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Heute geh ich früh ins Bett. Nicht.

Heute Nacht wurde ich von einem dröhnenden Schmerz im Kopf wach, als hätte mir jemand eine Pfanne über den Kopf gezogen. Einen kurzen Moment überlegte ich den Schmerz einfach zu ignorieren und weiter zu schlafen, aber es ging nicht. Der Schmerz war stärker als die Müdigkeit.

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Als ich aufstand, merkte ich, dass meine ganze Schulter schmerzte und mein Hals total steif war. Das erklärte auch den Kopfschmerz. Mir blieben noch zwei Stunden bis, dass der Wecker klingelte. Als Herr Sonnenschein an mir rüttelte, muss ich tatsächlich wieder eingeschlafen sein. Gefühlte fünf Minuten, länger kann es nicht gewesen sein. Aber die Zeit reichte aus für wirre Träume, die längst wieder im Unterbewusstsein verschwunden sind.

Ich bin unendlich froh, dass meine Kinder die Nacht durchschlafen, weitestgehend. Wenn sie nachts zu uns ins Bett gehuscht kommen, bekomme ich meistens nicht mit. Auch wenn der Löwe mal wieder mitten in der Nacht auf die Toilette muss, ist es meistens Herr Sonnenschein, der ihn begleiten muss, weil es ihm nachts zu dunkel im Badezimmer ist.

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Es gibt sie aber dennoch, die Morgende (heißt das so?), an denen ich einfach nur gerädert bin und mich fühle, als hätte ich die ganze Nacht durchgemacht und gerade mal fünf Minuten ein Nickerchen gehalten.

Früher habe ich das viel besser weggesteckt. Da bin ich Donnerstags noch auf eine 80er Party gegangen und am nächsten Tag in die Schule. Später in der Ausbildung und im Job war man da schon gewissenhafter, aber bevor ich noch keine Kinder hatte, musste ich mir um meinen Schlaf keine Gedanken machen.

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Heute ist das anders. Da freue ich mich morgens schon auf meinen Schlaf am Abend. Wenn ich nicht so eine Nachteule wäre.

An manchen Tagen quält man sich durch den Tag und freut sich am Nachmittag, wenn die Kinder nicht gerade mit einem Fangen oder Toben wollen, sondern lieber Arzt spielen und man selbst „Krankaaa“ ist und bewegungslos auf dem Boden liegen darf. Einfach mal kurz die Augen schließen. Oder Malen. So schön ruhig und friedlich. Bis sie anfangen die Tischplatte mit zu bemalen. Vielleicht macht man nebenbei noch ein wenig Haushalt, um nicht mit dem Gesicht im Farbtopf zu landen. Oder aber… man verschiebt es auf morgen. Die Krümel laufen ja nicht davon (noch nicht).

Wenn die Kinder dann endlich im Bett liegen, gewaschen, Zähne geputzt und den Schlafanzug richtig angezogen – nicht auf links und auch richtig rum, dann fühlt man sich schon ein wenig wie ein richtiger Superheld. Und wenn man dann noch seine Superkräfte mobilisiert bekommt und selbst nicht bei der Gute-Nacht-Geschichte (Conni zum 653418ten Mal) einschläft, dann ist es als würde man einen Hebel umlegen und sämtliche Energie, die den Tag über auf Sparflamme lief, wird aktiviert.

Stoffe zuschneiden und nähen, oder lieber noch ein bisschen aufräumen? Gemütlich auf der Couch die Lieblingsserie schauen oder lieber ein Buch lesen? Wäsche sortieren? Die Steuerunterlagen vorbereiten? Ach nee, doch lieber nähen! Oder lieber noch einen Blogpost vorbereiten?

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Inzwischen ist es schon wieder fast Mitternacht und um sechs klingelt der Wecker. Morgen, morgen gehe ich aber früh ins Bett! Ach nee, ist ja Elternabend!

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Den wunderschönen Agnes von enemenemeins habe ich zu einem Strandkleid von ki ba doo vernäht (allerdings ohne Beleg in der Mitte). Der Stoff erscheint am Samstag bei lillestoff und ist einer meiner absoluten Sommerlieblinge. Ich habe selten einen Stoff gesehen, der so bunt ist und trotzdem so harmonisch. Mich findet Ihr heute wieder beim After-Work-Sewing.

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13 Kommentare

  1. Annika sagt

    Das kenne ich auch … nur bin ich keine Nachteule. Ich schlafe meistens zwischen den Kindern ein (die Kleine ist schon im Bett und die Große noch nicht). Irgendwann finde ich mich dann schlafend auf dem Sofa wieder, gehe noch mal kurz mit dem Hund raus, um dann schlaftaumelnd weiter ins Bett zu wanken.

    Liebe Grüße von Annika

  2. Kerstin sagt

    Hallo Katharina!
    Auch ich kenne das. Habe gerade eine schlaflose Nacht hinter mir,weil der Kleine aus heiterem Himmel plötzlich hohes Fieber hatte samt Alpträumen und viel Weinen. Da merke ich dann auch, dass ich das -;Gott sei Dank- nicht mehr gewohnt bin. Aber auch ohne das: mit 2 Kindetn, Job, Haushalt etc ist man abends echt hinüber. Das kenne ich nur zu gut. Aber wie eine Freundin von mir immer schreibt:“ …bloß nicht den Feierabend mit schlafen verschwenden; -)“. Auch da scheinen sich Mütter oft sehr ähnlich zu sein.
    LG Kerstin

    • Kerstin sagt

      Was ich dir noch sagen wollte…habt ihr mal versucht ein kleines Licht mit Bewegungsmelder im Badezimmer zu installieren? Das hat bei uns gegen die Angst vor dem dunklen Toilettengang geholfen;-).

      • Ich befürchte, das wird bei uns nicht ausreichen. Eigentlich müsste er nur den Lichtschalter betätigen. Im Flur brennt bei uns die ganze Nacht das Licht. Ich denke, die Angst vor der Dunkelheit ist ein vorgeschobenes Argument 😉

        Liebe Grüße

  3. Saskia sagt

    Oh ja, das kommt mir bekannt vor. Wenn ich mich morgens mühevoll aus dem Bett quäle, nehme ich mir auch jedes Mal ganz ganz fest vor: heute abend gehst du mal früher ins Bett. An diesem guten Vorsatz halte ich auch den Großteil des Tages überzeugt fest. Uns dann kommt es doch anders. Dann stöbere ich durch blogs, hole doch nochmal schnell die Nähmaschine raus oder lese noch eben ein ganz paar Seiten. Und schwupps ist es schon wieder Mitternacht…Und wenn dann auch moch nachts ein Kind wach wird (kommt auch bei uns zum Glück nur noch selten vor)… Dann beginnt der nächste Morgen wieder mit der guten Idee des frühen Schlafengehens…

    Dein Kleid ist wirklich sehr schön und sommerlich. Hoffentlich kommt bald das gute Wetter zurück!

    Viele Grüße, Saskia

  4. Uhh das kommt mir so bekannt vor 🙂 Und dann wird es doch wieder später als man vor hatte. Nur noch schnell fertig nähen…. 😉

    Herzlich Zwirbeline

  5. Carina sagt

    Hi, ich bin immer wieder begeistert von der Location eurer Fotosessions! 🙂 🙂
    Das musste ich mal loswerden.
    LG Carina

  6. Liebe Katharina,
    wie mir Deine Worte bekannt vorkommen. Ich bin auch so eine richtige Nachteule und am nächsten Morgen, jaja wie oft denke ich heute gehst mal eher ins Bett und nähst nicht bis Mitternacht;-) Wunderschönes Kleid hast Du dir genäht und ich glaube ich muss diesen Samstag schon wieder bestellen;-) Diese Stoffsucht…
    Viele liebe Grüße
    Christine

  7. Hier ist es ganz genauso, jeden Abend wollen wir früher ins Bett, doch es wird selten vor Mitternacht. Ist schliesslich fast die einzige „Freizeit“ und so wertvoll.
    Wir bloggen heute beide den gleichen Schnitt 😉
    Ich find dein Kleid wunderschön, es passt toll zu dir!
    Ganz liebe Grüsslis
    Melli

  8. ani lorak sagt

    Ja. Kenne ich. Dachte , brauche weniger Schlag mit dem Alter… 42 ist demnach kein Alter. Meine Kinder haben mit Müh und Not das Wecken um 2.00 früh überlebt…. Was war ich sauer, wenn mein Mann sie nicht hörte, heute höre ich sie oft nicht. Bei uns im Bett geschlafrn nur wenn Papa dann raus musste.Wohltat das grosse Bett für die Tochter… Das Kleid lässt Dich strahlen
    Mag die Farben, bunt aber nicht zu bunt. Jetzt fehlt nur die strahlende Sonne!

  9. Ann Christin sagt

    Haha, hier ist es nicht anders! Und auch ein wenig erleichternd, dass es anderen auch so geht! Ich hoffe, Du bist wieder fit!
    Dein Kleid ist richtig hübsch geworden und steht Dir richtig klasse!
    LG Ann Christin

  10. Knodel Inge sagt

    Hallo Katharina,
    du hast eine tolle Figur eine vornehme blasse Haut und du kannst wirklich alles tragen. Für junge Frauen gefällt mir der Stoff für mich ist er zu bunt. Mir steht uni oder dezent bunt besser. Sehr schöne Fotos von Herrn Sonnenschein. Ich habe ein Tensgerät, wenn meine Schultern schmerzen und mein kurzer gedrungener Hals steif ist, klebe ich die Pads und lass den Strom ca. 15 – 20 Minuten laufen. Es hilft wirklich gut auch für andere Wehwechen.
    Liebe Grüße Inge

  11. Liebe Katharina,
    bei jedem deiner Sätze musste ich nicken… JA, so ist das hier auch … ganz genauso!
    Die „freie“ Zeit am Abend muss ja schließlich auch „sinnvoll“ genutzt werden. Und man will ja auch mal was „für sich“ machen… all diese Sachen halten mich auch so oft bis tief in die Nacht wach und am frühen Morgen sage ich mir auch ziemlich häufig: Heute geht es früh ins Bett. Das klappt aber wirklich nur in Ausnahmefällen. Meistens wird doch zugeschnitten, genäht oder der eine oder andere Blogpost noch geschrieben.
    Dein Kleid gefällt mir supergut. Die Farben leuchten wunderbar. Ich finde, du hast den idealen Schnitt ausgesucht, ein Sommer-Sonne-Strandkleid ist wirklich die perfekte Kombi.
    Sei lieb gegrüßt und schlaf gut 😉
    Jana

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