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U(DS oder aber… von der Qual der Wahl

U(DS

Das hat Euch der Hund geschrieben. Heimlich. Während ich nur mal schnell meine Kaffeetasse auffüllen war und der Plüsch die Gelegenheit nutze und über meine Kekse herfiel. In aller Hektik hat er dabei dann auch mal eben einen fast fertigen Blogbeitrag gelöscht.

Also nochmal von vorne.

Die Schulsuche von Sonea gestaltete sich damals wie eine Achterbahnfahrt. Nicht nur, dass sie uns viele Nerven und zahlreiche Urlaubstage kostete. Denn neben den üblichen Terminen, mussten sämtliche Arzttermine wahrgenommen werden, Intelligenztests gemacht und das komplette Kind auf den Kopf gestellt werden. Aber am schlimmsten an alledem war diese Ungewissheit, dieses in der Luft hängen und nicht wissen wie es mit ihr weiter geht und welchen schulischen Weg sie gehen darf.

Umso leichter stellte ich mir dieses Prozedere bei ihrem kleinen Bruder vor. Keiner, der einem diese wahnwitzige Idee das Kind inklusiv beschulen zu wollen, ausredet. Keiner, der Kritik an Deiner Wahl ausübt und vor allem keine Schule, die sagt „Wir können Ihr Kind leider nicht bei uns beschulen“.

Aber ganz so einfach war das dann doch nicht. In den vergangenen Wochen hatte ich einige schlaflose Nächte. Warum können wir nicht einfach in einem kleinen Dorf mit einer einzigen Grundschule im Umkreis von 20 Kilometern wohnen? Wahrscheinlich alleine aus dem Grund, dass ich am Ende die Schule, die 20,5 km entfernt ist, für die einzig richtige halten würde.

Es gibt da diese eine puschelige Grundschule in unserer Nähe, die ich jahrelang favorisiert habe. Erst für Sonea. Und dann für ihren Bruder.

Aber ganz so einfach habe ich es mir dann doch nicht gemacht und mir zusammen mit Simon eine weitere Grundschule angeschaut, die noch näher gelegen ist und eben eine ganz normale Grundschule ist. Recht steril und wenig puschelig. Eigentlich klammerte ich diese Schule jahrelang aus und als ich dann mit Simon dort war, ihn erlebte, wie er sich recht schnell von mir löste und sich in dem Gebäude bewegte, als würde er es schon ewig kennen, da war die Sache sofort klar. Auf dem Heimweg spürte ich wie eine Last von mir fiel, die gar nicht so wirklich da gewesen war. Sollte es tatsächlich so einfach sein?

Keinen halben Jahresurlaub verplempert? Keine Wuttränen? Keine Verzweiflung? Sondern einfach eine klare Entscheidung für eine Schule, weil wir sie für richtig hielten. Und vor allem kein „Wir können Ihr Kind leider nicht beschulen“ mit nem charmanten Verweis auf die Förderschule.

Natürlich konnte ich es nicht einfach dabei belassen und schaute mir einige Tage später noch die puschelige Grundschule an. Leider ohne Simon und so fehlte mir jegliches Gefühl dafür wie es ihm dort gefallen würde. Ich fand diese Schule deutlich schöner. Kein steriler Ort zum Lernen, sondern ein kunterbunter, familiärer und vor allem einer, der ganz viel Liebe und Geborgenheit ausstrahlt.

Eine liebe Freundin, deren Sohn auf genau diese Schule geht, nahm Simon wenige Tage später mit, damit er sich dort einmal umschauen konnte. Und natürlich wollte er anschließend genau an diese Schule, weil „Die haben Hühner UND Schweine!“. Mich plagten Zweifel und ich fühlte mich hin und hergerissen.

Zweifel deshalb, weil ich die puschelige Grundschule ganz klar für einen wesentlich schöneren Lernort halte, mir meinen Sohn dort aber nicht richtig vorstellen kann.

Keine Fächer, sondern Lernzeiten. Andere Strukturen, die viel selbständiges Arbeiten erfordern. Es war der Wunsch, dass es diese Schule werden könnte, aber das Wissen, dass ihm die Klarheit und Struktur in der anderen Schule besser tun wird.

Der Termin der Schulanmeldung rückte immer näher und am Ende war mein Kopfchaos abgeebbt. Zuversichtlich ging ich mit den Kindern im Schlepptau zu der Schulanmeldung und ehe ich mich versah, war Simon auch schon mit einer Lehrerin, die mit den Worten „Dann wollen wir mal sehen, was Du alles schon kannst“ die Tür hinter sich schloss, im Nebenraum verschwunden.

Ich füllte derweil einen Fragebogen aus und ließ mir vom Schulleiter Infos zum Schulhund geben. Übrigens mein Ass im Ärmel, als Simon der anderen Schule den Vorzug wegen der Hühner und Schweine gab.

Nun. Es wäre alles gut gelaufen, wenn mir die Lehrerin nicht ein richtig blödes Gefühl gegeben hätte, weil mein Sohn seinen Namen noch nicht richtig frei schreiben und übrigens auch noch nicht das Alphabet kann. Ich war ziemlich durcheinander und kurz davor die Rückstellung meines Sohness zu beantragen, der ja erst ganz frisch 6 Jahre alt ist, wenn er eingeschult wird. Viel zu früh. Mein Baby. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, was da in mir tobte.

Simon freut sich aber auf die Schule und interessiert sich sehr für alle Vorschulthemen. Für ihn war auch der Termin in der Schule „richtig cool“.

Egal ob es um die inklusive oder Regel-Beschulung geht, man macht sich einfach unglaublich viele Gedanken und Sorgen. Schließlich legt man irgendwie einen entscheidenden Stein für die Zukunft seines Kindes.

Genau so sonnenklar wie bei seiner Schwester, war auch bei Simon die Wahl des Schulranzens eine zweifellose Angelegenheit.

(Bildrechte: Fond of Bags)

Vor einigen Wochen waren bei zur Bagomania 2.0 bei Fond of Bags eingeladen und neben neuen Affenzahn und Satch-Modellen, wurden natürlich auch die neuen Ergobags präsentiert.

Wie Ihr wisst, arbeite ich nun schon seit Jahren mit diesem tollen Unternehmen zusammen und es ist wirklich spannend und beeindruckend zugleich die rasante und erfolgreiche Entwicklung zu sehen.

Natürlich habe ich Simon gefragt welchen Schulrucksack er sich aussuchen würde. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass er sich Bäranusaurus Rex entscheiden würde. Vielleicht noch den RambazamBär. Der erste Ergobag Rucksack, der nun in einer neuen Edition sein Revival findet.

Aber seine Wahl fiel auf den SchlauBär und ich war ein wenig irritiert, weil das das schlichteste Modell unter all den fetzigen Varianten ist. Es stellte sich aber ziemlich schnell heraus, dass er diesen Rucksack nur wegen der Klettis haben wollte. Denn als ich die Klettis einfach auf einen anderen Rucksack klettete, war dies sein ganz klarer Favorit.

Ich mag die Stabilität vom Cubo sehr gerne und deshalb wird es auch für Simon ein Cubo werden. Für welches Modell sich Simon am Ende entschieden hat, verraten wir Euch ganz sicherlich bald.

Sollte bei Euch im nächsten Jahr eine Einschulung anstehen, empfehle ich Euch auf jeden Fall einmal bei Ergobag zu stöbern. Es gibt viele tolle, neue Modelle. Gerade im Bereich reflektierende und fluorisierende Modelle, für noch bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr, hat sich einiges bei Ergobag getan.

Zumindest in der Wahl unseres Schulranzens plagen mich keine Zweifel. Und für den Rest, habe ich ja noch ein paar Monate Zeit.

 

5 Kommentare

  1. Knodel Inge sagt

    Hallo!
    Für mich ist das alles Neuland. Als meine Kinder eingeschult wurden, ging man in die Grundschule die zu dem Wohngebiet oder Vorort bzw. Dorf gehörte. Wollte man sein Kind in eine Privatschule einschulen war das etwas anders. Dort musste man sich bewerben und einige Test über sich ergehen lassen. In keiner Schule ist alles 100%. Mein kleiner Enkel wird 2018 in seinem Wohnort eingeschult. Sein Bruder geht dort im Momet in die 4. Klasse, sein Vater ging auch schon auf diese Schule. Meisten sind es 2 1. Klassen. Wenn man möchte, kann man auch sich für die Ganztagsgrundschule oder eine Kernzeitbetreuung entscheiden. Meine Enkel können (bzw. müssen) in die Schule laufen ( etwas mehr als 2 km)oder später mit dem Rad fahren. Viele Kinder sind bereits zusammen in den Kindergarten gegangen und gehen nun gemeinsam auf die gleiche Grundschule. Mein Mann und ich wären nie auf die Idee gekommen in einem größeren Umkeis von unserem Wohnort nach einer anderen Schule zu suchen und unseren 4 Kindern einen langen Anfahrtsweg zu spendieren. Wenn man mit 6 oder 7 Jahren eingeschult wird, ist es schön wenn man sein vertrautes Umfeld hat. Ab der 5. Klasse sind die Kinder älter und man kann ihnen eine Bus, Bahn oder Zugfahrt zu muten. Hört einfach auf euer Bauchgefühl.

  2. Andrea sagt

    Also aus Erfahrung kann ich sagen, dass EINE Schule zur Auswahl auch nicht immer hilft. Bei uns haben wir EINE Grundschule, auf die die Kinder gehen. ABER die ist dreizügig und eine Klasse hat den Schwerpunkt Englisch (wird ab der ersten Klasse in einigen Fächern im Unterricht gesprochen), eine hat den Schwerpunkt Musik (jedem Kind sein Instrument) und die nächste ist eine Flexklasse, in der Erst- und Zweitklässler zusammen unterrichtet werden. Wir wurden zum Elternabend eingeladen, auf dem die Englisch- und die Musikklasse vorgestellt wurden, und sollten uns für eine davon entscheiden, weil die Flexklasse in einem anderen Schulhaus stattfindet, für das wir nicht vorgesehen waren. Was soll ich sagen: wir haben gewählt … und das Kind kam in die Flexklasse. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. 😉 Hätten wir eine wirklich freie Wahl gehabt, hätten wir uns übrigens eine ganz normale Grundschulklasse gewünscht.

  3. Jessica Steinke sagt

    Hallo, die richtige Wahl für die Schule zu treffen ist wirklich schwer. In welche Grundschule unser Sohn gehen wird war für uns ganz klar aber als dann das Thema weiterführende Schule kam war gar nichts mehr klar. Ich habe mir die Schule hier angesehen und hatte eine sehr schlechtes Bauchgefühl da wir auch mit ein paar Extras durchs Leben marschieren. Nach einigen Gesprächen mit Eltern deren Kinder schon auf diese Schule gehen und mich überzeugt haben das dies die ultimative Schule sei und ich nicht so viele Sorgen haben solle habe ich meinen Sohn angemeldet, immer noch mit Bauchschmerzen. Der Tag X kam und mein Bauchgefühl hat sich leider bestätigt. Nach nur 4 Monaten war uns klar das wir ihn dort wieder runter holen und wir was anderes suchen müssen. Was ich dir damit sagen möcht ist: hör einfach auf dein Bauchgefühl was für deine Maus das beste sein wird. Ich denke als Mama hat man das Gespür dafür 😊. Wir haben für die große Schule einen Satch gekauft und sind super zufrieden damit. Besser geht auch für die großen Kinder nicht.

  4. Mirjam sagt

    Ich danke dir sehr für diesen Artikel! Wir stehen hier vor der Entscheidung unser viertes Kind, mein Nesthäkchen einzuschulen. Die drei Großen waren „Muss“ Kinder, er ist jetzt als Anfang November geborenes Kind ein Kann-Kind. Eigentlich klare Sache, er geht mit 6. Ich will kein Kind überfordern. Und nun das ganz ganz große ABER… Schon eine Weile treibt mich um, dass ich ihm allerdings auch gerecht werden möchte. Was ist denn nun das Beste für ihn? Im Gegensatz zu seinen Geschwistern ist N. mit allem etwas früher, etwas schneller, etwas weiter. Er ist größer als Gleichaltriger, überschätzt sich ständig, probiert alles aus, ist mutiger als seine Geschwister. Allerdings ist er auch sehr fordernd, braucht viel Aufmerksamkeit, etc. Nun habe ich gestern aus dem Bauch raus entschieden ihn der Schule vorzustellen. Er ist ohne Zögern mitgegeangen, die Lehrerin sieht kein Problem, die Rektorin weist darauf hin dass die frühen Kinder sich die Zeit über kurz oder lang zurückholen. Hmmm. Ich weiß es immer noch nicht aber mein Bauch tendiert zur Einschulung. Mal sehen.

  5. Ani Lorak sagt

    Hallo. Ich denke die Unsicherheit bleibt. Unser Sohn – in 7 Tagen 13 – würde vorzeitig eingeschult. Zum einen war er selbst seit Jahren heiss auf die Schule, zum anderen Verstand er nicht, dass er nicht durfte und seine Freunde schon. Wir haben es uns nicht leicht gemacht und auch gezweifelt. Jetzt ist er in der 8. Klasse und es war wohl nicht falsch. Seine Schwester besucht die selbe ca. 200 m von zu Hause und sie hätte eine andere Wahl nicht verstanden. Ich hatte Zweifel, aber habe beschlossen, es zu versuchen, denn auch die Selbständigkeit fördert diese. Muss ich mein Kind bringen, weil zu weit und nicht machbar zu Fuss oder alleine aus der Siedlung nachmittags ohne Abschluss… Zweifel sind bei Eltern immer da. Ich kann nur für mich sagen, dass es sehr stark von der Lehrerin abhängt und dass es an der selben Schule auch grosse Unterschiede in der Stufe gibt. Dann erst die Enrscheidung für die weiterführende… Mein Sohn hat gestern an einer Potentialanalyse teilgenommen (Pflichtprogramm in NRW), hängt mit ‚Kein Kind ohne Abschluss‘ und nur 8 Jahre zum Abitur zusammen… Puh. So früh Entscheidungen… Bauch ist da wichtig und vielleicht hat der Hund recht… Meine Eltern haben die am nächsten / Schulbezirk gewählt. Manchmal ist es halt auch die Qual der Wahl…und Meinungen von allen Seiten.

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