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Dat Wasser vun Kölle

*Werbung* … es jot! Das wussten nicht nur bereits die Bläck Fööss und besingen es im gleichnamigen Song seit 1988, sondern auch das Wasser von Familie Sonnenschein am Rande von der wunderschönen Domstadt ist absolit trinkbar. Wir haben das nämlich getestet, denn wir überlegen schon eine ganze Weile, ob wir uns die Getränkekisten Schlepperei sparen und vor allem damit den Rücken von Herrn Sonnenschein entlasten. Seit einiger Zeit schauen wir uns Angebote für einen Soda Stream an und haben die Pro und Contra Argumente dafür erörtert. Ein wichtiger Punkt in der ganzen Argumentation war die Wasserqualität. Denn ich bin wirklich ein wenig pingelig, wenn es um Essen und Trinken geht. Behauptet zumindest Herr Sonnenschein hin und wieder. Wir wohnen in einem alten Haus, mit alten Wasserleitungen und so ganz traute ich dem ganzen System nicht über den Weg. Da kam das Angebot von IVARIO unser Wasser zu testen goldrichtig. Und es war so herrlich unkompliziert. Wir bekamen das Testpaket mit zwei etikettierten Plastikröhrchen per Post zugeschickt, füllten am Folgetag das erste Leitungswasser (die Wasserleitungen sollten 6 …

Rudelrangeleien

*Werbung* Heute Morgen hatte Sonea wirklich gute Laune. Wir wurden mit viel Sonnenschein geweckt und der kleine Bruder mit den Worten „Steh auf! Heute ich Spielzeugtag und Bienen-Frühstück im Kindergarten!“. Sie kennt nicht nur die Wochentage, sondern auch ganz genau ihren eigenen Wochenplan sowie den ihres Bruders in und auswendig. Und bestimmend, wie sie ist, kam sie dann auch gleich mit zwei Brettspielen, fünf Dinos, einer Tacherbrille, einer CD und drei Büchern an, die ihr Bruder alle mit zum Spielzeugtag nehmen sollte. Nun, seine Laune war an diesem Morgen nicht ganz so gut, wie die seiner Schwester. Manchmal muss er sich einem enormen Stresspegel durch seine Schwester stellen und auch, wenn er das nach außen hin meistens gut macht, trägt er immer eine gewisse Grundanspannung in sich. Daran arbeiten wir gerade. Aktuell sind Geschwisterstreitereien über Nichtigkeiten Tagesordnung. Nervenaufreibend für mich, aber natürlich auch für die Kinder. Nicht immer kann ich darüber hinweg lächeln, weil ich dieses sinnlose Verhalten aus meiner eigenen Kindheit kenne. Denn ich habe ja selbst eine große Schwester und einen kleinen Bruder. …

Ein Brief an mich – Initiative gegen Altersarmut

*Werbung* Liebe Katharina von 2006, herzlichen Glückwunsch zu Deiner abgeschlossenen Ausbildung. Auch wenn Du Deinen Abschluss mir Bravour gemeistert hast, war es ein wenig holprig bis hier hin. Du hast lange gebraucht um Deinen beruflichen Weg zu finden, nach dem Abi erst einmal gejobbt, um dann diesen Weg zu gehen. Die Lebensreise, die Du Dir lange so nicht hättest vorstellen können. Denn ursprünglich wolltest Du Ergotherapeutin werden. Nun bis Du Kauffrau im Groß- und Außenhandel und planst noch ein BWL Studium. Aber erst einmal ein bisschen arbeiten und richtiges Geld verdienen. Dafür wird Dir nicht allzu viel Zeit bleiben, denn in zwei Jahren wirst Du schon einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten und dann weitere Wege gehen, die zum jetzigen Zeitpunkt für Dich unvorstellbar scheinen. Auch wirst Du sehr bald feststellen, dass Dein beruflicher Weg nicht das ist, was Du Dein Leben lang machen möchtest. Vielleicht trittst Du deshalb auch nicht das Studium an, dass Dir in Deiner Lebensplanung noch vorschwebt. 2006 ist für Dich eine chaotische Zeit. Ein Leben im Hier und Jetzt, ohne Wenn und …

Eine haarige Angelegenheit

Neulich war ich zur alljährlichen Vorsorge bei meinem Gyn. Zum Glück immer nur ein Punkt, den ich von meiner jährlichen To Do Liste streichen muss und längst nicht so wild wie meine Inspektionstermine beim Zahnarzt. Im ärztlichen Besprechungsraum sprach ich dann das Thema Sterilisation an und vielleicht war es auch nur eine abschätzende Frage, um zu sehen wie mein Frauenarzt darauf reagiert. Es ist schließlich nicht üblich, wenn Frau mit 36 den Wunsch nach einer Sterilisation äußert. Lange habe ich mich innerlich mit dem Thema auseinandergesetzt. Ich habe zwei wundervolle Kinder. Jedes auf seine Art und Weise eine ganz eigene Persönlichkeit und doch ein bisschen Herr Sonnenschein und ein bisschen ich. Kinder sind einfach toll… wenn sie nicht gerade ihre Grenzen neu stecken. Ist es nicht egoistisch von mir, wenn ich beschließe nach diesen zwei Prachtexemplaren von Minimenschen einen Schlussstrich zu ziehen? Ich merke, dass ich innerlich ein wenig trotzig reagiere, als mein Frauenarzt meinen Wunsch nach einer Sterilisation begrüßt und mir das Prozedere genauer erörtert. Meine Einstellung zu einem dritten Kind kennt er und …

*Verlosung* Ich hab gewonnen!!

Inzwischen ist es schon fast zwei Wochen her, dass das 15. Down-Sportlerfestival stattfand. Das dritte Mal in Folge mit uns als Gast und das zweite Mal mit Sonea als eine der motivierten Wettkämpfer. Rund 600 Menschen mit Down-Syndrom im Alter von 4 bis über 60 Jahren nehmen Jahr an diesem gelungenen Sportfestival teil. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass jedes Mal eine sensationelle Stimmung mit ganz viel Gänsehautfaktor und ein paar (Freuden)tränchen herrscht. Als ich Sonea verkündete, dass ich sie wieder für das Down-Sportlerfestival angemeldet habe, hat sie laut gejubelt. Ein Wettkampf unter gerechten Bedingungen. Mit dem Ziel am Ende die Goldmedaille zu bekommen und zu gewinnen, reiste Sonea vorletzten Samstag in aller Frühe mit uns nach Frankfurt. Da wir ja bereits wussten wie mitreißend und einfach nur großartig dieses Sportlerfestival ist, nahmen wir auch in Kauf, dass der Tag für uns schon sehr früh startete. Auch Soneas Bruder freute sich schon sehr auf das Spektakel, denn auch für Geschwisterkinder ist das Down-Sportlerfestival ein tolles Erlebnis. Es gibt zum Beispiel die Geschwister-Olympiade, in …

Mein Leben mit dem Besonderen #103 Leben auf zwei Planeten

Mein Leben mit einer fiesen Diagnose …. immer, wenn ich meinen Freuden und meiner Familie beibringen muss(te), dass ich schwer erkrankt bin, kam es mir vor, als sei ich anonyme Alkoholikerin (aber nein, DAS ist nicht mein Problem). „Hallo, mein Name ist Jasmine, ich bin 41 Jahre alt und bei mir wurde Darmkrebs diagnostiziert“, so mein Sprüchlein. Gut, vorstellen muss ich mich natürlich nicht, aber dieses Gefühl, etwas zu beichten, was null in mein Leben passt, das kommt mir nach wie vor ein wenig surreal vor.    Warum ich von meiner Erkrankung erzähle? Wenn ich nicht auf mein Bauchgefühl (im wahrsten Sinne des Wortes) gehört hätte, dann wäre meine Krankengeschichte mit sicher unguten Prognosen weiterverlaufen und ich möchte allen unter Euch in ähnlichen Situationen Mut machen, sich auf die eigene Intuition zu verlassen. Ich nutze meine Krankheit als Chance, endlich das zu machen, was ich immer machen wollte (schreiben und mein Mann und ich organisieren gerade für 2018 eine Weltreise). Eigentlich hatte ich seit meiner Studentenzeit Angst vor dem „Biest“, wie ich den Krebs nenne. …

Die Sache mit der Inklusion

Wenige Monate, nachdem Sonea geboren wurde, trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft, die sich dafür einsetzt, dass Menschen mit Behinderung als vollwertige Bürger der Gesellschaft anerkannt werden und sie fordert die Inklusion und die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben. Denn Inklusion ist ein Menschenrecht. Wer hier schon länger mitliest, weiß wie sehr wir Inklusion leben und wie sehr mein Herz dafür brennt, dass Sonea ein gleichberechtigtes Leben führen kann. Seit Soneas Geburt 2009 leben wir die Inklusion soweit es uns aus gesellschaftlicher Sicht ermöglicht wird. Neben dem Frühförderspielkreis und dem Down-Syndrom Spielkreis besuchten wir außerdem normale Krabbelgruppen, machten Babyschwimmkurse und all das, was man eben so in der Baby- und Kleinkindzeit mit seinem Kind macht. Es war nicht immer leicht für mich. Denn die anderen Kinder führten mir immer wieder vor Augen wie groß die Schere in der Entwicklung mit der Zeit wurde. Während die anderen Kinder irgendwann völlig selbstverständlich losliefen und anfingen zu reden und ihre Mütter vor Stolz fast platzen, als hätten ihre Kinder gerade ihre erste Bachelorarbeit geschrieben, brauchte es bei uns …

Mein Leben mit dem Besonderen #102 Der Geruch von Erdbeermarmelade

Ein bestimmter Geruch, ein Geschmack auf der Zunge oder vielleicht ein Gegenstand an dem Erinnerungen hängen. Ereignisse oder Erlebnisse die Spuren im Leben hinterlassen oder vielleicht auch die Sicht auf so mancherlei Dinge im Leben verändert haben. Bei mir ist so eine Verknüpfung der Geruch von Erdbeermarmelade. Meine Oma hat schon immer einen Garten. Unter anderem war dort schon immer ein großes Feld mit Erdbeeren. Erdbeerkuchen, Marmelade, Obstsalat… Es gab einfach alles. 2011 musste meine Oma unerwartet ins Krankenhaus. Mein Opa hat mir kurzerhand 2 Eimer voller Erdbeeren ins Auto geladen, ich sollte einspringen zum Marmelade kochen. Ich weiß noch, dass ich einige Stunden mit schnibbeln, kochen abfüllen usw beschäftigt war.  Die ganze Wohnung roch fruchtig süß. Heile Kleinstadtwelt. ☺ An diesem Tag hatte ich allerdings noch einen anderen Termin. Wochen vorher hatte ich einen Gehörsturz. Da ich des Öfteren unter Kopfschmerzen litt, wollte mein Hausarzt noch ein MRT zur Kontrolle durchführen. Und dieser Termin stand an diesem Nachmittag an. Ich empfand den Termin im Nachhinein eher als lästige Zeitverschwendung. Aber naja, machen wir das …

Meine Abenteuerreise nach Berlin

Wenn ich alleine verreise, ist das Chaos vorprogrammiert. Erst einmal gibt es vorab jede Menge zu organisieren. Wer passt auf die Kinder auf? Was muss vorher alles noch erledigt werden? In der Regel reicht es, wenn ich die komletten Outfits der Kinder für den nächsten Tag rauslege. Ansonsten wuppt Herr Sonnenschein das ganz wunderbar. Ich hatte mich auf die Blogfamilia in Berlin und das Frühlingsfest in der Kita gefreut, aber dass der 12. Mai nur einmal im Kalender steht und beides auf einen Tag fällt, hatte ich dabei nicht bedacht. Die besondere Schwierigkeit bestand darin, dass an jenem Tag nicht nur Frühlingsfest sein sollte, sondern auch noch Kitafrei bis zum Festauftakt. Nun ja. Irgendwie wollte das Schicksal es so, dass die Organisiererei der Kinderbetreuung sich ein wenig schwierig gestaltete. Und auch, dass dieser Monat einige Male solche Herausforderungen mit sich bringt und ich nicht immer dieselben fragen möchte. Ich war schon kurz davor meine Teilnahme an der Blogfamilia abzusagen. Irgendwie sollte es ja scheinbar nicht sein. Und ich hatte außerdem ein schrecklich schlechtes Gewissen nicht beim Löwen …

Mein Leben mit dem Besonderen #101 Einfach Theo

Für mich wurde mein Leben besonders „besonders“, als mein zweiter Sohn auf die Welt kam. Theo sollte er heißen und heute bin ich mir sicher, wir hätten keinen besseren Namen für unseren Kleinen finden können. Dass es nicht einfach werden würde, war mir klar. Schließlich haben die beiden Jungs gerade mal einen Abstand von 23 Monaten. Aber zu dem Zeitpunkt wusste eben auch noch niemand, dass Theo etwas Besonderes mitbringen würde. Die Geburt verlief wie erwartet – Theo kam per Kaiserschnitt auf die Welt. Wie auch beim Großen hatte ich leider keine andere Wahl. Aber man macht eben das Beste daraus und so konnte ich mir immerhin ein besonders schönes Datum für seinen Geburtstag wählen. Es war alles gut, ich durfte ihn kurz im Arm halten, ein paar Tränchen flossen und schon war mein Mann mit Theo, der Hebamme und dem Fotoapparat im Kreißsaal. Als er wieder zu mir zurückkam, strahlte er bis über beide Ohren. Unser kleiner Sonnenschein war endlich bei uns! Im Kreißsaal angekommen, haben wir Theo direkt angelegt und er gab alles! …