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Blogwichteln 2015 – oder wer ist eigentlich diese Lucie Marshall

Vor einiger Zeit haben sich einige Mami- und Familienblogger zusammengetan und beschlossen sich gegenseitig vorzustellen. Ein Blogwichteln. Ich mittendrin.
Gegenseitige Vernetzung ist für uns Blogger sehr wichtig und ich finde diese Blogwichtelaktion gerade unglaublich spannend, denn dabei stolpere ich auch über den einen oder anderen Blog, der bislang von mir ungelesen blieb.

Unser Blog wird von Jessica von feiersun vorgestellt und ich stelle im Gegenzug einen meiner absoluten Bloglieblinge vor – Lucie Marshall.

Bild von luciemarshall.com

Lucie Marshall – how my boobs became food… über diese Zeilen stolperte ich seinerzeit bei dieser Brigitte MOM Aktion… beim STILLEN… und fühlte mich sofort aufgefordert mir dieses Blog mal etwas genauer anzuschauen. Gerade mal eine handvoll Blogposts, so frisch war das Blog da noch und der Schreibstil, ganz nach meinem Geschmack.
Humorvoll, frech, selbstironisch, macht Spaß zu lesen und man verlässt das Blog stets mit einem Grinsen im Gesicht. Diese Lucie ist mir sympathisch. Und noch beeindruckender – sie ist eine der Mütter, die Kariere und Familie unter einem Hut bringen. Erfolgreich.

Es dauerte eine ganze Weile bis ich dann begriff, dass ich dieses Gesicht doch schon längst kannte… aber einordnen konnte ich es nicht so wirklich. Irgendwann machte es auch bei mir klick und – ja klaaar… aus dem Fernseher!
Denn Lucie Marshall heißt eigentlich Tanya Neufeldt und ist Schauspielerin.

In ihrem Blog schreibt sie über ihr Familienleben mit ihrem Mann Marc und ihrem Sohn Sam, der inzwischen auch fünf Jahre alt ist.
Ich liebe ganz besonders diese Geschichten rund um Sam. Er ist ein sehr lustiges und kluges Kerlchen, außerdem großer Batman Fan und wächst zweisprachig auf, weshalb im Hause Marshall sehr häufig Denglish gesprochen wird… mit britischem Akzent, denn im letzten Jahr lebten die Marshalls sieben Monate in London.
In witziger Weise schreibt Lucie über den Spagat zwischen Familie und Job und vielen Anekdoten rund um ihren Familienalltag.

Ich habe lange überlegt, ob ich einen Lieblingspost von Lucie Marshall habe, den ich Euch hier noch einmal explizit vorstellen kann. Aber ich finde das ganze Blog so unglaublich lesenswert, dass ich Euch einfach nur empfehlen kann bei Lucie vorbei zu schauen (sofern ihr das Blog nicht schon längst kennt).

Letztes Jahr ist zudem noch das erste Buch von Lucie Marshall „Auf High Heels in den Kreißsaal“ erschienen.

Bild von luciemarshall.com

In dem Buch geht es um ihre Schwangerschaft und den zwei Jahren nach der Geburt von Sam… also quasi die Vorgeschichte zum Blog. Ich habe das Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen und freue mich schon unglaublich auf meinen nächsten Urlaub, denn ich werde das Buch wahrscheinlich in einem Atemzug durch lesen und dafür ist leider im Moment so gar keine Zeit. Ich freue mich aber schon sehr aufs Lesen!

Da ich aber in letzter Zeit etwas häufiger beim Arzt war, habe ich es zumindest geschafft einige Artikel von Lucies Kolumne in der Zeitschrift freundin zu lesen, die sie außerdem noch schreibt und jedes Mal saß ich da mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Ich habe Tanya ein paar Fragen gestellt, die sie hier für mich beantwortet hat.
Ach ich liebe diese Frau und den Blog und überhaupt… macht Euch einfach selbst ein Bild!

1. Erzähl uns ein bisschen über Dich
Mmmh, wo fange ich an? Ich lebe mit meinem 5-Jährigen Sohn und meinem Mann in Berlin. Immer wieder ertappe ich mich dabei, mein Glück zu kaum fassen zu können. Ich habe eine gesunde Familie, bin nach 13 Jahren immer noch glücklich verheiratet und ich kann meinen Traumberuf ausüben. Unser Leben ist eine Mischung aus Chaos und generalstabsmässiger Planung und ich liebe es genauso. 
2. Wie bist Du zum Bloggen gekommen? Was hat Dich dazu bewegt, einen eigenen Blog zu schreiben?
Ich habe angefangen, ein Buch zu schreiben, das auch bei vielen Verlagen auf den Tischen lag. Das Feedback war aber immer: „Ja, gut, aber… du musst mehr polarisieren. Wo stehst DU denn? Findest du Kinder doof oder toll?“ 
Ich wollte aber keine Position einnehmen, sondern ich wollte den Spagat zeigen, im dem ich als Mutter stehe. Einerseits liebe ich mein Kind abgöttisch, andererseits raubt es mir den letzten Nerv. Um mich unabhängig zu machen, habe ich angefangen den Blog zu schreiben. Ich wollte sehen, ob ich mit meiner Meinung alleine stehe. Zum Glück gibt es noch mehr Mütter, die meine Ansicht teilen.
3. Du schreibst Deinen Blog als Lucie Marshall. Unterscheiden Lucie und Tanya nur der Name oder seid ihr völlig unterschiedliche Charaktere?
Nein, wir haben eine sehr große Schnittmenge und die Grenzen verschwimmen. Aber als Schauspielerin fühlte es sich für mich „richtiger“ an, eine Figur zu kreieren, die eben einen Ticken von mir entfernt ist. Das ist für mich wie mein kleiner persönlicher Erhalt der Privatsphäre. Und ich mag das Spiel mit der Figur. 
4. Was sagen Deine Schauspielkollegen dazu, dass Du bloggst? Finden sie es toll oder ist es nicht wirklich Gesprächsthema?
Da kommt zu meiner große Freude nur positives Feedback. 
5. Was hilft Dir nach einem anstrengenden Tag mit nicht enden wollenden Trotz- und Wutanfällen vom Kind wieder runterzukommen?
Mein Geheimrezept ist eine heiße Badewanne mit Meersalz. Eine Yogalehrerin sagte mir mal, dass das Meersalz die Aura reinige. Keine Ahnung, ob das stimmt, aber danach fühle ich mich wie neugeboren. 
6. Wer oder was inspiriert Dich?
Alles und Nichts. Manchmal ist es nur ein Wort, das ich aufschnappe, manchmal Texte von anderen Autoren, Filme oder das besondere Design einer Kaffeetasse. Ich liebe es, Zeit mit Kindern zu verbringen, weil die am inspirierendsten sind. Ihre Sichtweisen, die naive und ungefilterte Betrachtung rütteln mich wach und verhindern es, zu eingefahren zu denken. 
7. Drei Worte, die Dich am besten beschreiben
Kontrollfreak, Glückskind, trinkfest.
8.  Was ist Dein Lieblingsmoment des Tages?
Morgens mit meinem Sohn und meinem Mann aufzuwachen und Kaffee im Bett zu trinken. 
9. Dein erstes Buch „Auf Highheels in den Kreißsaal“ beschreibt auf sehr humorvolle Art und Weise die ersten zwei Lebensjahre mit Deinem Sohn und vielen geplatzten Illusionen rund ums Mutter werden und ums Mutter sein. Knüpft Dein zweites Buch an das erste an oder wird es um ein ganz neues Thema gehen?
Ja, das 2.Buch ist eine Fortsetzung. Es geht um die Lebensjahre 3 – 5 meines Sohnes und ein Großteil handelt von unserer Zeit in London. Mich haben in London vor allem die unterschiedlichen Erziehungsansätze der unterschiedlichen Nationen fasziniert, denen ich dort begegnet bin. Aber es geht natürlich auch um die Entwicklung, die ich als Mutter durchmache.
10. Hast Du einen persönlichen Bezug zum Down-Syndrom oder kennst Du jemanden, der das Down-Syndrom hat?
Leider nein. Ich bin allerdings sehr fasziniert von dem Magazin Ohrenkuss, das ja von Menschen mit DS gemacht wird. Es ist einfach unglaublich inspirierend und der pure Ton der Texte berührt mich immer wieder sehr. Und der Humor ist einfach unschlagbar. 
11. Was würdest Du jemanden auf den Weg geben, der plant selbst einen Blog zu schreiben?
Man sollte ganz viel Spaß haben. Auf gar keinen zu viel nach außen schielen, sondern bei sich bleiben, darüber schreiben, was einen wirklich beschäftigt und berührt. Authentizität setzt sich durch. Und ganz wichtig: Nicht denken, dass 40.000 Follower mehr wert sind als 200. Klein und fein kann wesentlich interessanter sein, als Masse.

Na? Seid Ihr neugierig geworden? Zum Blog von Lucie Marshall geht es hier entlang. Aber Ihr findet sie auch auf Facebook, Twitter, You Tube, Instagram und Pinterest.

2 Kommentare

  1. waaaaah was machst du da, ich hab da jetzt ewig festgehangen, eigentlich hätte ich die zeit wo der frosch geschlafen hat nutzen sollen zum haare waschen und waschmachine ausräumen tja frosch is nu wach

  2. Oh ja, mega neugierig und ich würde jetzt gleich gerne lesen, aber ich wollte doch heute noch so viel machen bevor die Rüben hier in 4 Stunden schon wieder einfallen.
    Danke für diesen tollen Blogtipp, ist genau mein Humorzentrum, bzw, ist ja kein Humor, so ist es ja wirklich, nur keiner, oder halt die wenigsten geben es zu.
    LG
    Martina

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