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Und was, wenn es nicht klappt?

Vor einigen Wochen hat Herr Sonnenschein unser großes Mädchen an einer GL-Schule (GL für gemeinsames Lernen) angemeldet. Wir versuchen es also auf dem inklusiven Weg, auch wenn wir wissen, dass es auf diesem Weg ganz schön steinig wird und einige Hürden zu nehmen sind. Es ist sicherlich nicht der bequemste Weg. Wir gehen ihn trotzdem… mit der Option im Hinterkopf, dass es neben dem steinigen, schwierigen Weg, einen mit Moos bewachsenen Weg gibt, den wir immer noch gehen können, wenn wir auf dem anderen Weg scheitern. Es steht und fällt eben alles damit, ob wir jemanden finden, der den Sonnenschein auf diesem holperigen Weg begleitet. Nicht nur jemand, der sie begleitet, sondern jemand, der sie an die Hand nimmt, der ihr zeigt, wie sie all die Hürden am besten überquert und der mit ihr all die Blumen drum herum pflückt. Es ist gerade sehr bildlich, aber Ihr versteht was ich meine.

Auch, wenn wir unsere Entscheidung für den steinigen Weg getroffen haben, war ich heute auf dem grünen, weichen Moosweg unterwegs. Dieser Weg war nie eine Option für uns, obwohl er direkt um die Ecke ist. Irgendwie fanden wir ihn zu bequem für unser lauffaules Kind. Aber man kann sich das ja trotzdem mal anschauen… schließlich ist sie ja lauffaul.
Und was ist, wenn der Steinweg nachher doch nicht der geeignete Weg ist und sich der Moosweg als das Richtige erweist? Was ist, wenn das alles nicht so funktioniert wie wir uns das wünschen? Okay… das wird es sicherlich ohnehin nicht… aber wo läuft schon immer alles glatt?
Nein, was ist, wenn der Sonnenschein sich doch nicht so wohl fühlt, wie wir bei der Schulanmeldung den Eindruck hatten? Was ist, wenn sie als schwaches Glied in der Kette untergeht? Wenn die Förderung und die Anforderung nicht gegeben sind? Ist der Moosweg dann eine Alternative?

Der Moosweg, auf dem alle ein bisschen mehr Hilfe und Unterstützung brauchen. Auf dem vieles bequemer, leichter und langsamer ist. Auf dem jeder einzelne jemanden hat, der ihn an die Hand nimmt?

Ich weiß auf jeden Fall nach meinem Vormittag auf dem Moosweg, dass wenn wir irgendwann mal doch auf diesem Weg landen sollten, der Sonnenschein sehr liebe Menschen um sich herum haben wird, die sie trotz meiner ganzen Vorbehalte, die ich zunächst hatte, sehr individuell nach ihren Bedürfnissen und Stärken auf diesem Weg begleiten werden.

Also… am Ende wird alles gut.

Peace everybody…

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29 Kommentare

  1. Elisabeth Höfer sagt

    Ich kann deine Freude sehr gut nachempfinden. So wird es eine hervorragende Lösung sein. Ich wünsche dem Sonnenschein einen super Start ins Schulleben.
    Herzliche Grüße Elisabeth

  2. Pingback: Monatelange Anspannung… |

  3. Mit einigem Geschick kann man sich aus den Steinen,
    die einem in den Weg gelegt werden,
    eine Treppe bauen.

    Ich finde eure Entscheidung klasse! Jetzt noch ein nette Schulbegleitung, die Sonea dabei ein wenig unterstützt und dann kann es losgehen mit dem gemeinsamen Lernen.

    liebe Grüße
    Alex

  4. Das hört sich doch mal nach einem guten Plan an. Egal ob Variante A oder B, der Sonnenschein wird seinen Weg machen. Ich bin gespannt, wie er weiter geht. Und natürlich drück ich euch die Daumen, dass ihr eine tolle, zu euch passende, Begleitung für den holprigen Weg findet.
    LG Jasmin

  5. Hallo,
    oh wie ist es schön deinen Bericht hier zu lesen, es versetzt uns gerade in die Situation, welche wir vor 3 Jahren auch hatten.
    Es ist haargenau alles so wie bei uns damals mit unserem Sohn, auch der Steinige- und der Moosweg und auch das lauffaule Argument.
    Ich kann euch nur unterstützen. Wir sind den steinigen Weg gegangen und manchmal war er nicht nur steinig, sondern voller Felsbrocken. Aber es hat sich gelohnt, er ist sozial komplett integriert und was den Unterrichtsstoff angeht, ach was solls, er soll einfach eiine schöne Grundschulzeit haben.
    Und bei uns war es so, er ist mit seinen 2 großen Schwestern 2 und 3 Jahre älter die ersten Jahre in dieselbe Schule gegangen und nun sind die 2 in der Weiterführenden Schule, er in der 3ten Klasse und nun ist die kleine Schwester wieder mit ihm auf der Schule, sie geht nun in die erste Klasse.
    Somit konnte er seine gesamte Grundschulzeit mit seinen Geschwistern in derselben Schule verbringen und durfte immer mit ihnen Bus fahren, das war für uns ein sehr wichtiger Punkt, dass er sein soziales Umfeld und seine Kindergartenfreunde um sich rum hat.
    Ich drück euch auf jeden Fall die Daumen, dass ihr immer den richtigen Weg findet und wenn es mal mit der Inklusion nicht mehr passen sollte, scheut euch nicht den Moosweg zu nehmen, auch das ist dann eine gute Entscheidung, ihr schafft das.
    Viele herzliche Grüße
    Daniela

  6. ich schneie ZUFÄLLIG hier rein
    Eure Tochter ist eine Wucht, Ihr seid Mutig,
    Inclusion ist nur eine Masche für wenig Geld und viel Scheisse finde ich
    aber dafür seid Ihr ja nicht verantwortlich
    und IHR werdet es merken, was geht und was nicht
    und Eure Tochter auch
    und dann werdet Ihr andere Schritte finden,
    der Weg ist das ZIEL,
    mein Respekt!!!!!!!!!!!!!Einen schönen ersten Advent für Euch!!!!!!!!!!!!!!!

  7. Danke, einfach nur danke, das auch du so eine mama bist die so kreuz und quer denkt und ich somit das gefühl hab das ich so falsch garnicht sein kann
    danke

  8. Ich wünsche euch das eure Entscheidung die richtige war! Ihr kämpft so sehr für die Normalität – und ich finde es toll! Drück euch und besonders dem Sonnenschein die Daumen! Und solltet ihr doch mal abbiegen auf den Moosweg bin ich mir sicher das es irgendwo eine Kreuzung dafür gibt und ihr auch damit glücklich bleibt!
    LG Anny

  9. Ihr Lieben,
    aus der Ferne bin ich immer dabei, auch wenn die Kommentare und auch der Kontakt ein bisschen ruhig sind.
    Beruhigend zu wissen, da ist der Moosweg, der Plan B, vermutlich gäbe es auch noch weitere Wege und Pläne C, D oder E.
    Aber die Herausforderung, die läßt unsere Kinder wachsen. Das Zutrauen, das wir in sie haben, den Mut, es sie versuchen zu lassen, ob der steinerne Weg so steinern ist oder nicht doch flankiert von moosigen Bereichen durch Menschen, die andere Menschen mögen. Die Herzenswärme und Kompetenz vereinen, um allen Kindern eine Chance zu geben.
    Das Wissen um Alternativen läßt einen entspannten Angang zu und ich wünsche Euch von Herzen das Allerbeste.
    Dass die Sonne Euch scheinen möge, sozusagen.
    Nina

  10. Ich wünsche euch das sie den steinigen weg schaft. Wir sind in der schule wo ihr denn heute wart schon 6 jahre wo anders hatte es unsere leonie nicht geschafft. Alles gute für euch. Gruß susanne mit leonie

  11. Hallo Katharina,

    ich verfolge Eure Gedanken zum Thema Schule für den Sonnenschein schon länger!
    Als Lehrerin einer "Moosschule" habe ich mich gerade sehr über deine Zeilen gefreut – denn es ist keine leichte Entscheidung – und Ihr habt Euch sehr gut informiert, so viele verschiedene Schulen besucht!

    Dein Bild von den beiden Wegen gefällt mir – und noch besser gefällt mir, dass Ihr offen bleibt und eben mutig genug seid, auch zu reflektieren, ob der gewählte Weg evt. doch nicht Soneas Weg ist.

    Ich wünsche ihr und Euch, dass der Weg – beides mit sich bringt – Steine und Moos! Und dass es ein Weg ist, den sie zufrieden und glücklich meistern kann!

    Es ist egal in welcher Schule Sonea lernt, die Hauptsache ist, dass es Menschen gibt, die sie begleiten und wie sie es tun. Jede Schule mag Steine mit sich bringen – jede Schule sollte auch moosbewachsen sein!

    Das Kind sollte immer im Mittelpunkt stehen – und ich sehe (im Alltag auch häufig mit dem Gemeinsamen Lernen konfrontiert), dass es noch viele Stolpersteine gibt – aber auch viele Chancen. Ich wünsche mir, dass die Idee der Inklusion in Zukunft ihr Potential besser zum Wohle aller Schüler ausschöpfen kann!

    Und – nochmal Hut ab, vor Eurer Offenheit in alle Richtungen!

    Wünsche Euch das Beste!
    Herzliche Grüße – Vanessa

  12. Das wird sich zeigen, es hört sich stimmig an … Wege sind dazu da gegangen zu werden, und wann man einen Umweg nimmt darf man selbst bestimmen. Gut so!
    Ich wäre 1000Mal glücklich und froh gewesen, wenn Robert damals seine ersten Schritte im Schülerleben auf dem steinigen Weg hätte machen dürfen.
    Euer Sonnenschein hat Euch an der Hand, da fällt man nicht so schnell hin!
    liebe Grüsse
    Elisabeth

  13. Sie ist so eine Süße! Zugegeben, ich halte von Inklusion nichts. Und zwar nicht wegen der Kinder, sondern wegen des Systems (ich sehe das immer aus der Sicht meines Mannes), das leider den Weg geht, alle Kinder gleich machen zu wollen. Nicht, dass Du mich falsch verstehst: sie sind alle gleichWERTIG, jedes Kind ist gleich BESONDERS. Aber kein Kind lernt und begreift wie das andere, bringt genau die gleichen Voraussetzungen mit und Kinder sind nicht gleichFÖRMIG. Und dann gibt es eben die Kinder, die nochmal besondere Zuwendung brauchen (wie Sonea, aber da gibt es ja noch viele andere Beispiele, die nichts mit einem zusätzlichen Chromosom zu tun haben). Ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass Ihr jemanden Liebes, Aufmerksames und wirklich Fittes an Soneas Seite bekommt. Jemand, der es aus Überzeugung und aus Liebe zum Kind macht. Und ansonsten ist das Wichtigste, dass Ihr den Weg zusammen geht – egal, welchen. Aber das macht Ihr ja eh!

    Ganz, ganz liebe Grüße,
    Caro

  14. Liebe Katharina,

    egal welcher Weg es wird,ich bin ziemlich sicher,daß der Sonnenschein Euch zeigen wird wo es ihr gut geht und sie glücklich ist.Der Anfang ist manchmal für uns Eltern gewöhnungsbedürftiger als für die Kinder.Habt einfach positives Vertrauen!
    Liebe Grüße
    Simone

  15. Das hört sich doch gut an und wenn es nicht klappt dann könnt Ihr immer noch den Moosige wählen.

    LG Julia

  16. Hihi, wenn man vorher wüsste, welches der richtige Weg ist, wär das alles einfacher 😉 Weiß man aber leider nicht. Nur das schne ist doch, der Weg wird zum Ziel und mal ehrlich, so steinig muss der Weg ja nun auch nicht sein. Und wenn, hüpft ihr eben doch rüber. Immer gut eine alternative Route zu planen. Ich könnte zig Argumente für jeden Weg anbringen, aber ich kenne Sonnea nicht selbst. Denn ich denke, dass es die Kinder selbst sind, die entscheiden können ob und wie viele Steine sie ertragen. Ach und übrigens, auch auf dem Moosweg lauern kleine Stolperfallen und dort ist nicht immer alles weich und leicht. Geht ja auch nicht, ohne Anstrengung kommt man nirgendwo hin und bleibt auf der Stelle stehen, ob auf Moos oder Steinen, das ist überall das gleiche. Und ich denke, Menschen, die ihr bestes geben werdet ihr auf jedem Weg treffen. Nur ist es manchmal auf Moos etwas einfacher, als auf Steinen!
    VLG Julia, die zum Teil auf dem Moos- und zum Teil auf dem Steinweg arbeitet 😉

  17. Ich glaube, dass eure Entscheiung auf jeden Fall richtig sein wird, es wird sich herausstellen, wie gut ihr es da gefällt, wenn keine Eltern mehr dabei sind.
    Eine kurze Info, eine Freundin von mir hat ihr Enkelkind, weil die Mama arbeiten geht, er (knapp 3 J.) ist halbtags im Kindergarten, seit einigen Monaten möchte er mittags nicht mehr schlafen und terrorisiert die Oma bis auf die Knochen, jetzt hat sie probiert, ihn 1 Monat lang mal ganztags dort zu lassen und was ist der Erfolg, mittags geht er ohne zu murren mit in den Schlafraum, legt sich hin und schläft und die Oma ist viel entspannter.
    Bleibt nur die Frage, ob sich die 300,- € die das zusätzlich kostet, auf Dauer aufgebracht werden können.
    Deshalb denke ich auch bei Sonea, dass sie bestimmt ganz anders reagiert, als man denkt.
    Ich drück euch auf jeden Fall ganz fest die Daumen.
    Liebe Grüße
    Nähoma

  18. Wir waren gestern im Kino "Ne my Baby" ein Knallerfilm übrigens und später kam Carina noch auf die Bühne – ich schreibe öfter mit Ihr und ich würde mir wünschen 50% der DS-Deutschlandgruppe wären fähig solches Deutsch zu PC zu bringen – sie ist mein kleines, bekanntes Ziel das ich Jolina und uns gesetzt habe, eine tolle Frau mit DS und nicht trotz DS und wenn mein Ziel zu hoch gegriffen ist so muss ich mir wenigsten nie Vorwürfe machen ich hätte mein Kind unterschätzt oder unterfordert und dadurch in seinen Möglichkeiten beschnitten – daher finde ich Euren Weg genau richtig und mit doppeltem Boden fällt man weich
    Ich bin gespannt wie der Sonnenschein die Schule meistert, aber ich bin mir sicher gut
    LG
    Martina

  19. Ich wünsch euch alles liebe das der steinige weg klappt, bei uns ist es nun gescheitert naja noch nicht ganz aber es wird drauf raus laufen und wir schauen nun nach "unserem" Moosweg. Das wichtigste ist unseren kindern geht es gut, ich verabschiede mich aktuell auch von dem steinigen es ist alles nicht so einfach sich davon zu verabschieden, der wunsch inklustiv unter nomalen kinder aufzugeben, es ist alles nicht so einfach und im grunde genommen doch so klar, das was dem kind gut tut.

    • GL steht für gemeinsames Lernen und ist quasi eine andere Umschreibung für Inklusion. Denn hier werden die Schüler individuell nach ihren Bedürfnissen unterrichtet.

      Liebe Grüße

    • Bei uns ins Südtirol haben wir auch das Glück, dass es dieses gemeinsame Lernen praktisch in jeder Volksschule gibt.
      Ich bin sicher, Ihr findet den richtigen Weg für den Sonnenschein!
      ♥lich, Carmen

  20. Tolle Bilder von deinem fröhlichen Sonnenschein. Das ist schön anzuschaun.

    Auf vielen Wegen weiß man nicht ob er der richtige ist und ob man da hinkommt wo man ursprünglich hinwollte. Aber wenn man ihn dann trotzdem geht kann man stolz darauf sein und sich auf das Abenteuer einlassen.

    Vielleicht stehen zwischendurch ein paar Wegweiser. Ich drück euch die Daumen.

    Liebe Grüße
    Anja von der Kellerbande

  21. Liebe Katharina,

    ich les schon lange Deinen Blog. Aber meist schreiben schon andere vor mir, was mir durch den Kopf geht ;o) Und dann lass ich es, einen Kommentar zu hinterlassen.
    Aber heute! Heute schreib ich Dir!

    Ich kann Deine Bedenken verstehen. Mir ginge es genauso. Und vermutlich haben wir beide das gleiche "Problem": wir denken zu viel.
    Euer Bauch hat zum steinigen Weg "JA!!!" gesagt. Ihr habt alles dafür in die Wege geleitet und geht sehenden Auges auf diesen neuen Lebensabschnitt vom Sonnenschein zu.
    Es wird gute und schlechte Tage geben. Aber die gäbe es mit Sicherheit auch auf dem Moosweg.

    Was mich das Leben und mein Lieblingskind gelehrt hat: das Kind muss sich wohlfühlen. Wenn das so ist, müssen wir Eltern eben auch mal unsere Befindlichkeiten in den Hintergrund rücken. Nur, weil Erzieher, Lehrer, Verwandte, Freunde, … mit unseren Kindern anders umgehen als wir selbst es tun, muss das nicht gleich schlecht für unsere liebsten Schätze sein.
    Weißt Du, was ich meine?

    Es ist gut, dass Du auch den Moosweg in Erwägung ziehst. Aber auch hier gibt es manchmal Stolpersteine unter der weichen Decke.

    Deswegen: lass die Schulzeit auf Euch zukommen. Schaut ganz in Ruhe, ob der Sonnenschein dort seinen Platz findet. Wie sie mit dem Schulsystem klar kommt. Auch, wenn wir meinen, unsere Kinder zu kennen – in neuen Situationen werden sie uns immer wieder überraschen.

    Viele liebe Grüße

    Katharina

  22. Das klingt doch nach nem Plan 😉 Und du hast wieder so wunderschöne Worte gefunden!

    LG
    Karo

  23. Was geniale Fotos!! Super Outfit – super Sonnenschein 🙂
    Hilft bestimmt nicht wirklich aber manchmal machen wir Muttis uns im Vorfeld zu viele Gedanken, versuchen auf alles Mögliche und Unmögliche vorbereitet zu sein – und dann laufen die "Kleinen" wie selbstverständlich los und wir fragen uns, warum wir denn so Magengrummeln hatten.
    Geht natürlich auch andersrum, haha, wäre ja langweilig sonst.
    Alles Gute, ich drücke die Daumen! LG, Sylvia

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