Alle Artikel in: Lillestoff

Perspektivenwechsel

Obwohl zu 99 % die Bilder auf dem Blog von Herrn Sonnenschein sind, gibt es äußerst selten welche MIT ihm. Und das, obwohl ohne ihn nichts so wäre wie es ist. Er ist unverzichtbar, nicht nur für das Blog, sondern vor allem im realen Leben. Natürlich gab es in den letzten acht Jahren immer wieder Momente, in denen ich mir Herrn Sonnenschein am liebsten auf den Mond gewünscht hätte oder wenn er von der Arbeit kam gefragt habe, ob er nicht noch etwas wichtiges im Büro zu erledigen hätte. Genau so wie er mich schon das eine oder andere Mal gönnerhaft ins Nähzimmer geschickt hat „Geh Du ruhig nähen. Ich mach das hier mit den Kindern schon!“ und insgeheim einfach nur froh war mich mal für 1-2 Stündchen nicht zu Gesicht (und zu den Ohren) zu bekommen. Manchmal ist das so. Nach acht Jahren sind die Schmetterlinge weg. Alles was bleibt, ist die Geborgenheit und das Wissen, dass man sich in jeder Lebenssituation aufeinander verlassen kann. Und das zählt am Ende mehr als ein starkes …

Freestyle-Mami

Früher habe ich total gerne diese Persönlichkeitstests gemacht, die in den Zeitschriften immer drin sind. Ich fand es unglaublich spannend heraus zu finden wer ich bin. Manchmal wusste ich das nämlich selbst nicht so richtig. Ich war nie ein Bravo-Leser, dafür (ich glaube sie hieß so) eine begeisterte Leserin der Young Miss. Ein Ableger von der Brigitte, wenn mich nicht alles täuscht. Später war es die Allegra. Gibt es leider nicht mehr. Heute habe ich keine Zeit mehr Zeitschriften zu lesen. Persönlichkeitstests finde ich aber trotzdem immer wieder spannend. Insbesondere aus meinem Interesse an Psychologie heraus. Nun ja, ganz so viel hat es dann nicht damit zu tun, aber ein bisschen zumindest. Oft habe ich solche Tests gemacht und wenn dann ein völlig skurriles Ergebnis bei rum kam, habe ich den Test eben nochmal gemacht und bei einer Frage, die ich nicht eindeutig beantworten konnte (manchmal fehlte mir aber auch einfach noch Antwortmöglichkeit E, F oder G), einfach anders beantwortet. Völlig anderes Ergebnis. Auf Facebook wimmelt es auch immer wieder von solchen Tests. Ich vermeide …

König sein, das wär fein!

Bevor ich Kinder hatte, wollte ich auch eigentlich nie welche haben. Kinder sind laut, anstrengend und oftmals schlecht erzogen. Natürlich wusste ich auch besser wie das mit der Kindererziehung geht und, dass Konsequenz das A und O ist. Zum Glück gehörte ich zu denen, die ihre guten Ratschläge und Meinungen für sich behielten. Heute, sieben Jahre später, habe ich mit meinen eigenen Kindern schon so viele Situationen erlebt, die die Supernanny mit verschrenkten Armen, hochgezogener Augenbraue und einem langsamen, verständnislosen Kopfschütteln kommentiert hätte. Meine Kinder sind sehr lebhaft und lebenshungrig. Manchmal auch laut und wild. Es sind eben Kinder. Und die Sache mit der Konsequenz beherrsche ich leider auch nur so semi. Manchmal muss man eben abwägen, ob Konsequenz in einem bestimmten Moment die richtige Entscheidung ist. Und es gibt eben auch diese Situationen, in denen man sowieso aufgrund der Besonderheit des großen Kindes alle Blicke auf sich zieht. Nicht immer ist in solchen Momenten Konsequenz der angenehmste Weg und je nach Nervenkostüm gehe ich dann eben den, der in dieser Situation für weniger Aufsehen sorgt. …

Willst Du mein Freund sein? …

… Über die Schwierigkeit Freundschaften zu schließen und wahre Freunde zu finden habe ich mir nie so intensive Gedanken gemacht wie heute, als Mutter. Eigentlich sollte man meinen, Freundschaften entwickeln sich von alleine. Im Kindergarten hatte Sonea schnell ihren Platz gefunden und auch Freunde, wenn auch nur 1-2. Dafür haben sie seitdem einen festen Platz in ihrem Herzen. Beim Löwen ist das alles gar kein Thema, er ist immer mittendrin im Geschehen, eben durch und durch Löwe und er hat seine Kumpels, mit denen er sich super versteht. Er ist rundum glücklich und wird auch niemals Schwierigkeiten haben mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen, denn er ist sehr aufgeschlossen. Anders bei Sonea. Sie tut sich oftmals schwer mit fremden Kindern und die Kinder auch mit ihr. Der Punkt an dem sie wieder anders ist als andere. Es steht ihr im Weg. Eigentlich dachte ich, sie hätte ihren Platz gefunden und begonnen neue Freundschaften zu knüpfen. Das Freundebuch, das wir in den Ferien ausgefüllt haben und für das Sonea selbst ein Bild von sich ausgesucht …

Wie Feuer und Eis

Wir hatten sehr viele schöne Momente in den vergangenen Wochen. Kinder, die harmonisch miteinander spielten und sich gegenseitig für den anderen über die Geschenke freuten, die das Christkind für den Löwen und der Weihnachtsmann für Sonea mitgebracht hatte. Dieses idyllische Bild war natürlich nur eine kleine Momentaufnahme. *dies ist die Stelle, an der Ihr Euch dieses fiese, quietschige, Friede-Freude-Eierkuchen-Ende Geräusch einmal akustisch in Gedanken rufen müsst* Genau so idyllisch, wie es kurzweilig hier im einen oder anderen Moment zugeht, ist die Zeit vierfach geprägt von Schreierei, Rauferei (ja, sie ringen richtig miteinander!) und am Ende meistens Heulerei und einer kleinen Auszeit auf den Zimmern (in denen dann anschließend ein bisschen Rock’n’Roll im Hotelzimmer Feeling herrscht). Und so lange kein Blut fließt, soll man sich raushalten? Schwierig! Zumal dieses Geschrei und die damit einhergehende Heulerei ja auch einen gewissen Geräuschpegel erzeugt und unsere Wohnungstür davon einen Hauch von Nichts filtert. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich als Nachbar genug Stoff für ein Kopfkino. Wir brauchen also nicht nur eine neue Wohnungstür, sondern auch so …

Im Schlafanzug zur Arbeit?

Gestern hatte ich einen ziemlich skurrilen Traum. Das ist in meiner Traumwelt nichts außergewöhnliches, aber von Traum zu Traum doch manchmal ganz schön irritierend. Ich saß in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Zu meinem alten Arbeitgeber, um ganz genau zu sein. Also einmal quer durch die ganze Stadt. Im Schlafanzug. Es war der Schlafanzug meiner Tochter, allerdings in meiner Größe – mintfarben mit Blümchenprint. Also nix, was nicht eindeutig als Schlafanzug erkennbar wäre. Ich hatte also die Aufmerksamkeit aller Bahninsassen. Und nicht nur das. Mein Plan, dass ich mich während der Bahnfahrt einfach umziehe, denn es wird schon keinem auffallen, wenn ich im Schlafanzug Bahn fahre, ging nicht auf. Wieso ich mich nicht bereits zu Hause umgezogen hatte, weiß ich nicht mehr genau. Und ich war sowieso viel mehr mit der Frage beschäftigt „Wie ziehe ich mich jetzt hier um, ohne dass es jemand mitbekommt“. Irgendwie muss es mir gelungen sein, denn ich erinnere mich nur noch an ein paar Bruchstücke vom Traumende, wo ich die Endstation in einer schwarzen, schlecht sitzenden Lederimitathose verließ. …

Wikingerleben

Letzten Freitag habe ich mit dem Löwen einen kleinen Ausflug nach Berlin gemacht. Er ist noch nie geflogen, findet Flugzeuge an sich aber sehr spannend und er fand es toll die winzig kleinen Dächer von „Köllen“ von weit oben aus der Luft zu betrachten. Wir folgten der Einladung von Ernstings Family und kochten zusammen mit sechs weiteren Mama-Bloggern ( Janinchen von W, Me Supermom, Elfenkind Berlin, Frau Mutter, Liebling ich blogge jetzt und Katharina von Stadt, Land, Mama) ein gesundes Weihnachtsmenü in der Kochschule Friedrich in Berlin-Charlottenburg. Nicht nur für den Löwen, der die ganze Fahrt über gefragt hatte, ob wir immer noch in Berlin seien und die Kinderbetreuung in der Kochschule ganz schön einnahm, war dieser Tag sehr spannend und voller neuer Eindrücke, sondern auch für mich. Ein paar Bilder von dem tollen Tag habe ich bereits auf Instagram gezeigt. Mindestens genau so spannend wie dieser Freitag ist es, den Löwen im Moment beim Großwerden zu beobachten. Sein Wortschatz ist natürlich viel größer als das seiner Schwester im Alter von drei Jahren und umso verblüffender finde ich …

Wolf im Schafspelz

Sonea ist genau die Tochter, die ich mir die halbe Schwangerschaft über gewünscht habe (also in dem Teil der Schwangerschaft, in dem ich dann wusste, dass ich ein Mädchen erwarte) und manchmal überfährt mich diese erschreckende Ähnlichkeit zu mir selbst. An manchen Tagen kann ich darüber schmunzeln und an anderen Tagen macht sie mich einfach nur stolz. Sonea ist wirklich ein wunderbares Kind und sie ist auf ihre Art und Weise unglaublich süß. Ich möchte sie am liebsten immer wieder knuddeln. Das findet sie aber nicht immer toll und deshalb halte ich mich dann doch meistens zurück. Am Samstag hat sie noch ein paar kleine Flunkereien gebeichtet, die sie vorher großzügiger Weise ihrem Bruder in die Schuhe geschoben hat und nachdem der Nikolaus seine Runde durch unser Treppenhaus gezogen hat, war auch das liebe Kind weg, das ich am Samstag noch hatte. Gestern hatte ich also wieder ein extrem erziehungsresistentes Schulkind, das plötzlich wieder in irgendeine trotzige Babyphase zurück gefallen ist. Ja, nach jeden Fortschritt muss man auch wieder mit Rückschritten rechnen. Weiß ich bereits …

Pusteblume

Ich liebe den Namen dieses neuen Lillestoffes und ich wollte wenigstens noch mein neues Kleid aus dem rosa p. Buch zeigen, das ich daraus genäht habe. Durch und durch Basic, sowohl Schnitt als auch Stoff.   Ich mag die Weihnachtszeit, auch wenn ich mich noch gar nicht richtig da rein gefühlt habe und noch gar nicht richtig in der Vorweihnachtszeit angekommen bin. Umso glücklicher bin ich, dass ich mein optionales Weihnachtsoutfit bereits gefunden habe. Den neuen lillestoff Woman Pusteblume bekommt Ihr ab Samstag hier und den Schnitt findet Ihr in dem Buch Ein Schnitt, vier Styles von rosa p. Und meinen kleinen RUMS-Beitrag für heute findet Ihr zusammen mit vielen anderen hier.  

Me Made Mittwoch

Mein erster MMM. Aber irgendwann muss man ja mal damit anfangen. Zumal ich gerade erst wieder so viele tolle Sachen genäht habe, die mal nicht für die Kinder sind, sondern für mich. Me made eben. Heute zeige ich Euch zwei Jacken, die ich aus den neuen Doubleface-Interlocks von lillestoff nach dem Jackenschnitt von rosa p. aus dem Buch Ein Schnitt, vier Styles genäht habe. Ich habe bei meiner Variante komplett auf Knöpfe verzichtet, da es mir ohne besser gefiel. Die Jacke mit den Maxidots ist für mich, die mit den Ministars sind ein Weihnachtsgeschenk für eine Freundin. Das erste selbstgenähte Geschenk dieses Jahr, das schon fertig ist. Ich mache dieses Jahr wohl wieder alles auf den letzten Drücker. Erstmal muss ich zum Friseur! Der Zustand auf meinem Kopf geht gar nicht mehr… haha! Die ganze Sammlung vom Me Made Mittwoch findet Ihr hier.