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Nintendo Switch und Medienerziehung per Knopfdruck

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Nintendo entstandenDie Inhalte, Meinungen und Bilder in diesem Beitrag sind unsere eigenen.

Nintendo Switch und Medienerziehung per Knopfdruck

Medienerziehung ist natürlich auch bei uns immer wieder ein Thema. Und zwar kein leichtes.

Oft denke ich, meine Mama hat das früher besser hinbekommen! Da gab es tagsüber nicht einfach mal Fernsehen gucken. Und ich hatte auch ein gutes Gefühl dafür, dass es mir nicht gut tat, wenn ich mal doch die Chance hatte irgendwo stundenlang „in die Glotze zu schauen“. Kabelfernsehen gab es erst irgendwann Anfang-Mitte der 90er und auch dann erst zog bei uns ein Gameboy ein, den meine Geschwister und ich uns zu dritt teilten.

Das funktionierte, einfach so. Zumindest habe ich es als funktionierendes Modell in Erinnerung. Und irgendwie habe ich auch gar nicht in Erinnerung, dass unsere Mama uns das Teil wegnehmen musste, damit wir aufhören zu spielen.

Der gute alte Game Boy

Während mein Bruder Super Mario schon in den 90ern liebte, waren meine Lieblingsspiele Tetris und Zelda. Aber auch das ist nicht wirklich der Rede wert, denn ich war noch nie so der Fan von Videospielen und Herr Sonnenschein hat weder eine Playstation noch eine Wii mit in die Ehe gebracht.

Bis jetzt sind wir also ganz gut drum herum gekommen. Und so lange mein Rechner aus oder zumindest Passwortgesichert ist, laufe ich auch nicht Gefahr, dass meine Technikaffine Tochter irgendwelche Youtube Spielzeugkanäle anschaut oder auf Amazon irgendwelche Bestellungen tätigt, die ich anschließend in mühevoller Kleinstarbeit wieder stornieren muss, weil ich vergessen habe mich auszuloggen.

Darüber hinaus kommt sie aber scheinbar ganz nach mir. Denn als vor einigen Wochen die Nintendo Switch hier eingezogen ist, galt ihr anfängliches Interesse ausschließlich den kleinen Bruder zu ärgern. Denn nicht alle Spiele lassen sich zu zweit spielen.

Ich war gar nicht mehr auf dem Laufenden was der Markt inzwischen an Geräten hergibt. Von der Nintendo Switch hörte ich das erste Mal, nachdem wir in unserem Goodiebag auf der Blogfamilia ein Nintendo Labo Bastelset hatten. Seitdem war es wie mit den Online-Shops, die einen auf den Sozialen Kanälen verfolgen, wenn man sie einmal besucht hat. Überall war diese Nintendo Switch und Nintendo Labo Werbung.

Nintendo Switch und Medienerziehung per Knopfdruck

Heute ist Nintendo Switch

Und zugegeben fand ich diese Kombination aus Bastelei und Videospiel doch mal wirklich toll. Und ihr könnt Euch vielleicht vorstellen was im Hause Sonnenschein los war, als wir das Angebot bekamen die Nintendo Switch auf die Altersbeschränkung zu testen.

Herr Sonnenschein so „Yay!!“ und ich… „Nay!!“. Es dauerte ein paar Tage bis wir uns einig waren, bzw. bis Herr Sonnenschein mich dann davon überzeugt hatte, das Angebot doch anzunehmen.

Bis zu jenem Tag ist es uns gelungen unsere Kinder von Videospielen und Unterhaltungsmedien dieser Art abzugrenzen. Jedoch kommen sie immer mehr in Berührung damit und auch, wenn man lange darüber diskutieren kann, ob denn Videospiele Teil einer Kindheit sein sollten, möchte ich auch nicht, dass meine Kinder am Ende die einzigen sind, die nicht die Möglichkeit hatten, einen „gesunden Umgang“ damit zu lernen.

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Die richtige Dosierung

Wir haben in den Sommerferien die Nintendo Switch intensiv getestet. Also in erster Linie haben Vincent und Herr Sonnenschein getestet. Und zwar was diese Altersbeschränkungen App (die ich als äußerst praktisch und hilfreich empfinde) für fatale Auswirkungen haben kann, zum Beispiel.

Also falls Ihr meinen Sohn hier wütend um den Häuserblock rennen seht, auf Socken (!!), dann ist vielleicht gerade in einem ungünstigen Moment seine Spielzeit abgelaufen und die Switch für die nächsten Stunden gesperrt.

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Die Nintendo Switch Altersbeschränkungen APP

Die Nintendo Switch Altersbeschränkung ist mit der dazugehörigen App das erste Jugendschutzprogramm für geschlossene Systeme, das dem deutschen Recht entspricht und außerdem den Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags erfüllt. Dafür wurde die App sogar von der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) mit dem Jugendschutz Siegel ausgezeichnet.

In der Theorie ist es für mich auf jeden Fall ein sehr beruhigendes Gefühl nicht nur zu wissen, dass meine Kinder altersgemäße Spiele spielen und in der Super Mario Welt alles im grünen Bereich ist. Ich habe zudem die Möglichkeit die Spieldauer variabel zu steuern und habe einen Einblick und eine Kontrolle auf die Spiele, die sie spielen.

Nun haben wir eine sehr stringente Regelung unter der Woche und während der Schulzeit getroffen. Da ist die Switch weg und die Kinder können sich jegliche analoge Beschäftigung suchen. Natürlich werde auch ich ermahnt, wenn ich nach meinem Feierabend (meist dienstlich) mit meinem Smartphone beschäftigt bin. „Mama, hör auf zu googeln und spiel mit mir Memory!“. Das ist dann meine ganz persönliche App, die mir sagt, dass ich Feierabend habe.

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Am Wochenende geht es in die Super Mario Welt

Am Wochenende ist dann auch mal Switch-Zeit und die Kinder haben die Möglichkeit in die Super Mario Welt zu reisen. Die Spieldauer lässt sich variabel einstellen. Bei uns ist nach einer halben Stunde die Reise allerdings zu Ende. Denn hier ist es immer noch unser Sechsjähriger, der die größte Begeisterung für die Switch zeigt.

Sonea schnappt sich äußerst selten die Nintendo Switch. Und wenn, dann sieht man es daran, dass die Spieler plötzlich andere Namen haben und alle Avatare Prinzessinnen sind.

Ab und an möchte Sonea dann doch mitspielen. Oder aber Herr Sonnenschein. Auch das ist dank der beiden Joy-Cons möglich. Sie lassen sich von der Konsole lösen und man hat die Möglichkeit zu zweit über die Konsole oder den Fernseher zu spielen. Das beugt auf jeden Fall Streitereien vor und zudem macht das Spielen zu mehreren ohnehin immer noch am meisten Spaß.

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Seitdem gibt es im Hause Sonnenschein immer wieder Dialoge, wie „Ich hab Dir eben ein neues Fahrzeug freigespielt…“ oder irgendwelche Fachsimpeleien über irgendwelche Hasen und Gegner… und, ach da bin dann noch ich, die einfach nur da steht und mit den Augen rollt.

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Gut durchdacht – der Rest ist Erziehung

Die Nintendo Switch-Altersbeschränkung ist sehr gut durchdacht und bietet viele Möglichkeiten das Spielverhalten und die Spieldauer der Kinder altersgerecht direkt über das Smartphone zu steuern. Alles weitere ist Erziehungssache und da gibt es hier noch einiges zu tun.

Weitere Infos und Meinungen rund um die Altersbeschränkungen-App für die Nintendo Switch findet Ihr bei

Frau Mutter und Fräulein Ordnung, die sich ebenfalls mit der App befasst haben.

Nintendo Switch und Medienerziehung per Knopfdruck

Wie steht Ihr zu Spielkonsolen und Videospielen? Seid Ihr noch völlig frei davon oder habt Ihr klare Regeln aufgestellt? Wäre die Altersbeschränkungs App ein Kaufargument für Euch? 

 

 

4 Kommentare

  1. Barbara Winstel sagt

    Wir haben vor einem halben Jahr (erst!!! sagen die Kinder…) dem stetigen Drängen unserer beiden Knaben nachgegeben und ihnen (gemeinsam) eine Nintendo Switch geschenkt. Der Große ist immerhin schon 14, der Kleine 9. Fazit nach 6 Monaten? Wir bereuen den Kauf bitter, NIE wieder würden wir eine Switch kaufen, sorry to say. Nein, wir sind keine Waldorf-Eltern, die ihre Kinder grundsätzlich von allen Gadgets fernhalten wollen und sicher keine Dogmatiker in punkto Videospiele. ABER: wir sind nach wie vor und seit der Switch mehr denn je der Auffassung, dass die Fixierung auf Konsolenspiele a) den Stresslevel beim einzelnen Kind beispiellos erhöht, b) in der Folge zu wesentlich mehr Wutausbrüchen beim Verlieren oder eben, wenn die Zeit zu Ende ist führt als bspw. ein Gesellschaftsspiel und c) die Streitereien der beiden Jungs um ein Vielfaches verschlimmert (Streit darum, wer wann wo als erstes und überhaupt an die Switch darf, noch viel schlimmer: wenn sie zu zweit spielen…!). In Summe: ohne Switch lebt es sich besser. Wir haben gerade einen 3-wöchigen, vollkommen Switchlosen und Internetlosen Urlaub an der Nordsee hinter uns und unser Familienleben hat zu 100% davon profitiert. Es reicht schon, dass unser Großer ständig ermahnt werden muss, hier zu Hause sein Handy sinnvoll zu nutzen (ohne klare Regelung geht da gar nichts). Einem 6-jährigen würde ich das Ding nie im Leben in die Hand drücken – angefixt ist ausgetrickst. Und weil die Switch ja auch noch tragbar ist, haben wir jetzt auch auf Reisen die ständigen Diskussionen. Nun sollen natürlich die neuen Spiele her. Denn bei Mario Odyssee und dem Tennisgedöns bleibt es ja nicht. Switch macht das clever: pünktlich zu Schulbeginn und ein paar Monate vor Weihnachten werden neue Begehrlichkeiten geweckt. Ohne uns. Wir haben jetzt schon klar gemacht, dass auf dem Gabentisch keine neuen Spiele liegen werden. Da die Switch nun mal da ist, gilt auch bei uns: unter der Woche gar nicht, am Wochenende insgesamt 3 Stunden. Das Argument der armen Kinder, die ja leider SO ausgeschlossen von allem sind, zieht bei uns nicht. Alles Masche. Wir kennen X-Eltern, die KEINE Switch zu Hause haben. Und wenn schon: unser Großer war auch einer der letzten in seiner Klasse, der ein Handy hatte. Seiner Beliebtheit hat das keinen Abbruch getan. Er war in der Zeit sogar Klassensprecher. Sorry für die harsche Rückmeldung, Katharina, aber in diesem Fall und sehr ausnahmsweise kann ich Eure Erfahrung nicht teilen….
    Lg, evi

  2. Andrea sagt

    Bei uns gibt es bisher nix derartiges. Die Kinder sind dritte sowie erste Klasse und Kindergarten. Wir haben kein Tablet, wir haben keine Spiele auf den Handys (zumindest noch nie danach gesucht geschweige denn gespielt) und wir haben keine Konsole, die an den Fernseher angeschlossen werden könnte. Die Kinder haben zwei ausrangierte Laptops. Da sind Kartenspiele und sowas drauf (die Standard-Dinger), die interessieren bisher aber nicht. Sie schreiben im Word und setzen gerne Bilder rein. 🙂 Fürs Internet habe ich auf Whitelist umgestellt (ich bestimme gezielt die Seiten, auf die sie zugreifen können), da sie die Google-Sprachfunktion gefunden und ausgiebig getestet hatten… Internetzugang auch für die, die noch nicht wirklich schreiben können? Nöööö. Unser großes Kind machte von klein auf Theater, wenn wir „Medien“ abstellen wollten. Spiele, Hörspiele und Bücher sind gestattet. Da darf man auch gerne drin „versinken“. Filme und DVDs sind sehr rationiert. Unter der Woche gibt es das eigentlich gar nicht, am WE Sportschau mit dem Papa. Ausnahmen sind Ferien und Krankheit. Da sind dann die Tiersendungen (Zoo im Fernsehen) oder ausgewählte DVDs erlaubt. Videospiele … vermissen sie nicht, haben sie noch nie nach gefragt und ich freue mich, dass wir inzwischen Carcasonne, Alhambra, Siedler von Catan und ähnlich tolle Spiele spielen können. Analog. Das kostet MICH Zeit. Aber ich mag die Kinder im Alltag nicht vor einer Mattscheibe „parken“, damit ich meine Ruhe habe. Die sollen sich selbst was ausdenken und dürfen sich auch mal langweilen. Daraus ist bisher noch immer was entstanden. Man muss es nur aushalten können.

  3. Jessica sagt

    Wow das ist ja klasse mit der App 😍 hätte uns hier viele Diskussionen und Meckereien erspart, die man bestimmt bis zu euch hört 🤣. Wir haben zum Leidwesen von Josh auch eine sehr strenge Regelung, in der Woche gar nicht und am Wochenende darf er eine Stunde pro Tag spielen.

  4. Oh Katha – Ich sehe den Löwen gerade bildlich vor mir auf Socken bei euch über die Straße wüten 😂😂😂

    Du solltest mal Mario mitspielen, das haben die Kids und ich nach Weihnachten gespielt und ich habe es damals schon auf dem Gameboy geliebt 😉

    Knutscha, Nina

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