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Muttertag 8.0

Muttertag. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Und ich? Sitze irgendwo zwischen den Stühlen.

Grundsätzlich ist es so, dass dieser Tag viel, sehr viel zu früh beginnt, weil die Kinder es gar nicht mehr abwarten können voller Stolz ihre selbstgebastelten Geschenke zu überreichen (die tatsächlich auch nur durch viel Mitwirken der Erzieherin oder der Schulbegleiterin fertig geworden sind).

Der Tag setzt sich fort mit viel Geschrei und Gebrüll, weil die Kinder sich unglaublich viel Mühe geben den ganzen Tag besonders „lieb“ zu sein. Spätestens, allerspätestens nach einer viertel Stunde scheitern sie kläglich daran und haben schon wieder vergessen, dass Muttertag ist. Verzeihlich, denn wer kann schon den ganzen Tag ununterbrochen lieb sein? Und wer möchte das überhaupt? Außerdem, warum sollte dieser Tag anders als die restlichen 364 Tage im Jahr ablaufen?

Ich mag Muttertag, weil ich Sonntage mag. Und noch mehr mag ich Sonntage mit meiner ganzen Familie. Und ich mag Muttertag, weil es dann meistens Kuchen gibt. Und nicht zuletzt, aber vor allem mag ich Muttertag, weil es ohne den Sonnenschein und den Löwen kein Muttertag geben würde. Zumindest für mich nicht.

Die Schokoherzen, die eigentlich heute für mich vorgesehen waren, hatte Sonea gestern bereits entdeckt und in Sekundenschnelle die halbe Packung inhaliert. Sie mag leider Schokolade genau so gerne wie ich.

Aber die größte Überraschung erwartete mich heute in meinem Nähzimmer. Denn während ich letzte Woche auf meiner kleinen Abenteuertour durch Berlin war (eine ausführliche Fortsetzung an dieser Stelle erwartet Euch im nächsten Post), hat Herr Sonnenschein die Zeit genutzt und mein Nähzimmer völlig auf den Kopf gestellt. Nein, er hat sich nicht an die Maschine gesetzt und für die selbstgenähten Hoodies gerächt, sondern aus 6 Quadratmetern unterm Dach das bestmögliche Potential rausgeholt und für viel Platz zum Nähen UND Stoffe lagern gesorgt. Ich muss noch ein wenig umsortieren, aber wenn ich fertig bin, mach ich Euch ganz sicher ein Foto.

Und dann war da noch dieser zauberhafte Schokoladenkuchen, den meine Männer gestern zusammen gebacken haben. Ich wollte schon immer mal ein Backrezept hier posten und dann auch noch glutenfrei! Aber sorry, es ist eine Backmischung… haha. Ich habe mich trotzdem riesig gefreut. Denn manchmal sind die kleinsten Gesten, das Tollste überhaupt. Und manchmal ist es einfach nur das Wissen darum, dass man geliebt wird. Ganz egal, ob Muttertag ist oder ob man gerade die liebste und beste oder eben die blödste Mama der Welt ist.

 

7 Kommentare

  1. Ania sagt

    Hey.. für mich ist eigentlich jeder Tag ein Muttertag, wenn ich die leuchtenden Augen meines Sohnes sehe. Dennoch freue ich mich riesig über die kleinen Aufmerksamkeiten und Gesten die den Muttertag nochmal hervorheben. Da merkt man, wie wichtig das ist für die kleinen uns Mamas an den Muttertagen, ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Lg

  2. Annika sagt

    Euer Löwe erinnert mich optisch immer mehr an meinen Patensohn … der hat zusätzlich in dem Alter auch immer so eine Show vor dem Fotoapparat gemacht 😊.

    Liebe Grüße von Annika

  3. Hallo Katharina
    auch ich mitten-zwischen-drinn
    Und doch ist er jedes Jahr besonders, der Muttertag.
    Nicht mit Blumen und Kuchen, nein, das ist nicht meine Welt.
    Aber die nun wirklich alle fast grossen Kinder überlegen sich die tollsten, einmaligsten Sachen für mich. Da hüpft mein Herz.
    Deine Kinder … einfach toll! Dein Mann … halt ihn fest für immer 🙂
    liebste Grüsse
    Elisabeth

  4. Stella sagt

    „Ganz egal, ob Muttertag ist oder ob man gerade die liebste und beste oder eben die blödste Mama der Welt ist.“
    Wie recht du hast. Ich bin leider oft die blödste Mama, weil das Kind mit riesigen Schritten voll in die Pubertät latscht. Aber eben diese Momente , wenn sie versuchen (es waren ganze 40 Minuten) das liebste Kinde der Welt zu sein, sind es wert. Dann kamen aber die folgenden 70 Minuten….. und dann der schwerste Teil für die Mama, zu verzeihen, vergessen und zurückzuspulen. Fällt mir extrem schwer, aber es ist es sowas von wert!!!
    Ich freue mich sehr, jetzt hoffentlich wieder öfters von die zu lesen. Ich hoffe die Berlin-Reise hat deine Blogade gelöst 😆. Liebste Grüße

  5. Knodel Inge sagt

    Hallo Katharina! Ich möchte jeden Tag geliebt werden nicht nur am 2. Sonntag im Mai. Da ich aber eine schwierige Person bin , ist es für meine Männer (4) nicht einfach mich immer zu lieben. Deshalb nehme ich es so wie es kommt. Wenn es um wichtiges geht, kann ich mich auf alle 4 verlassen. Ich brauch auch keine Blumen oder gekaufte Geschenke. Ein Lächeln, eine Umarmung oder einfach mal zu hören reicht mir schon. Im Kindergarten von Enkel Nr. 5 bekamen die Mütter im Kindergarten ein neu einstudiertes Lied gesungen. Außerdem hatte jeder für seine Mutter ein kleines Glas Badesalz hergestellt. Das hat mir sehr gefallen. Sehr aufmerksam von Herrn Sonnenschein dein Nähzimmer in Angriff zu nehmen. Ein Kuchen aus einer Backmischung kann, wenn mit Liebe gebacken auch lecker sein.

  6. Helga sagt

    Einfach toll Deine Männer.
    Ich bin genau derselben Meinung, was den Muttertag angeht, also so zwischendrin.
    Meine Töchter sind inzwischen groß, aber sie überraschen mich jedesmal.

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