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Mein Leben mit dem Besonderen #112 Medikamentenallergie

Mein Name ist Alu und ich habe eine Medikamentenallergie. Wissen tue ich das seit ich 14 Jahre alt bin und bereits manches Mal hat mich diese Allergie in arge Bedrängnis gebracht. Ich habe mit 14 Jahren aufgrund dessen einen epileptischen Anfall über sieben Stunden gehabt und wäre fast gestorben da mein Körper seine Funktionen nicht mehr kontrollieren konnten, alles Dinge die unschön sind und die einen prägen. Erst nachdem man mich körperlich komplett durchgecheckt hatte mit Nervenwasser (AUA!), Hirnströmen, Magen, Herz usw. hat man festgestellt, dass ich eine von 0,1 Prozent von Menschen bin die eben auf bestimmte Inhaltsstoffe so reagiert. Meine Eltern und ich waren sehr erleichtert, dass man wenigstens wusste woher der epileptische Anfall denn kam, aber ich muss sagen, so einfach ist das eben doch leider nicht. In den letzten 20 Jahren hatte ich insgesamt vier nennenswerte Anfälle die nicht aufgrund von Medikamenteneinnahme entstanden sind. Einmal hatte ich einen Anfall nach chinesischem Essen, einmal nach dem Verzehr einer Süßigkeiten Marke (ich verrate nicht welche), einmal nach Weißwein und einmal nach Glühweingenuss auf Weißweinbasis. Jedes Mal läuft ein Anfall ähnlich ab. Ich merke eine Versteifung von Nacken und Mund, meine Mundwinkel werden unkontrolliert und spätestens dann muss ich jemanden Bescheid sagen was nun passiert und dass sie einen Krankenwagen rufen sollen. Bis dato hat das immer gut geklappt, egal ob in den öffentlichen unterwegs oder nicht. Ich habe in meinem Portemonnaie einen Zettel auf dem Nummern und Wirkstoff stehen. Irgendwann kann ich weder sprechen noch meinen Körper kontrollieren und verliere ab da auch meist meine Erinnerungen dann. Aufwachen tue ich meist im Krankenhaus wenn mir der Magen ausgepumpt wird. Ich wurde auch schon mehrmals gefragt ob ich drogenabhängig bin und getestet. Bin ich aber nicht (und war ich auch nie) und kann dann immer wieder nur auf meine Zettel verweisen. Ich habe immer große Sorgen, dass irgendwann mal ein Krankenwagen nicht schnell genug ist, oder dass ich allein mit den Kindern bin, hoffen wir einfach, dass dies so nicht geschehen wird. Ich lese jedenfalls Beipackzettel immer sehr genau.
Alu

Mehr über Alu und ihr Leben erfahrt Ihr auf ihrem Blog Grossekoepfe.

2 Kommentare

  1. Knodel Inge sagt

    Hallo Alu! Danke für deinen Bericht. Ich habe schon sehr viele Jahre eine Histaminintoleranz. Auch ich muss auf viele leckeren Sachen verzichten. 2010 war ich 10 mal mit dem Rettungswagen unterwegs. Ohne mein Notfallset und Allergieausweis gehe ich nicht aus dem Haus. Im Moment bin ich sehr mit anti Histaminika gut eingestellt. Das kann sich aber auch schnell wieder ändern. Meinen Fresszettel wie ich ihn nenne( das was ich essen darf) habe ich auch immer mit. Muss ich in die Rheumaklinik oder in eine Andere schicke ich ihn wenn möglich 1-2 Wochen vorher zu Händen der Küche ab. Hat bis auf einige Male gut geklappt. Leider kennen sich viele Ärzte mit meiner Erkrankung nicht aus oder wollen es nicht wahr haben, sind anderer Meinung oder stellen sich auf stur. Dann packe ich meinen Koffer und verlasse die Klinik oder Praxis umgehend. Ich brauche bei einem sehr starken Schock umgehend einen Rettungswagen unterhalb von 10 Minuten. Lass den Kopf nicht hängen, versuch heraus zu finden was bei dir die Reaktion auslösen kann, schreib dir einen Fresszettel und lass alles fort was dir nicht bekommt. Liebe Grüße Inge

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