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Wenn kleine Löwen maulen

Ich liebe den Gastbeitrag von Hanna in meiner Rubrik „Mein Leben mit dem Besonderen“. Er hat mir sehr viel Zuversicht gegeben… wo es doch hier im Moment statt Geschwisterplüsch fast ausschließlich Reibereien gibt. Ich weiß, dass das völlig normal ist, schließlich habe ich selbst zwei Geschwister… und trotzdem frage ich mich allzu oft, ob DAS noch normal ist.   Der Sonnenschein und das Löwenkind brauchen noch nicht einmal einen Grund, um zu streiten. Den Sonnenschein macht es sogar sehr viel Spaß ihren Bruder zu reizen, sie weiß wie man einen Löwen aus seiner heroischen Ruhe bringt und ihn aufbrausend wild und laut werden lässt. Sie hat eben ein ganz sensibles Gespür für die Launen ihrer Mitmenschen. Hinzu kommt der Hang zur Überheblichkeit vom Löwenkind. Ständig versucht er seine Schwester zu übertrumpfen, indem er schneller oder besser in irgendwas ist… und vor allem ist es ihm wichtig „Ersta!“ zu sein. Ganz schön anstrengend… vor allem, wenn er es eben nicht ist. Auf der einen Seite ist es immer wieder erfreulich zu sehen, wie das Löwenkind den …

Das kleine alltägliche Donnerwetter

Auch wenn ich am Tag nach Soneas Geburt erst einmal das Gefühl hatte in einem bösen Albtraum gefangen zu sein und alles um mich herum so unglaublich surreal erschien, sind viele Details von jenem Tag in meinem Kopf festgebrannt. Da war diese Schwester, Schwester Heidi… eine wirklich tolle Krankenschwester, durch und durch kompetent in ihrem Job und die einzige, die es schaffte ein paar positive und sogar ein bisschen Mut machende Worte nach der unsagbar empathiefreie Diagnosenübermittlung durch den Oberarzt zu finden. Mir entging damals nicht ihre beschämte Reaktion auf die unsensible Wortwahl des Arztes. Und als ich anschließend wie in Trance das Bettchen vom Sonnenschein schnappte und aufgelöst auf mein Zimmer verschwand, folgte sie mir leise, setzte sich neben mich aufs Bett, nahm mich in den Arm und erzählte mir von den Kindern mit Down-Syndrom, wie sie heute sind.. Dinge wie „Das Down-Syndrom wird für Sie womöglich irgendwann kaum eine Rolle spielen… schauen Sie sich Ihr Kind an… sie wird ihren Weg gehen… sie ist unglaublich agil und wach… vielleicht hat sie nur eine …

Kleiner Retter in der Not

„Geht weg Dinosaurier! Nicht Bär aufesse! Bär in Ruhe lasse!“ Ich liebe es die Kinder beim Rollenspiel einfach zu beobachten. Das Löwenkind entwickelt gerade einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt und tut sich gerne als Held oder eben Bärenretter auf… Und noch viel wichtiger – er lernt sich abzugrenzen. Das ist ganz besonders im Umgang mit seiner Schwester sehr wertvoll für ihn selbst. Auch mal sagen können „Nein, ich möchte das nicht.“ oder „Lass mich in Ruhe“ und „Gib das zurück“. All das lernt das Löwenkind gerade… Stoff: Bears ab Samstag bei lillestoff Schnitt: Minikrea 50220 Stickdatei: Helmut und seine Superhelden von Lila-Lotta

So ein rundum GEFÄLLT MIR Ding

Manchmal nähe ich Sachen, auf die ich mich beim Nähen total freue „Das wird toll!“ denke ich und am Ende halte ich ein Teil hoch und könnt heulen oder ziehe es an und denke „Sieht das Kacke aus!“… manchmal ist das so, aber zum Glück doch sehr, sehr selten. Häufiger kommt es allerdings vor, dass Herr Sonnenschein mit seinen Bemerkungen alles kaputt macht. Haare offen… findet er ja so gar nicht hübsch an mir (er mag tatsächlich lieber kürzere Haare). Kleider mag er auch nicht… und bunt schon mal gar nicht. Na ja… offene Haare und Kleider gibt es im Hause Sonnenschein natürlich trotzdem, weil ICH mag das so. Aber manchmal kommt es sogar vor, dass uns beiden alles gefällt und dann sind wir auch beide entspannt beim Fotografieren… nur leider spielte das Wetter nicht ganz so mit. Davor war es so schön bewölkt… Little Bloomy Dreams ist das neuste Stoffschätzchen von enemenemeins und erscheint zum kommenden Lillestofftag. Das Bündchen habe ich im Kleewald gefunden, nachdem ich auf der Suche nach einem wirklich passenden Farbton …

Mütterliche Superkräfte

Mit meinem Muttersein wurde ich mit einer bestechend guten Intuition ausgestattet, die jede Hellseherin ihren Job kosten würde, hätte ich vor in Sachen Glaskugel und so umzuschulen. Neben dieser grandiosen Superkraft sind wir Mütter mit einer weiteren Kraft ausgestattet… wir werden niemals krank. Mütter dürfen einfach nicht krank sein… höchstens mal kränkeln, am Wochenende, wenn der Papa sich kümmern kann… um dann Montags wieder in eine neue Woche durchstarten, als sei nix gewesen. So klappt das eigentlich immer. Meistens. Nicht. Eigentlich haben Mütter eine ziemlich beschissene Basis. Sie können selbst krank werden und sie haben mindestens ein Kind, das krank werden kann. Zum Glück haben meine Kinder ein bisschen von meiner zweiten Superkraft abbekommen und erfreuen sich an einem erstaunlich guten Immunsystem. Meistens. Also zumindest meinen Vergleichsquellen nach zu urteilen, sind meine Kinder erstaunlich viel gesund. Und doch werden sie schon mal krank. Das Löwenkind wesentlich häufiger als der Sonnenschein. Sie muss wohl eine Extradosis meiner Superkraft abbekommen haben, denn als sie geboren wurde, bekamen wir überall zu hören und zu lesen wie infektanfällig „diese …

Als Mutter hat man nie Arme genug…

… rennt man ständig der Zeit hinterher, schafft man immer nur die Hälfte von dem, was man eigentlich geplant hat… und am kürzesten von allem kommt die Zeit für sich selbst. Fünf Minuten Make up, schnell ein Haargummi durch die zauseligen Haare gezogen, irgendwie passt das schon. Klonen wäre mal etwas Feines… mein Mann kann das und hat sich auf das Wagnis eingelassen mich zu duplizieren… Ich hau mich dann mal eine Runde aufs Ohr! Mein Double wird schon den Haushalt schmeißen, kochen und die Kinder bespaßen… ach wäre DAS schön! Ich bin heute so unglaublich müde… Die Stoffe heißen Trees und Trees Kombi und sind bei Lillestoff erhältlich.

Sonnenschein 6.0

Nein nein… das wird jetzt keine Wettervorhersage für den heutigen Tag. Heute ist der große Tag, der Tag von dem Du die letzten Wochen… die letzten Monate ununterbrochen geredet hast. Dein Geburtstag. Du liebst Geburtstage… vor allem Deinen eigenen. Und Du hast ganz klare Vorstellungen davon wie Du diesen Tag feiern möchtest, wer Deine Gäste sind (das ist allerdings tagesformabhängig) und was gegessen wird. Ich hab da sehr wenig Mitspracherecht. Eigentlich gar keins. Während es bei Deiner Planung tagesbedingt hier und da mal die eine oder andere Abweichung gab „Ich nicht Prinzessinparty! Ich Doc McStuffins Miiielzeugärztin Geburtstagparty!“ oder aber „Ich Eisköniginparty“, stand das Essen von vorne herein fest… Okoalenkuchen und Donuts! Du liebst Donuts… und eigentlich liebst Du fast alles an „Sußigheiten“ und kannst gar nicht genug davon bekommen. Wenn ich Dir dann eine Moralpredigt halte und Dir sage, dass Du gerne ein Brot oder Obst haben kannst, wenn Du Hunger hast, entgegnest Du mir ein völlig entnervtes „Oooooaaaaar! Hör auf, Mama!… ich nicht Brot essen, ich Sußigheiten essen! Da oben! Okoaaaale und Gummieeechen!“ Aussprache …

It’s Playtime!

Bevor ich eigene Kinder hatte, habe ich mir ehrlich gesagt wenig Gedanken über die Herstellung von Kleidung gemacht. Weder darüber wie die Kleidung produziert wurde, noch wie umweltfreundlich sie ist. Wie Ihr wisst, bin ich durch den Sonnenschein zum Nähen gekommen. Und das zunächst aus rein kreativer Motivation. Ich liebe es Stoffe zu kombinieren und Kleidungsstücke ganz nach meinen Vorstellungen zu nähen. Mit meinem Hobby habe ich mich aber auch mit dem Thema Stoff- und Kleidungsproduktion etwas intensiver befasst. All die Stoffe, die ich vernähe, sind nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern auch qualitativ hochwertig… und trotzdem ist meistens das Design das ausschlaggebende Kriterium für meine Stoffwahl. Muss ich doch mal ganz offen eingestehen. Natürlich ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass die Stoffe fair produziert wurden und zudem noch ökologisch nachhaltig sind und vor allem – dass die Kleidung nicht von Kindern hergestellt wurde. Kinderkleidung ist im Verhältnis zur Dauer der Nutzung und in Anbetracht dessen, dass sie stark beansprucht und oft verdreckt wird, recht teuer. Und auch ich greife schon mal zu, wenn …