https://de.wikipedia.org/wiki/Pfadfinder_Trotz_Allem) schau dir doch mal den link an, vielleicht findest du raus, ob es bei euch auch sowas gibt…. vielleicht ist das etwas für dein witbelwind, etwas wo sie akzeptiert wird wie sie ist weil jeder genau das tut was er kann, über sich hinauswächst, und akzeptiert wird (so sollte es in der pfadi zumindest sein und war es bei uns definitiv)….

    nur einfach ein input…. hat dann zwar das „problem“ in der schule nicht gelöst, aber wie gehabt, ich habe auch keine freunde in der schule gefunden, da wutde immer gewertet, ob man einen ball weiter schmeissen kann, ob man bessere noten hatte, etwas kann oder nicht, etwas angezogen hat oder nicht. das hatte ich in der pfadi NIE….

    liebs grüessli anita

  5. Frauke sagt

    Liebe Katharina,
    ich bin mit dir traurig über die Gedankenlosigkeit so einiger Eltern, denn das sehe ich als Hauptproblem. Wir haben jetzt 4 Enkelkinder und ich höre manchmal, wie lieblos die Kinder im Kindergarten miteinander umgehen, so dass unsere kleine Große zuhause bitterlich weint – und die Erzieherin hält sich dabei heraus.
    Leider kann ich dir nur den Oma-Rat geben, mit den Eltern und den Erziehern/Lehrern über deine Trauer zu sprechen und dann bin ich mir ziemlich sicher, dass sich die Situation verbessern wird.
    Liebe Grüße – Frauke

  6. Sandra sagt

    Liebe Katharina,

    auch ich war sehr traurig, als ich deinen Post gelesen habe. Es macht mich auch ratlos und ein wenig wütend. Eigentlich sind Kinder doch interessiert und aufgeschlossen. Vielleicht liegt es doch eher an den Eltern, weil sie unsicher sind wie sie reagieren sollen.
    Ich kann aber verstehen, wie sich dass anfühlt, wenn man nicht richtig gemocht wird. Ich war in der Schule immer die Jüngste (Stichtagskind) und auch immer die Kleinste. Leider bin ich zu dem als Kind total schüchtern und zurückhaltend gewesen. Alles Punkte um die „Opferrolle“ zu erfüllen. Echte Freunde habe ich erst in der Zeit meiner Ausbildung gefunden. An meine Schulzeit habe ich nur schlechte Erinnerungen. Und in letzter Zeit kommen die Erinnerungen wieder hoch, da meine Tochter (4) sich leider genauso schwer tut Freunde zufinden, da sie ebenso schüchtern und zurückhaltend ist wie ich als Kind. Wir versuchen ihr Selbstvertrauen zu stärken und vielleicht ist es gut, dass sie einen kleinen Bruder hat, der deutlich offener und aufgeschlossener ist.
    Ich drücke euch fest die Daumen, dass Sonea bald richtige Freunde findet.
    Lieben Gruss
    Sandra

  7. Sabine sagt

    Liebe Katharina
    Ja, schrecklich, dieser Kloss. Den bekam ich ebenso beim Lesen Deiner Worte. Und den kenne ich auch gut.
    Meine Kinder haben kein Extra. Und trotzdem. Die Kleine kam im Sommer in die Schule, ohne Freundinnen aus dem Kindergarten in der Klasse, ist sehr schnell im Lernen und eckt deswegen immer wieder an. Die anderen Kinder (oder ehrgeizigen Mütter???) finden es oft schwierig, dass sie andere Hausaufgaben bekommt und Zusatzaufgaben und während dem Unterricht zum Teil auch andere Dinge macht oder den schwächeren Kindern hilft. Zu ihrem Geburtstag lud sie neun Kinder ein. Fünf sagten unter fadenscheinigen Argumenten ab. Die Enttäuschung vorher war riesig, das Fest umso schöner.
    Meine Kinder würden übrigens sofort und sehr gerne in das Freundschaftsbuch von Sonea schreiben. Eine Brieffreundin hätten sie eh sehr gerne. Du darfst Dich also gerne ungeniert melden!!
    Euch wünsche ich viel Kraft und die nötige Geduld!
    Ganz herzliche Grüsse aus der Schweiz
    Sabine

  8. Susanna sagt

    Liebe Katharina,
    es tut mir weh das zu lesen.
    Ich kann sehr gut nachempfinden, wie es deiner kleinen Sonea geht.
    Ich selbst habe eine körperliche Behinderung in Folge einer in der Kindheit durch gemachten Polio.
    Auch mit mir wollten manche Kinder nicht spielen. Meine Mutter ist der Sache nach gegangen und musste feststellen, das es oft gar nicht an den Kindern lag, sondern an den Eltern!!!
    Nach dem sie sich mit denen in Verbindung gesetzt hat und in gemeinsamen Gesprächen manche Missverständnisse aus dem Weg räumen konnte, löste sich auch die Scheu der anderen Kinder in Wohlgefallen auf und ich hatte meine ganze Schulzeit hindurch viele Freundschaften.
    Heute, als erwachsene Frau, habe ich eine Hand voll richtig guter Freundinnen und die sind mir sehr wertvoll!
    Alles Liebe für dich und deine Familie, Susanna

  9. Antje H. sagt

    Hallo! Den Kloß kann ich auch so gut verstehen. Unsere besondere mittlere Tochter war auch noch nie woanders eingeladen. Abgesehen von einem Sohn meiner Freundin, der sie genauso kenne und mag wie sie ist. In der integrativen Kita hat sie hier und da mal ein solches Buch mitbekommen. Sie ist auch beliebt, aber soweit sie mal zu einem Geburstag einzuladen geht es eben dann doch nicht. Letztes Jahr haben wir ihren Geburtstag zum ersten Mal mit andern Kindern ihren Gebursttag gefeiert, ein Junge mit Downsyndrom war dabei und noch zwei andere besondere Kinder. Es war wohl der unkomplizierteste Kindergeburstatg überhaupt. Jetzt ist sie ein Jahr zurückgestellt und kommt dann (nach langer Entscheidungsfindung) in eine Förderschule. Dort hoffe ich auf Gleichgesinnte und darauf, dass sie auch eine echte Freundin findet. Ich drücke mir ein Tränchen weg und schicke liebe Grüße zu Euch!

  10. Heidi sagt

    Hallo, das macht mich richtig traurig und sauer, weil ich auch eine Nichte mit dem Down Syndrom im Alter von 10 Jahren habe und mitfühlen kann, wie nahe euch und ihr das geht.

    Freundschaft ist zwar ein großes Wort, aber es genügen ja schon nette Bekanntschaften, die hat meine Nichte Gott sei Dank. Wir wohnen dörflich, man kennt sich, da ist wahrscheinlich die Hemmschwelle geringer. Sie wird auch eingeladen und bekommt ab und zu Besuch.
    Seit dem 6. Lebensjahr veranstalten wir für sie eine Geburtstagsparty und haben immer unsere Tiere eingebaut (2 Pferde, 2 Hunde usw.) und die Partys sehr spannend gemacht (z.B. Spurensuche per Pferd, Basteln usw.) also Dauerbespaßung, sodass meine Nichte die Kinder nicht alleine beschäftigen muss. Ihre Partys sind immer sehr beliebt und die Kinder kommen gerne (ca. 4-5 Kinder). Auch ihre um drei Jahre ältere Schwester ist eine große Hilfe, weil die Kinder auch wegen ihr zum Spielen kommen. In der Hauptschule, wird das sicher aufhören, da müssen wir uns was einfallen lassen.
    Das gemeine ist nur, was nützt, die beste Party, wenn im Vorfeld keiner bereit ist mitzumachen.
    Ich wünsch euch das Beste und ich würde auf alle Fälle dieses Thema bei den anderen Eltern ansprechen, das kann doch keinen kalt lassen!

    LG aus Tirol

  11. Pingback: König sein, das wär fein!

  12. Sweti sagt

    Hallo – diesen Kloß im Hals kann ich nur zu gut verstehen.
    Unsere Julia hatte zu ihrem 8. Geburtstag im Sept. 2015 auch ganz klare Vorstellungen.
    SIE WOLLTE/durfte auch 7 Kinder einladen – ICH DACHTE es werden ganz wenige Kinder kommen. Was hatte ich vorher für eine Angst, ja richtig Sorgen – was wir machen, wenn keiner kommt. Es war unsere erste Kindergeburtstagsfeier zu Hause. In der Kindergartenzeit hab ich immer etwas Spezielles für die gesamte Kita-Gruppe organisiert (eine Kutschfahrt, gemeinsames Anmalen einer Rakete…).

    Ich möchte hier auch mal Mut machen – Julia hatte eine richtig tolle Party. Mit ihrem kleinen Bruder und Julia waren dann hier 8 Kinder und die haben die Bude gerockt.

    Wir haben auch eine normale Grundschule für Julia ausgesucht, wo sie fast keinen der Klassenkameraden kannte. Wir hatten am Anfang der 1. Klasse große Schwierigkeiten und sehr mit Ablehnung zu kämpfen… Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie du als Mutter jetzt bangst. Zum Glück sind Lehrerin, Sonderpädagogin und Schulhelfer richtige Goldstücke. Sie tragen dazu bei, dass Julia im Klassenverbund mittendrin und gern dabei ist. Mit Freundschaften/Spielnachmittagen ist es noch schwer… Sie hat es sicher nicht leicht – aber siehe da – es gab eine Einladung zum Halloweenbasteln – und auch eine Einladung zum Geburtstag mit Schwimmbadbesuch… Sie verabredet sich manchmal mit einem Nachbarjungen. Es ist vielleicht wenig, aber es sind die, die es ehrlich meinen… und das wünsche ich mir für meine Tochter…
    Sweti

  13. Kerstin sagt

    Liebe Katharina, liebe Sonea!
    Auch mir wurde das Herz schwer, als ich diesen Artikel gelesen habe. Und ,nennt mich naiv, ;ich habe bei Sonea nicht damit gerechnet. Wie kann es sein, dass in unserer Gesellschaft schon bei Kindern das etwas Anderssein mehr zählt, als die Werte, die Kindern doch eigentlich wichtig dein sollten: wie lustig, fröhlich, phantasievoll und,ja, einfach nett sein.?
    Auch mein Grosser (6) würde sehr gerne in Soneas Freundebuch schreiben, wenn das für sie zählt. Sie kennen sich ja nicht: bzw. er kennt sie ein bisschen, weil er sehr interessiert an eurem Blog ist. Und auch wir kämen zur Party. So weit sind wir nicht weg. Mein Sohn hat eine leichte Autismusstörung, was ihm auch das Freundschaftschliessen erschwert. Allerdings hat er das Glück, dass er zwei sehr gute Freunde hat, die er schon seit Pekipzeiten kennt, die jetzt im selben Kindergarten sind und wohl im Sommer auch auf die selbe Grundschule kommen. Dorf eben:-). Trotzdem scheitert auch er. Im Sommer 2014 hatte er ein Mädchen im Urlaub kennengelernt, dass er sehr mochte….sie hat im Nachhinein noch nicht einmal auf seinen ersten sehr liebevoll gestalteten Brief geantwortet. Er redet heute noch von ihr.
    Ich denke aber auch, dass auch Eltern in der Pflicht sind. Ich finde es geradezu unverschämt, dass du angerufen wirst und dir dann gesagt wird, dass das Kind nicht spielen kommen möchte. Klar, kann man Freundschaft nicht erzwingen, aber man kann Werte vermitteln und Kindern die Augen öffnen für Dinge, die an anderen Menschen wirklich wichtig sind.
    LG Kerstin

  14. Melanie sagt

    Liebe Katharina,
    heute möchte auch ich mal ein Kommentar hinterlassen. Das was du da geschrieben hast, passt 1:1 auf Leander, nur das Leander keine Besonderheit hat wie Sonea. Trotzdem ist Leander anders, als seine Mitschüler, hat schon viel in seinen 7 Jahren mitmachen müssen – Kinder können grausam sein…
    Es war sein 7 Geburtstag und auch wir hatten ganz viele (7) Einladungen gebastelt und er war so aufgeregt und stolz, als er sie verteilt hat, kein Kind hat abgesagt, gutes Zeichen, dachte ich. Der Tag war da, der Tisch für 8 Kinder gedeckt, Spiele vorbereitet und Leo ganz aufgeregt. Und dann klingelte der erste Gast, ein Mädchen aus seiner Klasse, Leos erster und leider auch einziger Gast, auf seiner Geburtstagsparty. Es war so Sünde mit anzusehen, wie er registrierte, dass Nele die einzige ist, die kam und kommen wird.
    Wir haben uns dann trotzdem einen schönen Geburtstag gemacht, zu 3 eben und die eingekauften Gewinne und Mitgebsel, wurden dann durch 2 geteilt. Ich bin mehr als nur froh, dass wenigstens Nele gekommen ist!

    Nun steht in 1 Woche der nächste Geburtstag an, mir graute es vor einer richtigen Geburtstagsparty, er hat immernoch keinen guten Stand in der Klasse, akzeptiert, ja, aber mehr auch nicht. Mir blutet da auch mein Herz.
    Dieses Jahr sind nur 2 weitere Kinder zum Geburtstag eingeladen, da sorgen die Muttis dafür, dass die 2 kommen. Aber wir haben uns für den Indoor-Spielplatz entschieden, da ist er abgelenkt und kann gar nicht drüber nachdenken, warum die anderen Kinder, welche er ja zu einer Party zu Hause eingeladen hätte, nicht gekommen wären.
    Kleiner, aber sehr besonderer Geburtstag.

    Ich hoffe sehr, dass auch Sonea eine tolle Geburtstagsparty haben wird und wir uns vielleicht schon im nächsten Jahr gar keine so großen Gedanken mehr darüber machen müssen, dass die Geburtstagsparty von den anderen Kindern boykottiert wird.

    LG
    Melanie

  15. Bei uns ist es ein wahnsinn und auch hier, wenn die Kinder keine „behinderung“ haben, ein Chaos ist es immer, diese Geburis, wir haben sooooo viele Kinder eingeladen, doch mein Sohn 8, hat jetzt 2 gute Freunde, da war er dann an den Geburtstagen. Bei der Grossen Tochter die geht öfters, ist schon zehn, da bin ich ständig am überlegen, was für ein Geschenk. Und beim kleinen 6, tja, das ist speziell, er war auch noch nie eingeladen worden, er liebt Partys sehr! hm…. ja , es lässt raum zum grübeln. Und weisst du was es ist wirklich nicht so toll, bei mir selber kommen mein Mami, dann das Schwiegermami und ev noch irgendjemand der sich grad zufällig verfahren hat. klar, mit 38, noch ein paar karten, telefonate ….. ja, und das war es. Geburtstage sind irgendwie komisch…. Kennst du
    Sternentaler.ch? Vielleicht kann Sonea eine tolle Brieffreundin bekommen, das ist immer was cooles, vorausgesetzt sie schreibt gerne!!Liebe Grüsse sendet Dir Anita

  16. Dana sagt

    Liebe Katharina Mir kamen die Tränen als ich gelesen habe. Das ist genau der Punkt vor dem ich am meisten Angst habe. Weil ich einfach auch sehe bei unseren beiden Großen wie wichtig Freundschaft ist. Das kann auch die Familie und die Geschwister nicht ersetzen. Unsere Große hat mit 13 gesagt dann spielen wir eben mit Mia. Ich bin unendlich traurig das zu lesen weil ich weiß das es bei uns genauso sein wird .Im Moment hat sie weil sie so klein ist immer noch den Niedlichkeitsbonus aber nach dem Kindergarten hat sich der erledigt. In unserer Gesellschaft wird sich leider über andere Dinge definiert. Wir versuchen es zwar zu ändern aber ich glaube das ist ein langer Weg mit vielen Stolperfallen und Tränenbächen gerade auch für die Mamas. Aber leider auch für unsere Kinder.
    Liebe Grüße Dana

  17. Annika sagt

    Das mit den Vorbereitungen für ein Treffen finde ich sooooooo süß! Du schriebst ja schon mal, dass die, die ihr Herz erobern, sich glücklich schätzen können und ganz ehrlich und aus vollem Herzen geliebt werden.

    Was sagt der Sonnenschein-Mann dazu? Männer haben da ja oft eine andere Sichtweise und Einstellung. Ich habe festgestellt, dass sie oft entspannter in vielen Situationen sind.

    Vielleicht kann man sich mal auf neutralem Terrain mit jemanden treffen. Wie blöd sich das irgendwo anhört … . Vielleicht zusammen mit den Eltern? Ich denke, dass eine positive Reaktion der Eltern sehr wichtig ist.

    Oder du schilderst der Lehrerin/Erzieherin mal deine Beobachtung und deine Befürchtungen. Manchmal reichen ein paar einfache Worte und Kniffe schon aus. Findet z.B. die Erzieherin Sonea cool, schauen die Klassenkameraden noch einmal genauer hin und können dann hoffentlich schnell selbst erkenne, wie toll sie doch ist! Vielleicht kann sie mit Sonea und ein paar Kindern zusammen spielen oder malen und zieht sich dann einfach mit der Zeit raus?!

    Liebe Grüße noch mal.

  18. Annika sagt

    Liebe Katharina,

    dein Post hat mich sehr berührt! Und ich weiß gar nicht so recht, was ich schreiben soll.
    Im Kindergarten stellte es aber kein Problem dar … da hätte kein potentieller Geburtstagsgast abgesagt, oder? Mir fällt momentan auch kein Weg ein, wie man es angehen könnte.

    Die Gefühle und die Ängste kennen aber sicherlich viele Mütter.

    Unsere Große steht sich selbst so oft im Weg. Sie liebt Feiern – aber sie ist so aufgeregt, dass sie sie sich fast immer irgendwie kaputt macht. Das ging so weit, dass sie an ihrem 8. Geburtstag (ich glaube, dass es der 8. Geburtstag war) einen richtigen hysterischen Anfall bekommen hat. Es war eine Übernachtungsparty. Das Ende vom Lied war, dass sie ganz echauffiert bei uns im Bett geschlafen hat und die Gäste zusammen in ihrem Zimmer. Hatte ich eine Angst, dass sie sich von ihr abwenden würden! Wir haben bei ihren Freundinnen – Klassenkameradinnen – um Verständnis geworben. Wir haben es den Kindern erklärt und einige haben sich sogar ein wenig in der Situation wiedererkannt. Es hatte keine „Folgeschäden“.

    Vor kurzem ging sie zu einem Geburtstag und es lief im Vorfeld für sie nicht alles nach Plan. Da wollte sie nicht mit mir in den Bus einsteigen. Ich habe sie richtig genötigt, weil man nicht eine halbe Stunde vorher einfach so absagen kann. Der Grad ist dünn. Leider! Zu schnell wird ein Kind von anderen abgestempelt (Erwachsenen ergeht es nicht anders, denke ich). In solchen Momenten dringt man kaum rationale zu unserer Tochter vor; weiß aber, wie die Reaktion darauf sein würde.

    Und wie stolz war ich, dass sie eine Außenseiterin zu ihrer Feier einladen wollte! Und wie traurig, dass das Rückgrat nicht ausreichte. Ihre „Freundinnen“ hatten ihr angedroht, nicht zu erscheinen, sollte sie diesem Mädchen die Einladung überreichen. Hätten sie Ernst gemacht? Ich weiß es nicht! Unserer Tochter reichte die Drohung. Sie strich den Namen des Mädchens durch und schrieb einen neuen hin. Glücklicher Weise war die Betroffene an dem Tag nicht da und hat es (wie ich hoffe) nicht mitbekommen. Unsere Tochter fühlte sich nicht gut damit; redete sich aber ein, sie hätte sie ja gar nicht dabei haben wollen. Ich habe auf dem Geburtstag (den meine Tochter fast nicht besucht hätte) einige Eltern auf das Verhalten ihrer Kinder angesprochen. „Ach, wirklich?!“ „Also sie wäre ganz sicher gekommen.“ „Das hätte deine Tochter nicht so ernst nehmen müssen.“ … bis hin zu „Ich war ganz glücklich, dass meine Tochter sie nicht eingeladen hat. Ich finde das Mädchen eigenartig und anstrengend!“ Ja, da fehlten mir dann die Worte : (

    Die Kleine lässt nur Kinder in ihr Freundesbuch eintragen, die sie auch zum Geburtstag einladen möchte – sozusagen als eine Art Gästeliste. Sie lässt sich auch nicht davon abbringen ; ) Aber ich weiß, wie sehr mir richtiggehend das Herz blutet, wenn sie erzählt, ein Kind habe nicht mit ihr spielen wollen.

    Liebe Grüße von Annika

  19. Hallo,

    da wird man gleich ein wenig mit traurig…
    Freundschaften gestalten sich manchmal wirklich etwas schwierig, unsere Große kam im KiGa auch dank einigen (Gruppen-)Wechseln erst später an, hatte im letzten KiGa-Jahr nun ihren harten Kern und dann… Bis auf sie kamen nun im September alle in die 1a, sie in die 1b. Wir hatten ein paar schwierige Tage/ Wochen, zaghaft wurden erste Kontakte verknüpft und es wollte anfangs doch nicht so klappen (denn alle in ihrer Klasse waren gemeinsam in einem KiGa und hatten dementsprechend schon ihre Kontakte)…
    Aber ich bin mir sicher, das wird schon. Bei uns, bei euch! Gute Freundschaften brauchen Zeit!
    Könnt ihr mit den alten Kindergartenfreunden noch feiern? So dass sie zumindest eine kleine, aber dennoch feine Kindergeburtstagsfeier hat?

    Lieben Gruß,
    Kathrin

    PS. Was ich beim Lesen sofort dachte: Meine würde hier/ ich schreien und sofort ins Buch schreiben. Ohnehin freut sie sich sehr immer über eigene Post, die aber tatsächlich sehr selten ankommt…
    Evtl wäre auch eine Brieffreundschaft etwas!?

  20. Hallo Katharina,
    ich kann das so gut nachvollziehen. Hier geht es uns so ähnlich. Allerdings war meine Tochter in den ersten vier Jahren in einer Integrationsklasse, in der die Lehrer sehr viel Wert darauf gelegt haben, sie gut zu integrieren. Sie war auch nicht die einzige und so konnten wir Geburtstage recht gut feiern, sie wurde sogar ab und zu auch eingeladen, allerdings denke ich mehr aus Pflichtbewustsein, aber für sie war es schön.
    Jetzt ist sie in einer neuen Klasse einer weiterführenden Schule und ich habe jetzt schon Bauchschmerzen vor dem nächsten Geburtstag. Das fängt an, das meine Tochter mir nicht benennen kann, wen sie einladen möchte. Das habe ich die letzten Jahre auch selbst rausgedeutet, allerdings kenne ich die Kinder in der neuen Klasse nicht mehr so gut. Die Schule ist auch noch in einem anderen Ort, man sieht sich dann nicht einfach so. Es sind ein paar von der alten Klasse dabei, die werden auf jeden Fall eingeladen und dann werde ich wohl mal die Schulbegleiterin fragen mit wem sie noch Kontakt hat.
    Allerdings denke ich, wenn sie beim Geburtstag so im Pulk kommen, haben sie weniger Scheu und wenn sie dann sehen, das meine Tochter auch „normale“ Spielsachen und ein „normales“ Zimmer hat, wird sie vielleicht wieder etwas anders gesehen.
    Ach, ich würde zum Schluss nun gerne schreiben, dass sich das aber alles mit dem Alter gibt, aber so ganz kann ich das leider nicht. Wobei ich schon denke, wenn sich alle an sie gewöhnt haben und auch in der Schule und vielleicht bei Schulfesten oder auf der Geburtstagsparty mal erlebt haben wie man mit Sonea Spaß haben kann wird auch sie ein paar Freundinnen haben.
    Letzten Endes wird es wohl immer so sein, dass mir die Freundschaftsfrage bei meiner Tochter immer Bauchweh bereiten wird. Aber man weiß nie was noch alles kommt.

    Liebe Grüße
    Melanie Phibie von Mamazeit

  21. Dein Post ging mir gerade sehr ans Herz. Freunde, so richtige Freunde sind so wichtig im Leben. Ich wünsche Sonea, dass sie in der neuen Klasse bald so richtig gute Freunde findet. Vielleicht braucht es etwas länger….oder es finden sich vielleicht Freunde in einer anderen Lebensecke. Ach ja, das Freundebuch……. Ich erinnere mich wie wichtig das ist.

    Herzlich Zwirbeline

  22. Katharina König sagt

    Oh je. Das ist sehr traurig – für jeden von euch auf eine eigene Art.
    Hier stößt Inklusion an eine Grenze, die vielleicht im KiGa nicht so virulent war, weil da eben manch einer (noch) nicht so deutlich spricht, geschickt ist etc. In der Schule ist allen klar, was Sache ist, und Ausgrenzung des anderen definiert und stärkt die eigene Gruppe. Dieses Problem stellt sich auf einer Regelschule in besonderem Maße. Ihr habt mit kognitiven Problemen gerechnet, nun kommt es aus einer anderen Richtung. Vielleicht wäre es ein guter Schritt, mit der Lehrerin, mit einer Sozialarbeiterin oä genau dieses Thema anzusprechen. Wie kann man Sonea mit gruppenpädagogischen Maßnahmen besser einbinden? Wie ist ihr standing – werden Kinder ausgelacht, die mit ihr spielen? „Müssen“ sich Kinder, die sich mit ihr gut verstehen, „kümmern“?
    Kannst du ein, zwei Eltern zu deinen Verbündeten machen? Gemeinsam etwas unternehmen statt 1:1 Spielsituation zuhause?
    Es tut furchtbar weh, wenn das eigene Kind abgelehnt wird. „Kenn ich, hab ich auch“ hilft nicht viel, aber… Egal. Ich wünsche dir genug Kraft, Sonea zu trösten und ein paar Arme, die dich stützen. Katharina

  23. Celia Weidenhagen sagt

    Ich kann Dich so gut verstehen. Wir haben 6 Kinder, nicht alle tun und taten sich mit Freundschaften leicht. Es ist manchmal ein langer Weg, und ich wünsche Sonea, dass dieser Weg sie auch zu guten Freundschaften führt.
    Ich war sehr berührt von dem Blog heute und wünsche Euch alles, alles Gute!

  24. Jenny Pabst sagt

    Liebe Katharina,

    Oh Nein. Dieser Bericht macht mich echt traurig. Mir tut das total leid für eure Süße und natürlich auch für Dich bzw. Euch als Eltern.😢
    Ich dachte immer Kinder untereinander sind anders als Erwachsene…..und das sie keinen Unterschied machen ob jetzt jemand schwarz, dick oder dünn oder einfach nur etwas anders, aber dafür sehr besonders ist.
    Seid nicht traurig (ich weiß….das ist leichter gesagt als getan)……
    Ich kann mir vorstellen, daß man als Mutter in so einer Situation, innerlich sehr nervös wird, wenn es auf den Geburtstag der Kleinen zugeht und das Kind eine Party mit Freunden geplant hat.
    Ich bin mir sicher, daß Sonea nette und ehrliche Freunde finden wird, die ihre Freundschaft auch zu schätzen wissen und sie so akzeptieren wie sie ist. Sonea ist bestimmt eine ganz tolle und besondere Freundin und alle die das nicht zu schätzen wissen, wissen nicht was sie verpassen. 😊

    Liebe Grüße aus Münster

    Jenny

  25. Ich kann und will das nicht verstehen. Wieso kann man nicht in ein Freundebuch schreiben weil man Klassenkamerad ist – einfach so.
    Wieso kommen die Eltern auf eine Einladung zum Spielen nicht mit und trinken mit dir n Kaffee- nur um sich kennenzulernen und dem eigenen Kind vorzuleben?
    Ich denke die Eltern haben einen nicht unerheblichen Anteil daran, ob Sonea eine Chance bekommt!
    Mich Macht dein Text nicht traurig sondern wütend wie ignorant und selbstgefällig manche mit ihrer Umwelt umgehen…
    Wir würden euch sofort besuchen (aber für eine Freundschaft sind Ca 80 km zu weit 😢)
    Ich bin sicher sie bekommt ihre ehrliche Chance!

  26. Ohhhh wie schön geschrieben. Wir kämen gern zur Party – ihr müsst uns nur einladen. Und Freundebücher füllen wir auch liebend gern aus. Wir wohnen auch garnicht so weit weg. Ach ja wir – das bin ich (30), Zwergnase (5 1/2) und Minipups (2 3/4).
    Liebe Grüße, Sharon

  27. Inga Stolzenburg sagt

    Das liest sich wie aus meinem Leben… Ich habe 4 Kinder, 3 sind voll integriert, immer mitten dabei… Und das unser zweites Sonnenkind, sie hat eine lebensmittelallergie gekoppelt mit einer Autoimmunerkrankung. Man sieht ihr nichts an, es sei denn die Pausenbrote werden ausgepackt. Alyssa hat noch nie, obwohl sie jetzt bald 10 Jahre alt wird, einen Kindergeburtstag feiern können, es kommt keiner…. Die Winzigkeit besonders zu sein, spürt sie nicht am meisten in der Einschränkung des Essverhaltens, sondern täglich in den Pausen…
    LG

  28. Liebe Katharina, da habe ich auch einen kloß ik hals, wenn ich das so lese. Aber leider ist es wohl so, je älter die Kinder, desto mehr Erfahrungen haben sie geammelt, je mehr Verstehen sie in ihrem Umfeld und dann steigen wohl auch die Vorurteile. Kinder im Kindergartenalter, gehen einfach unvoreingenommen und meist offener auf andere (besondere) Menschen zu, alte und kranke Menschen genau so wir die mit einer Behinderung jeglicher Art. Ich wünsche dir und vor allem Sonea, die eine Freundin oder Freund, der sie so sieht wie sie ist, liebevoll freundlich und fröhlich und sie so schätzen und lieben lernt.Ich bin mir sicher eine Freundin wird sie ihr Leben lang haben, eine die sie über alles liebt : Dich ❤ Liebste Grüsse Anni

  29. Sandra sagt

    Oh man da muss man echt schlucken. Aber leider ist es die realität. Ich habe schon einige Kinder in inklusionsklassen Begleitet und um so älter sie werden um so mehr geht es auseinander. Es gibt einfach zu grosse interessensunterschiede je älter sie werden. Besonders in der 4. Klasse wenn die einen schon top Ten Musik hören und das Kind mit förderbedarf eben Anna und elsa. Da sind Gemeinsamkeiten schwer zu finden um Freundschaften aufzubauen. Das kann einsam machen. Ich stelle es mir immer so vor… wenn ich mit lauter Menschen in einer Gruppe wäre die sich nur über Techno ubterhilten… deren Leidenschaft es ist wäre ich als helenefan echt arm dran. Ich würde denen versuchen meine Musik nahe zu bringen aber sie schätzen es nicht.. und mit ihrer Musik mag ich auch nicht so warm werden. Ich habe gute Erfahrungen mit inklusionsklassen gemacht in denen 4 bis 5 Kinder mit förderbedarf zusammen eine klasse besuchten. Denn da war dann meist noch jemand da der das Fieber von Anna und elsa versteht auch wenn man schon 11 Jahre ist. Und trotzdem hatten sie einen festen Platz in der klasse. Nicht falsch verstehen. Ich finde Inklusion wichtig und richtig. Jedoch nicht um den Preis nicht verstanden zu werden. Keinen seelenfreund zu finden. Daran müssen wir noch arbeiten.

  30. Liebe Katharina,
    ach wie gemein!
    Da wird mir beim Lesen ganz schwer ums Herz!
    Hat Sonea denn noch Kontakt zu ihren Kindergartenfreunden?
    Ich wünsche ihr so sehr, dass ihre Eisköniginparty ein voller Erfolg mit einer (überschaubaren) Zahl von Freunden wird!
    Liebe Grüße, Jessica

  31. Agnes Stromski sagt

    Ohh man. Kinder können gemein sein. Eure Geschichte ist sehr traurig. Ich wünsche Sonea vom ganzen Herzen , das Sie eine Wahre Freundin/Freund findet.
    LG Agnes

  32. Simone sagt

    hach, da habe ich gleich einen Kloß im Hals:(
    Meine Tochter hatte einen Autisten in ihrer Grunschulklasse, den sie sehr mochte, der aber von den anderen Mitschülern komplett ausgegrenzt wurde.
    Nach jedem privaten Treffen wurde auch sie in der Klasse ausgegrenzt,geärgert und beschimpft, bis die beiden anfingen sich heimlich zu treffen.
    Da war für mich der Zeitpunkt gekommen, in die Schule zu marschieren und mit der Lehrerin zu sprechen.
    Ich habe darauf bestanden, das beim Elternabend darüber gesprochen wird und habe auch die Eltern der „schlimmsten“ Kinder angesprochen.
    Es stellte sich heraus, das es doch ein paar Kinder gab, die garnicht abgeneigt waren gegen den Jungen, sondern alle bloß Angst davor hatten es zu sagen…..
    Von Stund an war Ruhe, die Lehrerin hat sich noch bedankt bei mir, weil sie angeblich von nix was mitbekommen hat…..
    Vielleicht ist bei euch eine ähnliche Situation?
    Ich würde auf jeden Fall versuchen mit der Lehrerin zu sprechen, nur sie kann dafür sorgen, das die Klasse eine Gemeinschaft wird.

    traurige Grüße
    Simone

  33. Michaela Kastl sagt

    Liebe Katharina,
    Es hat mich sehr traurig gemacht zu lesen, wie manche Kinder auf Sonnea reagieren. Ich hoffe, dass sie ihren Platz bald findet und die Kinder sie so akzeptieren und lieben wie sie ist.
    Oft sitze ich da und weine um die versäumten Möglichkeiten die unsere besonderen Kinder haben. Möglichkeiten, die ihnen zu größten Teil von ihrer Umwelt und den Menschen um sie herum genommen werden. Fehlende Toleranz und manchmal wahrscheinlich Angst vor dem Anderen, Fremden. Die Tatsache, dass ihr Weg einfach immer schwerer sein wird, als der von „normalen“ Kindern macht mich traurig.
    Dennoch versuche ich weiter zu hoffen, das die Inklusion und die Akzeptanz weiter fortschreitet.
    Alles Liebe
    Michaela

  34. Nina sagt

    Ich kann verstehen, das dich das traurig stimmt und es für Sonea vielleicht auch grad nicht leicht ist. Aber eines kann ich dir sagen, kommt Zeit kommen auch die richtigen Freunde. Ich hatte in der Schulzeit auch nicht viele Freunde, das hat sich erst viel später entwickelt und zu den ganzen „Schulfreunden“ hab ich gar keinen Kontakt mehr. Freunde findet man nicht in der Schule sondern im Leben. Irgendwann laufen sie dir einfach über den Weg und begleiten dich. Also Kopf hoch, das wird schon. Meine Grosse hat im Kindergarten zwar „Spielgefährten“ aber für richtige Freundschaft reicht es auch nicht, aus den verschiedensten Gründen und wenn sie zur Schule wechselt ist sie ersteinmal alleine und dann wird sich zeigen wie es weiter geht. Ich stress mich nicht und das solltet ihr auch nicht.

    Fühlt euch gedrückt.

    Liebe Grüße,
    Nina

  35. Fischer Inge sagt

    Liebe Katharina das zu lesen tut mir im Herzen weh 😞vor allem wo ich weiß wie es ist wenn man um Freunde für sein Kind bangt.Wir müssen sehen das die beiden sich öfter sehen denn die lieben sich wirklich und das schon lange❤️Und wenn ich ehrlich bin wir vermissen sie (Euch)auch😘

  36. Nicole sagt

    Hallo!
    Freundschaft – auch bei uns ein schwieriges Thema im ersten Halbjahr der ersten Klasse. Meine Tochter konnte tun was sie wollte, niemand aber auch wirklich niemand wollte mit ihr spielen. Den Geburtstag im Februar haben wir auf unbestimmte Zeit in die wärmere Jahreszeit verschoben… Es war eine schwierige Zeit für die Motte und mich hat es fast zerrissen…
    Gaaaaanz langsam haben sich zum Ende des Schuljahres zarte Bande zu zwei Mädchen entwickelt…. mittlerweile klappt es ganz gut… Habt noch ein wenig Geduld, bald wird Sonea ihr erste Verabredung empfangen können – da bin ich mir ganz sicher!

  37. Claudia sagt

    Hallo,
    Ich kann so mitfühlen. Mein Kleiner hat eine autistische Störung, die Große hat viele Freunde, steht immer im Mittelpunkt. Auch er lud zum Geburtstag, wollte endlich auch mal so eine Party wie seine Geschwister. Es kam nur ein Kind. Gott sei Dank konnte er das durch sein Defizit gar nicht reflektieren. Er hatte eine Party im Indoor Spielplatz wie alle, mit seinen Gästen hätte er eh nicht gespielt. Aber mir hat es das Herz zerrissen…

    Aber wie du sagst, lieber echte Zuneigung, als welche aus Mitleid. Und die besten Freunde gaben doch wir unseren Kindern mit ihren Geschwistern. Das hoffe ich zumindest.

    Ganz liebe Grüße an euch

  38. Ulrike sagt

    Oh , ich fühle so mit dir – da kommt in mir gleich hoch wie ich mit meiner Tochter gelitten habe und ihren Weltschmerz mitfühlen musste als sie für sich gesehen hat das Freunde finden nicht immer einfach ist sondern eben manchmal unerhört schwer … ich schicke dir und euch ganz viel Kraft

  39. Oh, das ist so ein tränendrückender post…Bei Sonea ist das bestimmt noch einmal viel schwieriger als sowieso schon… Aber bei uns ist das auch ein spannendes Thema…die Große ist auch so jemand, der Liebe ohne Ende verteilt…sie erzählt von ihren Frrunden aus dem KiGa, sie spielt mit allen…und die Erzieherin erzählt ganz andere Geschichten… Das fing an mit sie lässt sich Alles gefallen und traut sich nicht, ein nein loszuwerden damit sie auch ja mitspielen darf…das war auch für uns ein Schock! Nach und nach ist das nun besser geworden…sie hat ihren liebsten Freund, mit dem sie immer spielt und lässt den Rest Rest sein…den Grundschulanfang werden wir dann erleben…
    LG, Mara

  40. Ingeborg Schöpf sagt

    Hallo liebe Katharina,

    jetzt hab ich nen dicken Kloß im Hals. Das finde ich sehr, sehr traurig.

    Bei meinen großen Mädels ist das mit den Freundschaften auch ein eigenes Thema. Die Große hat seit der zweiten Klasse immer die beiden besten Freundinnen, die gehen jetzt zusammen in die elfte Klasse. Meine zweite große Maus hätte das auch so gerne, sie ist so ein hilfsbereites und liebes Mädel, doch leider wurde sie schon so oft dafür ausgenutzt. Ich glaube manchmal das ich da wütendener mit den anderen Mädchen war als sie selbst.
    Ich glaube es ist ein sehr tiefer Herzenswunsch von uns Müttern, daß unsere Kinder Anerkennung und Freunde finden. Das macht uns so verletzlich.
    Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen wie unser Nesthäckchen (47 Chromosomen) das meistert.
    Liebe Grüße aus Bayern
    Inge

  41. Maryme sagt

    Hallo Katharina,

    das ist nicht schön. Ich kann die Enttäuschung nachvollziehen, die Sonea wohl spürt. Bei mir war es als Kind in der Grundschule wohl kaum anders. Ich hatte nach einiger Zeit wenige sehr gute Freundinnen, zu denen ich teilweise immer noch Kontakt habe, und viele mit denen ich wenig zu tun hatte. Ich bin zuversichtlich, dass Sonea ihre Freunde finden wird.

    Was ist denn mit Soneas Kindergartenfreunden?

    Viele Grüße
    von
    Maryme

  42. Ich würde mich am liebsten mit dir hinsetzen und ne Runde mit heulen. Wir kennen es nicht anders. Jolina hatte noch nie Besuch einer Freundin – es ist eben so und eine Kindergeburtstagsparty hatte sie noch nie und bei der letzten von Louisa durfte sie das erste mal nicht mitfeiern. Inzwischen geht es auch los, dass Louisa ihre Schwester peinlich ist (in der Pubertät ist ja nach und nach ALLES peinlich) aber es ist nicht einfach und unser Wunsch für die Schule ist einfach nur eine Freundin, nur eine einzige und das wünsche ich Sonea auch – eine einzige Herzensfreundin zum lieb haben, Quatsch machen und Hölen bauen.
    Martina

  43. Tina sagt

    Ach Katharina,
    das liest sich gar nicht leicht. Aber was soll ich sagen, 4 Kinder hier und unendlich viele Geschichten über Freundschaft. Bestimmt könnte ich ein Buch drüber schreiben. Mal wunderschöne Geschichten, mal bittertraurige…aber weißt Du was ich spontan dachte? Würdet ihr uns das Freundebuch zusenden? Frida ist auch gerade in der ersten Klasse. Wir wohnen nicht sooo weit weg, aber auch nicht ums Eck. Freundschaft über diese Entfernung ist in diesem Alter wohl schwierig, aber vielleicht eine Brieffreundschaft? Und nein, das hat jetzt nichts mit eurer Situation direkt zu tun, das hat auch „egoistische“ Gründe 🙂 Frida liebt Post und seit sie etwas schreiben kann noch viel mehr. Gut, vielleicht finden sie sich auch irgendwann doof, aber ich fänds toll das heraus zu finden!!
    Herzliche Grüße,
    Tina

  44. Inge Knodel sagt

    Liebe Katharina! Ich kann Dich sehr gut verstehen. Sonea schließt die Menschen in ihr Herz. Ohne wenn und aber. Leider kommt von den Anderen meistens nichts zurück. Oft ist es sicher nicht böse gemeint aber nicht jeder kann über seinen Schatten springen und jeden so nehmen wie er ist. Gebe die Hoffnung nicht auf. Sonea findet sicher noch einen Freundeskreis der sie so akzeptiert wie sie ist.Liebe Grüße. Inge

  45. Anna sagt

    Auch hier ist das Thema Freunde ein eher schwieriges. Der Große geht jetzt in die 4. Klasse und war schon immer eher für sich. Er hat sich damit arrangiert, es ist ok für ihn. Er schwimmt nicht mit dem Strom, Star Wars und Fußball interessieren ihn nicht. Das ist gut so…einerseits. Andererseits hätte ich ihm viele Erfahrungen gerne erspart. Schon im Kindergarten wurde er regelrecht gemobbt, irgendwie scheint er das anzuziehen. Mich tröstet dann die Erkenntnis das er aus all den negativen Erfahrungen gestärkt herausgehen wird.
    So war es bei mir auch.
    Der Kleine ist gerade eingeschult worden, und obwohl er immer ein super integriertes Kind mit vielen Freunden um sich rum war kommt es in der Schule so gar nicht in Gang. Meine Kinder fallen durch ihr Äußeres ein bischen aus dem Rahmen (sie sind sehr, sehr groß und sehr Sommersprossig) und auch das finden die anderen Kinder manchmal komisch. Ich hab mir auch schon die Augen ausgeweint und ich kann Dich so gut verstehen. Kommt Zeit, kommt Freund!!! Liebe Grüße!

  46. Oh nein. Dein Beitrag stimmt mich ganz traurig. Es ist so schade für Sonea. Ich hoffe, sie wird ehrliche Freunde finden. Die immer zu ihr halten.
    Ich selber wurde in der Schule oft gemobbt. Weil ich Lehrerkind war. Da war ich oft die Doofe. In mein Freundebuch wollten sich auch nicht viele eintragen. Insofern weiß ich, was du meinst. Ich drück die Daumen für euch!!!

  47. Emilou sagt

    Hallo

    seid nicht traurig 🙁
    Auch bei uns gestaltet sich die Freundschaftssache sehr schwierig, woran es liegt wissen wir nicht wirklich. Seitdem sie jetzt in der 3. klasse ist gehts aufwärts. Sie wird aufeinmal eingealden zum Spielbesuch und es kommen auch Mädels zu uns. Es ist eine sehr überschaubare Zahl, aber die Anzahl ist nicht wichtig.
    Sonea wird auch ihre „Mädels“ finden, da bin ich mir sicher. Habt nur ein wenig Geduld noch

    LG Emilou

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