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Mehr Vielfalt im Kinderzimmer – Puppe Heike hat das Down-Syndrom

Dieser Beitrag enthält Werbung für mehr Vielfalt und zauberhafte Puppen von Tolimoli. Die Meinungen und Bilder in diesem Beitrag sind meine eigenen. 

An Weihnachten wurde ich zur Oma. Also zur Puppenoma natürlich. Und trotzdem war es anders als all die anderen Male zuvor, als Johanna, Melli und Co. bei uns einzogen.

Mitten in der besinnlichen Weihnachtsstimmung rief Soneas Bruder total überrascht „Die ist ja behindert!“

Puppe mit Down-Syndrom von Tolimoli

Und im Gegensatz zur Diagnose vor elf Jahren mussten wir diesmal alle herzlich über diese Feststellung lachen. Ein weiteres Kind mit Down-Syndrom sehen wir als großes Geschenk.

Auch Sonea freute sich über ihren Puppennachwuchs, der ihr fast wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sieht.

Puppe mit Down-Syndrom von Tolimoli

In der Geburtsurkunde stand ganz groß JULI und auch wenn ich den Namen für meinen Puppenenkel sehr schön gefunden hätte, entschied Sonea sich kurzerhand dafür, dass es nicht dabei bleiben wird.

„Nein, sie heißt Heike!“ teilte Sonea uns allen fest entschlossen mit und die Tante freute sich sehr, dass das neue Puppenkind nach ihr benannt wird.

Puppe mit Down-Syndrom von Tolimoli

„Es ist, weil sie die gleichen Haare haben, Mama“ erklärte mir Sonea später.

In den nächsten Tagen musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, dass ich nicht nur eine Schwester habe, die Heike heißt, sondern eben auch ein Puppenenkel.

Sonea ist wirklich eine rührende Puppenmama und lässt sich das auch gerne bestätigen „Mama, ich bin eine gute Puppenmama, oder?“. Und ich wünschte, dass andere Mamas auch so sehr an sich und die Fähigkeiten als gute Mama glauben würden.

Puppe mit Down-Syndrom von Tolimoli

Juli aka Heike wird seitdem bestens versorgt, war bereits eine Nacht im Krankenhaus und ist auch sonst ein fester Bestandteil in unserem Familienalltag geworden. Und so oft bin ich amüsiert über teilweise überraschte Reaktionen von Leuten, denen Sonea stolz ihr Puppenkind zeigt. Es ist ein bisschen so wie vor elf Jahren, wenn Fremde ihren Kopf in unseren Kinderwagen steckten.

„Hallo Doktor? Ja! Mein Puppenkind ist krank!… Ich weiß, dass Weihnachten ist, aber sie muss trotzdem zu Ihnen kommen! Es is dringend… Ja?… Ja! Okay, dann bis gleich!…“. Eins von Soneas imaginären Telefonaten an den Weihnachtstagen, das mich sehr zum Schmunzeln gebracht hat.

Puppe mit Down-Syndrom von Tolimoli

Juli, ist eine Puppe mit Down-Syndrom, deren Freunde Janosch, Theo und Lotte ebenfalls im Tolimoli Shop erhältlich sind. Als Victoria von Tolimoli mir im Sommer ihre Pläne eröffnete, dass sie plant Down-Syndrom Puppen auf den Markt zu bringen, habe ich Freudensprünge gemacht.

Puppe mit Down-Syndrom von Tolimoli

Es geht nicht darum alle Kinder mit Down-Syndrom mit diesen Puppen auszustatten, sondern vielmehr die Diversität und der Inklusionsgedanke sind hierbei entscheidend. Wäre es nicht fantastisch, wenn eine Juli und ein Theo völlig selbstverständlicher Teil einer Puppenecke im Kindergarten wären und dort zusammen mit allen Annabells und Krümelinchens umsorgt und bekuschelt werden.

Puppe mit Down-Syndrom von Tolimoli

Wenn Janosch und Lotte in Therapiepraxen eingesetzt werden und fester Bestandteil in sämtlichen Kinderzimmern werden könnten?

Ich hatte als Kind eine Puppe, die hieß Sammy. Eigentlich war es die Puppe meiner Schwester, aber ich war von uns beiden die Vollblut-Puppenmama und umsorgte Sammy besonders gerne. Sie war so wunderschön und trug meistens ein hübsches Kleid mit dunkelbraunem Cordrockteil, das perfekt zu ihrer dunklen Haut und ihren wunderschönen schwarzen Locken passte.

Und möglicherweise hat Sammy dazu beigetragen, dass ich nie Berührungsängste hatte, wenn ich auf Menschen mit wesentlich dunklerer Hautfarbe traf, obwohl ich persönlich niemanden kannte und auch nie verstehen konnte, dass eine Hautfarbe dazu führen kann, dass man ausgeschlossen wird. Sowas macht mich auch heute noch echt fassungslos.

Sonea hat einige Puppen, aber ihre Heike liebt sie ganz besonders. Ich denke einfach, dass sie sich mit ihr am besten identifizieren kann. Und ich bin mir sicher, dass diese süßen Puppen von Tolimoli zu mehr Vielfalt und mehr Selbstverständlichkeit beitragen können.

Puppe mit Down-Syndrom von Tolimoli

Die Kleidung der Puppen wurde übrigens aus Biostoffen genäht, die Tolimoli selbst designed hat. Ihr bekommt die Stoffe auch über den Tolimoli-Shop und könnt Euren Kindern einen Partnerlook zu den Puppen nähen.

Mehr über die vier süßen Puppen und die Stoffkollektion drum herum, erfahrt Ihr im Shop von Tolimoli.

Und ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn bald schon die eine oder andere Puppe in manchen Kinderzimmern von Kindern ohne Extrachromosom Platz findet. Aber auch in Kindergärten, Spielkreisen, Therapie- und Arztpraxen.

Ein Teil des Erlöses der Puppen wird übrigens an den Verein Gemeinsam Leben in Olpe gespendet.

Puppe mit Down-Syndrom von Tolimoli

Am 21. März ist Welt-Down-Syndrom-Tag. Vielleicht ist dies die perfekte Gelegenheit ein Zeichen für mehr Vielfalt im Kinderzimmer zu setzen.

4 Kommentare

  1. N. Richter sagt

    Eine tolle Puppe – sag mal… wie erklärt man kleinen Kindern das Down Syndrom? Hast du vielleicht mal darüber geschrieben? Finde das noch schwierig kindgerecht zu erklären…

  2. Christina sagt

    Was für eine schöne Idee!
    Ich denke, dass tatsächlich dadurch viele Berührungsängste abgebaut werden.
    Ein bisschen schade finde ich, dass die Puppen so einen merkwürdigen Haarschnitt haben.
    Sieht irgendwie angefressen aus 😉
    Vielleicht als kleinen Verbesserungsvorschlag.
    Viele Grüße Cristina

  3. Anja sagt

    Das ist wirklich eine sehr schöne Idee, welche hoffentlich Schule macht.

    Und Sonea als treusorgende Puppenmutti zu sehen, ist einfach herzerweichend.

Kommentare sind geschlossen.