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Mal eine Minute nur für mich – das wäre jetzt schön!

Ich habe wahrscheinlich gerade einige Leidensgenossinnen unter Euch, die die Kita- und oder Schulferienzeit der Kinder überbrücken müssen, ohne Ausblick auf das weite Meer oder sonst einem schönen Fleckchen Erde, den man nicht längst schon auswendig kennt, ohne launisches Wetter und noch launischere, streitsüchtige Kinder. Kinder, die sich langweilen und die man nicht einen Moment aus den Augen lassen kann, ohne dass sie wieder irgendeine Katastrophe hervor beschwören.

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Eigentlich war das anders geplant. Der Sonnenschein war für eine Ferienfreizeit angemeldet. Das erste Jahr, dass sie mitgehen darf. Ich ein bisschen nervös und der Sonnenschein nach nur zwei Tagen „Nein, ich falle heute aus… das muss ohne mich stattfinden!“… okay. Ein paar Mal haben wir es trotzdem versucht. Viel Geschrei beim Abschied, aber dann hatte sie doch Spaß. Und am nächsten Tag wollte sie einfach wieder ausfallen. Nun ja… auf der einen Seite dachte ich – zwingen möchte ich sie nicht und auf der anderen Seite kommt sie in ein paar Wochen in die Schule mit vielen neuen Situationen und Menschen… die kann sie auch nicht einfach mal ausfallen lassen.

Andererseits ist sie gerade auch ziemlich durch den Wind. Die Kitazeit ist vorbei, die Schule beginnt und das dazwischen kann sie nicht so richtig einordnen. Wann geht endlich die Schule los? Das fragt sie mich jeden Morgen.

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Die Tage, an denen der Sonnenschein sich zur Ferienfreizeit hat überreden lassen, hatte ich hier ein völlig ausgeglichenes Löwenkind. Er hat die Ruhe genossen (wir beide haben das… diese ständige Streiterei ist schon wirklich nervenzerrend). Heute regnet es endlich mal nicht mehr und ich kann es wagen etwas mit den Kindern zu unternehmen.

So sehr ich mich auf meinen Urlaub gefreut habe – wirklich Urlaub ist das nicht, wenn man ständig nur Streitschlichter und Katastrophen-Vermeider ist. Da entschädigt auch nicht die eine Stunde Schlaf mehr am Tag. Ich vermisse meine kleine Auszeit auf dem Arbeitsweg. Die Radiominute, wenn ich vom Auto mit zwei wild durcheinander schreienden Kindern auf der Rückbank in die volle Bahn umsteige und froh bin noch einen Sitzplatz zu ergattern. Fast 1 1/2 Stunden Bus- und Bahnfahrt, meine Nur ich-Zeit. Zeit, um endlich die unbeantworteten E-Mail zu beantworten, Zeit um andere Blog-Beiträge zu lesen, Zeit um einfach mal nichts zu tun. Nicht gehetzt durch die Gegend rennen, angestachelt von einem fordernden „Mama! Mama! Mama!“, keine Streitereien und keine Quengelei. Plötzlich erscheint mir die lange Fahrt zu meiner Arbeit wie eine Wohltat. Wie sich alles relativiert, wenn es mal härter kommt als sonst.

Aber ich will mich auch nicht beschweren. Natürlich ist es anstrengend diese beiden Streithähne zu bändigen, zu beschäftigen und bei Laune zu halten. Aber ich genieße es auch sie so viel um mich herum zu haben (nur komme ich zu nix und der Erholungsfaktor ist gleich Null) und sie geben mir auch viel Anlass zum Schmunzeln. Sie total verliebt und stolz einfach zu beobachten und zu staunen wie großartig sie doch sind, eigentlich ist das doch gar nicht mal so übel.

Mein kleiner Lichtblick im Alltagswahnsinn ist der me&i Kick-Off, zu dem ich Anfang August eingeladen bin und bei dem die neue Kollektion relauncht wird. Ich bin schon unglaublich gespannt!

Eigentlich nehme ich mir viel zu wenige Auszeiten vom Alltag und viel zu wenig Zeit für mich. Okay das Nähen ist ein kleines bisschen Auszeit und wenn ich die volle Dröhnung PMS habe oder sonst irgendwie unausstehlich bin, hilft es auch schon mal, wenn ich mich für eine kleine Weile in mein Nähkämmerchen zurückziehe. Oder der Nähtreff einmal die Woche, das ist auch jedes Mal ein bisschen Erholung.

Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich so nach einer Auszeit oder kleinen Freiräumen sehne. Noch mehr, wenn ich sie mir dann auch mal gönne. Dann beschleicht mich sofort ein mieses Gefühl und ich höre eine vorwurfsvolle Stimme irgendwo in meinem Kopf. Mein Gewissen tadelt mich.

Ende Juni habe ich mir zum Beispiel einen Nachmittag ganz alleine für mich und ohne Kinder gegönnt. Und das, obwohl ich sogar zu dem Zeitpunkt ohne Mann war. Wofür haben wir denn schließlich so eine großartige Babysitterin?

Beim Britax-Römer Café war ich und hatte endlich mal Zeit mich ausführlich mit meinen lieben Blogger-Kolleginnen zu unterhalten – sogar Sonnenscheinbaby war dort, Minimenschlein und Mit Kinderaugen, Mama notes, Miss Bonn(e) Bonn(e)Blumenpost, familiert, Chaoshoch2, Since We Met, Nullpunktzwo, Beauty Mami und noch viele andere. Ich habe mich sehr gefreut!

Neben Produktneuheiten wie den wunderschönen Britax Go Next

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und ein paar wirklich tollen Kindersitzneuheiten (ich wusste gar nicht, dass es da noch so viel Luft nach oben gibt), gab es auch noch ein leckeres Buffet und viel Zeit zum Plaudern.

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DSC_0423(die Bildrechte liegen bei Britax-Römer)

Das war ein wirklich schöner Nachmittag, an den ich immer wieder gerne zurück denke, wenn meine beiden Kinder wild durcheinander brüllend durch die Wohnung rennen und ich mal wieder tief in die Trickkiste greifen muss, um sie abzulenken und vom Streiten abzuhalten.

Wenn Ihr wissen wollt was es genau mit der Radiominute auf sich hat und was die persönliche Radiominute meiner Blogkolleginnen ist, schaut doch mal bei Geborgen Wachsen und Nullpunktzwo vorbei.

5 Kommentare

  1. Pingback: Zeit für mich – Ja wann eigentlich? Meine “Radiominute” | Geborgen Wachsen

  2. Inge Knodel sagt

    Liebe Katherina!
    Habe bitte kein schlechtes Gewissen wenn Du dir eine Auszeit nimmst. wenn es dir gut geht, dann geht es auch deiner Familie gut. Ich habe vor 33 Jahren 3 Kinder im Alter von 12,13 und 15 geschenkt bekommen plus einem 40 jährigem Vater.Carsten war damals fast 7 . Ohne Auszeiten hätten wir heute nich eine so harmonisches Verhältnis. einen Sprung von 2 auf 6 Personen ist ganz schön anstrengend. Auch ich habe immer gearbeitet. ohne schlechtes Gewissen habe ich mir meine Freiräume geschaffen. keinem hat es geschadet allen hat es gut getan. Ich wollte nie eine Übermutter sein und alles perfekt machen. Für meine Kinder war ich wahrscheinlich anstrengend genug. ich habe einen furchtbaren Dickkopf und versuche immer meinen Willen durch zu setzen . ich habe ganz tolle Kinder (heute 48 fast 49 , 46 und Carsten wird im September 40 unsere Katja starb mit 23 Jahren) mit beiden Beinen auf der Erde stehen und sich durchsetzen wenn es nötig ist. alles kann ich also nicht falsch gemacht haben. Liebe Grüße. Inge

  3. Ute sagt

    Liebe Katharina,

    ich bin da ganz bei Dir. Hier ist es gerade ähnlich.
    Halt durch!!!

    GLG Ute

  4. Jede Mutter braucht eine Auszeit. Und muss sich dafür nicht rechtfertigen. Aber innerlich bereite ich mich auch auf drei Wochen Kitafrei und Lernen vor. Also kann ich dich gut verstehen. Es ist nicht so einfach!

    Aber wenn eine Mutter dann nicht glücklich ist, weil sie sich nur noch aufgibt, dann ist das vielleicht auch keine quality time mehr zwischen Mutter und Kind.

    Also nicht auf die Stimme hören. Ich denke es auch oft, bin auch konservativ geprägt, allerdings waren damals auch ganz andere Verhältnisse (Mutter oder Großfamilie zuhause zum Beispiel). 😉

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