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Mein Leben mit dem Besonderen #114 Mein Leben als Tochter von Hauseltern

DAS DORF, IN DEM MEINE ELTERN ALS HAUSELTERN LEBEN… Um die Privatsphäre zu schützen sind alle Namen geändert Was hab ich mich gefreut den Bericht über Hohenroth zu lesen! Es ist toll, dass es solche Orte gibt! Ich kenne Hohenroth. Ich würde sogar sagen: Ich kenne es gut! Meine Eltern waren dort viele Jahre Hauseltern von acht Betreuten im Alter von 21 bis 56 Jahren. Ganz klassisch wie die meisten (nicht alle) Hauseltern: Der männliche Hauselternteil ist Hausvater und geht tagsüber im Dorf arbeiten – mein Papa als Schreiner – und der weibliche Teil ist „nur“ Hausmutter. Letzteres bedeutet einen Haushalt zu führen mit acht Bewohnern, einer Haushaltshilfe, zeitweise einer Praktikantin und der eigenen Familie. Es bedeutet viel Wäsche zu haben, jeden Tag drei volle Mahlzeiten pünktlich auf dem Tisch zu haben, zu putzen, einzukaufen und die tausend Termine zu koordinieren. Glaubt mir, es sind eigentlich noch mehr als tausend! Und dazwischen meine Schwester und ich. Meine Oma wohnt ebenfalls in Hohenroth und wird ungeachtet der verwandschaftlichen Verhältnisse von allen „Oma“ gerufen. Dorf-Oma zuzusagen.   …

Ein bisschen Geduld und Gelassenheit in der Vorweihnachtszeit #RUMS

In der Vorweihnachtszeit geht es sehr hektisch zu. Geduld ist für viele ein Fremdwort und irgendwie nimmt sich niemand die Zeit einfach mal inne zu halten und den Zauber der Vorweihnachtszeit zu genießen. Hier ist das leider nicht anders. Ich ertappe mich dabei, dass ich ungeduldig bin, dass ich tausend Dinge im Kopf habe und dadurch nicht immer voll mit meiner Aufmerksamkeit bei der Sache bin, weil ich noch so viel zu erledigen habe und gedanklich schon drei Schritte voraus bin. Aktuell fehlt mir gefühlt eine Woche Vorbereitungszeit. Das war im letzten Jahr auch so. Und im Jahr davor auch… Und Jahr für Jahr schwöre ich mir, dass ich einfach mal früher mit meinen Vorbereitungen für Weihnachten starte. Aber dann kommt der August und mir fehlt einfach die Weihnachtsstimmung um in Schwung zu kommen. Im September gibt es zumindest schon einmal weihnachtliches Gebäck im Supermarkt. Das ist aber höchstens lästig als motivierend. Und im Oktober denke ich – bis November kann es noch warten. Ja und auch der November kommt… mit großen Schritten und zieht …

Das will ich! Und das! Und das! Und den Tire Twister!

(Werbung) Sonea liebt es Spielzeugkataloge oder Werbeanzeigen zu wälzen und lautstark ihre Wünsche kund zu tun. Auch beim Fernsehen komme ich nicht immer drum herum die eine oder andere Werbeschleife zu vermeiden. „Das will ich haaaaaben!“. „Ein Klospiel??“, ich schüttle ungläubig den Kopf. Spielsachen sind etwas Besonderes und die gibt es nicht einfach mal so. Die können die Kinder sich zu Weihnachten und zum Geburtstag wünschen. Vielleicht bringt auch mal der Osterhase oder der Nikolaus etwas. Das wissen die Kinder und dennoch wird bei jedem Einkauf um eine dieser Spielzeugzeitungen gefeilscht. Sie merken es noch nicht einmal, wenn das Spielzeug dann irgendwann weg ist, weil der Hund es zerkaut hat oder ich beim Aufräumen einen Kleinteilrappel bekomme und all die kleinen Plastikteilchen im Müll statt in der Spielzeugkiste verschwinden lasse. Ja, so eine Mama bin ich! Dass Sonea inzwischen recht gut lesen und auch immer besser schreiben kann, ist Fluch und Segen zugleich. Versandkartons mit Weihnachtseinkäufen muss ich inzwischen sofort verschwinden lassen, denn der Absender verrät natürlich sofort, dass der Inhalt nicht für mich sein …

Mein Leben mit dem Besonderen #113 Kinderarmut

Armut ist dann besonders schlimm, wenn sie Kinder trifft. Vor einer Woche bin ich aus Kambodscha zurückgekehrt. Zehn Tage war ich dort, davon eine Woche auf Projektarbeit im Kinderdorf „Light Of Hope“. Diese Reise war eine Grenzerfahrung in allen Belangen. Eine Reise in eines der ärmsten Länder der Welt. Katharina fragte mich, ob ich mir vorstellen kann, einen Beitrag für ihre Reihe „Mein Leben mit dem Besonderen“ zu schreiben. Genau genommen betrifft dies nicht mein Leben. Es betrifft das Leben dieser Kinder in Kambodscha. Ihre traurige Besonderheit ist: Sie leben in Armut. Kinder werden auf der ganzen Welt geboren. Sie alle eint, dass sie sich nicht aussuchen können, wo und in welche Verhältnisse sie geboren werden. Wir gehen davon aus, dass sich Eltern kümmern, ihren Kindern Liebe und Vertrauen schenken. Sie nach bestem Wissen und Gewissen groß ziehen, sie akzeptieren, wie sie sind und stärken. Für die CFI Kinderhilfe war ich eine Woche im Kinderdorf „Light Of Hope“. Auf meinem Blog habe ich regelmäßig darüber berichtet, viele Geschichten sind noch nicht geschrieben, wabern aber in …

SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth unter der Lupe

Manchmal frage ich mich: wie mag das wohl sein, wenn Sonea einmal erwachsen ist? Wird sie ihren Traum von einem Job im Krankenhaus oder beim Arzt verwirklichen können? Wie sehr wünsche ich mir ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben für sie! Vor einigen Wochen haben Herr Sonnenschein und ich mit den Kindern und dem Plüsch an der Leine einen Ausflug nach Hohenroth bei Gemünden am Main gemacht. „Jaaahaaa, wir fahren ins EOS-Kinderdorf!“ hatten die Kinder aufgeregt geschnattert (und meinten natürlich SOS-Kinderdorf) und gedanklich wahrscheinlich eher so etwas wie einen Freizeitpark erwartet. Was auch sonst sollte man mit einem Kinderdorf assoziieren? Euch da draußen muss ich aber nicht erklären, was es mit SOS-Kinderdorf auf sich hat. Aber wusstet Ihr auch, dass es neben den Kinderdörfern auch noch drei SOS-Dorfgemeinschaften gibt? Die Dorfgemeinschaft Hohenroth ist eine von ihnen und 162 Dorfbewohner finden dort ihren Lebens- und Arbeitsraum. Wir haben diese Dorfgemeinschaft vor ein paar Wochen besucht und die SOS-Mitarbeiter und Bewohner ausgiebig zu ihrem Leben und ihrer Arbeit im Dorf befragt. Obwohl ich im Vorfeld recherchiert hatte und versucht habe mir ein …

Mein Leben mit dem Besonderen #112 Medikamentenallergie

Mein Name ist Alu und ich habe eine Medikamentenallergie. Wissen tue ich das seit ich 14 Jahre alt bin und bereits manches Mal hat mich diese Allergie in arge Bedrängnis gebracht. Ich habe mit 14 Jahren aufgrund dessen einen epileptischen Anfall über sieben Stunden gehabt und wäre fast gestorben da mein Körper seine Funktionen nicht mehr kontrollieren konnten, alles Dinge die unschön sind und die einen prägen. Erst nachdem man mich körperlich komplett durchgecheckt hatte mit Nervenwasser (AUA!), Hirnströmen, Magen, Herz usw. hat man festgestellt, dass ich eine von 0,1 Prozent von Menschen bin die eben auf bestimmte Inhaltsstoffe so reagiert. Meine Eltern und ich waren sehr erleichtert, dass man wenigstens wusste woher der epileptische Anfall denn kam, aber ich muss sagen, so einfach ist das eben doch leider nicht. In den letzten 20 Jahren hatte ich insgesamt vier nennenswerte Anfälle die nicht aufgrund von Medikamenteneinnahme entstanden sind. Einmal hatte ich einen Anfall nach chinesischem Essen, einmal nach dem Verzehr einer Süßigkeiten Marke (ich verrate nicht welche), einmal nach Weißwein und einmal nach Glühweingenuss auf …

Von Teigschlachten und Abenteuerkochen mit der Maus *VERLOSUNG

Meine Kinder lieben es beim Kochen und Backen zu helfen. Ich weiß ihre Hilfsbereitschaft wirklich sehr zu schätzen. Aber ich verzichte auch mindestens genau so gerne darauf. Seitdem Simon dabei hilft das Gemüse zu schneiden, wird er auch etwas probierfreudiger und isst inzwischen außer Kartoffeln auch gekochte Möhren und Kohlrabi. Wobei die Kohlrabi hab ich live noch nicht miterlebt. Das erzählt er mir nur jedes Mal, wenn ich ihn aus der Kita abhole „Gekochte Kohlrabi ist mein Lieblingsessen!“. Sonea ist da wesentlich unkomliziert. Sie kommentiert fast jede Speise mit einem begeisterten „Leckaaaa!“ Backen mache ich lieber abends, wenn beide Kinder schlafen. Oder wenn ich um meine Helferlein nicht drum herum komme, dann bereite ich zumindest alles so vor, dass es abgewogen bereit steht. Anders haben wir natürlich auch zahlreiche Male ausprobiert. Aber dann ist das Ei nicht in der Schüssel, sondern daneben. Oder das Eiweiß nicht sauber vom Eigelb getrennt und das Geschrei laut, weil das Kind aber der Meinung ist „ICH. KANN. DAS. ICH. WILL. DAS. MACHEN. ALLAAAAIIIINEEEE!!“ Ich versteh das. Ich backe auch …

So ein richtiges Müllwetter

Das Wetter ist derzeit mal wieder sehr bescheiden. Da muss ich schon tiiiiiief in die Trickkiste greifen, wenn ich beide Kinder für eine Gassirunde begeistern möchte. Grundsätzlich vermeide ich es mit beiden Kinder und Plüsch an der Leine spazieren zu gehen. Das eine Kind möchte lieber links gehen, der Hund lieber rechts und das andere Kind gar nicht und bleibt einfach mitten auf dem Gehweg sitzen. Von links und rechts fahren Autos an uns vorbei und das in einem rasenden Tempo. Stress pur und so lange das sich vermeiden lässt, verzichte ich auf solche Abenteuer. Nun muss der Hund aber eben auch mal gelüftet werden, wenn Herr Sonnenschein mal nicht zu Hause ist. Und da sich die Option „Kind alleine zu Hause lassen“ leider nicht stellt, brauchten wir eine einfallsreiche Trickkiste. Die eine Option ist: wir laufen bis zum Kiosk und jeder darf sich für 50 Cent Gummibärchen kaufen. Allerdings gibt es auf dem Rückweg ständig Theater, weil diese Option funktioniert nur so lange bis der Kiosk erreicht und die Gummibärchen eingetütet sind. Die Alternative ist: …

Guck mal was ich kaaaaann!

Diesen Spruch höre ich im Moment ständig von meinem Fünfjährigen und dann beginnt er mit funkelnden Augen und stolz bis in die Haarspitzen mir etwas vorzuführen. Neulich stand er in genau so einem Moment vor mir und rollte die Zunge. Yeah! Das sollte eigentlich der Moment sein, in dem man dann ganz frech kontert „Guck mal, kann ich auuuuuch!“. Aber ich kann die Zunge nicht rollen und Herr Sonnenschein auch nicht. Und das macht keinen Sinn! Hatte Herr H. im Bio-Leistungskurs nicht ganz klar das Zungerollen als Beispiel für  ein dominantes Erbmerkmal aufgeführt? Wer ist dieses Kind? Und wer sind seine Eltern?? Ich schickte meinem Mann ein Bild von unserem vermeintlichen Sohn, die Zunge rollend. „Kannst Du das auch??“ „Nein. Du?“ „Auch nicht. Von wem ist dieses Kind??“ „Da er mir sehr ähnlich sieht, stellt sich mir die Frage: wen habe ich damals geschwängert?“. Nun ja. Ich weiß es. Inzwischen hat Dr. Google mich beruhigt, denn die These über das Zungenrollen, wurde inzwischen längst widerlegt. Trotzdem fühlte es sich erst einmal an, als wolle man mir …

Heyday

So vieles schwirrt mir im Moment im Kopf herum, worüber ich schreiben möchte. Aber mein Zeitmanagement ist aktuell mal wieder der reinste Kollateralschaden. Und was hilft mehr als die Gedanken neu zu strukturieren, als zu nähen? Ich bin so dankbar für dieses Hobby. Es macht nicht nur auch nach vielen, vielen Jahren jede Menge Spaß, sondern es erdet auch so schön.. Morgen kommt meine neue Overlock. In den letzten Wochen hatte ich die Maschine von einer Freundin geliehen gehabt. Meine alte Ovi ist nach sechs Jahren verstummt. Der Punkt, an der ich nicht nur mit einer neuen, besseren Maschine liebäugeln, sondern mich auch ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen musste. Nun ist die Vorfreude groß und die Liste der Nähprojekte noch sehr lang. Vor Weihnachten kann die neue Maschine schon mal so richtig warm laufen. Am Samstag erscheint ein neues, spannendes Design von miss patty bei lillestoff: Sweat Heyday. In drei tollen Farben könnt Ihr den schönen Sweat haben. Ich habe mir eine weitere Frau Polly von Schnittreif aus dem Stoff genäht und finde, Schnitt und …