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Meine Definition von Schönheit

Bilder von mir mag ich nicht besonders gerne. Das fängt schon beim Fotos machen an – ich weiß nie wie ich mich hinstellen soll, bin unsicher und kann auch nicht so richtig aus mir heraus. Ich bekomme mich jedes Mal in die Wolle mit Herrn Sonnenschein, weil ich statt Topmodel-Posen nur Faxen mache und irgendwann über seine Regieanweisungen auch die Lust an der Sache verliere.

„Schluss jetzt! 3 – 4 Bilder werden ja wohl dabei sein!“ und dann stapfe ich (wohl bemerkt wie eine Watschelente und nicht wie ein Topmodel) davon. So endet es meistens. Immer.

Wenn ich Bilder von mir sehe, stören mich am meisten meine schiefen Zähne (trotz jahrzehntelanger, abgeschlossener Kieferorthopädiebehandlung mit fester Zahnspange oben und unten… Höllenqualen!). Selten mag ich meine Haare… zu viel Natur, ständig die falsche Farbe (ich finde einfach nicht die richtige für mich und ohne wäre ich bereits ziemlich grau) und absolut talentfrei in tolle Frisuren machen. Meine abstehenden Ohren, die haben mich schon als Kind gestört. Und trotzdem akzeptiere ich mich selbst heute mehr als je zuvor. Ich mag mich so wie ich bin. Meistens. Unperfekt.

Zu dieser Selbstakzeptanz hat vor allem der Sonnenschein beigetragen. Sie hat dafür gesorgt, dass ich meine Definition von Schönheit grundliegend überdacht habe.

Der Sonnenschein ist für mich einer der schönsten Menschen, die ich kenne, obwohl sie den Schönheitsidealen unserer Gesellschaft niemals entsprechen wird. Ich liebe Ihre Augen und ihr Lächeln.

Für mich ist ein Mensch aber auch nicht schön, nur weil er hübsch aussieht. Heute ist das so.

Schönheitsideale. Früher wollte ich auch gerne so sein, schön und vor allem schlank. Nur wer schön ist, ist liebenswert, erfolgreich und glücklich. Dachte ich und so gaukelt es einem unsere Gesellschaft und die Medien doch vor. Formate wie „Germanys Next Topmodel“ oder „Deutschland sucht den Superstar“ schaue ich mir gar nicht erst an. Nicht nur, weil ich mich sonst automatisch total fremdschämen würde, sondern vor allem weil ich es ganz schrecklich, nein sogar grob fahrlässig finde, was für Botschaften da übermittelt werden.

Früher wollte ich auch lieber jemand sein, der ich nie sein werde. Heute bin ich lieber ich.

In der Pubertät war ich eher pummelig, mit meiner festen Zahnspange oben und unten, das Gesicht voller Pickeln und die Haare auf meinem Kopf feierten damals schon ihre eigene, wilde Party. Dass ich nicht zu den Mädels gehörte, die den Jungs die Köpfe verdrehte, muss ich sicherlich nicht extra erwähnen.

Irgendwann beschloss ich dann wie alle anderen zu sein – schlank und schön. Das endete im Krankenhaus. Ich war 17 Jahre alt und wog nur noch 39 Kilo. Noch nicht einmal eine Scheibe Salatgurke wollte ich essen und ich wurde völlig hysterisch als man es von mir verlangte. Ich hatte einfach aufgehört zu essen. Von Tag zu Tag ein bisschen mehr. Das war eine ziemlich schlimme Zeit für mich, aber vor allem auch für meine Familie.

Magersucht / Anorexie.

Ich erinnere mich noch an diese innerliche Kälte und die Emotionslosigkeit, die totale Kontrolle und doch das Gefühl und die Angst die Kontrolle zu verlieren.

Und obwohl ich nicht essen wollte, gab es für mich kein anderes Thema mehr außer Essen. Ich wälzte Kochbücher, schaute Kochsendungen und nach der Schule stand ich in der Küche und kochte oder backte die tollsten Sachen… für meine Familie, für meine Freunde. Nicht für mich.

Meinen absoluten Tiefpunkt hatte ich mit 32 Kilo. Die Ärzte führten mit meinen Eltern ein Gespräch, in dem sie keine Hoffnung mehr gaben. Sie hatten mich bereits aufgegeben.

Doch als der Tag kam, an dem ich wusste, dass ich sterben würde, wenn ich nicht augenblicklich wieder anfangen würde zu essen, schnappte ich mir unter dem verblüfften Blick meines Opas, der damals zu Besuch war, ein Baguettebrötchen und eine Scheibe Käse und begann zu essen.
Drei Monate später hatte ich über zwanzig Kilo zugenommen. Zahlreiche Fressattacken lagen hinter mir. Es geriet außer Kontrolle, meine größte Angst – Kontrollverlust. Doch zum Glück konnte ich mich auch auch zu keiner Zeit dazu überwinden mich zu übergeben. Das hätte alles noch viel schlimmer und gefährlicher gemacht.

Die Zeit nach der offensichtlichen Magersucht war für mich noch viel schlimmer als die, in der ich sichtbar krank war. Für Außenstehende war ich wieder gesund und „normal“, denn ich aß ja wieder, sah wieder gesund aus. Aber eigentlich ging es mir überhaupt nicht gut, weder psychisch noch physisch.

Heute kann ich über diese Zeit locker reden. Ich würde sagen – ich hab es geschafft. Wenn ich mir über eine Sache keine Gedanken mache, dann ist es das Essen und schon gar nicht darüber was ich esse. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich Schokolade zu meinen Hauptnahrungsmitteln zähle.

Heute akzeptiere ich mich weitestgehend so wie ich bin. Es gibt sogar Tage, an denen hätte ich gerne ein paar Pfund mehr auf den Hüften.

Ich finde heute kurvige Frauen viel hübscher als solche mit knabenhafter, androgyner Figur. Schönheit definiert sich für mich überwiegend durch den Charakter, einem schönen und ehrlichen Lächeln und viel Humor.

Leider herrscht nach wie vor in den Medien und vor allem in unserer Gesellschaft ein Schlankheitswahn (auch wenn es zum Glück viele Gegenbewegungen gibt) und wenn man nicht schlank ist, zaubert man eben ein bisschen mit Photoshop herum, damit man diesem Bild entspricht. Viel wichtiger als die Kleidergröße ist aber doch sich selbst so zu akzeptieren wie man ist. Dort sollte man ansetzen, bevor man es mit einem Diätprogramm versucht. Dann purzeln überflüssige Pfunde ganz von alleine. Davon bin ich fest überzeugt.

Um meine Figur mache ich mir heute verhältnismäßig wenige Gedanken. Natürlich gibt es Phasen, in denen ich mich nicht ganz so mag, so wie ich bin, aber zu meinem eigenen (gesunden) Selbstbild hat vor allem der Sonnenschein beigetragen. Durch sie (und auch durch ihren Bruder) hat sich mein Selbst- und auch Weltbild noch einmal völlig verändert und vieles grade gerückt.

Ich glaube, das war mein größtes Outing in meiner eigenen Bloggeschichte.

Aber ich kann es gar nicht laut genug sagen – Seid Ihr selbst. Akzeptiert Euch selbst. Und vor allem – liebt Euch selbst!

Der Stoff heißt übrigens Lightflower Minibutterflies, designed von Verena Münstermann und ab sofort bei Lillestoff erhältlich.

Vernäht habe ich den Stoff nach dem Schnitt Moneta von Colette Patterns.

Die Fotos sind gestern Abend an unserem allerersten komplett Kinderfreien Abend seit Jahren entstanden. Heute Morgen wurden wir vom Postboten aus dem Bett geklingelt.

45 Kommentare

  1. Pingback: RUMS mit Re(tro)vival oder aber alte Verbündete

  2. Danke für Deine Geschichte! Du bist toll, so wie Du bist! Ich bewundere Dich für Deine Geduld, die Du für das Leben mit dem Sonnenschein aufbringst. Viele junge Menschen machen so ein Phase in ihrem Leben durch, auch ich hatte in dem Alter solche Tendenzen. Zum Glück bin ich nie so weit gegangen wie Du.

    Kinder helfen einem den Blick auf das Wesentliche nicht zu verlieren.

    lg

    Rosi

  3. Ich finde Dich wunderbar so! Danke, dass Du Deine Geschichte geteilt hast. Das ist bestimmt nicht einfach… Und macht vielleicht dem einen oder anderem Mut!
    Liebe Grüße
    Johy

  4. Bin gerade über deinen Blog gestolpert.
    Wir gehen heute meist nur nach dem Äußeren.Charakter zählt nicht mehr so viel.
    Wir werden von den Medien nur geblendet, alles nur Fassade! Wenn man dann mal hinter den einzelnen Menschen schaut, tun sich teilweise riesige Abgründe auf…
    Man muss lernen mit sich zufrieden zu sein, denn nur dann kann man glücklich werde!
    Es ist nicht einfach, jeden Tag ein Kampf, aber lohnt sich.
    Ich wünsche dir jedenfalls alles gute und du bist auf dem richtigen Weg!

    LG ARDT
    PS. Schau mal auf meinem Blog vorbei:den Post Eine Tüte…
    Vielleicht auch eine Idee das Leben mal anders zubetrachten.

  5. Liebe Katharina,
    danke für diesen Post. So ehrlich, soviel Gefühl!
    Du bist wunderschön !
    Ganz liebe Grüße
    Sylvia

  6. DU bist schön und das schon unseren Kindern zu vermitteln ist sehr wichtig, ich selbst bin von Natur aus nie "schlank" und ja ehrlich es stört mich oft. Nur in der Schwangerschaft da fühle ich mich so rund richtig wohl und da kann ich sagen jedes Kilo liebe ich. Wenn ich dann deine Geschichte höre erinnert es mich wieder, dass wir doch von innen schön sind da ist jeder Makel viel Wert

  7. Ist es nicht wundervoll, dass wir alle nicht gleich aussehen? Das jeder von uns etwas ganz besonders an sich hat. Nicht jeder gleich dünn/dick ist,… was ist denn perfekt?
    Respekt vor dem, was du geschafft hast. Und vor dem Mut, das auch zu schreiben! Ich habe im LKH wo Niklas damals eine Sonde gesetzt bekommen hat, viele junge Mädels gesehen mit Magersucht. Was mich viel mehr getroffen hat als die hageren Silhouetten waren die traurigen, emotionslosen Gesichter der jungen Leute. Es muss nicht nur für die betroffenen sondern auch für deren Eltern ein Wahnsinn sein, das durchzumachen!
    im Übrigen: du bist eine absolut fesche Schnecke 🙂
    liebe Grüsse,
    Tanja

  8. <3 <3 <3
    Meine Liebe. Du bist ein wundervoller Mensch. Ich hab dich lieb so wie du bist. Ich sehe weder deine schiefen Zähne noch deine abstehenden Ohren und deine Haare sowieso nicht. Du bist schön so wie du bist. Die kommt nämlich von innen. Kannst du dich noch erinnern. Wir hatten das schon mal durchgequatscht….nur anders rum :* Drück dich gaaaanz fest, die Tine

  9. Liebe Katharina,

    irgenwie ging etwas mit meinem Kommentar schief.Also versuche ich es nochmal.

    Bin eigentlich nur ein stiller Leser deines Blogs,möchte aber jetzt doch mal einen Kommentar schreiben.
    Dein Beitrag hat mich sehr berührt und beim lesen kamen mir die Tränen.
    Danke für deine offenene Worte.Dazu gehört sehr viel Mut.
    Es macht mir Hoffnung das auch unsere große Tochter ( knapp 14 Jahre ) diese Krankheit überwinden kann.
    Auch wenn es jetzt nach über einem Jahr Anorexie,eher "bergab" geht,macht es mir Mut,das doch alles wieder gut werden könnte.
    Es kostet uns Eltern sehr viel Kraft,aber wir werden als Familie den Weg weitergehen und beten und auf einen guten Ausgang hoffen.
    Du bist ein wunderbarer Mensch! Alles Liebe und Gottes Segen für Dich und Deine Familie!
    Herzliche Grüße
    Anja

  10. Danke liebe Katharina!
    Das war ein sehr mutiger und sehr persönlicher Post!
    viel kann ich grade nicht dazu schreiben…aber es arbeitet grade sehr in mir..nicht nur wegern ähnlicher Erfahrungen als Jugendliche(nicht Zoo dolle allerdings,immer noch die Kurve bekommen)..aber weil es mich eigentlich mein Leben lang weiter begleitet hat…

    und dass du,dich manchmal nicht ansehen magst…das kann wahrscheinlich keine,die bei dir liest verstehen…ich finde dich so hübsch und so "echt" wirkend mit einer tollen Ausstrahlung…das kann nicht nur an photoshop liegen;-)
    Liebe Grüße!!Tanja

  11. Wow. Schon lange lese ich hier mit, aber diese Worte heute haben mich echt sprachlos gemacht.
    Vielen vielen Dank für deinen offenen Bericht!
    Ich finde du bist eine wunderhübsche Frau mit einem wunderbaren Charme!
    Ganz liebe Grüße sende ich dir
    Ingrid

  12. Schon seit langem lese ich hier still bei dir mit. Ich finde es faszinierend, wie du vom Sonnenschein und deinem Leben berichtest. Danke für soviel Offenheit. Du bist eine tolle Frau.
    Ganz liebe grüße Carmen

  13. Wow, es gehört sehr viel Mut dazu über solche Sachen zu sprechen und noch mehr darüber zu reden. Ich selbst habe mich auch nie wohl in meinem Körper gefühlt, selbst als ich sehr dünn war, mochte ich auch Fotos nicht und ich kann von Glück sagen, dass es bei mir nicht bis auf so wenigen Kilos runter ging. Ich hatte das Problem, dass ich das Essen nicht in mir behalten hab und sogar jetzt ist es noch recht schwierig darüber zu schreiben. Auch heute werde ich noch an die Zeit erinnert, da mein Körper noch immer Spätfolgen davon trägt. Gott sei dank. Umso mehr bewundere ich dich und deine Schönheit, die nicht nur in den Bildern, sondern auch in deinem Text hindurch strahlt. Bei mir war es mein Partner, durch den ich mich wieder lieben gelernt habe. Denn selbst als ich enorm zunahm, fand er mich immer noch schön und stand hinter mir. Ich fühle mich nun besser und akzeptiere mich wieder und dein Text hilft mir noch mehr weiter an mich zu glauben. Danke für deine Ehrlichkeit und deinen Mut. Ich werde diesen Text glaube ich nun immer lesen, wenn es wieder schwieriger wird, an mich zu glauben. Vielen Dank.

  14. liebe Katharina,
    gott wo fang ich an
    also erstmal du bist wunderschön, schönheit liegt immer im auge des betrachters nicht in den medine
    ich persönlich finde deine strahlenden augen dein ansteckendes lachen absolut fantastisch
    ich mag es das du direkt bist dein herz auf der zuge trägst
    schade finde ich das du deine tolen haare immer so streng zusammen trägst
    deine ohren, och wat soll ich sagen meine stehen auch ab, aber hey zum fliegen sind sie zu klein, also können sie zu groß garnicht sein 😉
    deine zähne stören glaub ich wirklich nur dich
    unsere makel machen uns zu etwas besonderen, nicht die symetrie macht einen schön sondern gerade die kleinen unterschiede und wenn ich an dich denke sehe ich strahlende augen und ein ansteckendes lachen

    und was dein outing angeht, nun weiß ich wieso ich dich auf anhieb mochte, jeder trägt so seine bürde, man erkennt sich wenn man aus dem tiefen loch wieder heraus ist
    ich bin froh das du dich für das leben entschieden hast, froh das ich dich kennen gelernt habe

  15. Liebe Katharina,
    ich war genau so ein Pummelchen, und ich würde behaupten, meine Ohren stehen noch weiter ab als deine. Und mit meinen Haaren (bin) war ich auch nie zufrieden…Aber wenn ich deine lachenden Augen sehen, weiß ich was am meisten zählt! Nur Menschen ohne Humor und Liebe sind wirklich hässlich
    Ich drück dich
    Wolke

  16. Danke für so offene Worte!

    Ich für meinen Teil finde dich wunderschön. Hier im Blog schon, doch die wenigen Male, dich ich die sehen durfte noch mehr. Du strahlst nach außen, dass man direkt mitstrahlen möchte.

    Dein Outing lässt mich – wegen meiner eigenen ähnlichen Vergangenheit – fast ein wenig den Mund offen stehen. Aber ich denke aus dieser Erfahrung heraus bist du nur stärker geworden!

    Ich drück dich feste!
    Linda

  17. Ich oute mich mal als sonst stille Blogleserin ;-).
    Ich bin eher zufällig über deinen Blog gestolpert, aber seitdem lese ich fasziniert über dein Leben und deine Lieben.
    Mir ging es wie vielen anderen, ich finde, du hast eine Wahnsinnsausstrahlung. Und gerade weil du vielleicht nicht im klassischen Sinne eine Schönheit bist, sind es doch gerade die "Unregelmäßigkeiten" und persönlichen Eigenarten, die uns unverwechselbar und damit schön machen. Du hast einen Wiedererkennungswert und ich finde, dass gerade viele Models, die ja bewusst nach irgendwelchen Schönheitsidealen ausgewählt werden, alle irgendwie gleich aussehen.

    Man sieht dir an, dass du mit deinem Leben zufrieden bist (Ungereimtheiten gibt es ja immer, sonst wäre es ja langweilig) und du diese schlimme Episode verarbeitet hast.

    Alles Gute weiterhin für dich und deine Familie
    Anett

  18. Wow Katharina… hab grad keine Worte. deine ehrlichkeit berührt mich, ganz tief drin! Danke dir für diesen Schritt, für deinen Mut. Ganz herzliche Grüße,
    Amelie

  19. Liebe Katharina, danke für deine Offenheit! Mehr kann & mag ich dazu nicht schreiben.
    Herzlichst
    Astrid

  20. Liebe Katharina, vielen Dank für diesen tollen Text und für deinen Mut, deine Geschichte zu teilen!

    LG
    Karo

  21. Katharina, seitdem ich deinen Blog verfolge, inzwischen einige Jahre, und noch mehr seitdem unsere Söhne auf die Welt gekommen sind, denke ich mir bei deinen Fotos immer: Boah, die ist SO hübsch, mit SO einem tollen Lächeln und SO einer tollen Figur. NIE hab ich irgendwelche schiefen Zähne bemerkt oder abstehende Ohren. Aber bewundert hab ich dich IMMER.
    Dieser Post ist… wow.
    Liebe Grüße
    Mo

  22. So, im dritten Anlauf klappt es hoffentlich mit meinem Kommentar…

    Ich habe heute Morgen deinen Text gelesen und erstmal geheult. Ein so berührender Blogeintrag.
    Du bist ein wirklich toller Mensch und genau deswegen eben wunderschön.
    Danke für diesen ehrlichen Text.

    (Und am Rande bemerkt, das Foto vor der Rolltreppe ist genial. Das ist am Flughafen, oder?)

    Liebe Grüße,
    Judith

  23. Wow, was für ein toller, ehrlicher Post. Vielen Dank, dass du auch dieses Kapitel deines Lebens mit uns teilst. In unserer Familie gab es auch einen Fall von Magersucht. Die Daten 17 Jahre, unter 40 kg hätten von "diesem Fall" stammen können. Auch die Beschreibung über die permanente Auseinandersetzung mit dem Thema Essen sind so typisch für sie gewesen. Sowie die Sache mit der absoluten Kontrolle. Als Angehörige war es unerträglich dabei zu zusehen. Ich bin zu der Zeit ausgezogen und war – offen gestanden – froh nicht mehr beim "rumstochern im Teller" und "ellenlangen kauen" zu sehen zu müssen. Meine Mutter musste da durch. Jeden Tag mit der Angst vor Augen leben, dass das Herz "dieses Falles" die Hungerkur nicht mehr aushält und von der einen zu anderen Minute aufhört zu schlagen. Als der Arzt die Einweisung mit Zwangsernährung verordnete, kam es zu einen ersten Einsehen. Bis heute ist diese Zeit – knapp 12 Jahre später – für uns unvergessen.
    Für mich selbst habe ich vor allem einen Absatz als sehr inspirierend empfunden, da ich selbst mittlerweile übergewichtig bin. "Viel wichtiger als die Kleidergröße ist aber doch sich selbst so zu akzeptieren wie man ist. Dort sollte man ansetzen, bevor man es mit einem Diätprogramm versucht. Dann purzeln überflüssige Pfunde ganz von alleine. Davon bin ich fest überzeugt." Das werde ich jetzt mal ernsthaft versuchen. Vielen Dank dafür.
    Lg Corinna

  24. Wahnsinn. Am Anfang deines Textes musste ich noch schmunzeln. Was einem nicht selbst immer an sich auffällt. War mir alles noch nie an dir aufgefallen. Ich hab bisher immer nur eine wahnsinnig hübsche und offensichtlich fröhliche und sympathische frau gesehen. Schiefe zähne, abstehende ohren, flsche haare -nie wahrgenommen. Dein weiterer text hat mich dann sehr beeindruckt. Danke dass du so offen warst. Eine schönes rest wochenende….

  25. Schönheit ist relativ!
    Man muß sich selbst mögen! Schlimm ist wenn man das nicht kann.
    Es gibt soviel wichtigeres!
    Danke für den Post.
    Liebe Grüße von einer die dem Schönheitsideal so gar nicht entspricht….schiefe Zähne, zuviele Kilos und Narben im Gesicht und trotzdem geliebt! 🙂 !
    10000 liebe Grüße Tina

  26. Liebe Katharina,
    vielen Dank für Deine ehrlichen Worte!

    Ich mache manchmal draußen auf der Straße ein Experiment. Ich lächle wildfremde Personen an. Besonders gern Menschen, die gerade besonder müde und erschöpft aussehen, Menschen, die besonders grantelig den Mund verkniffen haben.
    Manche sind irritiert und schauen einfach weg. Aber manche lächeln dann zurück und in ihrem Gesicht passiert etwas ganz erstaunliches. Es wird plötzlich schön! Egal, wie viele Falten sich um die Augen drängeln. Bei manchen hält das Lächeln sogar ein Weilchen und ab und zu kommt man sogar mit diesem fremden Menschen ins Gespräch. So ein kleiner freundlicher Moment kann ein Sonnenstrahl an einem trüben Tag sein.
    Und Menschen deren Lächeln die Augen erreicht zeigen mir immer wieder, dass Schönheit nichts mit Kleidergröße oder faltenfreier Haut zu tun hat.
    Ich gebe zu, manchmal vergesse ich das, wenn ich morgens auf der Waage stehe oder mein Gesicht im Spiegel kaum wiedererkenne, aber es ist gut, sich das immer mal wieder vor Augen zu führen.
    Ich wünsche Dir und Deiner Familie einen schönen Sonntag!
    Pauli

  27. Liebe Katharina,
    Das ist ein sehr berührender Blogpost, und ich kann dir dazu nur eins sagen: DU BIST SCHÖN!!! ich mag deine Ausstrahlung und dass du auf den Bildern so authentisch rüberkommst.
    Lt Carmen

  28. Danke. Mehr kann und möchte ich dazu nicht sagen.

    Vielen Dank, dass du bist wer du bist, und dass du bei uns bist und uns teilhaben lässt.

    Meine Hochachtung hast du ja eh schon länger.

  29. Offene, ehrliche und wahre Worte. Ich liebe Dich dafür 🙂
    Auch wenn ich im Moment gerade versuche an mir rum zu schrauben. Die Pfunde nach den Schwangerschaften haben mich auch nicht wirklich gestört, das war meine Kuschelunterlage, nur was mit mir nach meinem Unfall vor 3 Jahren passiert ist, das mag ich nicht und schließlich muss man sich selbst mögen, damit hast Du so Recht

  30. Liebe Katha
    Darüber so offen und ehrlich zu schreiben, zeigt das Du es wirklich geschafft hast. Wunderbar! Es gibt nichts schlimmeres in dieser Gesellschafft, als jemandem zu vermitteln, Du bist nicht richtig, Du bist nicht perfekt. Es ist traurig. Du bist eine wunderschöne Frau ( und wenn ich das mal so sagen darf, auch Sexy) Du bist wie Du bist und das ist auch gut so. Was die Ohren betrifft, oh ja, da kann ich ein Lied von mitsingen, denn auch ich hatte Segelohren, es ging soweit, das Klassenkameraden in der Grundschulzeit, mich nicht in die Pause gelassen haben. Mit der Begründung: es sei zu windig draußen und ich würde sonst weg fliegen…. Nach einem harten Kampf, wollte ich eine OP… Mir wurden die Ohren koriegiert in zwei OP's . Danach hat es aufgehört in der Schule…. Heute würde ich diese Schmerzhafte OP nicht noch mal durchführen lassen. Danke noch mal für deine offenen und ehrlichen Worte, schön das Du so bist wie Du bist.

  31. Katharina, du bist ein ganz wunderschöner Mensch, deine Augen und dein Blick lassen mich immer freundlich in den PC schauen und ich bewundere dich und Herrn Sonnenschein, wie toll ihr das mit Sonea und dem Tiger macht, ach nee, war ja ein Löwe 😉 Du hast völlig Recht, Schönheit ist immer Definitionssache und 90-60-90 ist nicht immer schön. Ich hab auch lieber 3 Kilo zu viel auf den Rippen, als überall sichtbar die Knochen. Oft sieht man Frauen, deren Schlüsselbeine so hervorstehen. Das finde ich persönlich gar nicht schön, ein anderer vielleicht schon. Wie auch immer, ich freue mich, dass du deine Lebenskrise von damals gut überwunden hast und finde es klasse, dass du hier einen Seelenstriptease hingelegt hast. Für dich, für mich, für all die anderen.

    Schönen Sonntag!
    Katrin

  32. Liebe Katharina,

    und weisst du was, den besten Schönheitswettbewerb hast du längst gewonnen – den im Herzen Deiner Kinder. Für sie bist Du die tollste und schönste Mama die es gibt (okay, es sei denn du rückst unverständlicherweise abends nicht die Packung Schoki raus… ;-). ) Ich lese so gern bei Dir, denn hier tobt das wahre, ehrliche Leben. Es war sicherlich nicht einfach so öffentlich darüber zu schreiben – respekt!

    Lieben Gruß an Dich!
    Sonja

  33. Danke für deine ehrlichen Worte!
    Ein wirklich toller und bewegender Blogeintrag!!!!
    Du bist eine wunderschöne Frau und die "kleinen" Makel wie abstehende Ohren oder eine zu große Nase machen uns doch erst perfekt <3

    Liebste Grüße Karina

  34. tolle ehrliche und offene Worte…… es ist soooo ein großes und brisantes Thema, was leider oft genug " ein Tabu ist….. Danke für diesen Blogeintrag!

  35. Vielen Dank für diesen Blogpost! Du kannst dir garnicht vorstellen, wie genau ich deine Worte nachfühlen kann! Bei mir ist es erst 3 Jahre her, obwohl viele ja denken, erwachsene Frauen rutschen in sowas nicht rein… die sind reflektiert genug…. jetzt sieht man mir die krasse Zeit nicht mehr an, aber innerlich ist es trotzdem noch Thema. Du machst mir Mut, dass es irgendwann nicht mehr wichtig ist… PS: besonders das mit den Kochsendungen und dem Kochen… das hätte ich schreiben können ;). Liebe Grüße

  36. Es gehört sehr viel dazu, in der Öffentlichkeit über eine Krankheit wie Magersucht zu schreiben. Tausend Dank aber für genau diese ehrlichen Worte. Ich finde deine Botschaft super: liebt Euch selbst. Und genau so ist es.
    Schön, dass du über deine Krankheit hinweg gekommen bist. Das freut mich sehr!!!

  37. Danke für deine ehrlichen Worte! ich bin total geflasht, weiß gar nicht, was ich noch sagen soll. Außer: Du bist wunderschön!!!!

    Lg, Nicole

  38. Oh Katharina…

    ich bin sprachlos… Und sehr dankbar für Deine offenen, ehrlichen Worte! Ich denke, dass es Frauen allgemein in der heutigen Zeit nicht einfach haben – sie sollen sich ja nicht nur der Modediktatur mit einem gängigen Schönheitsideal unterwerfen, sondern auch noch gleichzeitig immer schön strahlend liebevolle Mutter, Ehefrau, Freundin, Tochter,… sein.

    Es ist toll zu lesen, dass Du Deinen Frieden damit gemacht hast. Ich hoffe, ich komme auch irgendwann mal an diesen Punkt.

    Ich drück Dich!
    Sabrina

    P. S. Beitrag geteilt! <3

  39. Hammer. Mir fehlen die Worte.

    Danke, für deine wahren, offenen, Worte.

    Du bist wunderschön!
    UND… Wahre Schönheit kommt von innen. Wie du SO wunderbar geschrieben hast!!!

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