Allgemein, Familienleben
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Angsthase Pfeffernase

Vor einigen Wochen waren wir zusammen mit ein paar anderen Bloggern im Phantasialand eingeladen. Ich freute mich sehr darauf, denn auch wenn wir es nicht weit dorthin haben, war es das erste Mal für uns als Familie und das erste Mal für mich seit 16 Jahren. Früher habe ich das geliebt! Da konnte keine Achterbahn zu schnell, kein Looping zu viel und der Freefalltower nicht hoch genug sein.

Dann wurde ich Mama und alles änderte sich. Grundliegend. Ich weiß nicht was genau passiert ist, aber plötzlich war alles anders.

Unseren Ausflug ins Phantasialand konnte ich nur bedingt genießen und auf die letzte Fahrt mit der Wildwasserbahn, verzichtete ich großzügig. Hauptsache die Kinder hatten Spaß und das hatten sie.

Vor einigen Tagen stand ich dann nachts vor dem Abgrund einer solchen Wildwasserbahn. Einer riesigen Wasserrutsche, die durch einen dunklen Tunnel steil nach unten führte. Es gab keine Treppe nach unten, die mir die Fahrt ersparte. Ich hatte nur die Möglichkeit in einem von zwei Abgründen zu springen. Panik. Doch zum Glück war es nur ein fieser Traum.

Einer von der Sorte  „Ich sitze plötzlich mitten in der Abiklausur und habe null Plan“ oder aber „Ich fahre Auto und sitze selbst hinterm Steuer“. Wie ich solche Träume hasse.

Seitdem ich Kinder habe, habe ich extreme Höhenangst, tierische Panik vor Wespen, bekomme Beklemmungen in der absoluten Dunkelheit, halte ich es in engen Räumen nur schwer aus, kann ich keine Horrorfilme mehr schauen und sehe ich ständig gedanklich irgendwelche Gefahren oder Horrorszenarien, wo andere noch völlig tiefenentspannt sind.

Ich bin keine Glucke und auch keine Helikopter-Mum, aber manchmal reagiere ich ein wenig hysterisch, wenn ich meine Kinder an einem Geländer hampeln oder auf 2 Metern Höhe klettern sehe. Mein ganz persönlicher Albtraum ist der Spielplatz im Kölner Zoo. Dagegen sind die rumfliegenden Wespen harmlos.

Aber eine Sache nervt mich echt total und das ist die Angst vor dem Autofahren.

Vor 14 Jahren habe ich meinen Führerschein gemacht. Die Theorie habe ich damals streberhaft mit 0 Fehlern bestanden, aber beim Praxisteil händigte mir der Prüfer den Führerschein mit den Worten „Da haben Sie sich ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert“ aus. Trotzdem: bestanden.

Damals fuhr ich einen klapprigen, alten Seat Ibiza, der mir fast unterm Hintern wegrostete und dessen nicht vorhandene Servolenkung mir ordentliche Armmuskeln bescherte.

Seit knapp 13 Jahren bin ich kein Auto mehr gefahren und mit jedem Jahr wuchs die Angst davor mehr und mehr.

Leider ist unser Alltag mit nur einem Auto sehr schwer zu bewältigen und es nervte mich zunehmend, dass ich zum Beispiel für einen Zahnarztbesuch fast eine dreiviertel Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, mit dem Auto aber in 7 Minuten da bin.

Neben den üblichen Therapieterminen von Sonea gesellten sich dieses Jahr dann plötzlich auch noch die ihres Bruders dazu und auch nicht bei jedem Arztbesuch der Kinder kann ich dabei sein, weil es sich einfach nicht organisieren lässt.

Mit den Jahren war ich zunehmend genervt von den Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln und meiner persönlichen Unflexibilität. Aber am meisten ärgerte ich mich über mich selbst.

Ein zweites Auto ist einfach unverzichtbar für uns, auch wenn wir die letzten 13 Jahre ohne ausgekommen sind. Das sah dann auch irgendwann Herr Sonnenschein ein.

Und dann bekam ich zu meinem Geburtstag vor drei Wochen diesen kleinen Franzosen. Mit Schiebetüren und Automatik. Ich muss nur noch das Gaspedal drücken, lenken und ab und an zwischen Vorwärts- und Rückwärtsgang wechseln. Fantastisch. Aber so richtig freuen konnte ich mich nicht und auch jetzt taste ich mich ganz zaghaft heran.

Ich weiß nicht wie lange es dauern wird, bis ich mich traue völlig selbstverständlich alleine hinter das Lenkrad zu setzen und den Zündschlüssel umzudrehen.

Am Wochenende habe ich erst einmal ein paar Runden über den Verkehrsübungsplatz in Mettmann gedreht und mich langsam mit meinem kleinen schwarzen Flitzer angefreundet.

Natürlich unter erschwerten, realistischen Bedingungen, denn ich hatte zwei gelangweilte Kinder und Herrn Sonnenschein mit dabei. Ohne Herrn Sonnenschein werde ich auch in den nächsten Tagen und vielleicht auch Wochen nicht fahren. Noch fühlt es sich ein bisschen fremd an.

Damit der Ausflug nicht ausschließlich öde für die Kinder sein würde, planten wir im Anschluss einen kleinen Ausflug ins Wildgehege Neandertal.

Mit dem Autofahren ist es wie mit dem Achterbahnfahren… damals und heute. Nicht so rasant und mit weniger Kurven, aber beides mit viel Adrenalin verbunden.

Aber ich stell mich der Angst. Und ein bisschen stolz bin ich auch, dass ich diesen Schritt endlich gewagt habe.

 

 

 

19 Kommentare

  1. Ani Lorak sagt

    Prima, dass es doch ein Auto und kein Mops ist. Ich kann es gut nachvollziehen, auch mit Kindern sind die Ängste gekommen. Auto fahren war nie meins, wollte auch keinen Führerschein, habe ihn gemacht und musste w/ des Jobs fahren. 1. Dienstfahrt mit dem damals neuem Golf der Arbeit endete mit einem Unfall beim Rückwartsfahren, Mauer geschrammt, dann beim Gegenlenken uach vorne links… Kommentar meines damaligen Chefs: Wir haben ja noch andere Dienstwagen und morgen dann wieder zur Bank. Hach – ich bin privat dann nicht gefahren, wollte kein Auto, ganz selten das des Vaters… Mein 1. Auto habe ich bekommen, als ich nach der Elternzeit wieder arbeiten ging. Mir bricht jetzt der Schweiß aus bei dem Gedanken an meine Angst damals vom Hof des Autohauses zu fahren, ein kleiner Twingo, wenig gelaufen, 2. Hand. Ich musste, ich wollte wieder arbeiten und das ging nur mit Auto. So war das. Heute habe ich immer noch Bammel (fast 12 Jahre später), wenn ich in eine mir unbekannte STadt muss und Angst habe, einen Parkplatz zu finden. Es wird besser mit der ÜBung. Parken ist schwierig, wollte ich damals in Angriff nehmen, also rückwärts, bin unsicher… Tja – dann bekam ich die Info, dass RTL oder war es VOX diesen Kurs beim ADAC filmt und da sie nicht ausschließen konnten, dass man dann im Fernsehen ist… Naja. Dann habe ich darauf verzichtet. Ja – es ist Luxus – aber anders könnte ich es nicht bewältigen. Dafür haben wir keinen Trockner, keine Mikrowelle und versuchen unseren Anteil zur Umwelt beizutragen. Allzeit gute FahrT!

  2. Ania sagt

    Hey.. in jungen Jahren war ich für alles , was schnell war, sehr zu begeistern, mittlerweile traue ich mich nicht von einer kleinen Rutsche ins Wasser zu rutschen. Das tut mir für meinen Sohn sehr leid, aber ich kann meine Angst leider nicht überwinden.
    Ich finde, du kannst Mega stolz auf dich sein. Je länger und öfter du fährst umso schneller wird deine Angst vorm Autofahren verschwinden. Mach weiter so, trau dich und denke nicht darüber nach.
    Lg

  3. Eva sagt

    Liebe Katharina, Glückwunsch, dass du dich überwunden hast! Damit ist der größte Schritt geschafft! Die Angst vor dem Autofahren kenne ich auch. Ich habe mich erfolgreich über zehn Jahre gedrückt, aber bin vor einem halben Jahr aufs Land gezogen und nun ab und an auf das Auto angewiesen. Ich kann dir garantieren: Es wird besser, je öfter man fährt!
    Was mir anfangs geholfen hat, waren vor allem drei Dinge:
    1.) Die Strecken passiv, aber aufmerksam mitzufahren und in allen schwierigen Situationen zu überlegen, was ich tun müsste, wenn ich der Fahrer wäre;
    2.) Die Strecken abzulaufen und sich alles genau anzusehen;
    3.) Noch einmal alle möglichen Theorieaufgaben der Führerscheinprüfung zu wiederholen und die Übungsaufgaben dazu zu machen – ich hatte eine App, mit der ich auch interaktive Situationen üben konnte.
    Das klingt total doof und ist natürlich nur bedingt realisierbar, aber hat mir unheimlich geholfen, Sicherheit zu bekommen. Die ersten Fahrten waren trotzdem sehr aufregend (vor allem für die, die hinter mir fuhren…), aber inzwischen habe ich kaum noch Angst und traue mich auch an unbekanntere Strecken.
    Was ich mir immer sage: Es gibt viele eher unsichere Autofahrer, man ist damit wirklich nicht alleine! Und es ist absolut okay und richtig, vorsichtig zu fahren – auch, wenn es viele auf der Straße anders vorleben. Ich lasse mich jedenfalls nicht mehr von irgendwelchen Autos drängen und stressen, die in einer 30er-Zone mit 50 durchrauschen wollen und mir schon fast im Nacken kleben. Denn ich sehe es nicht ein, mich, aber vor allem auch andere zu gefährden.
    Ich wünsche dir viel Erfolg, aber vor allem viel Durchhaltevermögen! Es wird besser und immer leichter, versprochen 🙂

  4. Evi sagt

    Naja, ich find’s grundsätzlich kritisch, wie viele Leute in Städten ZWEI Autos besitzen und die dann auch noch regelmäßig fahren….; kein schlechtes Gewissen wegen Klimawandel und so? Ökologisch ist das doch einfach eine Katastrophe. Ich finde, in Städten mit öffentlichem Nahverkehr kann man gut auf die Karre verzichen – irgendwann werden die Kinder doch auch größer und fahren Fahrrad? Klar muss man gut planen, die Logistik ist ohne Auto (aber nur manchmal, finde ich!) komplizierter und ich verstehe natürlich, dass ihr viele Termine habt…aber wenn Autofahren eh nicht Deins ist, würde ich persönlich beim Bus bleiben. Sorry, soll jetzt kein Ablöscher sein…aber es darf ja auch mal ne kontroversere Meinung her.

    Evi

    • Hallo Evi,

      ich gebe Dir Recht. Bedingt. Denn die Entscheidung für einen Zweitwagen ist wahrlich keine, die aus Bequemlichkeit gefallen ist und auch keine, die vor allem ich mir leicht gemacht habe. Denn ich habe nach wie vor Angst mich dem Straßen- und vor allem Stadtverkehr zu stellen.
      Aber es geht hier auch nicht um Strecken, die ebenso gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen sind. Ich habe nicht vor meinen Sohn mit dem Auto von der Kita abzuholen, weil er nachmittags schon mal müde ist und die 400 Meter von der Kita nach Hause sehr lang und anstrengend werden könnten.
      Es geht viel mehr darum meinen Mann zu entlasten und ihm die Fahrten abzunehmen, für die er sonst 2 Stunden Mittagspause machen muss. Fahrten, die mich einen halben Urlaubstag kosten würden, weil wir nunmal nicht in der Innenstadt wohnen und alle 10 Minuten eine Bahn fährt. Das öffentliche Verkehrsnetz ist bei uns am Stadtrand nicht allzu besonders konfortabel ausgestattet und da kann eine Fahrt, die man mit dem Auto in 15 Minuten hinter sich legen würde, gut und locker mal 1 1/2 Stunden dauern. Schlecht, wenn es heißt „Sie müssen Ihre Tochter bitte sofort von der Schule abholen. Ihr geht es nicht gut“.
      Neulich habe ich eine Stunde auf mein Taxi nach Hause gewartet, weil ab 21 Uhr keine Busse mehr in die Richtung fahren, wir aber schon 21.15 Uhr hatten. Ich war froh, als ich um 23 Uhr dann endlich im Bett lag, nachdem ich seit 5 Uhr unterwegs gewesen war. Mit der Deutschen Bahn, nicht mit dem Auto.
      Die Entscheidung für ein Zweitwagen hat bei uns also nichts mit Bequemlichkeit zu tun. Auch haben wir nicht Geld zu viel, dass es uns egal sein könnte, ob wir nun ein oder zwei Autos fahren und die Umwelt ist uns auch nicht egal. Es hat sich nur einfach gezeigt, dass wir mittlerweile einfach nicht mehr drum herum kommen. Schön, wenn es Leute gibt, die andere Möglichkeiten haben und bewundernswert, wenn man völlig ohne Auto auskommt.

      • Evi sagt

        Ja, das verstehe ich – ich wollte Dir auch keinesfalls Bequemlichkeit oder mangelndes ökologisches Bewusstsein unterstellen, es wird ja aus Deinen Beiträgen (die schon lange mit großem Interesse verfolge) klar, dass weder das eine noch das andere zutrifft. Ich denke nur einfach oft mit Schrecken an die Zukunft unsere Kinder und frage mich, wie das alles noch weitergehen soll, wenn in jedem Auto (gefühlt) ein Mensch sitzt – aus vielen Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit bin ich für das Thema Klimawandel besonders sensibilisiert…naja, weites Themenfeld und es hat auch nichts unmittelbar mit Deinem Post zu tun. Dir wünsche ich natürlich viel Glück und Mut beim Fahren, die Routine kommt mit dem Üben.
        Lg, evi

        • Ja, das sind auch Gedanken, die mich immer wieder panisch werden lassen. Vor allem in Hinblick auf die Zukunft unserer Kinder und vielleicht auch irgendwann mal Enkelkinder. Es macht schon wütend, wie leichtfertig teilweise mit der Umwelt umgegangen wird.

          Liebe Grüße
          Katharina

  5. Jessi sagt

    Hey, ich kann deine Ängste nach voll ziehen, bin immer gerne auf Karussells gegangen, je schneller desto besser, nachdem ich auf der Kirmes beim Breakdancer in der Luft ohnmächtig wurde, ist Karussell fahren für mich nicht mehr drin! Habe einfach Zuviel Angst das es wieder passiert!
    Ich muss dir recht geben, wenn man älter wird und vllt dann auch noch Mama ist denkt man leider viel mehr nach, man geht verantwortungsvoller mit dem eigenen Leben um!!!
    Vor dem Auto fahren hatte ich noch nie Angst! Hut ab, das du dich seinen Ängsten stellst! Kannst stolz auf dich sein!!! Setz dich nicht selbst unter Druck, aber behalte dein Ziel vor den Augen!!! Ganz liebe Grüße!

  6. Anonym sagt

    Herzlichen Glückwunsch! Das hört sich doch toll an!

    Ich selbst fahre seit über 15 Jahren kein Auto mehr. Wir haben gar kein Auto und mit der BVG in Berlin funktioniert es eigentlich auch recht gut (manchmal nervte und nervt es trotzdem … z.B. bei längeren Feiern, weil man immer auf den letzten Bus achten muss und die Kids nicht mal so im Auto einschlafen können oder damals beim Babyschwimmen im Winter …).

    Meine Schwiegermutter ist noch länger nicht wirklich Auto gefahren, nach dem Tod meines Schwiegervaters hat sie sich ein kleines schnuckeliges Elektroauto namens Zoe gekauft und sie liebt ihre neue Mobilität ; ) Und ich mag es, dass wir manche Einkäufe mit Zoe bestreiten könne, die ansonsten ganz schön auf den Rücken, die Arme o.ä. gegangen wären!

    Liebe Grüße von Annika

  7. Hallo,

    ich finde es klasse, dass du dich traust! Dann viel Erfolg weiterhin und auch viel Spaß mit dem neuen Auto! 🙂

    Liebe Grüße, Lisa

    PS: Höhenangst habe ich seit der Geburt unseres ersten Kindes übrigens auch …

  8. Sehr cool, dass Du den Schritt gegangen bist und Dich hinters Steuer gesetzt hast. Du musst ja nicht bei jeder Fahrt endlos Soass haben, es ist halt ein Werkzeug, welches das Leben und vor allein Dein Zeitmanagement etwas „fluffiger“ sein lässt *lach*.
    Und ich bin so erstaunt zu hören, dass dieses „Nach-Schwangerschaften-Gehirnwäsche-Syndrom“ auch bei anderen gibt!!!! Ich hab Krimi- Hörbücher mit den fiesesten Morden gehört – No way! – Beim Cover krieg ich schon Zustände. Höhenängst – das selbe Spuel… ich sag nur, Hängebrücken, Aussichtsplattformen & Co. – ich werde zur Furie, wenn irgendwer meint, meine Kinder und mich auf sowas bringen zu müssen.
    Der Spielplatz im Kölner Zoo geht *lach* nachdem ich im 7. Monat schwanger, meinen knapp 2 jährigem Sohn aus einer Gitterröhre befreien musste – und der Aufstieg erfolgt ausschließlich über diese Türme 😱. In diesem Sinne: Et is, wie et is und et hätt noch immer jot jejange! Liebste Grüße, Sandra

  9. Silke Behrens sagt

    Liebe Katharina, Angst vorm Autofahren kenne ich nicht. Aufgewachsen in einer Autowerkstatt, mit 4 Jahren Motoren mit Papa geschraubt, mit 8 Das erste Kart gefahren, mit 14 das erste mal Auto. Mit 16 die erste Rennlizenz, aber erst mit 20 den offiziellen Führerschein gemacht. Ich fahre jedes Fahrzeug mit vier Rädern und Kurve durch die größten Städte. Aber Angst um mein Kind hab ich immer. Egal, ob sie mit dem Opa Karussell fährt, mit dem Papa den Pumptrack mit dem Fahrrad unsicher macht, oder über die Straße geht. Einzig die Liebe zu schnellen Autos und rasanten Landstraßenfahrten teilen wir. Wenn die Kleine hinten sitzt und schreit: “ schneller Mama, ich will durch die Kurve driften und über den Hubbel springen. „Mit normalem Strasenwagen fast unmöglich.

  10. Saskia sagt

    Respekt. Ich selbst bin zwar schon immer sehr gerne Auto gefahren, aber ich kann mir gut vorstellen, dass ich nach so einer langen Pause auch ganz schön Bammel und Respekt hätte. Das mit den „Horrorfilmen“ kenn ich allerdings auch. Seit der Schwangerschaft mit unserem Großen sind mir selbst Tatort und Dr. Who zu spannend – sehr schade…
    VG Saskia

  11. Nicole sagt

    Oh, ich kann Deine Angst vor dem Autofahren gut nachvollziehen. Ich bin das letzte Mal vor 12 Jahren Auto gefahren, damals noch einen schnuckeligen retrogelben R4. Als ich dann mit dem Studium in Köln begann und anschließend dann auch in Köln einen Arbeitsplatz bekommen habe, benötigte ich das Auto nicht mehr und mein Mann hat es für sich beansprucht, da der ÖPNV zu seiner Arbeitsstätte nicht so gut ausgebaut ist. Mittlerweile haben wir schon 2 neue Autos gehabt und ich hab mich einfach nicht mehr hinters Steuer getraut. Hin und wieder überkommt es mich und ich möchte mich hinters Steuer setzen, aber dann ergeift mich die Angst. Aber irgendwann werde ich auch so mutig sein wie Du und es einfach wagen.
    Ich wünsche Dir weiterhin gute Fahrt.
    Liebe Grüße Nicole

  12. Bianca sagt

    Liebe Katharina,
    Wie schön, dass du dich traust! Mir geht es so ähnlich. Ich bin zwar nicht so wie du gar kein Auto gefahren, aber seit ich hier in der Stadt wohne nur noch extrem wenig – man kommt ja mit den Öffentlichen überall hin, und das Auto hat in der Woche auch tagsüber mein Mann zum auf die Arbeit fahren. Nun habe ich seit einem guten halben Jahr eine Mitgliedschaft bei Car2go (hier gibt es fast ausschließlich Elektro-Smarts mit Automatik), und dieses Gefühl, plötzlich ein Stück mehr Freiheit und Flexibilität zu haben, ist echt unglaublich!

  13. Liane sagt

    Die Autofahrangst… ich kann ein Lied davon singen…. ich habe meinen Führerschein erst gtemacht, als ich mit zwei Kindern alleinerziehend war und ein bisschen Sorge um den allwöchentlichen Einkauf hatte 😉 – spät im Leben, ich war 33. Ich habe mich dennoch meist ums Fahren gedrückt – bis wir dann in die Mühle auf dem Land zogen – da gabs keine Ausreden und kein Entrinnen mehr 😉 – Kindergartenplätze im übernächsten Dorf, Einkaufsmöglichkeiten desgleichen…. später die Therapiezeiten der Kinder, jetzt das Studium – ohne Auto einfach nicht zu bewältigen. Anfangs ängstigte ich mich sehr und noch heute fahre ich nur im alleralleräussersten Notfall auf der Autobahn oder richtig lange Strecken…. aber ich muss sagen, ein Leben ohne die Flexibilität meines kleinen Blauen könnte ich mir nicht mehr vorstellen…. wie sagt Jack Sparrow sinngemäss: ein Schiff bedeutet Freiheit. So ergeht es mir mit meinem kleinen Auto. Ich denke, auch Du wirst es lieben lernen!

  14. Hannah sagt

    Verstehe ich total! Ich bin echt nicht besonders ängstlich, aber der Spielplatz im Zoo fordert meine Nerven auch immer wieder heraus 🙂
    Toll, dass du mit dem Autofahren wieder anfängst!

  15. Knodel Inge sagt

    Hallo Katharina, mach doch bei einem Fahrlehrer oder Fahrlehrerin einfach ein paar Fahrstunden. Dann geht es auf die Autobahn, eine Nachtfahrt, mal durch die Stadt mal wieder in eine kleine Parklücke einparken usw. Ich habe in Porz meinen Führerschein gemacht und kann nur rückwärts einparken( komme in jede noch so kleine Parklücke). Nie hat man mir gezeigt wie man vorwärts einparken kann. Ob Mann oder Frau, jeder hat so mal seine Schwierigkeiten. Auch wenn ich Herrn Sonnenschein nicht persönlich kenne mag ich ihn sehr. Schön finde ich, dass er ein kleines handliches Auto für dich gekauft hat. Sonea hat die Haare ab oder habe ich das falsch gesehen? Tolle Fotos Liebe Grüße Inge

  16. Toll, dass du das Thema Autofahren wieder angegangen bist, auch wenn dieser Schritt sicher nicht ganz einfach für dich war! Bleib dran, mit etwas Übung wird es sicher immer leichter und klappt dann auch ohne deinen Mann als Beifahrer.

    Liebe Grüße,
    Jessica

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