Alle Artikel in: RUMS

Confetti & Eucalyptus

Im Moment hänge ich ein wenig hinterher – mit dem Nähen, mit dem Bloggen, mit einfach allem! Letzte Woche war hier Ausnahmezustand. Ich hatte solch höllische Rückenschmerzen, wie noch nie. Das ist nicht übertrieben und ich bin generell auch nicht übermäßig schmerzempfindlich. Endlich konnte ich mich mal ein bisschen mehr in Herrn Sonnenschein versetzen, bei dem Rückenschmerzen schon Alltag sind. Absolut fassungslos war ich als man mir beim Orthopäden für in zwei Monaten einen Termin geben wollte. In zwei Monaten! Das schwere Los eines Kassenpatienten. Unfassbar! Herr Sonnenschein hat mir dann kurzerhand einen Termin beim Chiropraktiker organisiert und dort hatte ich nun gleich mehrere Termine. Ein paar Blockaden wurden gelöst und nun denke ich, brauche ich vor allem mal einen vernünftigen, ergonomischen Schreibtischstuhl. Denn meistens sitze ich schräg zusammengerollt auf meinem Schreibtischstuhl und bewege mich stundenlang nicht vom Fleck. Ja, mehr Bewegung würde mir auch nicht schaden. Ich weiß! Nun, wer rechtsrheinisch von Köln wohnt, akute Rückenschmerzen hat, jetzt und nicht erst in zwei Monaten, dem kann ich Chiro For You empfehlen. Nein, für diese …

RUMS mit Her Roses

In der letzten Woche habe ich den perfekten Schnitt und den perfekten Stoff miteinander vereint. Ich liebe Hahnentritt-Muster und dieses neue Rosen-Design von enemenemeins toppt das Ganze noch einmal. Nun ja, meine Idee daraus das Shirt aus der Ottobre 05/2016 zu nähen, war schon mal gut. Aber die Kombination von Shirt, Lederrock, Netzstrümpfen und High Heels führte dazu, dass ich nur mal eben zum Fotos machen das Auto verließ und dann nur noch schnell nach Hause wollte.  Vielleicht wäre das anders gewesen, wenn Herr Sonnenschein gewisse Kommentare einfach mal für sich behalten hätte. Oder ich eine andere, schlichte Strumpfhose gewählt hätte… oder eine Jeans statt des Rocks.   Für RUMS trau ich mich noch einmal kurz mit meinem Outfit in die Öffentlichkeit. Aber zukünftig tausche ich wohl Rock gegen Jeans ein… zumindest in Kombination mit meinem Her Roses Shirt. 

RUMS mit Organic Lines

Herr Sonnenschein und ich sind ja nicht so die Karnevalisten. Wir haben uns im letzten Jahr Kostüme gekauft, damit wir neben den Kindern nicht wie so zwei Spaßbremsen wirken, wenn wir den Zug bei uns im Ort gucken gehen. Ein einziger Karnevalszug muss reichen. Danach folgen wochenlange Diskussionen „Jeder darf sich 3 Teile aussuchen und dann ist genug mit Süßigkeiten heute!“. Nach den drei Teilen wird sich natürlich immer wieder raus auf den Balkon geschlichen oder wo auch immer das Zuckerzeug versteckt ist. So ein Versteck bleibt nie lange unentdeckt oder unerreicht. Meine Kinder wittern das. Wir haben einen kleinen Karnevalisten in unserer Familie, der mit Herz und Blut bei der Sache ist. Allerdings lastet auf ihn ein kleiner Fluch. Jedes Jahr an Karneval, und es ist egal, ob Karneval nun am Monatsanfang oder Monatsende stattfindet: er ist krank. Obwohl der Löwe sonst eigentlich wirklich NIE krank ist. An Karneval dafür ganz sicher. Der absolute Horror war vor vier Jahren, als beide Kinder über Karneval im Krankenhaus lagen. Unter Quarantäne, weil sie sich zusätzlich auch noch einen …

RUMS mit Small Apples und Liva… und ganz viel Superkraft

Ich liebe diese Wochen, die vollgepackt sind mit sämtlichen Terminen und genau so liebe ich es, wenn sie vorbei sind. Eigentlich geben mir diese randvoll, überquillenden Wochentage auch einfach nur mein Leben im Griff zu haben und die Zeit zu nutzen. Denn nichts hasse ich mehr als Zeitverschwendung. Als Mutter ergreift einen so oft das Gefühl seine Zeit nicht genutzt zu haben und am Ende des Tages denkt man im Stillen „Was habe ich eigentlich den ganzen Tag getan“. Nun, im Prinzip ist es eine ganze Menge und man steht morgens schon auf Maximalleistung, da kann manch ein Manager in gehobener Position nicht mithalten. Wir Mütter können nicht nur viel, wir sind auch unglaublich belastbar. Und wenn wir mal ganz genau hinsehen, sind wir richtige Superheldinnen. Was wohl der kleine Löwe dazu sagt, wenn er erfährt, dass seine Mama Superkräfte hat? Ach, ich glaube, im Prinzip wissen unsere Kinder das. Nur wir Mamas vergessen das von Zeit zu Zeit immer wieder. Und dann kommen unsere Kinder wieder mit fünf Wünschen auf einmal, die alle gleichzeitig erfüllt …

RUMS mit Suzinka und Blumenranke

Dieses Jahr stehen im Hause Sonnenschein einige Festlichkeiten an. Runde Geburtstage, eine Hochzeit und zahlreiche Anlässe für das perfekte Kleid. Ich trage grundsätzlich lieber legere Kleidung, die den Körper lässig umspielt und fühle mich in eng anliegender Kleidung oft eingesperrt. Ganz anders bei Suzinka. Denn Suzinka ist zwar ein sehr körpernah geschnittenes Kleid und doch sehr schmeichelhaft für Überbleibsel von zwei Schwangerschaften und meiner großen Schwäche für Schokolade. Die raffinierte Raffung am Bauch kaschiert wunderbar die Problemzone und dennoch ist dieser Kleiderschnitt so schön feminin. Sicherlich nicht meine letzte Suzinka. Der Schnitt erscheint in Kürze bei lillestoff. Ebenfalls von lillestoff ist der traumhafte Jersey Blumenranke von SUSAlabim. Mich findet Ihr wieder mal bei RUMS und ich bin schon sehr gespannt auf die inspirierenden Werke, die sich die anderen Damen genäht haben.

Schusseltage

Ihr kennt diese Tage (hoffentlich auch)… Diese Tage, an denen man am besten mit dem Kopf ganz tief unter der Decke bleibt und sich für den Rest des Tages keinen Millimeter mehr vom Fleck bewegt. Nun bin ich allgemein bekannt dafür, dass ich grundsätzlich ein wenig zerstreut bin. Eine liebenswerte oder auch nervige Eigenschaft, je nachdem aus welcher Sichtweise man es betrachtet und wer der Betrachter ist. Nicht weiter schlimm. Ich habe mich damit arrangiert. Und es gibt häufig etwas zu lachen. Auf meine Kosten. Aber auch daran gewöhnt man sich. Es fängt schon bei der Morgendusche damit an, dass ich ein wenig stutzig werde als ich mir das Gesicht einseife. Irgendwie fühlt sich das komisch an. Ach ja, das Shampoo gehört auf den Kopf, nicht ins Gesicht. Ich könnte es noch nicht einmal mit einem Damenbart rechtfertigen. Als ich wenige Minuten später von meiner Zahnbürste in der einen Hand zur geöffneten Makeup Tube in der anderen Hand schaue, verdrehe ich nur noch die Augen. Ja, Tuben vertauschen kann ich. Meistens passiert das, weil ich …

Tauchverbot für Meerjungfrauen

Kinder mit Down-Syndrom sind infektanfällig und ständig krank, hieß es oft, als Sonea noch ein ganz kleines Baby und ich völlig unerfahren mit dem Down-Syndrom war. Mein Vorwissen zeugte noch aus Zeiten, in denen man von mongoloiden Menschen sprach und doch wusste ich nicht viel. Ich kannte bis zur Geburt meiner Tochter eine einzige Person mit dem Down-Syndrom. Ziemlich schnell wusste ich, dass meine Tochter mit den mongoloiden Menschen von damals nichts zu tun hat. Sie hatte Trisomie 21 oder aber das Down-Syndrom. Aber vor allem war sie ein ganz normales, absolut zuckersüßes Baby. Und ich wartete auf die ersten Infekte. Aber sie kamen nicht. Und als sie dann kamen, waren sie auch schnell wieder weg. Völlig unproblematisch (im Gegensatz zu all den Babys – ohne Down-Syndrom – um uns herum, die ständig Infekte hatten). Ich lernte, dass es einige Zusatzerkrankungen geben kann, die in Verbindung mit dem Down-Syndrom auftreten können. Beim Herzfehler hatte Sonea ausgesetzt, bei Lebensmittelunverträglichkeiten bislang auch, nur bei der Schilddrüsenunterfunktion hatte sie dafür umso lauter HIER! gerufen. Nun ja, aber medikamentös …

Throwback: heute vor fünf Jahren

Fünf Jahre ist es nun her, als wir erfuhren, dass Du unsere kleine Familie in einigen Monaten vervollständigen wirst. Es war eine Adventszeit voller Höhen und Tiefen und das erste Weihnachten ohne Deinen Opa Horst. Zu dem Zeitpunkt wusste ich auch noch nicht, ob Du nur zwei Striche auf einem Schwangerschaftstest bleiben würdest, so wie es vor Dir der Fall gewesen war. Wir wussten nicht was uns erwarten wird. Das Risiko für ein weiteres Kind mit Down-Syndrom war nicht klein. Und auch, wenn wir vor so einem Down-Syndrom längst keine Angst mehr hatten, denn wir haben ja ein ganz wundervolles Exemplar zu Hause, war da doch ein wenig Angst. Wir wünschten uns einfach ein kleines bisschen Normalität. Ich versuchte die Schwangerschaft mit Dir zu genießen. Jedoch mit Deiner damals noch sehr kleinen und turbulenten Schwester sowie all den Ängsten und dem verlorenen Vertrauen in die Pränataldiagnostik, wollte mir das nicht so sehr gelingen. Mit Deiner Geburt und Deiner Babyzeit schloss sich ein Kreis und mein Geburtstrauma und die dunkle Zeit nach der Geburt Deiner Schwester …

Mysig Tid mit Sukie

Samstags ist lillestoff-Tag. Das ist nicht nur für mich als Privatperson immer wieder spannend, sondern auch beruflich. Denn der lillestoff-Tag des kommenden Samstags ist quasi mein Leitfaden durch meine Arbeitswoche. So sehr ich das kreative Schreiben liebe, mag ich es vor allem nach wie vor mich an der Nähmaschine kreativ auszutoben. Insbesondere dann, wenn dann so fantastische Stoffe, wie die neuen Wolljerseys von lillestoff kommen. Aber nicht nur so ein paar Stoffe, sondern gleich eine ganze Kollektion hat SUSAlabim entworfen. Mysig Tid heißt sie und auch wenn ich es natürlich immer falsch ausspreche, weil ich gedanklich direkt wieder in Dänemark bin, heißt Mysig Tid so oder so „gemütliche Zeit“ auf Schwedisch. Eine gemütliche Zeit werde ich mit den Stoffen dieser Kollektion auf jeden Fall haben und auch Sukie wird mich in den nächsten Monaten sicherlich häufig begleiten. Sukie ist ein neuer Schnitt aus der lillestoff-Schnittmuster-Linie, den ebenfalls SUSAlabim entworfen hat. Vier Jahre reifte die Idee zu Sukie bis sie nun ihre Vollendung fand. Einen kleinen Überblick über Sukie könnt Ihr Euch in dem Lookbook mit …

Vom Scheitern und Hoffnung

Eigentlich war gestern ein schöner Post rund um Sonea geplant. Irgendwie fiel es mir aber schwer mit positiver Leichtigkeit weiterzumachen, als sei ein ganz normaler regnerischer Herbsttag. Ein grauer Tag, nicht nur aufgrund der Jahreszeit. Nachdem ich vor einigen Monaten bereits mein Entsetzen über unsere politische Entwicklung zum Ausdruck gebracht habe und damit Wellen und einen richtigen Shitstorm losgetreten habe, was ich in meiner Naivität ich so niemals erwartet hätte, vermeide ich es politisch zu werden. Außer es geht um Inklusion und Vereinbarkeit. Da kremple ich gerne die Ärmel hoch und lehne mich auch mal aus dem Fenster. Beides Themen, die mir sehr am Herzen liegen und die im Zeitalter des Populismus stark gefährdet sind. Was da gestern passiert ist – das Wahlergebnis – ich hätte es niemals für möglich gehalten und es macht mir wirklich große Angst. Nicht, dass ich mit Clinton als Präsidentin zufrieden gewesen wäre. Aber Trump hat eine Schockstarre in mir ausgelöst. Wovor ich Angst habe, kann ich gar nicht genau sagen und ich will es mir auch nicht weiter ausmalen. Auch …