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Fido Studio – das „Freio“ für den Hund

Dieser Beitrag wurde vom Omlet gesponsert. Die Inhalte und Meinungen in diesem Beitrag sind meine eigenen. 

Ganz genau ein halbes Jahr ist es nun her, dass der Plüsch mir vor laufender Fernsehkamera direkt in die Arme lief und jedem Familienmitglied zur Begrüßung erst einmal stürmisch das Gesicht abschleckte.

Liebe auf den ersten Blick war es im Mai, als wir unsere Lissy zum ersten Mal gesehen haben. Ein verrücktes Abenteuer, mit dem zum Jahresbeginn noch nicht zu rechnen war.

Und überhaupt! Wer hätte damit gerechnet, dass es dann noch nicht einmal ein Mops wird! Also ich definitiv nicht.

Eine Entscheidung fürs Leben, die wir seitdem keine Sekunde bereut haben. Obwohl so ein Hund viel Arbeit bedeutet, die man nicht klein reden kann. Und man muss ganz anders organisieren, ist nicht mehr so flexibel. Das habe ich ein wenig unterschätzt. Denn nach einer Weile kann der Hund auch mal für 2-3 Stündchen alleine bleiben. Dachte ich.

Aber mit Hunden ist es manchmal wie mit Kindern. Sie geben den Takt vor und krempeln Dein Leben völlig um.

Fido Studio – Omlet

Unser kleines Plüschmonster liebt Menschen und mag es gar nicht alleine zu sein. Wir üben das. Kontinuierlich. Aber die Tatsache, dass ich von zu Hause arbeite, ist zwar für den Hund grundsätzlich von Vorteil, aber willste mal weg, ist das schlecht. Der Hund kennt es einfach nicht.

Nun habe ich meine wunderbaren Hundetrainerinnen aus der Hundeschule gefragt – was tun?

Die Antwort lautete: Boxentraining.

Fido Studio – Omlet

Aha. Darüber bin ich in meinem Welpenbuch schon gestolpert. „Sperren Sie den Hund zum Schlafengehen in die Box“. Auf gar keinen Fall…! War da mein erster Gedanke.

Einen Rückzugsort für den Plüsch schaffen, in dem er sich wohl fühlt, auch wenn ich mal weg bin. Da hier der Fußboden dem Hundekörbchen vorgezogen wird, setzte ich mich also noch einmal intensiver mit der Box auseinander.

Fido Studio – Omlet

Wäre es nicht toll, wenn der Hund die Möglichkeit hat sich zurück zu ziehen, ohne, dass man die Kinder ständig ermahnen muss, dass er sich nun in seinem „Freio“ befindet und unantastbar ist. Eine kleine Auszeit und ein geschützter Raum für den Vierbeiner. Die Tatsache, dass sich unser Hund gerne kleine Höhlen zwischen Decken und Kissen baut, bestärkte uns darin, ihr eine ganz persönliche Höhle zu schaffen.

 

Wir haben uns also mit dem Thema Hundebox etwas intensiver auseinander gesetzt und da gibt es natürlich von der Nylon-Klappbox über der Hardcase Box bis hin zum Gehege sämtliche Varianten und Möglichkeiten.

Fido Studio – Omlet

Das Rennen hat am Ende das Fido Studio von Omlet gemacht, das nicht nur seinen praktischen Zweck erfüllt, sondern sich auch noch optisch gut im Wohnraum integrieren lässt.

Fido Studio – Omlet

Das Fido Studio ist in zwei verschiedenen Größen erhältlich. Wir haben die kleinere Variante. Das Fido Studio 24 und sie ist bei einer Rückenlänge von 38 cm optimal für unsere Lissy.

Fido Studio – Omlet

Neben der Hundebox an sich, befindet sich noch eine Garderobenseite, in der wir Hundespielzeug sowie die vielen Utensilien für die Fellpflege aufbewahren. Das ist sehr praktisch. Denn man hat alles an einem Ort und nicht ständig an verschiedenen Stellen rumfliegen.

Fido Studio – Omlet

Zunächst suchten wir einen perfekten Ort für die Box. Denn es soll natürlich ein Ort sein, an dem man sich häufig aufhält, der schnell und einfach zugänglich ist und an dem sich der Hund auch wohl fühlt. Das ist bei uns das Wohnzimmer.

Fido Studio – Omlet

Wir stellten also die Box ins Wohnzimmer und in den ersten Wochen stellte ich Lissy ihr Fressen immer in die Box. Außerdem übte ich mit ihr und forderte sie auf in die Box zu gehen. Ich lockte sie mit einem Lieblingsleckerchen und gab es ihr, wenn sie sich bequem in die Box gelegt hatte.

Inzwischen ist die Box Lissys ganz persönlicher Rückzugsort. Man merkt, dass sie sich wohl fühlt und selbst, wenn wir die Tür der Box schließen, ist sie völlig entspannt.

Die Kinder haben verstanden, dass die Box die magische Grenze ist und sie den Hund in Ruhe lassen müssen, wenn sie in der Box ist. Was noch nicht so ganz angekommen ist: die Box wird nicht verriegelt, nur weil der Hund gerade da drin liegt.

Fido Studio – Omlet

Aber… das scheint nur mich alleine zu stören.

Das Fido Studio hat zwei Öffnungen. Einmal eine Tür an der Längstseite und einmal an der Vorderseite.

Letzte Woche musste ich mit den Kindern zum Zahnarzt. Natürlich ohne Hund. Der war zum ersten Mal völlig entspannt, als er merkte, dass ich fort gehe. Selbst als ich nochmal hoch musste, weil ich den Autoschlüssel vergessen hatte (typisch ich), spazierte das zauberhafte Plüschmonster gerade relaxed durchs Wohnzimmer in die Box.

Fido Studio – Omlet

Als wir nach einer Stunde wieder nach Hause kamen, war es mucksmäuschenstill. Fast schon seltsam. Aber das Alleinsein über einen kurzen Zeitraum verursacht mir mittlerweile wohl mehr Herzklopfen als dem Hund.

Das Fido Studio können wir also uneingeschränkt weiterempfehlen.

Fido Studio – Omlet

Das Fido Studio erhaltet Ihr in zwei verschiedenen Größen in 24″ und 36″ und in der Ausführungen weiß oder nussbaum.

Fido Studio – Omlet

Es gibt außerdem noch viele verschiedene Ergänzungssets, wie das Hundebett und eine Auffangschale (gerade im Welpenalter praktisch), passend für die Hundebox. Man kann das Fido Studio beliebig um weiteres Zubehör, wie  ein Utensilo, ein Futternapf, einer Kleiderstange und einen Haken oder aber einen Spiegel erweitern.

 

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Am Wochenende gab es Spinnengift und Krötenschleim [Verlosung]

Dieser Beitrag wurde vom KOSMOS Verlag gesponsert. Die Inhalte und Meinungen über das Spiel „Spinnengift und Krötenschleim“ in diesem Beitrag sind meine eigenen. 

Draußen ist es trist-kalt und es möchte gar nicht richtig hell werden. Ein paar Schneeflocken irren planlos durch die Lüfte und enden am Ende doch in einem kleinen Schauer.

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

An solchen Tagen stehen keine ausgiebigen Spaziergänge auf dem Plan. Man ist froh, wenn der Hund zwischendurch gelüftet ist und wechselt sich dafür ab. Denn die Kinder haben „keinen Bock“. Und an solchen Tagen kann man sie ein klitzekleines bisschen verstehen.

Da hilft nur noch eins, um die Laune zu heben. Spielen!!

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Die Kinder haben das Spielen für sich entdeckt. Nicht erst seit gestern, aber inzwischen so, dass wir nicht fünf Mal das gleiche Puzzle machen müssen und Memory bis zum Abwinken.

Beide Kinder finden zunehmend Gefallen an Gesellschaftsspielen, packen das „Mensch ärger mich nicht“ auch gerne mal aus und spielen (nach ihren Regeln) eine kleine Zeit ganz alleine, ohne sich zu zanken.

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Aber wir probieren immer wieder gerne mal neue Spiele aus. Der Schwierigkeitsgrad steigt und der Spaßfaktor ist proportional groß. Für alle!

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Wir haben vergangenes Wochenende Spinnengift und Krötenschleim von KOSMOS getestet. Also nein, nicht probiert, sondern gespielt.

Das Spiel ist ab 6 Jahren, aber unser Fünfjähriger konnte es schon völlig problemlos spielen. Und auch Sonea hat den Spielverlauf ganz toll verstanden.

Ziel des Spieles ist es Hexenorden zu sammeln und Ungeheuer zu erschaffen. Dafür muss man Zauberchips sammeln. Um diese zu bekommen und im Spielfeld vorzurücken muss man die jeweilige Anzahl an Zutaten für den Hexenkessel sammeln. Die Zauberchips geben vor, ob man dafür eine, zwei, drei, vier oder fünf Zutaten sammeln muss. Die Zutatenkärtchen liegen verdeckt um den Spielplan.

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Man muss sich also genau merken welche Zutat sich wo befindet. Oder eben gut raten können. Wenn man es nicht schafft, die Anzahl an Zutaten zusammen zu bekommen, ist der nächste am Spielzug. Findet man alle Zutaten, bekommt man einen Hexenorden, darf seinen Zauberchip in den Hexenkessel schmeißen und erschafft mit ein wenig Glück auch noch ein Ungeheuer (das man dann auch behalten darf).

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Aber Vorsicht! Unter den Zutatenkärtchen tummeln sich Kobolde. Die sorgen dafür, dass man selbst verrückt spielt. Alle Mitspieler bekommen einen Hexenorden und man selbst muss aussetzen.

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Wir können Spinnengift und Krötenschleim absolut empfehlen. Die Regeln sind verständlich und der Spielablauf ist für alle witzig und kurzweilig. Wenn alle Hexenorden verteilt sind und/oder alle 7 Ungeheuer erschaffen, ist das Spiel beendet und derjenige mit den meisten Orden und Ungeheuern hat gewonnen.

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

In unserer letzten Spielrunde war es der jüngste Mitspieler.

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Wenn Ihr neugierig geworden seid, könnt Ihr nun Euer Glück versuchen und in unseren Lostopf für Spinnengift und Krötenschleim springen, das wir in Kooperation mit KOSMOS an Euch verlosen dürfen.

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Dafür müsst Ihr einfach nur einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen.

Wenn Ihr auf Facebook seid, würden der KOSMOS Verlag und auch wir uns über ein Like freuen.

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Das Gewinnspiel läuft bis zum 21.12.2o17 um 23:59 Uhr. Danach schließt sich der Hexenkessel und wir kreieren kein Ungeheuer, dafür einen Gewinner des tollen Kinderspiels.

,Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook, Instagram oder Twitter. Jeder, der über 18 Jahre alt ist, darf teilnehmen, sofern er eine Anschrift in Deutschland hat. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Teilnahme willigt ihr ein, dass Ich Euch namentlich hier auf dem Blog als Gewinner bekannt gebe und Euch über die angegebene E-Mail Adresse kontaktiere. 

Spinnengift und Krötenschleim – KOSMOS Verlag

Viel Glück!

edit:

gewonnen hat –

Herzlichen Glückwunsch! Eine Mail mit Gewinnbenachrichtigung ist bereits an Dich rausgegangen 🙂

Mein Leben mit dem Besonderen #115 Besonders?

Seit Jahren tummle ich mich auf dem Blog bei Sonea herum. Ich verschlinge die Beiträge und auch „Das Leben mit dem Besonderen“. Ich zögerte lange, was soll ich schreiben, wie soll ich es schreiben, so wie uns, geht es vielen und und und…

Nun ist dieses Jahr, ganz unverhofft, mit mir etwas passiert, was mich total überraschte und mich positiv ausfüllt…

Doch von vorn:

Vor 5 Jahren wurden wir nach intensivster Schwangerschaftsbetreuung (aufgrund 5 Fehlgeburten) unverhofft mit unserem kleinen Wunder überrascht – groß, schwer, gesund und termingerecht – mit einer kleinen Besonderheit, die nur ich als Mutter sofort sah, als sie mir nach der Entbindung meine Tochter in den Arm legten. Die Ärzte bezweifelten es, als ich sagte, dass das Kind Trisomie 21 hätte, holten Geräte heran, um sie zu untersuchen und sahen keine Auffälligkeiten. Aufgrund der leicht marmorierten Haut  wurde sie auf die Neontologie gebracht. Für mich brach in dem Moment alles zusammen, mein Mann wiederum war Optimist der ersten Stunde.

Nun lag unser kleines Wunder da, verkabelt aufgrund der mangelnden Sauerstoffsättigung, zwischen all den Frühchen, die nur ein Drittel von ihr wogen. Mit ihren 3800 g und 51cm wirkte sie wirklich wie eine Wuchtbrumme… Die Ärzte fragten mich, was sie für uns tun können. Ich wollte nur nach Hause, weg von der Station, auf der die Mütter ihre Kinder bei sich hatten. Jeden Tag radelte ich mehrfach ins KKH zu unserem kleinen Wunder.

Daheim sackte alles zusammen… wie den Freunden und Bekannten erzählen. Alle warteten auf unsere Kunde… Und ich begann zu schreiben. Schrieb in Elises Namen einen Brief, in dem sie sich vorstellte, wie sie ins Leben trat, was sie gerade umgibt, wie es den Eltern geht…ich habe mich freigeschrieben. Diesen Brief habe ich dann verschickt: Freunde, Bekannte, Kollegen.

In der ganzen Schockstarre, wie ich sie jetzt beschreiben würde, begann ich zu organisieren: erste Therapien, Kontakt zur Lebenshilfe, Formalitäten rund um Anträge etc… Nur keine Ruhe, nur keine Stille, denn dann setzten die Tränen ein, die Trauerverarbeitung. Ich hatte nur ein Ziel: Normalität. Da brachten mir die Glückwünsche der Humangenetik nichts: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben ein gesundes Down-Syndrom-Kind und hier zeige ich Ihnen die Merkmale der Trisomie 21.“ Die Worte schwingen mir nach wie vor in den Ohren. Gut, gesundes Down-Syndrom-Kind, das meiselte ich mir ein.

Normalität… ich will wieder arbeiten gehen, mein Kind soll zur Tagesmutter… einfach weiterleben… Also ging es los, sich zu drehen und herauszufinden, wer, wie, wo Kinder beaufsichtigen würde wollen. Das Jugendamt klärte mich gruselig auf: „Tagemütter dürfen keine behinderte Kinder nehmen. Aber in dem (dunklen) Stadtviertel wäre ein Platz frei, da kann ihre Tochter hin.“  Also Eigeninitiative war gefragt. Ich habe viele Tagemütter angerufen, einige waren neugierig, andere lehnten aus mangelnder Erfahrung ab, Kindergärten meldeten sich gar nicht oder luden uns ein, HPT-Gruppen anzuschauen. Wir lernten in den ersten Monaten viel kennen. Auch, dass jeder Träger unterschiedliche Auffassungen hat, wie ein Kind integriert werden kann. Letztendlich hat sich die Mühe gelohnt.

Elise kam – pünktlich zum Schuljahresbeginn – mit 10 Monaten zu einer liebevollen und erfahrenen Tagesmutter, die genügend Räumlichkeiten auch für die Frühförderung hatte. Elise wurde dort musikalisch begleitet und ein selbstständiges kleines Mädchen, das mit 2 Jahren am Tag keine Windel mehr brauchte, dort die ersten Schritte machte und einfach mittendrin war. Ich konnte mit 50% wieder arbeiten gehen, hatte 2 Tage die Woche frei, so dass genügend Zeit füreinander war.

Dann kam ihr 1. Geburtstag. Tage vorher baute sich etwas in mir auf: Angst, Erinnerungen, Wut, Trauer… Je mehr der Tag näher rückte, umso mehr flossen Tränen. Und so habe ich mich wieder hingesetzt und geschrieben. Einen Brief über das 1. Lebensjahr. Alle guten und schlechten Erfahrungen,  die wir gemacht haben. Zum Glück hatte ich an dem Tag frei, so dass ich  nicht arbeiten gehen musste, denn dazu wäre ich nicht in der Lage gewesen. Ich weinte bitterlich, konnte mich kaum beruhigen. Wieder bekamen alle Freunde und Bekannten einen Brief, die uns  begleitet haben. Die Resonanz war groß und rührend.

So pendelte es sich ein, dass jedes Jahr zu ihrem Geburtstag ein Brief über ihr Lebensjahr geschrieben wurde. Viele fragten schon im Sommer, ob es wieder so einen schönen Brief gibt, gespickt mit Erfahrungen, Fortschritten, Episoden und den kleinen Schritten, die wir in Elises Entwicklung feierten. Es wurde eine Art Rückblick auf all die Mühen und das Wahrnehmen der winzig kleinen tollen Dinge, die uns unser kleines Wunder tagtäglich schenkt. Doch was blieb: Kurz vor ihrem Geburtstag baute sich ein Gefühlschaos auf. Tränen über Tränen. An ihrem Geburtstag konnte ich die Jahre nicht arbeiten gehen, da ich jedes Mal emotional zusammenbrach…

In diesem Jahr erlebte ich etwas völlig Neues. Unser Kindergartenkind, das nun Laufrad fahren kann, zunehmend ihren Wortschatz erweitert, überall anerkannt und beliebt ist, im Kiga ein wahnsinnig geschätztes Kind bei Kindern und Erziehern ist, wurde 5 Jahre. Im Sommer habe ich schon überlegt, was ich dieses Jahr schreiben könnte. Welche Entwicklungsschritte, welche Höhen und Tiefen, könnte man beschreiben… was würde mich erleichtern und die Menschen interessieren… ? Es fiel mir schwer. Mir fiel nichts Erwähnenswertes ein. Der Geburtstag rückte näher… eine Woche vorher grübelte ich immer noch, was in einen Brief geschrieben werden könnte. Der Kopf war leer, unser Alltag lief in aller Komplexität weiter, doch ich fand nichts, dass lohnenswert gewesen wäre, es aufzuschreiben. Nichts. Meine Finger kamen nicht in die Gänge.

Und auf einmal macht es KLICK!

Stopp, so soll es sein! Das Leben mit Elise ist gar nicht so besonders als in anderen Familien. Elise macht ihre Entwicklungsschritte, wenn auch langsamer. Vom Umfeld gibt’s nur positives Feedback, sie ist mittendrin und dabei… Ich habe nichts mehr zu schreiben.

Der Geburtstag stand bevor… und ICH FREUTE MICH UND FREUE MICH NACH WIE VOR!!! Keine Tränen, keine Ängste, einfach übermäßiger Stolz machte sich breit. Stolz darüber, was Elise alles leistet. Sie hat ihren ersten Kindergeburtstag gefeiert mit Kindern aus dem Kiga und Nachbarskindern, mit denen sie regelmäßig spielt. Noch 1 Monat später erzählt sie „Else Burstag“ und zeigte ihre volle Hand *5*.

Und Ich? Ich hab es geschafft, ich hab „es“ überwunden… Mein jahrelanges Gefühlschaos wurde sortiert und geordnet.

Unser kleines Wunder, ist ein großes Wunder und was für eines! Sie hält uns und ihren kleinen Bruder auf Trab, der Alltag ist klar und gut strukturiert, wir sind mittendrin. Doch ich fühle mich befreit, so leicht! Dieses unangenehme Gefühl bin ich los, das jedes Jahr mich schier überrollte und mich dann zwang, einen Brief zu schreiben, um Rückblick halten zu können…

Das Leben ist so reich und wunderbar. Danke, Elise, dass du uns so unglaublich viel gibst

*und jetzt würde sie mich umarmen und mir über den Rücken streicheln*

Ich liebe dich über alles, meine kleine Eule!

Deine Mama

Ist der Mann da behindert?

Es gibt so Gespräche, von denen man weiß, dass man sie irgendwann führen wird. Und doch erwischt es einen kalt und unvorbereitet.

Vorletztes Wochenende zeigte ich meinen Kindern die großartige Sendung mit dem Elefanten, in dem das Thema „Behinderung“ kindgerecht erklärt wurde.

Vor allem Simon saß gefesselt vor dem Fernseher und erkannte in den Erklärungen einen seiner besten Freunde, der gehörlos ist, wieder.

Auch Sonea fand sich wieder. Denn in „Das Lied über mich“ tanzte immer wieder ein kleines Mädchen mit Down-Syndrom über den Bildschirm (das war natürlich nicht Sonea). „Da bin iiiiiich!“ rief sie jedes Mal ganz aufgeregt.

Nun ist es ja so, dass Vorschulkinder einen mit ihren Fragen manchmal ganz schön dumm aussehen lassen können. Google hat aber zum Glück meistens die Antwort auf alles und hat mir schon einige Male heimlich aus der Patsche geholfen. Nach dieser Sendung mit dem Elefanten blieben die Fragen aber aus. Und Simon schien sich einfach nur zu freuen, dass  in der Sendung so viele Gebärden vorkamen. Die kann er auch. Alle! Und natürlich muss er mir das auch immer wieder demonstrieren. Denn er macht sich gerne mal einen Spaß daraus mit mir in Gebärdensprache zu kommunizieren.

Gestern Abend. Wir wollten gerade ins Bett gehen, blieb Simon plötzlich vor dem „A little Extra Wandkalender“ stehen. Seit Jahren hängt dieser Kalender dort.

„Wer ist das?“ fragte er verwundert.

„Ich kenn die auch nicht“ antworte ich.

Aber Simon schaute das Kalenderbild weiter prüfend an „Ist der Mann behindert?“ fragte er weiter.

„Wie kommst Du darauf, dass er eine Behinderung hat?“ frage ich verwundert, aber auch neugierig.

„Mein Freund N. ist behindert. Der kann nicht hören.“ lautete seine Antwort.

Und da fiel mir die Sendung mit dem Elefanten wieder ein und ich antwortete „Weißt Du, es gibt viele Behinderungen. Manche Menschen können nicht hören, andere nicht sehen und dann gibt es auch welche, die zum Beispiel nur schlecht oder gar nicht laufen können. Die brauchen dann einen Rollstuhl als Hilfsmittel, wie Dein Freund M.

Man spricht dann von einer Behinderung, also einer Einschränkung im täglichen Leben. Kennst Du noch jemanden, der eine Behinderung hat?“.

„Nein. Sonst fällt mir niemand ein.“ antwortete Simon und ich war überrascht, fand aber den Zeitpunkt auch etwas schwierig, um darauf so weiter einzugehen, wie ich gerne für dieses Gespräch gewollt hätte. Aber ich kam aus der Nummer nicht mehr raus.

„Sonea?“ fragte ich ihn.

„Wo hat die denn eine Behinderung?“ fragte Simon völlig verwundert und „Bin ich auch behindert?“.

„Nein, Du hast keine Behinderung. Aber Sonea hat ein Chromosom zu viel, was dazu führt, dass sie manche Dinge eben langsamer lernt als andere Kinder. Aber das ist auch nicht schlimm. Genau so wie es nicht schlimm ist, dass der N. nichts hört. Er kommt doch gut zurecht im Leben, oder?“

„Ja, und ich kann gut mit ihm reden!“ antwortete mir Simon.

„Was ist ein Chrosonom?“ möchte er wissen.

„Ach, das erkläre ich Dir ein anderes Mal. Das ist echt schwierig zu erklären“ antworte ich und bin ein bisschen froh, dass ihm mein Erklärungsversuch an diesem Abend scheinbar ausreicht, obwohl ich nicht darauf vorbereitet war.

[dieser Teil enthält Werbung]

Die Outfits der Kinder sind von unserem schwedischen Lieblingslabel ebbe. Gedeckte Farben, schlichte Designs und viel Denim zeichnen auch die neue Herbst/Winter Kollektion aus.

Unsere Lieblinge sind für Sonea das Alexa Dress und die Snow knitted jkt . Dazu die Hippie Leggings .

Und für Simon ist es der Urban Sweater. Außerdem lieben wir die ebbe-Chinos. Die sind nämlich richtig robust und halten so eine Saison voller Stunts und Kniefälle richtig gut aus,

Und weil wir ebbe so gern mögen, freuen wir uns sehr, dass wir heute an Euch zwei Mützen verlosen dürfen.

Einmal die Gartie Beanie Woodpeckers

Und einmal die  Gartie Beanie Winter Sailing

Um eine der Mützen zu gewinnen, kommentiert einfach diesen Beitrag bis zum 18.12.2017 einschließlich und lasst uns wissen, ob Ihr Mütze 1 oder Mütze 2 gewinnen wollt.

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook, Instagram oder Twitter. Jeder, der über 18 Jahre alt ist, darf teilnehmen, sofern er eine Anschrift in Deutschland hat. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit der Teilnahme willigt ihr ein, dass Ich Euch namentlich hier auf dem Blog als Gewinner bekannt gebe und Euch über die angegebene E-Mail Adresse kontaktiere. 

Viel Glück!

edit: gewonnen haben:

Herzlichen Glückwunsch! Eine Gewinnbenachrichtigung ist bereits per Mail an Euch raus gegangen.

Winter-Efteling mit Schneegestöber – Tag 2 unserer zauberhaften Reise

[Pressereise]

Winter-Efteling

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Gut gelaunt starteten wir vier in Tag 2 unserer zauberhaften Reise durch die Winter-Efteling-Welt.

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Schon beim Frühstück erspähten wir die anderen Blogger-Familien. Sonea hatte nur noch Augen für Daniela von Nenalisi und suchte ab diesem Zeitpunkt das ganze Wochenende ihre Nähe. Aber auch in Lisi entdeckte sie eine tolle Spielkameradin.

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Auch wenn der Spaziergang in den Park am Vortag wirklich schön und kurzweilig war, entschieden wir uns an diesem Morgen mit dem Efteling-Express zum Park zu fahren. Dieser kleine Zugbus fährt in bestimmten Zeitabschnitten am Morgen und am Abend alle 15 bis 20 Minuten und ist auch Kinderwagen-freundlich ausgelegt.

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Für den Besuch im Efteling-Park können wir Euch auf jeden Fall die Efteling-App empfehlen. Sie navigiert Euch nicht nur durch den Park, sondern zeigt Euch auch die aktuellen Wartezeiten für die einzelnen Parkattraktionen an.

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Am Samstag waren wir sehr froh um diese App, denn während wir am Freitag im Prinzip bei jeder Attraktion durchlaufen konnten, mussten wir am Samstag schon ein wenig anstehen. Aber selbst die Kinder warteten geduldig, weil sie wussten, dass es sich lohnt.

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Ein Freizeitparkbesuch mit Kindern ist ja immer so eine Sache. Lohnt sich das überhaupt? Sind die Fahrgeschäfte altersgemäß und sowohl für die kleinen als auch die großen Kinder ein Spaß? Nicht zu wild, aber auch nicht zu lahm?

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Wir können nach unserem Besuch sagen, dass es ganz gewiss ein Riesenspaß für die ganze Familie ist. Die allermeisten Attraktionen sind absolut kindgerecht. Natürlich muss man bei manchen überlegen, ob man sie besucht.

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Und bei anderen ist eine Mindestgröße von 1,20 Metern erforderlich. Die Mitarbeiter sind da sehr genau und messen sogar nach. Simon hat ein Bändchen bekommen, auf dem steht, dass er über 1,20 m ist und somit problemlos auf die Fahrgeschäfte drauf kann. Natürlich in Begleitung von uns Erwachsenen.

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Und dann gibt es auch Fahrgeschäfte, die große Freude bereiten, ohne dass man da drauf geht. So viel Adrenalinkick brauchen wir dann alle doch nicht… haha.

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Es war wirklich winterlich kalt an diesem Samstag im Efteling Park und trotzdem haben sich die Kinder nicht einmal beschwert. Weder über die Kälte noch darüber, dass sie so viel laufen mussten. Alleine daran haben wir gesehen, dass sie einen riesen Spaß hatten.

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Nachmittags trafen wir uns mit allen anderen Bloggern in einer Runde zu einem warmen Chocomel im Eispalast. Eiskönigin Feeling total.

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Am zweiten Tag unserer Efteling-Parkerkundung sicherten wir uns außerdem Tickets für die Theateraufführung Reveleijn. So ganz habe ich die Handlung nicht verstanden, aber die Showeffekte waren sehr beeindruckend. Ein paar davon konnte Herr Sonnenschein auf seinen Bildern ansatzweise ganz gut einfangen.

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Irgendwann hatten aber auch die Kinder genug und wollten keine zweite Runde durch das wunderschöne Schloss Symbolica drehen. Statt dessen blieben wir dann bei diesen lustigen Kameraden hier stehen.

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Die Kinder hatten einen riesen Spaß, tanzten und sagen mit dem Esel und der Ziege gemeinsam Lieder, aber auch Herr Sonnenschein verriet anschließend, dass die beiden sei absolutes Highlight an diesem Tag gewesen seien.

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Ein Highlight zum Tagesende war aber auch die Aquanura Wassershow, die jeden Efteling-Tag krönend abschließt. Wir durften dieser wunderschönen Show aus Wasser, Licht und Feuer vom Balkon des Theaters aus bestaunen.

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Unseren Rückweg zum Hotel liefen wir zu Fuß. Das war total gemütlich, denn der ganze Waldweg war mit Lampen beleuchtet und wir schnell wieder im warmen Hotel.

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Das Konzept von Efteling ist absichtlich so gestaltet, dass es alles dem Stil der 50er Jahre, wie er zu Beginn der Efteling-Ära gestartet ist, treu bleibt. Die Erwachsenen sollen in Kindheitserinnerungen schwelgen können und den Park so wieder besuchen können, wie sie ihn aus Kindheitstagen noch kennen. Natürlich mit erweiterten Attraktionen, die aber alle dem Efteling-Stil und vor allem den Prinzip der Hochwertigkeit nachgestaltet werden.

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Diesen 50er Jahre Charme trägt auch das Restaurant De Proeftuyn im Hotel Loonsche Land. Ein leicht rustikaler Vintage-Stil mit einer großen Auswahl an Speisen und Getränken.

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Auffällig war auch hier das kinderfreundliche Konzept. Denn während wir Erwachsenen noch mit Essen und Reden beschäftigt waren, hielt es die Kinder nicht lange in den Stühlen und sie verzogen sich in die Kinderspielecke. Kindergeräusche gehören hier einfach dazu und stören nicht im geringsten.

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So ein Efteling-Wochenende ist also Entspannung pur für die ganze Familie. Und für manch einen Erwachsenen auch ein Stückchen Kindheit in Repeat.

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Am dritten Tag legte Väterchen Frost noch eine Schippe nach, damit wir so richtig in Weihnachtsstimmung kommen und jagte die ersten dicken Schneeflocken durch den Park. Wir hielten uns aber nur kurz auf, drückten noch einmal kurz den Prinz und die Prinzessin

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und traten dann auch unsere abenteuerliche Heimreise im Schneegestöber an.

Winter-Efteling

Wir haben dieses Wochenende auf jeden Fall sehr genossen und sagen noch einmal tausend Dank für diese traumhafte Einladung, liebes Efteling-Team.

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Weitere Berichte über dieses verzauberte Winter-Efteling-Wochenende lest Ihr hier:

Nenalisi

Beauty Mami (folgt)

und bei Mini Menschlein könnt Ihr sogar ein paar Eintrittskarten für einen Efteling-Parkbesuch gewinnen!

 

Efteling im Wintergewand – Tag 1 einer zauberhaften Reise

[Pressereise]

Letzte Woche saßen Herr Sonnenschein und ich abends am Rechner und sortierten Bilder von diesem Jahr für ein Fotobuch.

„Wir waren in diesem Jahr zwar viel weg, aber so richtig erholsam war das alles nicht“, stellte ich fest. Wie so ein Urlaub mit Kindern nunmal ist. Meistens doch einfach nur verlagerter Alltag mit weniger Strukturen (was die Sache nicht leichter macht).

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Dieses Wochenende waren wir im Efteling-Park in Kaatsheuvel/Niederlande. Es war zwar auch wieder einmal viel zu schnell vorbei und definitiv zu kurz, um von einem Erholungs-Urlaub zu sprechen. Und doch hat die intensive und (im wahrsten Sinne) zauberhafte Zeit uns vieren richtig gut getan.

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Es war ein Innehalten in der hektischen Adventszeit. Ein Wochenende, wie man es sich in der Vorweihnachtszeit wünscht, aber vor lauter Termine und Punkte auf der To Do Liste einfach nicht dazu kommt. Zumindest nicht in der Intensität.

Winter-Efteling

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Fangen wir von vorne an. Die Einladung für unser Wochenende im Efteling-Park zusammen mit einigen anderen Blogger-Familien, wie Minimenschlein.de, Nenalisi und Beauty Mami, stand bereits seit einigen Wochen und doch erzählten wir den Kindern kein einziges Wort darüber. Wir wollten sie überraschen. Mit dem Winter-Efteling im Wintergewand.

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Letzte Woche war dann klar: wir fahren über das Wochenende weg. Donnerstag Abend brachte Herr Sonnenschein den Plüsch bereits zur Oma und das fühlte sich schon richtig merkwürdig an. Ich vermisste die Fußtapsen am Abend über den Parkett und am Morgen den Flausch an meinem Kopf, weil sich der Hund am Morgen heimlich ins Bett gemogelt hat.

Eigentlich war dann der Plan, dass wir Vormittags starten, wenn der größte Schwung Berufsverkehr durch ist. Aber Sonea hatte andere Pläne.

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Unser Plan die Kinder zu überraschen, entfaltete sich als Fehler, denn Sonea war sichtlich mit dieser Ungewissheit überfordert.

Die Autofahrt war geprägt von Geschwisterstreiterein. Aber immerhin kamen wir ohne Staus voran und dann erspähten wir auch irgendwann eins der drei Efteling-Hotels, in dem es sogar Themen-Zimmer gibt. „Da möchte ich hin!“ rief Simon. Aber wir fuhren weiter. Neben uns offenbarte sich immer mehr die Überraschung und Teile des zauberhaften Efteling-Parks wurden sichtbar.

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Und dann erreichten wir den Ferienpark Loonsche Land. „Wir sind da!“ rief Herr Sonnenschein vergnügt und wir staunten alle vier über das wunderschöne, neue Efteling-Hotel mit den imposanten Geweihen und den idyllischen Holzhütten drum herum. An der Rezeption teilte man uns ein Hotelzimmer zu und anschließend machten wir vier uns auf den Weg Richtung Park.

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Es brauchte ein bisschen Überredungskunst, denn Sonea wollte sich weder warm anziehen, noch das Hotel verlassen. Diese Ungewissheit vor dem, was sie anschließend erwarten würde, war absolut nichts für sie. Das haben wir total unterschätzt.

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Im Efteling-Park angekommen, waren alle Ängste verflogen und die Kinder, aber auch wir Erwachsenen schnell abgetaucht in dieser traumhaften Zauberwelt.

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Wir starteten bewusst im ruhigeren und ältesten Teil des Parks, dem absolut bezaubernden Märchenwald. Dieser Teil wurde 1952 gestaltet und immer mehr erweitert. Wir erfuhren später, dass der Efteling Park als Stiftung begonnen hatte und jeden Cent in den Auf- und Ausbau des Parks gesteckt wurde.

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Neue Attraktionen, weitere Grundstücksfläche und vor allem nach dem höchsten Prinzip: immer aus hochwertigen Materialien, wie Holz und echten Mauern und Dachziegeln. Das erklärt auch, warum alles so gut erhalten ist. Die Figuren wurden den Zeichnungen eines Künstlers nach gestaltet und jede trägt eine ganz besondere Handschrift.

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Winter-Efteling

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Es ist definitiv der schönste und detailreichste Märchenpark, den ich je gesehen habe. Und auch, wenn die Figuren teilweise schon ein halbes Jahrhundert alt sind, sind sie dennoch zeitgemäß und wirken genau so, wie man sich eine richtige Zauberwelt vorstellt.

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Als große Tim Burton Fans, in dessen Filmen die Figuren ähnliche Charakterzüge haben, kamen auch wir Großen genau auf unsere Kosten und es war einfach wunderschön all diese liebevollen Details zu bestaunen.

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Seitdem ich Kinder habe, bin ich ja ein wenig überängstlich was wilde Fahrgeschäfte betrifft. Das war mal anders und scheinbar habe ich das auch an meinen Sohn weitervererbt, der sich am Wochenende todesmutig auf die große Schiffsschaukel getraut hat.

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Am Freitag war es recht ruhig im Park und wettermäßig noch verhältnismäßig mild. Am Samstag durften wir dann den Park noch einmal voller Menschen und frostig kalt erleben.

Winter-Efteling

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Wir freuten uns darauf einige Attraktionen am Samstag noch einmal zu besuchen, wie die atemberaubend schöne Elfenwelt der Droomvlucht,

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die neuste Attraktion, nämlich das nagelneue und einfach wunderwunderschöne Schloss Symbolica,

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aber auch ältere Attraktionen und Park-Klassiker, wie Monsieur Cannibale (dieser Ohrwurm wird mich wohl mein restliches Leben lang verfolgen… wie mag es erst den Mitarbeitern ergehen?).

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Ja und man glaubt es kaum, aber Simon und ich hatten beide einen riesen Spaß im Vogel Rok, einer Achterbahn im Dunkeln

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Freitag Abend schaute ich um 21.30 Uhr noch einmal auf die Uhr und konnte die Augen nur noch mit Mühe aufhalten.

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Alle anderen schliefen bereits tief und fest in ihren Betten. Ich dann kurze Zeit später auch… zu einer völlig untypischen Uhrzeit für mich.

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Teil 2 unserer kleinen Efteling-Erkundungstour mit vielen großartigen Bildern und noch ein paar spannenden Details zum Park folgt morgen… 

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Mein Leben mit dem Besonderen #114 Mein Leben als Tochter von Hauseltern

DAS DORF, IN DEM MEINE ELTERN ALS HAUSELTERN LEBEN…

Um die Privatsphäre zu schützen sind alle Namen geändert

Was hab ich mich gefreut den Bericht über Hohenroth zu lesen! Es ist toll, dass es solche Orte gibt! Ich kenne Hohenroth. Ich würde sogar sagen: Ich kenne es gut! Meine Eltern waren dort viele Jahre Hauseltern von acht Betreuten im Alter von 21 bis 56 Jahren. Ganz klassisch wie die meisten (nicht alle) Hauseltern: Der männliche Hauselternteil ist Hausvater und geht tagsüber im Dorf arbeiten – mein Papa als Schreiner – und der weibliche Teil ist „nur“ Hausmutter. Letzteres bedeutet einen Haushalt zu führen mit acht Bewohnern, einer Haushaltshilfe, zeitweise einer Praktikantin und der eigenen Familie. Es bedeutet viel Wäsche zu haben, jeden Tag drei volle Mahlzeiten pünktlich auf dem Tisch zu haben, zu putzen, einzukaufen und die tausend Termine zu koordinieren. Glaubt mir, es sind eigentlich noch mehr als tausend! Und dazwischen meine Schwester und ich. Meine Oma wohnt ebenfalls in Hohenroth und wird ungeachtet der verwandschaftlichen Verhältnisse von allen „Oma“ gerufen. Dorf-Oma zuzusagen.

 

HEIMKOMMEN

Heimkommen vom Studium war anders als das Heimkommen meiner Mitstudenten zu ihren Eltern. Meine Eltern sind eingebunden. Freinehmen geht nicht. Hauseltern sind immer im Dienst. Einen Feierabend um 17 Uhr gibt es nicht. Mama-Tochter-Gespräche finden statt während meine Mutter für 12 Leute Mittagessen zaubert. In Windeseile. Denn die Zeit drängt. Um 12 muss es Essen geben und der Arzttermin mit Lisa, einer Betreuten, hat länger gedauert als gedacht. Macht nichts. Es ist gemütlich in der großen Küche. Ich pack mit an. Salat ist noch zu waschen. Es gibt jeden Tag Salat. Immer. Je nach Saison eine andere Sorte. Immer aus der dorfeigenen Gärtnerei. Immer in der großen Schüssel. Es gibt viele Dinge, die IMMER so sind. Rituale sind fester Bestandteil des Alltags.

Dann trudeln die Bewohner ein. Sie freuen sich, mich zu sehen und löchern mich mit tausend Fragen. Logisch, ich war ja auch lange nicht da. Meine Oma stößt zu uns. Mein Papa kommt aus der Schreinerei. Der Tisch wird gedeckt. An einem großen Holztisch sitzen 13 Leute (die Bewohner, die Praktikantin, meine Eltern, Oma und ich). In Ruhe wird das Essen verteilt. Es wird gebetet und dann beginnen alle gemeinsam. Es wird gegessen. Ganz in Ruhe. Es wird geredet. Ganz in Ruhe. Wer Nachschlag möchte, bekommt Nachschlag. Wir haben Zeit. Es gibt leckeren Nachtisch. Ganz in Ruhe. Wie ich diese Mahlzeiten liebe! Ist dieses Haus mein Zuhause? Nein. Oder doch? Es fühlt sich schon an wie Heimkommen. Heim aus der Hektik als Student in der Großstadt, aus vollen U-Bahnen und dem Essen in der Mensa. Größer kann ein Unterschied nicht sein, denk ich. Es sind zwei völlig verschiedene Welten. Mein Leben mit dem Besonderen!

 

Im STALL

Kein Besuch meinerseits vergeht ohne dass ich dem Stall einen Besuch abstatte. Ich hab eine Schwäche für Stallarbeit und liebe den Umgang mit den Kühen. Kein Problem! Gummistiefel an die Füße und los. Ich darf selbstverständlich helfen. Gemeinsam mit den anderen melke und füttere ich. Streicheleinheiten für die Kälbchen sind inklusiv. Im Dorf ist jeder willkommen. Ich kann jeder Werkstatt zu jeder Zeit einen Besuch abstatten. Freundlich und neugierig werde ich begrüßt. Ja, es kann gut sein, dass ich tausend Fragen beantworten muss oder lange Geschichten erzählt bekomme. Es ist ja so viel passiert seit ich zum letzten Mal da war! Ich kann jeder Zeit meinen Vater in die Schreiner gehen. Ich kann ihn jeder Zeit sehen. Das genieße ich! Auch wenn er für mich alleine sehr wenig Zeit hat. Er ist als Hausvater und Schreiner in der Werkstatt genauso Teil einer Gemeinschaft wie alle hier.

 

MIT KINDERN

Einige Jahre später bin ich verheiratet und mein erstes Kind ist auf der Welt. Auch mein Mann und mein Sohn Lukas werden freundlich empfangen und sitzen beim gemeinsamen Essen selbstverständlich mit am Tisch. Im Wohnzimmer steht eine riesige Kiste mit Bausteinen, mit denen die Bewohner oft bauen. Lukas hat ein Faible für diese Kiste und Wolfgang, einer der Bewohner, spielt gerne mit ihm. Gemeinsam bauen sie auf dem Teppich im Wohnzimmer tolle Bauwerke. Ein Paradies für meinen Sohn! Er liebt es auch im weiträumigen Esszimmer mit seinem Rutscher übers Parkett zu düsen. Das macht Spaß! Ein Spaziergang durchs Dorf ist obligatorisch: Kühe, Kälber, ein furchteinflößender Bulle, Hühner, Ziegen, Pferde und Esel werden besucht. Hier fahren sehr wenige Autos. Besucher sind gebeten am Ortseingang zu parken. Die Bewohner können sich hier frei bewegen. Und Lukas auch! Er kann rennen und springen und ich kann ihn lassen! Es ist ein guter Ort für kleine Jungs. Lukas ist gerne bei seinen Großeltern. Oma und Opa tragen aber auch Verantwortung für acht fremde Menschen, was bedeutet, dass Momente nur mit den Großeltern rar sind. Je nach Persönlichkeit brauchen die Bewohner individuelle Zuwendung: Der eine braucht Zeit, um eine Begebenheit des Tages meiner Mutter zu erzählen. Ein anderer hat beim Spülmaschine Ausräumen nicht geholfen, was eigentlich seine Aufgabe gewesen wäre, und hat jetzt den Unmut der anderen auf sich gezogen. Mein Vater vermittelt. Ein Dritter hat seine Tasche verschlammt und braucht Suchhilfe. Hans muss dringend mal wieder unter die Dusche und kann das nicht alleine. Stefan braucht Hilfe beim Rasieren. Georg hat einen schmerzenden Knöchel, weil er heute in der Arbeit gestolpert ist, und meine Mutter muss feststellen, ob Creme reicht oder ein Arztbesuch ansteht. Bei Uwe muss man besonders darauf schauen, ob er seine Medikamente genommen hat. Jenny hat telefoniert und will wissen, ob am Wochenende ihre Schwester zu Besuch kommen kann. Johannes hat das Durcheinander in seinem Zimmer nicht aufgeräumt, obwohl das dringend dran gewesen wäre. Magdalena will im Wohnzimmer einen Film schauen. Paul und Werner wollen aber lieber Fußball schauen. Es ist wie in einer ganz normalen Großfamilie. Ganz normal? Oder ist es doch besonders?

 

ADVENT und WEIHNACHTEN

Die Familienhäuser im Dorf sind großzügig. Im Haus meiner Eltern gibt es einen großen Ess- und Aufenthaltsbereich. Von dort geht es ins Wohnzimmer, in die Küche und in die Zimmer der Bewohner. Der große Kachelofen knistert. Die Ofenbank lädt zum Verweilen ein. Dort steht auch der große massive Holztisch. In dessen Mitte hat meine Mama eine Schneelandschaft aufgebaut. Jeden Sonntag wird ein weiteres Häuschen beleuchtet und verrät, dass Weihnachten naht. Das ganze Dorf macht sich hübsch! Viele, viele Bäumchen leuchten und erhellen die dunkle Winterzeit. Im Dorf ist wenig Hektik, wenig Vorweihnachtsstress. Die Uhren ticken anders.

Und dann kommt der 24. Dezember. Einige Dorfbewohner haben Urlaub (Sie haben Urlaubs- und Arbeitszeiten wie jeder Arbeitnehmer) und fahren zu ihrer Familie. Und wir – Mann, Kind uns ich – fahren ins Dorf. Meine Schwester mit Familie ist ebenfalls da. Und meine Oma. Mein Papa stellt einen Christbaum auf, der alle bisher gewesenen Christbäume in den Schatten stellt. Er ist riesig, fällt aber im großen Wohnzimmer kaum auf. Das Krippenspiel findet statt. Aufregung liegt in der Luft! Was wird es wohl am 24. zu essen geben? Die Runde ist kleiner als im Alltag. Herzlich und gemütlich ist die Atmosphäre trotzdem. Bevor die Menschen feiern, sollen auch die Tiere spüren, dass es eine festliche Zeit ist. Der Stall wird mit Tannengrün geschmückt und dann begehen wir die Stallweihnacht. Ja, es ist mein Leben mit dem Besonderen.

 

BESONDERS…?

Es ist besonders. Besonders intensiv und besonders gemütlich. Besonders herzlich und besonders lebendig. Leider auch besonders im negativen Sinn. Büroarbeit und die genaue Dokumentation des gesamten Lebens (Medikamente, Taschengeld der Bewohner, Entwicklungsbögen, Arztbesuche, Telefonate mit Fördergeldstellen, Besuche, Kontakt mit den Eltern und den Familien der Bewohner…) sind da noch der angenehmere Teil. Wie viele Abende verbringen meine Eltern im Büro statt Zeit mit uns verbringen zu können!

Viel schlimmer als das empfinde ich die Öffentlichkeit. Einige Bewohner bewegen sich auch außerhalb des Dorfes. Sie dürfen einkaufen gehen oder mit dem Zug in die nächste Stadt fahren. Es ist nicht immer Freundlichkeit, die ihnen entgegen schlägt.

An einem Festtag wollen wir essen gehen. Alle zusammen. Es gibt tatsächlich Restaurants, die „die aus´m Dorf“ nicht bewirten wollen. Warum? Wovor hat der Wirt Angst? Und nein, auch zuhause im Dorf essen wir mit Messer und Gabel und jeder hat seine Stoffserviette, die er auch nutzt. Menschen mit einem Chromosom mehr freuen sich über ein leckeres Essen genauso wie Menschen ohne dieses!

Oder Ausflüge in die nächste größere Stadt. Die Bewohner lieben es zu shoppen. Blicke! Immer Blicke! Warum soll ein Mensch, der nicht über einen IQ im Hochbegabtenbereich verfügt, nicht genau wissen, dass er den blauen Pulli lieber will als den roten? Ich erinnere mich, dass Uwe, eine Betreuter, sich eine schicke Lederimitatjacke gewünscht hat und dass meine Eltern beim nächsten Shoppen gemeinsam mit ihm eine gesucht haben. Selbstverständlich hat er sie von seinem Gehalt gekauft. „Warum braucht denn ein Behinderter so eine Jacke?“. Weil er sie schön findet. Manchmal muss ich mich fremdschämen.

In Hohenroth ist alles in Ordnung. Da sind alle auf ihre Weise normal. Jeder auf seine Weise. Der eine braucht vielleicht etwas mehr Hilfe als der andere. Aber Stempel gibt es nicht. Es gibt im Dorf auch keine Behinderten. Es gibt Bewohner. Den Begriff „behindert“ hab ich dort nie gehört. Und das ist gut so! Ja, Hohenroth ist ein guter Ort um zu leben. Jeder Besucher wird freundlich empfangen! Wird herzlich aufgenommen! Warum kann nicht die „normale“ Welt den Dorfbewohnern genauso freundlich begegnen? Es ist noch ein weiter Weg bis Inklusion wirklich ankommt in unserer Welt. Aber bis dahin ist es sicher gut, dass es solche geschützten Orte gibt wie das Dorf, in dem meine Eltern Hauseltern sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Blick ins Weihnachtszimmer

Ein bisschen Geduld und Gelassenheit in der Vorweihnachtszeit #RUMS

In der Vorweihnachtszeit geht es sehr hektisch zu. Geduld ist für viele ein Fremdwort und irgendwie nimmt sich niemand die Zeit einfach mal inne zu halten und den Zauber der Vorweihnachtszeit zu genießen.

Hier ist das leider nicht anders. Ich ertappe mich dabei, dass ich ungeduldig bin, dass ich tausend Dinge im Kopf habe und dadurch nicht immer voll mit meiner Aufmerksamkeit bei der Sache bin, weil ich noch so viel zu erledigen habe und gedanklich schon drei Schritte voraus bin.

Aktuell fehlt mir gefühlt eine Woche Vorbereitungszeit. Das war im letzten Jahr auch so. Und im Jahr davor auch… Und Jahr für Jahr schwöre ich mir, dass ich einfach mal früher mit meinen Vorbereitungen für Weihnachten starte. Aber dann kommt der August und mir fehlt einfach die Weihnachtsstimmung um in Schwung zu kommen. Im September gibt es zumindest schon einmal weihnachtliches Gebäck im Supermarkt. Das ist aber höchstens lästig als motivierend. Und im Oktober denke ich – bis November kann es noch warten. Ja und auch der November kommt… mit großen Schritten und zieht wie im Flug an einem vorbei.

Plötzlich ist Dezember und Du denkt auf einmal: FUCK! Hätte ich doch mal eher angefangen. Aber so ein bisschen Zeitdruck brauche ich ja auch immer. Und wenn ich es überblicke, ist die Lage noch längst nicht aussichtslos.

Um Geduld ging es auch am Dienstag bei unserem Starke Eltern – starke Kinder Kurs. Wer hier bereits länger mitliest, weiß, dass ich damals den Kurs gemacht habe. Seit einiger Zeit treffen wir uns nun in monatlichen Abständen und behandeln erzieherische Themen, die uns aktuell beschäftigen.

Bei mir war es diesmal der erhöhte „Aufmerksamkeitsbedarf“ bei Simon. Und wie sich herausstellte, war ich in guter Gesellschaft von allen anderen Anwesenden mit 4 bis 5 Jährigen.

Und es ist egal welches Thema wir behandeln und ob es einen gerade selbst betrifft, man nimmt immer viel für sich mit und hat einen richtigen Motivationskick ein paar Dinge auszuprobieren, wie die „Rückspultaste“ drücken, wenn das Kind wieder einmal etwas ungeduldig fordert.

Das Thema Geduld betraf uns irgendwie alle. Und die Unzufriedenheit nicht immer auf gewisse Situationen so gelassen zu reagieren, wie man gerne möchte. Alleine das Wissen darum, dass man nicht alleine in diesem Boot sitzt, beruhigte irgendwie ungemein.

Auch, wenn es in der Vorweihnachtszeit immer etwas schwer fällt, wünsche ich uns allen einfach mal ein wenig Gelassenheit. Und wenn Ihr es mal nicht seid, denkt einfach dran – ihr seid nicht allein oder fragt Euch einfach, wie Ihr in gewissen Situationen lieber reagieren würdet. Das hilft mir zumindest.

Der schöne Slubjersey Annalena von enemenemeins ist so ein Stoff, in den ich sofort verliebt war, als ich die Grafik dazu gesehen habe. Am Samstag erscheint der tolle Stoff im lille-Shop.

Ich habe daraus wieder einmal eine Aurelie von Lila Brombeerwölkchen genäht und dazu einen Zoé Rock aus Summerjeans.

Mich findet Ihr heute bei RUMS und falls Ihr gerade von dort kommt, freue ich mich umso mehr, dass Ihr in dem ganzen Vorweihnachtsstress Euch ein bisschen Zeit für meinen Blogpost genommen habt.

Das will ich! Und das! Und das! Und den Tire Twister!

(Werbung)

Sonea liebt es Spielzeugkataloge oder Werbeanzeigen zu wälzen und lautstark ihre Wünsche kund zu tun.

Auch beim Fernsehen komme ich nicht immer drum herum die eine oder andere Werbeschleife zu vermeiden. „Das will ich haaaaaben!“. „Ein Klospiel??“, ich schüttle ungläubig den Kopf.

Spielsachen sind etwas Besonderes und die gibt es nicht einfach mal so. Die können die Kinder sich zu Weihnachten und zum Geburtstag wünschen. Vielleicht bringt auch mal der Osterhase oder der Nikolaus etwas.

Tire Twister

Das wissen die Kinder und dennoch wird bei jedem Einkauf um eine dieser Spielzeugzeitungen gefeilscht. Sie merken es noch nicht einmal, wenn das Spielzeug dann irgendwann weg ist, weil der Hund es zerkaut hat oder ich beim Aufräumen einen Kleinteilrappel bekomme und all die kleinen Plastikteilchen im Müll statt in der Spielzeugkiste verschwinden lasse. Ja, so eine Mama bin ich!

Dass Sonea inzwischen recht gut lesen und auch immer besser schreiben kann, ist Fluch und Segen zugleich. Versandkartons mit Weihnachtseinkäufen muss ich inzwischen sofort verschwinden lassen, denn der Absender verrät natürlich sofort, dass der Inhalt nicht für mich sein kann.

Tire Twister

Und genau so muss ich aufpassen, dass ich die Tür meines Arbeitszimmers abgeschlossen halte und aus sämtlichen Online-Shops ausgeloggt bin. Neulich befanden sich 59 Artikel in meinem Warenkorb eines großen Online-Versandunternehmens. Ich wusste gar nicht wie viel Zubehör es für die Baby Born gibt. Sogar eine Dusche befand sich im Warenkorb.

Aber auch ihre Eingaben, wie „meitois“ und „Toisarass“ führen sie meistens ans Ziel ihrer Suche.

Und trotzdem gebe ich es nicht auf meinen Kindern zu vermitteln, dass es deutlich wertvollere und wichtigere Dinge als Spielzeug und Konsum gibt.

Tire Twister

Neulich erreichte mich eine sehr liebe Mail mit einer Produkttestanfrage. Es ging um den Tire Twister von Little Tikes. Einem wilden Autoreifen. Da ich nur Produkttests mache, die für uns als Familie wirklich interessant sind und ich davon ausging, dass es sich um so ein ferngesteuertes Auto handelt, das schnell langweilig wird, weil es einfach kein Speed hat und Simon altersmäßig schon einen schnelleren Flitzer gebrauchen könnte, lehnte ich ab.

Ja, auch das mache ich. Auch wenn ich ein Produkt spannend finde. Aber wenn ich denke, dass wir altersmäßig raus sind oder es einfach nicht zu uns passt, mache ich das nicht.

Post from RICOH THETA. – Spherical Image – RICOH THETA

Und dann kam die Antwort. Dass wir es doch einfach mal ausprobieren sollen und man denke, dass der Tire Twister altersmäßig sehr gut zu unseren Kindern passt. Okay.

Tire Twister

Ich willigte also doch ein. Zum Glück. Und ich musste schmunzeln, als Simon mittags einen Spielzeugprospekt zückte und aufgeregt auf den Tire Twister zeigte und rief „Den will ich haben!“. Einen Satz, den ich aktuell nicht mehr hören kann. In diesem Moment bereitete er mir aber eine große Freude.

Die Kinder haben mit dem wilden Tire Twister einen riesen Spaß. Der kleine Flitzer, der den Autoreifen von innen bewegt, hat richtig Speed und kann nicht nur Loopings, sondern auch außerhalb des Reifens vorwärts und rückwärts fahren.

Tire Twister

Die Fernsteuerung ist simpel und einfach zu bedienen. Der Tire Twister ist sehr robust.

Tire Twister

Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder ab 3 Jahren schon sehr viel Freude mit dem Tire Twister haben, aber auch meine beiden können sich Stundenlang mit ihrem neuen Flitzer beschäftigen. Und darum steiten wer den Tire Twister steuern darf.

Tire Twister

Gestern hatte Simon Besuch von zwei Freunden und auch da war der Tire Twister der absolute Hit.

Tire Twister

Am liebsten lässt Simon das Auto außerhalb des Reifens fahren und testet woran es überall hochfahren kann und welchen Winkel er am besten dazu anpeilt, damit es sich überschlägt.

Tire Twister

Wer also noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk mit viel Speed und Abwechslung ist, dem können wir den Tire Twister auf jeden Fall empfehlen.

Tire Twister

 

 

 

Mein Leben mit dem Besonderen #113 Kinderarmut

Armut ist dann besonders schlimm, wenn sie Kinder trifft.


Vor einer Woche bin ich aus Kambodscha zurückgekehrt. Zehn Tage war ich dort, davon eine Woche auf Projektarbeit im Kinderdorf „Light Of Hope“.
Diese Reise war eine Grenzerfahrung in allen Belangen. Eine Reise in eines der ärmsten Länder der Welt.
Katharina fragte mich, ob ich mir vorstellen kann, einen Beitrag für ihre Reihe „Mein Leben mit dem Besonderen“ zu schreiben. Genau genommen betrifft dies nicht mein Leben. Es betrifft das Leben dieser Kinder in Kambodscha. Ihre traurige Besonderheit ist: Sie leben in Armut.

Kinder werden auf der ganzen Welt geboren. Sie alle eint, dass sie sich nicht aussuchen können, wo und in welche Verhältnisse sie geboren werden. Wir gehen davon aus, dass sich Eltern kümmern, ihren Kindern Liebe und Vertrauen schenken. Sie nach bestem Wissen und Gewissen groß ziehen, sie akzeptieren, wie sie sind und stärken.
Für die CFI Kinderhilfe war ich eine Woche im Kinderdorf „Light Of Hope“. Auf meinem Blog habe ich regelmäßig darüber berichtet, viele Geschichten sind noch nicht geschrieben, wabern aber in meinem Kopf. Bilder, die immer in meinen Gedanken sind. Tränen, die raus müssen.
Armut ist dann besonders schlimm, wenn sie Kinder trifft. Noch schlimmer, wenn man die Kinder kennen lernt, mit ihnen spricht und lacht. Dann nämlich bekommt Armut ein Gesicht.

Einmal traf ich auf eine Gruppe Dorfbewohner, die sich ein paar Hütten teilen. Diese Menschen haben nichts. Nicht einmal zwei Dollar am Tag. Selbst ein einziges Ei können sie nicht leisten. Mit ihren Kindern leben sie in Hütten, die gerade so aus Ästen zusammenhalten. Sie haben keine Sofas, keine Betten, keine Bäder, keine Küchen. Allenfalls sieht man ab und zu mal eine Hängematte. Aber auch die kann sich nicht jeder leisten. Diese Kinder sind so arm, dass sie weder in den Kindergarten, noch zur Schule können. Sie verbringen die Tage an den Hütten, ganz ohne Spielzeug. Sie essen nur Reis und ein paar Pflanzen, die um die Hütten herum wachsen. Niemals Fleisch, niemals ein Ei, kein Obst, kein Gemüse.
Diese Kinder haben enormen Proteinmangel. Ihre Haare wirken dünn und brüchig und sind gesträhnt. Letzteres, weil sich durch die Mangelernährung das eigentlich schwarze Haar verändert.
Sie besitzen eine Hose und ein T-Shirt. Sie haben noch nicht einmal Schuhe – nicht ein einziges Paar.

Mehrmals verteilen wir in kleinen Dörfern Zahnbürsten und Seife. Manches Mal haben wir auch Reis, Suppen und Medikamente dabei. Ich kann in Worte nicht fassen, welch bewegendes Gefühl es ist, zu sehen, dass die Kinder sich über eine Zahnbürste freuen. Ihre strahlenden Gesichter, wenn sie zum ersten Mal Zahnpasta schmecken. Ihr Lächeln, wenn sie ihre Hände zum ersten Mal mit Seife waschen und an ihren kleinen Fingern riechen.

Ich treffe junge Erwachsene, die in Armut groß geworden sind, aber dank Spenden und dem Kinderdorf heute studieren können. Bildung, so merke ich, ist der einzige Weg raus aus der Armut. Diese jungen Menschen haben nur einen Wunsch – sie möchten studieren. Ihre Geschichten sind unterschiedlich und immerzu grausam. Ein Junge wurde als Baby in Zeitungspapier gewickelt am Fluss abgelegt. Nicht, weil die Mutter ihn nicht lieb hatte. Vielmehr weil die Mutter nicht wusste, wie sie ihn versorgen sollte. Eine 19jährige, die ich treffe, hatte einen Mann gefunden, Aussichten auf ein besseres Leben. Der Mann misshandelte sie jeden Tag, sie wurde schwanger mit Zwillingen. Danach verließ er sie. Jetzt steht sie vor dem nichts. Lebt selbst unterhalb der Armutsgrenze und hat nun auch noch Zwillinge.

Ich lerne zwei kleine Jungs kennen, die zum Glück mittlerweile im Kinderdorf aufgenommen werden konnten. Sie sind Brüder, wurden Waisen und lebten zusammen zwei Jahre auf der Straße. Da waren sie Kleinkinder! Um zu Überleben verkaufte der ältere der Beiden im Alter von fünf Jahren Massagen an ältere Männer. Der Kleine stahl und ernährte sich zwei Jahre lang ausschließlich von Lollies. Diese Geschichte macht mich sehr betroffen.
Es macht mich wütend, dass all diese Grausamkeiten Lebensgeschichten von Kindern sind.
Geschichten, scheinbar so weit weg von unserem Leben hier. Aber es gibt sie, sie sind wahr, sie passieren.

Und es ist wichtig, sie aufzuschreiben und in die Welt zu tragen – weil es Kinder sind und es uns wahnsinnig gut geht. Wir alle hier haben viel, wenn wir nur ein kleines bisschen davon abgeben, retten wir am anderen Ende der Welt ein Kinderleben.

Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses „andere Ende der Welt“ sehen durfte. Und dass ich gesehen habe, wie wichtig es ist, dass es Kinderdörfer wie „Light Of Hope“ gibt. Auch diese Kinder haben kaum Kleidung. Sie haben aber zumindest ein paar Schuhe, sie haben immer etwas zu essen, sie dürfen in die Schule oder in den Kindergarten gehen und haben eine Chance auf Bildung. Sie haben Ersatzeltern, weil in jedem der Häuser ein Ehepaar lebt, das die Kinder versorgt. Sie werden getröstet, wenn es ihnen nicht gut geht. Und sie bekommen psychologische Unterstützung, um ihr Geschichten zu verarbeiten. Das alles muss bezahlt werden, denn das Kinderdorf „Light of Hope“ finanziert sich ausschließlich durch Spenden.
Meine Familie und ich haben daher nach meiner Rückkehr beschlossen, dass wir eine Patenschaft für ein Kind übernehmen. Es sind 37 Euro im Monat und die müssen einfach drin sein. Nächsten Monat ist Weihnachten. Wenn ich die Deko aus den Jahren zuvor aus dem Keller hole und einfach mal nichts Neues kaufe, hab ich die für den Dezember schon wieder drin. Und ich denke, es gibt jeden Monat etwas, auf das ich verzichten und dennoch ganz normal weiterleben kann. Mit dem Wissen, dass ich dann ein Kind buchstäblich rette ist alles möglich.

Auf meinem Blog habe ich unter diesem Link http://www.MiniMenschlein.de/Kambodscha viele Beiträge zu meiner Reise veröffentlicht. Ich freue mich über jeden, der reinliest, eine Spende für Kambodscha tätigt oder vielleicht sogar eine Patenschaft übernimmt.

Patenschaft für ein Kind:

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