Alle Artikel in: Lillestoff

Dinosaurier im Nebel

Freitags war bislang immer „Mein Leben mit dem Besonderen“ Tag. Nun, jeder ist auf seine Art und Weise besonders und hätte die Möglichkeit hier seine Geschichte zu erzählen. Es gibt keinen festen Rahmen, keine Richtlinien wie lang, wie persönlich oder dramatisch der Beitrag sein soll. Es gibt keine Fragen, die beantwortet werden müssen und eine anonyme Teilnahme ist auch möglich. Alles, was Ihr tun müsst, ist mir Eure Geschichte schicken. Ihr seid völlig frei in der Gestaltung und im Thema Eures Beitrags. Solltet Ihr selbst einen Blog oder eine Facebookseite haben, verlinke ich auf Wunsch sehr gerne darauf. Solltet Ihr noch weitere Fragen haben, schreibt mich gerne an. Es wäre sehr schade, wenn diese Reihe ein Ende hätte, denn ich bin überzeugt davon, dass Ihr da draußen etwas zu erzählen habt. Eure ganz besondere Geschichte. Egal in welcher Form besonders. Ich habe heute auch nichts zu erzählen. Das heißt, das hätte ich schon, aber ich schreibe noch daran. Deshalb gibt es einfach nur ein paar Bilder vom Löwen im Nebel. Der süße Summerjeans Dinosaurrr von …

Tauchverbot für Meerjungfrauen

Kinder mit Down-Syndrom sind infektanfällig und ständig krank, hieß es oft, als Sonea noch ein ganz kleines Baby und ich völlig unerfahren mit dem Down-Syndrom war. Mein Vorwissen zeugte noch aus Zeiten, in denen man von mongoloiden Menschen sprach und doch wusste ich nicht viel. Ich kannte bis zur Geburt meiner Tochter eine einzige Person mit dem Down-Syndrom. Ziemlich schnell wusste ich, dass meine Tochter mit den mongoloiden Menschen von damals nichts zu tun hat. Sie hatte Trisomie 21 oder aber das Down-Syndrom. Aber vor allem war sie ein ganz normales, absolut zuckersüßes Baby. Und ich wartete auf die ersten Infekte. Aber sie kamen nicht. Und als sie dann kamen, waren sie auch schnell wieder weg. Völlig unproblematisch (im Gegensatz zu all den Babys – ohne Down-Syndrom – um uns herum, die ständig Infekte hatten). Ich lernte, dass es einige Zusatzerkrankungen geben kann, die in Verbindung mit dem Down-Syndrom auftreten können. Beim Herzfehler hatte Sonea ausgesetzt, bei Lebensmittelunverträglichkeiten bislang auch, nur bei der Schilddrüsenunterfunktion hatte sie dafür umso lauter HIER! gerufen. Nun ja, aber medikamentös …

Ganz schön pieksig

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, da machte ich mir mütterliche Sorgen um die Freundschaften meiner Tochter. Nicht diese, die den richtigen Umgang betreffen, sondern diese, dass sie gar keine Freunde haben könnte. Nach dem Start ins Schulleben fand ein Abnabelungsprozess statt, der mir sehr schwer fiel. Mein kleines Kitakind war nicht nur plötzlich ein großes Schulkind, sondern ich hatte auch nicht mehr die Möglichkeit mich mit allen Bezugspersonen so auszutauschen, wie ich es von der Kita gewohnt war. Ich brachte sie nicht mehr hin und holte sie auch nicht mehr ab. Alles, was ich hatte, waren die spärlichen Erzählungen meines Kindes und ein Mitteilungsheft, in dem wichtige Infos aufgeschrieben werden. Ich musste mich damit abfinden, dass ich nur noch das erfahre, was ich wirklich erfahren soll. Ich erlebe mein Kind also nur noch sehr selten im Umgang mit den Mitschülern und bislang auch nur einmal im Unterricht. Ich glaube, sie macht das ziemlich gut und sie hat ihren Platz in der Klassengemeinschaft gefunden. Und ich glaube auch, dass sie Freunde gefunden hat. Sonea …

Keine Vorsätze, nur Träumereien

Oh Mann, ich sag’s Euch – gut, dass ich mir keine Vorsätze für das neue Jahr gesetzt habe. Ich wäre nämlich bereits jetzt kläglich daran gescheitert mehr Blogbeiträge zu schreiben. Drei waren ursprünglich geplant. Mein RUMS-Beitrag für gestern wäre ratzfatz fertig gewesen. Die Fotos und das Outfit waren es zumindest. Aber dann ging gestern Nachmittag nichts mehr. Nase dicht, Kopf dicht, so dass mir mein eigener Handycode nicht mehr eingefallen ist und ich erstmal mein Handy gesperrt habe. Ich fühlte mich richtig krank. Meine Füße waren Eisklumpen, obwohl sie dick eingepackt waren. Und heute? Heute geht es mir nicht gut, aber besser. Wunderheilung? Nein, einfach nur mein klassischer Krankheits-Verdrängungsmechanismus. Mütter dürfen nicht krank sein, sie müssen funktionieren. Oder um es mit den Worten von Sonea zu sagen „Ich habe keinen Bock mehr!“. Deswegen habe ich beschlossen lieber gesund zu sein. Kein Vorsatz! Ich hoffe, Ihr seid gut in das neue Jahr gekommen und möglichst gesund und munter. Unser Jahr beginnt mit blauem Glitzer. Nein, es steht nicht die nächste Eiskönigin Party ins Haus. Auch wenn …

Throwback: heute vor fünf Jahren

Fünf Jahre ist es nun her, als wir erfuhren, dass Du unsere kleine Familie in einigen Monaten vervollständigen wirst. Es war eine Adventszeit voller Höhen und Tiefen und das erste Weihnachten ohne Deinen Opa Horst. Zu dem Zeitpunkt wusste ich auch noch nicht, ob Du nur zwei Striche auf einem Schwangerschaftstest bleiben würdest, so wie es vor Dir der Fall gewesen war. Wir wussten nicht was uns erwarten wird. Das Risiko für ein weiteres Kind mit Down-Syndrom war nicht klein. Und auch, wenn wir vor so einem Down-Syndrom längst keine Angst mehr hatten, denn wir haben ja ein ganz wundervolles Exemplar zu Hause, war da doch ein wenig Angst. Wir wünschten uns einfach ein kleines bisschen Normalität. Ich versuchte die Schwangerschaft mit Dir zu genießen. Jedoch mit Deiner damals noch sehr kleinen und turbulenten Schwester sowie all den Ängsten und dem verlorenen Vertrauen in die Pränataldiagnostik, wollte mir das nicht so sehr gelingen. Mit Deiner Geburt und Deiner Babyzeit schloss sich ein Kreis und mein Geburtstrauma und die dunkle Zeit nach der Geburt Deiner Schwester …

Mysig Tid mit Sukie

Samstags ist lillestoff-Tag. Das ist nicht nur für mich als Privatperson immer wieder spannend, sondern auch beruflich. Denn der lillestoff-Tag des kommenden Samstags ist quasi mein Leitfaden durch meine Arbeitswoche. So sehr ich das kreative Schreiben liebe, mag ich es vor allem nach wie vor mich an der Nähmaschine kreativ auszutoben. Insbesondere dann, wenn dann so fantastische Stoffe, wie die neuen Wolljerseys von lillestoff kommen. Aber nicht nur so ein paar Stoffe, sondern gleich eine ganze Kollektion hat SUSAlabim entworfen. Mysig Tid heißt sie und auch wenn ich es natürlich immer falsch ausspreche, weil ich gedanklich direkt wieder in Dänemark bin, heißt Mysig Tid so oder so „gemütliche Zeit“ auf Schwedisch. Eine gemütliche Zeit werde ich mit den Stoffen dieser Kollektion auf jeden Fall haben und auch Sukie wird mich in den nächsten Monaten sicherlich häufig begleiten. Sukie ist ein neuer Schnitt aus der lillestoff-Schnittmuster-Linie, den ebenfalls SUSAlabim entworfen hat. Vier Jahre reifte die Idee zu Sukie bis sie nun ihre Vollendung fand. Einen kleinen Überblick über Sukie könnt Ihr Euch in dem Lookbook mit …

Vom Scheitern und Hoffnung

Eigentlich war gestern ein schöner Post rund um Sonea geplant. Irgendwie fiel es mir aber schwer mit positiver Leichtigkeit weiterzumachen, als sei ein ganz normaler regnerischer Herbsttag. Ein grauer Tag, nicht nur aufgrund der Jahreszeit. Nachdem ich vor einigen Monaten bereits mein Entsetzen über unsere politische Entwicklung zum Ausdruck gebracht habe und damit Wellen und einen richtigen Shitstorm losgetreten habe, was ich in meiner Naivität ich so niemals erwartet hätte, vermeide ich es politisch zu werden. Außer es geht um Inklusion und Vereinbarkeit. Da kremple ich gerne die Ärmel hoch und lehne mich auch mal aus dem Fenster. Beides Themen, die mir sehr am Herzen liegen und die im Zeitalter des Populismus stark gefährdet sind. Was da gestern passiert ist – das Wahlergebnis – ich hätte es niemals für möglich gehalten und es macht mir wirklich große Angst. Nicht, dass ich mit Clinton als Präsidentin zufrieden gewesen wäre. Aber Trump hat eine Schockstarre in mir ausgelöst. Wovor ich Angst habe, kann ich gar nicht genau sagen und ich will es mir auch nicht weiter ausmalen. Auch …

Manon

Ich wollte Euch doch noch vor Veröffentlichung des Schnittes Manon zeigen! Eigentlich gestern schon, aber wie das manchmal eben so ist. Irgendwas ist immer. Okay… ich gebe zu: gestern Abend habe ich einfach mal vor dem Fernseher verbracht, statt mit dem Macbook auf dem Schoß. Da musste RUMS mal ohne mich stattfinden. Und nun sitze ich hier, Macbook auf dem Schoß und mir fehlt der Donnerstag.   Nicht dass ich traurig um den Freitag wäre. Freitag ist mein Lieblings-Wochentag. Aber ich habe trotzdem noch diesen Freitags-RUMS, der gar kein RUMS mehr ist. Manon heißt der neue Kleiderschnitt von lillestoff und für mich ganz besonders spannend. Denn der Entwurf stammt von der Designern ROZI und die Endversion sind fast komplett unterschiedlich. Manon ist ab morgen bei lillestoff erhältlich und in einem kleinen Lookbook könnt Ihr Euch schon mal einen Eindruck verschaffen, denn die Designbeispielnäherinnen waren alle sehr fleißig. So! Und nun, verabschiede ich mich aber ins Wochenende. Obwohl… mal sehen, ob ich mich am Wochenende noch mit einem klitzekleinen Post melde. Habt ein schönes Wochenende!  

Süßes, saures oder Genähtes!

Seitdem es im Kindergarten thematisiert wurde, freut sich der Löwe auf Halloween. Mit leuchtenden Augen erzählt er mir zu jeder sich bietenden Gelegenheit, dass bald Sankt Martin UND Halloween ist. Ich liebe Traditionen, aber mit Halloween kann ich mich noch nicht so recht anfreunden. Das mag aber auch daran liegen, dass ich mich zwar für Kürbis und Kürbisschnitzereien begeistern kann, aber weder Theaterblut noch Speisen mit Gruselfaktor appetitlich finde. Für mich muss Nahrung visuell ansprechend sein. Wenn mir also Blätterteigstangen oder Würstchen, die wie abgehackte Finger aussehen oder diese komischen Weingummis, die aussehen wie Augäpfel und was es nicht alles gibt an Gruselspeisen (also die, die gewollt gruselig aussehen… es gibt ja auch noch die anderen) auf Instagram, Facebook oder Pinterest in meiner kompletten Timeline entgegen springen, bin ich mit dem Thema Halloween durch. Mein Bedarf an Grusel und Ekel ist gedeckt. Ein bisschen Grusel ist okay, aber wenn es anfängt ekelig zu werden, hört es einfach auf schön zu sein. Früher konnte ich das besser ab. Also in meinem Leben vor den Kindern und vor …

Donnerstag ist RUMStag!

Ein kurzer knackiger RUMS am Donnerstag? Bitteschön! Ich liebe elastische Stoffe. Das muss nicht immer Jersey oder Sweat sein. Diesen Herbst mag ich vor allem die tollen Jacquards, die lillestoff produziert oder aber ganz neu – die Wolljerseys. Der ideale Stoff für effektvolle und trendbewusste Kleidung. Seit letzter Woche gibt es den Wolljersey Ginkgo, ein traumhaftes Design von SUSAlabim. Und bei mir wurde daraus eine, zum Cardigan gekürzte Zsazsa. Der Schnitt ist ebenfalls von SUSAlabim für lillestoff. Abgesetzt habe ich den tollen Wolljersey mit dem Jeansjersey von lillestoff. Mein Matching-Partner Nummer 1 im Moment. Außerdem war ich wieder mal sehr glücklich um den kleinen Knöpfeschatz, den mir meine Schwiegermutter einst vermacht hat.   Mein Wolljersey-Cardigan mit wildem Knopfmix gefällt auch Herrn Sonnenschein gut und das ist mitunter das größte Kompliment, dass ich für meine Nähwerke bekommen kann. Aber uiuiui… zum Friseur muss ich ganz dringend wieder mal! Jetzt aber erstmal rüber zu RUMS und all den großartigen Nähwerken.