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Die Hässliche kommt!

Sonntag Mittag, die frühlingshafte Sonne zeigt sich über den Himmel von Köln, und Familie Sonnenschein ist unterwegs. Nach einer kleinen Spaziertour und ein paar Fotos am Rhein von ein paar neuen genähten Sachen, fordern die Kinder einstimmig einen Besuch bei „Mack Donalld“.

„Och nö! Es ist viel zu früh für Mittagessen und außerdem haben wir zu Hause noch (gesunde) Reste von gestern!“. Meine Liebe für diese Fastfoodkette hält sich ja seeehr stark in Grenzen.

Aber nachdem wir im letzten Jahr einmal einen sommerlichen Spätnachmittag mit unserem Mopsbesuch Yoda in einem dieser Schnellrestaurants verbracht haben und die Kinder vor lauter Rutscherei ihre Nuggets und Pommes haben kalt werden lassen, wollen sie immer wieder dahin. Zum Spielen. Das Marketing-Konzept geht voll und ganz auf.

„Wir könnten einen Kaffee trinken?… oder eine heiße Schokolade?“ versucht Herr Sonnenschein mich für das Vorhaben der Kinder zu begeistern. „Ooookay“ willige ich zähneknirschend ein „Aber NUR zum Spielen“.

Während Herr Sonnenschein für sich und die Kinder ein paar Kaltgetränke ordert, stehe ich an der kleinen Kaffeebar und beobachte geduldig wie ein älterer Herr erst mein Stück Kuchen aus Versehen auf den Boden fallen lässt und beim zweiten erst noch irgendwas wegschneidet, bevor er es mir (diesmal treffsicher) auf den Teller legt um sich dann ein wenig unkoordiniert der Produktion meines Kakaos zu widmen. Als er mir die Tasse auf das Tablett stellt (die zweite, denn die erste hat er, wie den Kuchen wenige Minuten zuvor, fallen lassen), nuschelt er ein knappes „Entschuldigung“ und meint damit scheinbar den etwas verunglückten Kakao, in dem ein unförmiger Klumpen Sahne schwimmt, den ein lieblos draufgerotzten Spritzer Schokosirup in seiner Optik vollendet. Ich trage das Tablett mit einem Lächeln nach draußen. Selbst hätte ich mich nicht geschickter hinter der Theke angestellt.

„Was hat das denn so lange gedauert?“ begrüßt mich Herr Sonnenschein draußen ein wenig ungeduldig. „Ach frag nicht. Hier gehen wir nicht nochmal hin!“ winke ich augenrollend ab. Während ich die Gabel in meinen Kuchen piekse, frage ich nach den Kindern „Mit wem unterhalten die sich da oben?“, „Da sind noch andere Kinder, aber sie scheinen sich ganz gut zu verstehen“.

„Der Kuchen ist alt“, stelle ich fest und Herr Sonnenschein kommentiert das mit einem „Du bist immer so mäkelig mit Essen! Dann geh ihn doch reklamieren!“. „Ich bin nicht schwierig. Ich stelle nur fest, dass der Kuchen nicht erst seit heute Morgen in der Auslage liegen kann“… und ich bevorzuge eben wirklich gutes Essen, was nichts mit diesem bröseligen Stück Schokoladenkuchen zu tun hat. Auch die nächsten drei Gabelspitzen können mich nicht vom Gegenteil überzeugen und nicht mal der Kakao kann mich damit versöhnen. Er ist kalt und schmeckt merkwürdig. Außerdem sieht er ziemlich vermatscht aus.

Ich atme tief ein und versuche ein wenig den ruhigen Moment zu genießen. Sofern das in einem Fastfood Restaurant mitten im Industriegebiet möglich ist.

„Schnell runter! Die Hässliche kommt!“ rufen ein paar Kinder und rutschen hastig und kreischend die Rutsche runter. Diese Worte reißen mich aus meiner kleinen Idylle raus.

„Meinen die etwa Sonea?“ frage ich irritiert Herrn Sonnenschein. „Ach quatsch, die spielen doch!“. Kurze Zeit später ist unmissverständlich klar wer mit diesen Worten gemeint ist.

„Mama, die haben versucht uns zu hauen!“ der Löwe läuft mir völlig entrüstet in die Arme,  während ich bereits meine Handtasche schon umgehängt habe und vom Stuhl aufgesprungen bin „Kommt wir gehen!“.

Ich schau mich um, weit und breit keine Erwachsenen, nur diese Kinder, die meine Tochter als „die Hässliche“ beschimpfen und an irgendeiner Form von Unerzogenheit zu leiden scheinen.

Während ich darauf warte, dass Sonea vom Kletterturm runterkommt, lässt sich eins der Mädchen nicht davon abhalten mein Kind weiterhin als hässlich zu beschimpfen, obwohl ich nur wenige Meter daneben stehe „Fräulein, schau mal in den Spiegel, bevor Du sowas sagst! Du bist selbst hässlich in Deinen Äußerungen!“. Mit diesen Worten verlassen wir das Gelände, den kalten Kakao und den bröseligen Kuchen.

Im Auto sprechen Herr Sonnenschein und ich die Situation noch einmal an, aber außer „die Kinder haben versucht uns zu schlagen!“, scheint unsere Kinder dieses Zusammentreffen nicht weiter aus der Fassung gebracht zu haben. Sie waren zu beschäftigt mit dem Spielen und irgendwie bewundere ich die beiden ein kleines bisschen dafür.

Ich habe ne Weile überlegt, ob ich diesen Vorfall überhaupt auf dem Blog thematisieren soll. Ich habe mich über die Äußerung dieser Kinder nicht aufgeregt, weil sie mein behindertes Kind als hässlich bezeichnet haben, sondern, weil kein Mensch, egal wie er aussieht und egal wie viele Chromosomen oder sonstige Besonderheiten er hat, als „hässlich“ beschimpft werden sollte.

Und ich kann immer wieder nur appellieren, dass man seinen Kindern die Chance geben sollte für die Vielfältigkeit anderer Menschen offen zu sein. Berührungsängste und die Angst vor dem Unbekannten verleiten schnell zu solchen Äußerungen.

Und natürlich kann man alles denken, aber man sollte nicht immer alles aussprechen.

Der wunderschöne Jacquard Small Elephant in orange von BORA ist ab Samstag bei lillestoff erhältlich. Der Schnitt ist eine abgewandelte Banana Sweet aus der OTTOBRE 04/2104, zu der mich Nestgezwitscher inspiriert hat.

 

 

53 Kommentare

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  3. Dunja sagt

    Liebe Katharina,

    ich bin ja eher stille Mitleserin, aber als Mutter dreier Kinder (davon 2 Autisten) kann ich hier einfach nicht schweigen.

    Es hat so weh getan, deinen Artikel zu lesen. Und es hat mir so sehr leid getan für euch.

    Dein Sonea ist ein hübsches Mädchen (ehrlich!).
    Ihr Lachen ist so ehrlich, da geht einem das Herz auf!

    Ich weiß durch meine autistischen Kinder, wie sehr einen andere Menschen mit ihren Worten verletzen können.

    Aber so schwer es auch fällt: Zum einen Ohr rein, zum anderen raus. Lächeln aufsetzen, Krone richten und alles stoisch ertragen (so handhabe ich das). 🙂

    Alles Gute!

  4. Pingback: Welt-Down-Syndrom-Tag – Out the blue

  5. Alexandra sagt

    Hallo,

    ich lese nur ab und an bei Euch mit und kommentiere das erst heute.
    Als ich am Mittwoch Marlene (DS, 7 jahre alt) aus der Schule geholt habe und sie zu ihrem flotten Fahrrad ging, sagte ein gesundes Mädchen zu seiner Mutter: „Das ist Marlene, die ist behindert. Aber sie kann Rad fahren“ – ich wusste gar nicht, was ich antworten soll, denn ich habe keinen Zusammenhang gesehen zwischen Behinderung und Nicht-radfahren…

  6. Jana sagt

    Puh… so traurig… ich finde es so traurig, dass wir unsere Kids je älter sie werden, je weniger beschützen können. Ihnen wird immer wieder unfaires passieren und ich hoffe, wir machen sie stark darüber zu stehen, sich zu wehren… aber ich möchte es im besten Fall nie hören, wenn andere schlecht reden. Ich glaube, das Mama-Herz bricht schneller…

  7. Ilka sagt

    Neben uns im Haus wohnt Sarah, meine Mädels(3+5j.) fragen mich, wenn wir ihr begegnen, warum sie so schreit, komische Beine hat und in einem Stuhl rumfährt? Ich erzähle ihnen, das Sarah ein besonderer Mensch ist. Es gibt überall auf der Welt besondere Menschen , sie sehen manchmal anders aus oder benehmen sich anders.
    Sonea ist besonders und deshalb wunderschön!!! Sie leuchtet! LG Ilka

  8. Mary sagt

    Liebe Katharina,

    ich finde, ein solches Erlebnis kann man gar nicht oft genug erwähnen und ich muss sagen, selbst beim Lesen haben mich die Worte total getroffen und ich möchte nicht wissen, wie du dich als Mutter erst fühlen musst. Es tut mir furchtbar leid, dass es Menschen, in diesem Fall Kinder, da draußen gibt, die deiner Tochter in dieser Weise begegnen und macht mich wütend, weil leider ganz viele Eltern ihren Kindern nicht vermitteln (können), dass es auf ganz andere Dinge ankommt, als wie wir aussehen, wo wir herkommen oder unsere Chromosomenanzahl, wobei Sonea genauso bezaubernd ist wie ihr Name.
    Solche Beiträge rufen mir in Erinnerung, dass ich als Mutter den Auftrag habe, meinen Kindern genau das mit auf den Weg zu geben.

    Viele liebe Grüße,
    Mary

  9. Simone sagt

    Meine Tochter (grade 6 geworden) schaut auf mein Handy, während ich Deinen Blogeintrag lese. „Wer ist das? Die is ja schick!“ sind ihre Worte. Und genau so ist es!!

  10. Maren sagt

    Deine Tochter ist so bezaubernd!
    Es ist so schade, dass andere Kinder oder auch Erwachsene sich so verhalten. Da sieht man mal wieder, wie oberflächlich die Gesellschaft ist. Ob dick, dünn, blond oder braun, weiß oder schwarz, Narben, Brille, Zahnspange – es geht doch nur um das Innere eines Menschen. Ich hoffe so sehr, dass ich genau das meiner Tochter vermitteln kann und sie das auch vertritt, wenn andere Kinder so einen Blödsinn sagen.

  11. Ich denke, Kinder sind mitunter die grausamsten Menschen dieser Welt. Warum? Ich weiß es nicht. Weil sie ehrlich sind? Widerlegt dieses Beispiel, denn Sonja ist mitunter einst der schönsten Kinder, das ich kenne.
    Ich habe auch schon Dinge bei meinem Sohn miterlebt, die mir schwer im Magen lagen. Gut erinner ich mich noch daran, als er gerade kaufen konnte. Wir auf dem Spielplatz waren und ihn die Kinder vom Kindergarten mit Sand beschmissen und ihm immer wieder zuriefen, du bist blöd. Wir lassen dich nicht mitspielen. Sobald er kam fingen sie an zu schreien und sagten „neeeeiiiinnn geh weg“ mir tat dieser Vorfall sooooo weh. Aber ihn schien es überhaupt nicht zu stören und er ist auch nicht behindert. Bzw. hat alle Chromosomen (ich mag dieses Wort irgendwie nicht so)… Nun ja, ich denke, Kinder sind grausam, aber sie haben für sich auch irgendwie die Möglichkeit dieses Miteinander anders aufzufassen als wir Erwachsenen. Ich drücke euch von Herzen und lass dir gesagt sein: deine Kinder sind traumhaft!

    Alina

  12. Cleo138 sagt

    Ich habe lange überlegt, was ich schreiben soll, der Beitrag, allein schon die Überschrift, haben mich so getroffen, dass ich erst mal sprachlos war, obwohl man natürlich weiß, dass Kinder sich ärgern, sich über Schwächen lustig machen, das haben wir auch schon erlebt. Ich hoffe, dass unsere Kinder sich anders verhalten, dass wir Ihnen genug Liebe für die Mitmenschen ins Herz legen könnten, dass sie sich so krass nicht verhalten würden.
    Die Blogüberschrift im Zusammenhang mit dem tollen Bild mit Sonea macht einem die Absurdität des ganzen besonders bewusst…

  13. Es gibt Menschen aus denen, wenn sie sprechen und lachen ein Leuchten, ein Strahlen kommt, dass sie zu den schönsten Menschen der Welt werden.
    Ganz besonders deutlich ist es bei Sonea aus dem letzten Bild in diesem Post für mich zu sehen.

    Ich kann deinen Schmerz verstehen. Ich habe selbst ein paar Erinnerungen aus meiner Kindheit, die ich am liebsten vergessen möchte.

    Ich hoffe, diesen Kindern gehen irgendwann die Augen auf und sie lernen den Blick fürs Wesentliche.

    Alles Gute,
    Simona

    PS: bin ich die einzige, der der ältere Herr irgendwie leid tut? B-)

    • Nein, mir tat der Herr selbst leid. Aber das ging aus meinen Zeilen leider nicht so richtig hervor. Es war nicht meine Absicht mich über ihn lustig zu machen. Ich wollte mit meiner Schilderung nur unterstreichen, dass wir besser nicht in dieses Schnellrestaurant gefahren wären, weil vom Kakao und Kuchen angefangen alles blöd war.

  14. Es ist echt traurig, wie taktlos Kinder sein können und ich bin der Meinung, dass dies ein Zeichen für eine schlechte oder nicht vorhandene Erziehung ist. Es steht niemandem zu etwas so verletzendes zu sagen. Freut euch einfach, dass eure Kinder es gar nicht wahr genommen haben. LG, Christiane

  15. Liebe Katharina,

    beim Lesen musste ich so weinen. Mir tut es so leid dass diese verbohrte Einstellung die Menschen daran hindern deine Tochter so kennenzulernen und wahrzunehmen, wie sie ist: als ganz besonderen Menschen, der so viel Freude, Begeisterung und Warmherzigkeit in sich trägt.
    Allerdings tun mir die anderen Kinder sich leid. Aus meiner Erfahrung in der Arbeit mit Kids kann ich sagen: sie stufen andere Menschen bereits in ihrem Alter so derbe ab, um sich selbst wertvoller zu fühlen. Wahrscheinlich ist der Umgangston der Eltern zu ihren Kindern nicht wirklich netter.
    Ich kann verstehen dass du dich vor Sonea gestellt hast und das ist auch gut so. Kinder lernen nur Selbstbewusst zu handeln, wenn sie es vorgelebt bekommen und das Feedback eines Erwachsenen ist immer eindrucksvoller als das von Gleichaltrigen.
    Ich sehe es nicht als deine Aufgabe an, den fremden Kindern Empathie beizubringen. Du hast keine Beziehung zu Ihnen, deswegen würde so ein Gespräch gar nichts nützen. Grenzen angeben kannst du aber und das hast du getan.

    Ich bin froh, dass Sonea es gut weggesteckt hat. Drück sie lieb von mir 😘

  16. Nicole Benner sagt

    Das tut mir wahnsinnig leid und ich bin immer wieder entsetzt wie kleingeistig manche Erziehungberechtigte mit Ihren Schützlingen umgehen um entweder solche Wortführer zu züchten, oder kleine Menschen so klein zu halten das sie sich Grossmäulern anschließen.
    Meine Tochter war mit Ihrer Oma im Indoorspielplatz da war sie 2,5Jahre alt. Mit Ihr zusammen spielten einige Kinder im Kleinkindbereich unter anderem auch ein besonderer Junge. Meine Maus hat mit Ihm zu spielen begonnen und war nichtmehr von Ihm zu lösen als meine Schwiegermutter einen weinenden Papa erblickte. Sie ging zu Ihm und fragte ob sie Ihm helfen könnte aber er meinte nur das hätte sie schon mehr als genug. Er kommt regelmäßig mit seinem Sohn dorthin zum Spielen aber das war das erste Mal das jemand mit seinem Jungen ganz normal getobt, gespielt und sich unterhalten hat…. was soll ich sagen, ich habe bei meinem Kind nie thematisiert warum jemand schlank, mollig, Blond, braun, mit nem Chromosom mehr, mit nem Bein weniger ist. Ich habe Ihr nur gesagt das alles GUT ist solange der Mensch GUT ist. Ich habe Ihr aber erklärt das es Menschen ohne wertvollen Kopfinhalt gibt, vor denen sollte man sich in Acht nehmen.

  17. Kiki sagt

    So hübsch, die Sonea (und auch das Kleid) – und so hässlich die Bemerkungen. Man will nicht wissen, was man diesen (armen) Kindern Zuhause vorlebt.

  18. R-Na sagt

    Liebe Katharina,

    es tut mir sehr leid, dass ihr das erleben musstet. Zuerst lass dir mal versichern, dass Sonea das genaue Gegenteil von hässlich ist, nämlich ein wirklich ausgesprochen hübsches Mädchen.
    Das ändert aber nichts daran, dass es natürlich weh tut, wenn so aggressive Rüpel-Kinder völlig grundlos versuchen, das eigene Kind niederzumachen. Meine Kinder haben keine Behinderung und sind eigentlich in jeder Hinsicht „unauffällig“ (durchschnittlich schlank, durchschnittlich groß, unauffällig anzogen usw.) – und trotzdem ist etwas in der Art schon auf einem Spielplatz passiert. Ich war damals fassungslos darüber, was für … darf ich es schreiben? – furchbare Kinder es gibt. Eigentlich sind sie arm, weil sie offenbar so versuchen müssen, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Und ihnen niemand vermittelt hat, wie man mit seinen Mitmenschen umzugehen hat. Traurig.
    Doch natürlich will man nicht, dass die eigenen Kinder diesem Verhalten ausgeliefert sein sollen. Welche Strategie dagegen am besten hilft, weiß ich leider nicht. Kommt vielleicht auf die jeweilige Situation und auf das eigene Gemüt an. Manchmal scharfe „Worte des Widerstands“, manchmal ein „überlegenes Lächeln“, manchmal die Kontaktaufnahme mit den Eltern, auf jeden Fall klar zeigen, dass nicht der Verspottete das Problem hat, sondern derjenige, der spottet. Ich muss in so einer Situation immer aktiv gegen mein spontanes Gefühl ankämpfen, das mich auf dasselbe Niveau runterdrücken will wie den Übeltäter (also z.B.: „Hässlicher als du selbst kann aber niemand sein …“ o.Ä.)

    Fühl dich gedrückt.

    Liebe Grüße, R-Na

  19. Nelly sagt

    Kuchen – Kacke
    Kakao – Kacke
    Kinder – Kacke
    Ich kann mir vortstellen, dass das in der Summe einfach blöd war. Du machst es richtig, schreibst es Dir von der Seele. Und was am Ende bestimmt hilft: in das herzliche, weltumarmende, lachende Gesicht Deiner Tochter zu schauen und Dir zu denken…schade, dass einige nicht verstehen, worum es eigentlich geht im Umgang miteinander. Ob genervter McD Schnuffi oder Kinder, die es nicht besser gelernt haben. Ich wünsche Dir nen köstlichen Schokokuchen beim nächsten Ausflug! Heads high!

  20. Mareike sagt

    Ganz ehrlich, das tut mir schon beim Lesen weh & am liebsten würde ich diesem Kind ne richtige Ansage erteilen. Kann deine Reaktion völlig nachvollziehen! Ich hätte wahrscheinlich noch die Eltern von diesem Kind im ganzen Laden gesucht, um das mit ihnen zu besprechen. Leider kann man seine Kinder nicht immer vor allem Schützen. Ich hatte eine ähnliche Situation vor ein paar Monaten, da wurde mein Sohn wegen seiner Klamotten u.ä geärgert – das hatte ihn sehr getroffen. Danach habe ich mir zur Aufgabe gemacht, meinem Sohn noch mehr Stärke zu vermitteln und Tipps gegeben, wie er in gemeinen Situationen reagieren kann…

  21. Diana sagt

    Ich hätte die Eltern gesucht und mal einen Anreitz zur Erziehung gegeben 😠😠😠😠

  22. Wenn Kinder so grausam sein können, dann haben sie leider nie gelernt mit anderen Menschen um zu gehen. Ich versuche den Kindern nicht die Schuld zu geben, aber ich kann so sehr verstehen, wie sehr Dich das verletzt.

    Manchmal können Pädagogik und Realität kaum zusammentreffen. Ich verstehe das total. Ich bin auch so eine Emotions-Mama. Daher hast Du einfach reagiert. Und das ist ok. Darf ich mir was für Dich wünschen? Ich wünsche Dir, das Du etwas davon lernst, wie Deine Kinder damit umgehen. Und ich wünsche es auch mir.

    Hach und nun geben wir alle mal nichts darauf, was richtig und falsch ist und lass Dich einfach drücken.

    Viele Umarmungen
    JesS

  23. Kerstin sagt

    Liebe Katharina,
    lass dich nicht von etwas aus der Fassung bringen, was auf Unsicherheit und falscher Erziehung beruht!
    Schau, ich bin dick,ziemlich dick sogar, und ich war schon immer dick. Als dickes Kind versteh ich sehr gut, was in dir vorgeht, als dicke Erwachsene seh ich es aus 2 Sichtweisen.
    Kinder können grausam sein. Keine Frage…sehr grausam sogar.
    Beleidigungen, Ausgrenzung und Rivalitäten bis aufs Tiefste…. böse Worte von eigentlich bemittleidenswerten Kindern.
    Auch ein bisschen Gewalt, wenn Worte nicht mehr reichen.
    Aber woher kommt es? Und sind nur ein paar so oder doch Alle?
    Damals haben mich die bösen Worte sehr verletzt, „fette Sau“ „Dampfwalze“ „Tonne“ „Wal“ und „Fettklops“ waren noch die netteren Worte, sie haben mich zum Aussenseiter gemacht, sie haben sich in meine Seele gebrannt und haben mein Selbstbild verzerrt. Aber, sie haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin und dafür bin ich auch irgendwie dankbar. Sie haben mich stark gemacht, sie haben meine Sinne geschärft für falsche Menschen und sie haben mich gelehrt anders zu sein.
    Die Frage nach dem Warum bleibt immer und irgendwann hab ich viel drüber nachgedacht, warum Menschen so grausam sind zu Menschen die anders (dick, dürr, flachbrüstig,riesenbrüstig, behindert…….einach anders) sind. Recht schnell hab ich mich selbst dabei ertappt, dass auch ich in Schubladen denke, Menschen beurteile, vielleicht auch zu schnell in bestimmte Kategorien abstemple. Nun bin ich aber erwachsen und habe viele Erfahrungen im Leben gesammelt. Wie also soll ein Kind sein Handeln hinterfragen, wenn es das noch nicht gelernt hat. Vielleicht hatte es nie die Chance zu lernen, dass anders sein nichts ist, wofür man verurteilt und gehänselt werden muss. Vielleicht haben seine Eltern ihm nie verraten, dass das wirklich wertvolle und Schöne an uns, unsere Seele, unser Charakter, für das bloße Auge unsichtbar ist.
    Vielleicht hält es sich selbst für so hässlich, dass es Andere verspotten muss, um sich ein wenig schöner zu fühlen.
    Natürlich ist es nicht schön und es verletzt die Seele, aber es wird immer Menschen geben, die blind sind für die Seelen der Anderen. Dafür sollte man sie aber nicht verurteilen, eher bemitleiden.
    Ärger dich also nicht darüber, dass sie Sonea als hässlich beschimpfen, sondern freu dich darüber, dass du ihre Seele so wunderschön hast werden lassen, dass sie selbst die Beleidigung gar nicht so sieht.
    Denn das ist das wirklich bewundernswerte!

  24. Liebe katharina, am meisten ärgert mich daran dass die kids das ja vorgelebt bekommen. Von den Eltern. Kleinigkeit bei uns: kostenlose Bonbons im laden, meine Mädels fragen die Verkäuferin. Sie zu mir: na das ist aber sehr selten, ich halte es für selbstverständlich. Viele andere nicht! Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und bewundere Sonea für ihre Freude über so vieles. Lg

  25. Gilmore sagt

    Erschreckend finde ich wie sehr und wie lange hier MC Donalds zum Thema gemacht wird und nicht das was in der Überschrift steht.

    • Na ja, ich wollte einfach einen Querschnitt dieses kleinen Ausflugs geben. Und da spielten für mich der vertrocknete Kuchen und der verunglückte Kakao genau so rein, wie das andere „hässliche“ Erlebnis.

      • R-Na sagt

        Das ist dir auch bestens gelungen, liebe Katharina. Die Sch…-Kuchen-Schilderung war ein sehr passender Auftakt in dieser Geschichte.

        Und daran ist genau nichts „erschreckend“.

  26. Hallo Katharina,

    ich finde das darf man ruhig immer wieder thematisieren, damit es vielleicht dem ein oder anderen die Augen öffnet. Kinder sind echt grausam und wir Erwachsene müssen ihnen vormachen wie es richtig geht.

    Übrigens steckt da auf den Fotos ein süßes aber vor allem unschlagbar fröhliches Kind (mit tollen Ideen. Ich muss immer an die Briefmarken-Geschichte denken und lachen!) in einem super schönen Kleid in einem super tollen Stoff! Wenn ich nur nähen könnte….

    Liebe Grüße!

  27. Doch, Menschen können hässlich sein. Aber es sind keine Äußerlichkeiten, die sie hässlich machen, sondern ihr Charakter.
    Und grad den Kindern wird es zuhause vorgelebt. Ich erschrecke mich oft, wie viele Kinder im Kindergarten schon rassische oder einfach verletzende Sprüche von sich geben. Ich versuche meinen Kindern klarzumachen, was gemeine Sprüche bei ihrem Gegenüber für Gefühle auslösen – ein bisschen weniger Ellenbogegesellschaft und mehr Sensibilität… Ich hoffe, es trägt Früchte.

  28. Liebe Katharina,

    ich kenne deine Tochter nicht, aber ich finde sie wunderschön. Sie ist einzigartig und hat ein tolles, offenes Lachen. Ihr Antlitz bereichert unsere Gesellschaft, die ich mir bunt und individuell wünsche.

    Fühl dich gedrückt!
    Barbara

  29. Liebe Katharina,
    Kinder können grausam sein. Unsere Tochter ist moppelig, ganz die Mama.
    Leider wurde sie aufgrund dessen ca. ein dreivierteljahr von min. 5 Jungs in der Klasse deshalb gemobbt. Unzählige Male kam sie weinend nach Hause. Die eine Klassenlehrerin hat das Problem leider nicht in den Griff bekommen. Mittlerweile waren es dann 3 „kräftigere Kinder die regelmäßig schlimm beleidigt und gemobbt wurden. Ich muss dir nicht sagen, dass sich das auf ihr Verhalten und teilweise auch auf ihre Noten ausgewirkt haben. Das was oftmals in der Pause passiert ist und in den Unterricht getragen wurde hat die Lehrerin nicht interessiert. Auf dem Höhepunkt war es dann letztes Jahr an der Schulfastnachtsparty. Mittlerweile war die nächste Klassenlehrerin „im Amt“ und ausführlich über das Problem unterrichtet. Wohl nicht genug, weil bei dem schönen Fest der bekannte Mob gegen unsere Tochter ging. Und die Lehrerin rechtfertigte sich hinterher „was sie denn hätte tun sollen“??? Eine Mutter rief mich an dem besagten Tag an, was denn da los sei. Ihre Tochter wäre völlig fertig sich das immer hilflos anschauen zu müssen. 2. Klasse!
    Das Ende vom Lied nach einem „klärenden“ Gespräch mit der besagten Lehrerin: unsere Tochter, sowie die beiden anderen betroffenen Kinder wurden einmal wöchentlich für 25 min. aus dem Unterricht genommen um mit einer Lehrerin mit Zusatzausbildung darüber zu sprechen wie sie besser damit klar kommen, wenn andere Kinder sie beleidigen und mobben. Ohne Worte! Zudem hätte man uns darüber gar nicht unterrichtet.
    Nun hat unsere Tochter wieder eine neue Klassenlehrerin, auch wenn ich so manche Vorbehalte gegen diese Frau habe, sie hat mit Strenge und Disziplin
    soviel „Ordnung“ in die Klasse gebracht, dass das Problem sich in Luft aufgelöst hat. Dafür bin ich dankbar.
    Was ich bei all diesen Drama immer zu meiner Tochter gesagt habe, das die für mich wunderschön ist, aber das es viel wichtiger ist, dass Menschen ein gutes Herz haben und man das von außen nicht sehen kann.

    Schockiert hat mich allerdings wie tatenlos die Schule reagiert hat bzw. wie letztlich reagiert wurde.
    Sollte sowas noch jemals nochmal passieren stehe ich noch am gleichen Tag bei den Eltern auf der Matte.

    • Kristin sagt

      Hallo! Ich bin auch GS Lehrerin und finde es schlimm, wenn Lehrer in so einem Fall nicht reagieren. Ich bemühe mich immer, die Sorgen und Anliegen von Eltern ernst zu nehmen. Aber das Wort Mobbing wird heute häufig und oft in falschen Zusammenhängen gebraucht. Zucken sich zwei Mädchen an, heißt es gleich, mein Kind wurde gemobbt. Inbdieser Situation, die du schilderst, hätte ich sofort eingegriffen! lg

  30. Ganz tolles Outfit hat Sonea da an, sie strahlt richtig von innen heraus.

    Kinder können richtig gemein sein. Ich fasse es nicht und musste mehrmals schlucken. Ich hoffe so sehr, dass ich meinem Kind die richtigen Werte vermitteln kann, damit es niemals eine solch herabwürdigende Äußerung tätigt. Ich drücke euch fest! Vielleicht habt ihr ja bald nochmal Lust auf einen gemeinsamen Kaffee (mit uns statt mit Donald)?

  31. Puh, wenn ich das lese fehlen mir die Worte…..ich denke, Ihr habt das Richtige getan. Das Gespräch mit den Eltern zu suchen hätte vermutlich nichts gebracht.
    Meiner Meinung nach sollte es nur noch integrative Kindergärten geben! Dann wäre vieles für Kinder von Anfang an viel selbstverständlicher! Ich hatte erst ein mal so eine Situation mit dem Mädchen, das ich als Schulbegleiterin betreue…..da war ich so unfassbar sauer und verletzt – aber es konnte geklärt werden. Nur fürchte ich, dass sich die Einstellung bei diesem Kind nicht geändert hat, selbst wenn er sich entschuldigen musste….
    Sonea sieht unglaublich hübsch aus, und sie wird ihren Weg gehen!!!!
    Lieben Gruß
    Gisi

  32. Das sind die Dinge, dich sich tief und schmerzhaft ins Mutterherz fressen, denn nicht immer stehen wir daneben und können den Ort verlassen bevor es vielleicht noch unangenehmer wird 🙁
    Es ist oft das Elternhaus, ja, oder das Umfeld und oft sind die, die solche verletzenden Sprüche ablassen, selbst ganz unten auf der Leiter und freuen sich endlich ein Opfer gefunden zu haben, das noch tiefer zu stehen scheint.

    Louisa hat ja ihren YouTube-Kanal und es ist nicht zu glauben was da die Kids schreiben, auch ganz oft „Du bis Heslig“ …aaahhhh ich kann mir dann oft nicht verkneifen darunter zu schreiben: „…und du bist unhöflich und brauchst Nachhilfe in Rechtschreibung“

    Zu dem Mann hinter der Theke hab ich dieses Kopfkino: „Früher hat er in der Autowerkstatt gearbeitet, den Job verloren und muss jetzt bei Mac arbeiten.“ Na ja, egal welche Geschichte dahinter steht, seine Berufung ist es sicher nicht 😉

    Ich wünsche Euch keine solcher Begegnungen mehr, die sind einfach nur schlecht für die schönen Gedanken, die man im Kopf haben sollte

  33. Isabell sagt

    Mir zieht es beim Lesen alles zusammen. Solche Erlebnisse schmerzen. Man kann sich noch so sehr im klaren sein, dass die anderen die „hässliche Seele“ haben, es tut dennoch einfach weh. Mein Sohn wurde vor kurzem als behindert bezeichnet. Naja und das stimmt rein sachlich sogar. Trotzdem hat mich die Gehässigkeit dahinter mitten ins Herz getroffen. Außerdem macht es mir eine Wahnsinnsangst ihn nicht immer beschützen zu können.

    Ich schicke dir eine große Portion Kraft und Mut. Vielen Dank für deine offenen Worte. Manchmal tut es gut nicht alleine mit so etwas zu sein!!

  34. Vielen lieben Dank für deine Erwähnung!
    Eine heftige Geschichte die du vom Wochenende geschildert hast. Ich denke ich wäre genauso fassungslos über die Äußerungen der Kinder gewesen, wie du es bist. Ich glaube aber dass es wichtig ist, in so einem Moment die Fassung zu bewahren und den Kindern ihr abwertendes, unmögliches Verhalten zu spiegeln. Denn wie es scheint, macht dies leider niemand aus ihrer Familie…

    Ich drücke dich <3

    Liebste Grüße
    Ziska

  35. Frau vom Dorf sagt

    Sonea hat sich anders verhalten, als die Kinder es erwartet haben – sie wussten nicht richtig damit umzugehen und haben sie deshalb beschimpft…
    Die Kinder haben sich anders verhalten, als du das erwartet hast – du wusstest nicht richtig damit umzugehen und hast sie deshalb beschimpft…

    Nicht böse gemeint, nur mal so als Anregung. Ich denke, ein Gespräch mit den Kindern hätte ihnen die Chance gegeben, ihre Sichtweise zu ändern.
    Ich kann aber verstehen, dass du in der Situation zu geschockt/verletzt warst um „pädagogisch wertvoll“ zu reagieren. Du wolltest dein Kind beschützen und verteidigen.

    • Sonea hat sich so normal verhalten, wie man sich normal verhalten kann.

      Ich verstehe sehr gut was Du meinst und normalerweise wäre ein aufklärendes, ruhiges Gespräch auch mein Weg gewesen. Dies war aber nicht die Zeit und der Raum für ein pädagogisch wertvolles Gespräch.

  36. *seufz
    Das geht leider vielen Kindern so, auch wenn das nicht tröstet. Aber es sticht arg im Mutterherz, das weiß ich.
    Was mir einfiel: Du wolltest nicht da hin, Dein Bauchgefühl hat Dich gewarnt. Oft bewahrt es uns.
    Alles Liebe euch Hübschen, Ela

  37. „Du bist selbst hässlich in Deinen Äußerungen!“ – Sehr gut und treffend gesagt, auch wenn das Mädchen das vermutlich nicht begreifen wird.

    Hoffentlich bleiben solche Begegnungen für Euch eine Seltenheit.

  38. Liebe Katharina,
    ich habe ähnliches erlebt, als meine behinderte Tochter als Missgeburt bezeichnet wurde – und auch ich habe damals gedacht, dass es an den Eltern liegen muss. Inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher, ich habe die Eltern kennen gelernt (der Junge mit der unglücklichen Wortwahl geht mit einem meiner Söhne turnen) und sie sind gar nicht so. Ich habe mir auch den Kopf zerbrochen, warum Kinder so etwas tun, allerdings auch einige Male erlebt, dass meine eigenen Kinder mich auf der Straße laut fragte, was denn „der habe“ wenn sie jemanden mit Behinderung oder Entstellung gesehen habe. Auch den Ausspruch: Das schaut ja grauslich aus! hat eines meiner Kinder schon mal laut gesagt. (Sehr peinlich für mich!) Und ich denke nicht, dass es bei uns an der Tagesordnung ist, andere nach ihrem Aussehen zu beurteilen. Smartphones etc haben unsere Kids übrigens auch nicht. Meine Tochter hat da mit der Missgeburt übrigens auch nicht sonderlich ernst genommen. Keine Ahnung, vielleicht sind es genau diese Erlebnisse, die uns schulen, in diesen Situationen sensibler zu sein – wer weiß, was wir als Kind zu anderen gesagt haben?
    Im Übrigen finde ich deine Tochter sogar ausnehmend hübsch.

  39. Oh man – das macht mich so wütend!!!

    Wie können Kinder nur so gemein sein? Aber Kinder sind einfach so, sie sagen was sie denken und denken einfach nicht darüber nach. Alles was „anders“ ist als die Norm, wird geärgert. Leider mussten wir das auch schon feststellen. „Boah bist du fett“ kam bei uns schon öfter in der 1. Grundschulklasse. Das hat Nena zu tiefst verletzt!

    Eine Freundin sagte zu mir: du kannst nichts machen, außer dein eigenes Kind stark zu machen. Stark sich gegen solche fiesen Sprüche zu wehren und stark darin, sich selbst zu mögen. Das hat mir gut getan und wir versuchen ihr das immer wieder klar zu machen. Aber der Spruch sitzt tiefer als wir denken und oft sagt sie jetzt „das kann ich nicht essen, dann werde ich noch dicker“ oder solche Sachen. So entstehen garantiert viele Eßstörungen!

    Die Welt ist einfach anders geworden! Fieser, grausamer, egoistischer! Und das fängt schon bei den Kleinsten an. Leider!

    Sonea ist ein tolles, starken und hübsches Mädchen! Sag ihr das ja?

    Drück dich

  40. Annika sagt

    Boah, gar nicht nett! Kinder können wirklich gemein sein! Und ja – kein Mensch ist hässlich und jeder hat etwas Besonderes an sich! Deinen Kommentar fand ich sehr gelungen! Den muss ich mir merken. So viel zum Thema du bist nicht schlagfertig. Wie hat das unerzogene und elternlose Kind denn darauf reagiert?

    Liebe Grüße von Annika

  41. Mihaela sagt

    Liebe Katharina, die Kinder können echt grausam und respektlos sein. Das Thema haben/erleben wir auch gerade! Aber ich gebe nicht den Kindern, sondern deren Eltern den Schuld!!! Anstatt ihnen beizubringen, mit 3 so selbstständig und cool wie möglich zu sein, mit Handys umzugehen, sollen die Kinder erstmal richtige (gute) Werte lernen. Lernen, was es bedeutet, menschlich zu sein…
    Ahhh unsere Gesellschaft ist leider sehr oberflächlich und gefühllos! Lass dich nicht ärgern! Du hast tolle Kinder, die du richtig gut erzogen hast!!! <3

    Liebe Grüße
    Mihaela

  42. Katharina sagt

    Liebe Namensvetterin Katharina,
    Ich bin zutiefst geschockt über Deinen Post und gleichzeitig voll Hochachtung über Deine abgeklärte, sachliche Art, mit derlei Grausamkeiten umzugehen. Dass Dein Kind zauberhaft ist, einzigartig und in seiner Einzigartigkeit geliebt, das weisst Du, und das empfinden Deine Leser -dass das jedoch auch die Umwelt so empfindet und es Dich auch spüren lässt, damit Ihr weiter so fröhlich Euren Weg gehen könnt, das wünsche ich Dir von Herzen. Sonea, Du Süsse, Du kannst stolz sein auf eine so wunderbare Familie, und Ihr, Katharina, könnt stolz sein auf Euer tolles Mädchen. Herzlich, Katharina

  43. Knodel Inge sagt

    Hallo Katharina,
    es ist furchtbar von Kind zu Kind so etwas zu sagen. Was für bekloppte Eltern haben diese Kinder. Von den Kindern selber kommen diese Sprüchen sicher nicht alleine. Warscheinlich sprechen die Eltern so über andere Menschen die vielleicht nicht ihrem Ideal entsprechen. Glück und Schönheit kommt von innen. Das werden diese Kinder vielleicht auch noch lernen wenn sie mal gehänselt oder ausgelacht werden. Gut das Sonea es nicht richtig mitbekommen hat und du sofort etwas dagegen gesetzt hast. Den Kuchen und den Kakao hätte ich zurück gebracht, warscheinlich vorher noch fotografiert und mit einer Beschwerde an Mac geschickt. Sonea steht ihr Kleid sehr gut. Es ist richtig, dass du das in deinen Blog schreibst. Liebe Grüße Inge

  44. Zuerst einmal finde ich es toll, dass du immer wieder solche Dinge thematisierst liebe Katharina. Wenn man nicht darüber spricht, dann kann das nie was werden mit der Toleranz in der Gesellschaft 😉

    Zum Thema Fastfood bin ich komplett raus, war aber auch irgendwie noch nie richtig drin. Ich hätte sicher reklamiert, bestimmt und mit dem nötigen Biss wäre ich zu dem unfähigen Mitarbeiter gegangen. Er hätte ja so oder so anstandslos tauschen müssen, mit einem Lächeln auf den Lippen, so ist die Vorgabe bei MC Do. Ich hatte dort schon einige Audits erstellt, nach einem Vorschriftsbesuch, damals im Rahmen meines Studiums im Fach Qualitätsmanagement. Also nächstes mal geh hin und hau ihm den Kuchen virtuell um die Ohren, bis er weich und saftig ist 🙂

    Na und zum Thema Kindermund kann ich nur sagen, dass so etwas gar nicht geht. Aber man muss zur Ehrenrettung der Kids sagen, dass so etwas übers Elternhaus vermittelt wird, dort werden einfach die Grundlagen geschaffen. Auch wenn in Schule & Co viel Sozialverhalten mit auf den Weg gebracht wird, ist es doch schon auch die Intoleranz der Eltern, die hier weitergegeben wird. Im Grunde hätte man ins Restaurant gehen und dort mal laut rufend fragen sollen, wem die Kinder gehören auf dem Klettergerüst. Ich hätte hier sicher das Gespräch mit den betreffenden Eltern gesucht, dass diese auch die Möglichkeit haben, zu sehen, wie sich die Kinder benehmen. Leider interessiert es viele Elternhäuser herzlich wenig, die amüsieren sich dann eher noch, wenn man sich völlig aufregt und stampft wie ein Rumpelstielzchen. Schade kann ich da nur sagen, schade, dass im Jahr 2017, in dem jeder Depp ein Smartphone besitzt und High End unterwegs ist, die Toleranz in solchen Dingen noch so weit hinter der Zeit liegt. Ich wünsche mir, dass dies bald schon besser wird und jeder so leben kann, wie er mag, keiner für Äußerlichkeiten oder Innerlichkeiten beschimpft wird und sich schämen muss. Ich frage mich bei der Gelegenheit, woher sich manche Menschen das Recht nehmen, über andere zu urteilen, die sie nur einen kurzen Moment wahrnehmen………naja, wird wohl eine Frage sein, die kein Mensch beantworten kann. Man kann es selbst einfach nur besser machen glaube ich. Meine Tochter ist in einem Waldorfkindergarten, der eingebettet ist in die Dorfgemeinschaft Lautenbach, eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für Behinderte Menschen. Dort trifft sie oft auf „anders“ aussehende Jungs und Mädels und stört sich daran inzwischen gar nicht mehr, für sie ist das ein normales Bild und die Kinder lieben die Menschen dort, weil sie stets fröhlich sind und vor allem Spaß an der Arbeit haben, die nölen nicht den lieben langen Tag an allem rum, sonder freuen sich über jeden Tag, ob mit oder ohne Sonnenschein.

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