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Minions auf Zucker im Wald

Gestern feierten wir Simons* Kindergeburtstag nach. Ja, richtig. Er hatte doch bereits im Sommer Geburtstag. Nun ist es aber grundsätzlich immer so, dass er mitten in den Ferien Geburtstag hat und wenn die Kita wieder beginnt, haben erstmal all seine Kumpels Geburtstag und jede Woche ist mein Kind auf einer anderen Party eingeladen.

Aus diesem Grund haben wir nun traditionell seinen Kindergeburtstag in den Herbst verlegt. Und während wir im letzten Jahr die Tiere im Wasser erforscht und eine waschechte Piraten-Party gefeiert haben, erforschten wir dieses Jahr den Wald und sämtliche Tiere und Insekten, die dort heimisch sind. Und nicht nur einmal kam die Frage „Wann suchen wir denn den Schatz?“ oder „Wo ist denn nun der Schatz versteckt?“.

Ratet mal wer sich am allermeisten auf die Geburtstagsparty freute? Ja, der Plüsch auch, der durfte nämlich mit. Aber eigentlich ist die Rede von Sonea. Sie liebt Geburtstage und das müssen nicht unbedingt ihre eigenen sein. Sie war so aufgeregt, dass unser Wochenende nicht besonders schlafreich war.

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Samstag wie Sonntag scheuchte sie uns in aller Frühe aus den Betten. Gestern morgen bereits um halb fünf Morgens, also wirklich mitten in der Nacht und zu meiner eigentlichen Tiefschlafphase, wurden wir mit laut geträllerten Liedern aus ihrem Zimmer im Schlummerschlafmodus gehalten. Der Tag versprach ab diesem Zeitpunkt eigentlich eine Katastrophe zu werden. Aber so wie sie sich freute, konnten wir ihr unmöglich die Geburtstagsparty ihres Bruders vorenthalten.

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Meine Nerven waren bereits, dank der Geburtstagsvorbereitungen, die ursprünglich nicht so aufwändig geplant waren, deutlich strapaziert. Ich musste nicht nur sämtliche Augen und Münder an Keksen und Keksstäbchen festkleben. Ich machte auch noch den Fehler, es mit Lebensmittelkleber zu versuchen, der mir bei meinem Vorhaben keine so guten Dienste erwies. So dass ich irgendwann entnervt zur herkömmlichen Methode zurück griff und aus Puderzucker einen Zuckerkleber anrührte, der bombig hielt. Die viel größere Herausforderung war allerdings die, die fertig beklebten Kekse und Zuckeraugen vor den Kindern und dem Hund zu verteidigen.

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Dieses Jahr feierten wir also mit 10 Gästen eine Party im Haus des Waldes, der Waldschule auf Gut Leidenhausen. Simon findet Tiere jeder Art absolut faszinierend. Und da wir uns bereits der Urzeit und dem Ozean an anderen Geburtstagen gewidmet haben, schauten wir uns nun den Wald und seine Bewohner an.

Und das war gar nicht so einfach mit einem Haufen Minions auf Zucker.

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

In der Waldschule gab es jede Menge zu gucken. Von Vogelspinnen, über Würgeschlangen, bis hin zu verschiedenen Käfern, Stabheuschrecken und einem schlafenden Hamster.

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Die Stabheuschrecken durften die Kinder in die Hand nehmen, wobei sich hier die Mädels als deutlich mutiger erwiesen, als die Jungs.

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Anschließend begaben sich alle auf eine Expedition durch den Wald. Alle… bis auf Sonea. Die saß bockig auf ihrem Stuhl, die Arme vor dem Bauch verschränkt und verkündete „Ich geh nicht raus!“. Damit war fast zu rechnen gewesen, aber wir hatten einfach gehofft, dass sie sich an diesem Tag von den anderen Kindern mitreißen ließe.

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Vorerst konnte ich sie dann überzeugen doch mitzukommen und so statteten die Bienenkinder und Ex-Bienenkinder den Bienen einen Besuch ab.

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Anschließend ging es zu den Hirschen und danach weiter zu den Wildschweinen.

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Dort trennten sich nicht nur unsere Wege, denn ab dort verweigerte Sonea sich letztendlich komplett zum Weiterlaufen, sondern bei allen anderen Kindern klinkte eine Sicherung aus. PFÜTZE!!!! PFÜTZE!!!

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Na ja und es ist nahezu unmöglich das zu unterbinden, wenn sie einmal damit angefangen haben. Zumindest bei Simon ist das so.

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Die Kinder hatten zum Glück alle vorsorglich Matschklamotten an und Wechselklamotten dabei. Denn, so berichtete mir Herr Sonnenschein anschließend: die Gummistefel mussten mehrfach ausgeschüttet werden.

Zwischendurch entfachte ein kleiner Streit um die Greifzange. Denn die Kinder hatten die ehrenvolle Aufgabe den Wald von herumliegendem Müll zu befreien. Und dann hat man eine Zange, einen Eimer und 10 motivierte Kinder, die es alle auf die Zange abgesehen haben. Es wäre schön, wenn sie sich diese Motivation bis ins Erwachsenenalter beibehalten.

Kindergeburtstag im Haus des Waldes

Im Großen und Ganzen hatten die Kinder aber Spaß… glaube ich. Und ich hoffe vor allem, dass sie den Nachmittag unbeschadet überstanden haben. Denn die Erkältungswelle ist im Moment wiedermal riesig und die Kinder waren nach ihrem Ausflug durch den Wald pitschenass.

* nein, er heißt natürlich nicht in Echt Simon, aber eben auch nicht Löwe oder Löwenkind. Und es war sein eigener Wunsch zukünftig Simon zu heißen. Erfüllen wir ihm diesen Wunsch. Zumindest auf dem Blog

 

4 Kommentare

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  2. Matilda sagt

    Das hört sich trotzdem allem nach einem echten Kindergeburtstag an. 😊Ich wollte dich nur drauf hinweisen das sich mitten im Blogpost der echte Name von Simon eingeschlichen hat. Ich bin mir leider nicht sicher ob du das so wolltest 🙈

  3. Inge Knodel sagt

    Hallo Katharina, dass war ja ein toller Geburtstag. Herr Simon ist ein toller Junge. Pfützen sind einfach klasse für Kinder bzw. auch für mich. Ich laufe immer noch gerne durch. Mir ist auch egal wenn andere den Kopf über mich schütteln. Warum soll man nicht mit 66Jahren durch Pfützen laufen? Als Kind hätte ich gern solch ein Geburtstagsfest gehabt. Leider kamen immer nur Verwante, die nicht so begeistert von meinen Wünschen waren. Lg. Inge

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