Alle Artikel in: Familienleben

Dieser eine Herzenswunsch

Manchmal hegt man einen Traum, der zu einem richtigen Herzenswunsch heran wächst und sich festpflanzt. Manche dieser Träume verwirklichen sich, andere schlummern im Verborgenen, weil die Zeit noch nicht reif ist und dann gibt es diese Träume, die sich ausgerechnet dann erfüllen, wenn man längst damit abgeschlossen hat. So ging es mir im Frühjahr. Ich wusste, das Thema „Hundewunsch und Mops“ war nur dann das richtige, wenn ich Streit mit Herrn Sonnenschein suchte. Letztes Jahr an meinem Geburtstag fragte mich Simon* völlig verwundert „Mama, Du hast Dir doch einen Mops zum Geburtstag gewünscht!“, „Ja, das habe ich“. „Und wo ist der Mops?“ fragte er weiter, verwundert, weil für ihn klar war, dass man immer das bekommt, was man sich wünscht. Zum Glück lassen sich Kinderträume viel leichter erfüllen als Erwachsenenträume. Ich hatte mit meinem Hundewunsch gedanklich vorerst abgeschlossen, fokussierte mich auf die Nachteile, die so ein Vierbeiner mit sich bringt und uns in unserem Alltag sehr einschränken würden. Und dann, eines Abends, ich saß mit Herrn Sonnenschein zusammen und wir sortierten ein paar Bilder, erreichte …

Logo für Wikinger

„Ich mach das bald nicht mehr mit!“ faucht Herr Sonnenschein mich zur Begrüßung am Telefon an. „Was ist denn los?“ frage ich verdutzt und es folgt ein Wortwirrwar, welches ich nur schwer entzerren kann, bis es endlich Sinn macht. Vielleicht erinnert Ihr Euch an meinen Beitrag Grasrupferei, mit dem ich damals ins Rennen für den Eltern-Blogger-Award von Ernstings Family gegangen bin. Nachdem es hieß, dass mein Sohn in verschiedenen Bereichen noch ein wenig Unterstützung bekommen könnte, verlor ich völlig das Gefühl für ihn. Eigentlich habe ich ein sehr ausgeprägtes Bauchgefühl, auf das immer sehr gut Verlass ist. Plötzlich war es, als wäre mein Kind ein völlig anderes, mir fremdes, von dem die Ärzte, Erzieher und später Therapeuten sprachen. Mein wunderbares Kind, plötzlich so fehlerhaft. Ich sah nicht mehr das Licht, sondern nur noch den Schatten und die Bereiche, in denen mein Kind eben nicht so stark war. Ich begann nur noch mich darauf zu konzentrieren was er alles nicht kann und übersah dabei fast wie er in anderen Bereichen erstrahlte. Ein gezeichnetes Dreieck, Kreis und Quadrat sehen bei …

Spaziergespräche #3 Fleischfresser

„Mama, heute Nacht habe ich von Wölfen geträumt und die haben mich auf den Boden geschmissen und mein Gesicht abgeleckt. Sind Wölfe eigentlich Fleischfresser?“ „Ja, Wölfe sind reine Fleischfresser“ „Ich möchte aber nicht, dass die Fleischfresser sind“ „Hmmm… was sollen die in der Wildnis denn sonst fressen?“  „Na Pflanzen! … Ich möchte nicht, dass es Fleischfresser gibt!“  „Aber Du bist doch auch ein Fleischfresser?“  „Ja, aber nur einer!“ „Und ich auch, dann sind wir schon zwei!“  „Ich möchte kein Fleischfresser mehr sein.“ „Okay, aber was möchtest Du denn dann essen? Gemüse magst Du ja auch nicht?“ „Dann esse ich eben nur noch Suppe!“  Ich bin mal gespannt. Heute Morgen wollte er ein Wurstbrot essen.  

Auf Großstadtsafari durch Köln

Wenn wir Richtung Köln Mülheim fahren und von der Autobahn runter, geht auf dem Rücksitz ein aufgeregtes Schnattern los. Sie können den Namen gerade mal aussprechen, kennen den Laden aber in und auswendig. Da steht sie ganz verlockend: die-kleine-Kinder-große-Kinder-Welt.  Wer kennt dieses riesige, kunterbunte Spielzeuggeschäft nicht? Die Rede ist natürlich von Toys“R“us. Am Wochenende waren wir auf Großstadtsafari quer durch Köln, links- und rechtsrheinisch und haben Giraffen gesucht. Aber nicht irgendwelche Giraffen, sondern Geoffrey, das Maskottchen von Toys“R“us. Ich glaube, es waren insgesamt 20 von 30 Stück, die wir bereits entdeckt haben. Aber was hat es mit den versteckten Giraffen auf sich? Ganz einfach: Toys“R“Us wird 30 Jahre alt und deshalb hat man sich für kleine und große Spielzeugfreunde ein tolles Partyspiel überlegt. Früher gehörte zu einem richtig coolen Kindergeburtstag eine Schnitzeljad dazu. Und genau die erwartet Euch seit dem Wochenende in Köln. Nur noch viel, viel cooler. Die ungefähren Standorte der einzelnen Geoffreys, die übrigens von verschiedenen Prominenten, wie Eva Imhof, Caroline Frier und Timo Hildebrand individuell gestaltet wurden, findet Ihr in der interaktiven …

Du kannst alles sein, was Du möchtest… auch ein Jutschub Star

Das Schöne am Kindsein ist ja, dass man alles sein kann, was man möchte. Am einen Tag ist man Prinzessin, spaziert mit Krönchen auf dem Kopf und weit schwingendem Tutu einkaufen. Am anderen Tag führt man den Hund im Superheldenanzug Gassi. Kinder dürfen das. Und wenn man mal blöd von der Seite angeschaut wird, grinst man stolz und fühlt sich bestätigt. Herrlich unbeschwert. Als Kind stehen einem die Tore zum Leben offen. Du kannst alles sein, was Du sein möchtest. Das sage ich meinen Kindern immer wieder. Simon hat schon ganz klare Pläne für seine Zukunft. Er will mal Polizist werden. „Und dann bekomme ich Kinder. Also meine Frau bekommt die!“. „Wieviele Kinder möchtest Du denn?“. „Zehn! Fünf Jungs und fünf Mädchen!“. Hut ab! Da hat er sich ja was neben dem Schichtdienst vorgenommen! Und wenn wir dann unterwegs sind und er sieht jemanden ohne Helm auf dem Fahrrad, ruft er völlig empört „Das darf man aber nicht! Wenn ich später Polizist bin, bekommt der einen Strafzettel von mir!“. Sonea plant eine berufliche Karriere im Krankenhaus. Das …

Haialarm auf dem Fischmarkt

Was kann noch schief gehen, wenn man seinen Kindern Shirts näht, nicht den Fehler macht nur eins von beiden zu benähen und auch mit der Stoffwahl einen absoluten Volltreffer landet? Richtig! Die Location, um das ganze Ensemble auch noch zu fotografieren, kann einem natürlich einen gewaltigen Strich durch den Sonntagsausflug machen. An den Kindern kann das natürlich nicht liegen. Die tragen den Sonnenschein ja quasi im Namen. Am Sonntag planten wir einen Ausflug zum Fischmarkt nach Deutz. Dort wollten wir längst einmal hingefahren sein und unser letzter Ausflug in den Rheinpark war eigentlich auch ganz nett. Soweit der Plan. Angekommen waren natürlich sämtliche Parkplätze überfüllt. Glücklicherweise waren wir mit meinem Auto unterwegs. Denn der Plan war außerdem, dass ich im Anschluss unseres Ausflugs noch ein bisschen Autofahren übe (denn dafür waren in den bisherigen Ferien zwar Zeit, aber keine Nerven). Wir brauchten also nur einen kleinen Parkplatz und den fanden wir dann auch überraschend schnell. Im Rheinpark peilten die Kinder sofort den Spielplatz an und ließen sich auch überraschend schnell überreden weiter zu gehen, denn wir wollten ja eine Runde über …

Fazit aus drei Wochen Sommerferien: Spiderman ist tot!

Wir sitzen im Auto, eine recht kurze Fahrt zum Supermarkt und doch lang genug, dass auf dem Rücksitz die Fetzen fliegen, ein Puppenschuh von hinten nach vorne geflogen kommt, dicht gefolgt von Handgemenge und Gekreische. Dazwischen brüllt Herr Sonnenschein, dass im Auto nicht mit Sachen rumgeschmissen wird. Sie schaffen es keine fünf Minuten im Auto zu sitzen, ohne sich zu zoffen. Immerhin versteht Sonea es sich für ihr Temperamentsausbruch zu entschuldigen „Tschilligung Simon*!“. „Das heißt nicht TSCHILLIGUNG! Das heißt ENT-SCHUL-DI-GUNG!“ eifert der kleine Besserwisser anstatt einfach die Entschilligung seiner Schwester anzunehmen. „ENT-schilligung!“ verbessert sich Sonea, die es wirklich ernst meint. Ich muss mir auf die Lippe beißen, um nicht laut loszuprusten, obwohl mir diese ständigen Streitereien auf dem Rücksitz tierisch auf den Keks gehen. Ich liebe meine Kinder wirklich sehr und jedes ist für sich gesehen, einfach wunderbar. Aber zusammen haben sie einen Pearl Index von Minus 300. Mindestens. Das effektivste Verhütungsmittel, das der Markt hergibt. Oder aber: wie Mentos und Cola. Wehe man gibt das Mentos in die Cola. Oder aber: die Dickköpfigkeit meiner Tochter erfährt …

Freilichtmuseum Lindlar

Wir werden kreativ in der Auswahl unserer wochenendlichen Ausflugsziele. Nicht überall sind wir zu fünft willkommene Gäste. Das Gute daran ist, dass wir viel mehr Zeit in der Natur verbringen. Letzte Woche Sonntag starteten wir spontan mit Freunden einen Ausflug zum Freilichtmuseum Lindlar. Das Bergische ist von uns aus gar nicht so weit und grundsätzlich immer eine kleine Reise wert. Nicht nur die Kinder hatten bei unserem Ausflug jede Menge Spaß. Auch wir Erwachsenen waren fasziniert von dem wunderschönen Fleckchen Natur. Natur und Kultur wie vor hundert Jahren ist das Motto des Freilichtmuseum. Neben Wechselausstellungen bietet das Freilichtmuseum vor allem einen Einblick in alte Handwerke. Es war total faszinierend zu sehen. Vor allem in Anbetracht des Fortschrittes in den letzten 100 bis 150 Jahren. So gab es eine Schmiede, eine Seilerei, ein Backhaus, eine Imkerei, eine Sattlerei und eine Bandweberei, die mich persönlich natürlich am allermeisten in den Bann gezogen hatte. Und dann war da außerdem noch dieser nostalgische Kiosk. Stundenlang hätten wir dort stöbern können. Es gab nicht nur klassische Schleckereien, sondern auch witzige Postkarten und …

Tamme – unser pflegeleichtestes, neues Familienmitglied

Vier aufregende Wochen liegen hinter uns und eine spannende Zeit vor uns. Wir haben in den letzten Wochen sehr viel Zeit draußen verbracht und das nicht nur bei gutem Wetter. Wir haben Sommer, da macht ein bisschen Regen nichts aus. Außer der Starkregen in der vergangenen Woche vielleicht. Den braucht natürlich keiner. Wir haben zwar keinen Garten, dafür eine große Terrasse, die viel Platz bietet. Theoretisch auch für ein Pferd. Nachdem Sonea inzwischen über ein Jahr zum Voltigieren geht und das Pferdefieber auch vor dem Down-Syndrom natürlich keinen Halt macht (denn in den allermeisten Dingen unterscheidet Sonea sich eben nicht von anderen achtjährigen Mädchen), führte über kurz oder lang natürlich auch an einem Pferd kein Weg vorbei. Nun, Ihr wisst wie lange ich bereits für einen Familienmops kämpfe und immer wieder kläglich gescheitert bin. Wie sollte Sonea da mit ihrer Pferdeliebe das Herz von Herrn Sonnenschein eher erweichen können? Tja, aber Ihr wisst sicherlich auch selbst wie das ist mit den Vätern und ihren Töchtern. Natürlich können sie ihrer Prinzessin keinen Wunsch ausschlagen. Und deshalb …

Eine magische Ferienzeit

Kinder sind kleine, magische Wesen und im Urlaub verwandeln sie sich gerne mal in kleine Monster und Hexen. Ganz besonders an Regentagen kann man diesen Verwandlungsprozess förmlich zischen und knistern hören. Meistens ist er mit viel Geschrei und Streitereien verbunden. Manchmal gelingt es einem aber diese kleinen magischen Wesen bereits einzufangen, wenn es leicht anfängt zu brodeln. Ein Hexenhut und ein bisschen magisches Werkzeug wirken da wahre Wunder. Besonders an Regentagen, von denen dieser Sommer einige zu bieten hat. Im Harry Potter Alter sind wir noch nicht angekommen, aber die kleine freche Bibi Blocksberg hext hier schon eine ganze Weile rum. Und mit ihr mein Sonnenschein, die binnen Sekunden zur  Gewitterhexe mutieren kann… hex hex. Ich liebe das magische Denken meiner Kinder. Normalerweise hört das ja meistens mit dem Schulalter auf, aber Sonea hat dieses Denken noch nicht abgelegt und der Löwe, der immer alles kritisch hinterfragt, lässt zumindest uns im Glauben, dass er an die Zahnfee, den Weihnachtsmann und den Osterhasen glaubt. „Aber Mama, ich sag das nur, weil eigentlich weiß ich ja, dass …